Modellschiffe Tagebuch

Willkommen in der Werft und am Steg. Hier wird nichts versteckt: Wir dokumentieren den Baufortschritt von der ersten Idee bis zur fertigen Jungfernfahrt. Erlebe die kleinen Triumphe, wenn ein kniffliges Detail endlich perfekt passt. Werkstatt-Spionage ist ausdrücklich erlaubt: Schnapp dir einen Kaffee, stöbere durch die chronologischen Einträge und hole dir Inspiration, Tipps und handfeste Ideen für dein eigenes Projekt auf dem Reißbrett!

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Pommes statt Dampf: Emma als schwimmende Imbissbude

Emma macht Pause – jetzt kommt Calli mit dem „Fritten Schälchen“ – Am Teich herrschte an diesem Tag schon beste Stimmung, doch als die Zuschauer die neue Konstruktion sahen, rieben sie sich die Augen: Aus der kleinen schwimmenden Lok Emma war ein schwimmender Imbissstand geworden! Der Dampfkessel mit dem Dampfdom war verschwunden, der Schornstein auch – stattdessen thronte ein gelb-weiß gestreiftes Dach, unter dem knusprige Pommes-Spieße und Mayotuben auf Kundschaft warteten.

Am Steuer: Fritten Calli, der neue Imbiss-Kapitän mit roter Wollmütze und stattlichem Bart. Neben ihm kreiste die hungrige Möwe Clara der Montagsflieger, die bereits den ersten Pommes-Schnappversuch plante.

Auf dem Schild stand in großen Buchstaben: „Fritten Schälchen“.

Die erste Fahrt begann gemächlich. Das Boot tuckerte hinaus, und sofort scharten sich Spaziergänger, Kinder und Enten am Ufer. „Pommes! Gibt’s hier wirklich Pommes?“ rief ein neugieriger Junge, während sein Vater skeptisch fragte, ob die Preise denn noch in D-Mark seien – auf den Schildern standen schließlich 50 Pfennig für Cola und 70 Pfennig für Pommes. „Das ist Retro-Design“, erklärte Calli wichtig und blinzelte in die Sonne.

Schon bald war das „Fritten Schälchen“ das Highlight des Teichs: Enten verwechselten die Pommes mit Schilfhalmen und mussten enttäuscht abdrehen, Kinder klatschten begeistert, und auf den Bänken am Teich wurde diskutiert, ob man wohl mit dem Paddelboot rüberfahren dürfe, um eine Portion Mayo zu ergattern. Der Baron Krümelzahn, Emmas treuer Begleiter, schwamm gemütlich hinterher und seufzte leise: „Früher bin ich noch als Schreckgespenst durchs Wasser gezogen – heute bin ich der offizielle Pommes-Wachhund.“ Doch er ließ es sich gefallen. Schließlich schmeckt selbst einem Krokodil eine knusprige Kartoffel nicht schlecht.

Und so schrieb sich ein neues Kapitel ins Logbuch des Teichs:

Emma pausiert,

Fritten Calli serviert

und das „Fritten Schälchen“ wird zum kulinarischen Star auf dem Wasser.

Aus dem Archiv

Feuerlöschboot „Bonn“

Übung Rettungseinsatz auf dem Auensee in der Bonner Rheinaue

Feuerlöschboot „Bonn“ Übung Rettungseinsatz in der Rheinaue Bonn, Auensee
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Bootsbeschreibung

Länge        :  115,0 cm

Breite        :  24,5 cm
Bauzeit         :  13 Monate
Baujahr        :  2021
Maßstab        :  1:25
Gewicht        :  9 KG

Besonderheiten :  Bausatz der Firma Krick (vormals Robbe) Modell „Düsseldorf“. Hier heißt es „Bonn“, weil der Eigentümer Mitglied beim Schiffsmodellclub-Bonn e.V. (SMC-Bonn) ist.

Schraubenantrieb über zwei Brushless Motoren plus Querstromruder, vierfach Ruderanlage

Funktionsmodell:

  • Diverse Beleuchtungen
  • Soundmodul
  • drehbares Radar
  • fallender Anker
  • Schlepphaken
  • 3 Löschmonitore dreh- und schwenkbar betrieben über zwei Zahnradpumpen
  • Festrumpfschlauchboot als Beiboot über den Kran ins Wasser absenkbar

Festrumpfschlauchboot: 

Bausatz der Firma Harztec-Modellbau

  • Länge : 23,5 cm
  • Breite : 9,5   cm
  • Gewicht mit 500 mAh Akku   185 Gramm
  • Maßstab 1:20
  • Mini Jet-Antrieb mit Rückfahrklappe

Jupiter Duck – Der Tollpatsch

Nach Einbau eines stärkeren Motors, Pichler Brushless Pulsar 1700 KV, 7 x 4 Prop Graupner, Akku 2S 600 mAh sollte Jupiter Duck erneut1) versuchen, vom Teich aus zu starten. Um es vorweg zu nehmen: Das ist gelungen.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt setzt sich Jupiter Duck mit neuer Kraft entschlossen und zielstrebig in Bewegung, nimmt Fahrt auf, geht gerade weg und erhebt sich nach wenigen Metern sicher in die Höhe, schnell eine erste Linkskurve, aus dem Kamerabild, etwas mehr Höhe und am oberen Rand des Kamerabildes vorbei und wieder eine Linkskurve, gerade weg, wieder links und?

Der Tollpatsch stürzt sich nach der nächsten Kurve, als er auf der Wasseroberfläche elegant aufsetzen will, Kopf über in den Teich, als hätte er einen Fisch oder ein altes Stück Brot gesehen. Eine besondere Art von Eleganz. „Alle meine Entchen, schwimmen auf dem See, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh.“ (Text Volkslied)

Wohl etwas weit weg vom Ufer, in den Kähnen am Steg steht Wasser, keine Chance, abwarten, auf etwas Wind aus der richtigen Richtung hoffen.


Dann ist es endlich so weit, eine leichte Brise haucht gegen das Höhenleitwerk und richtet den Tollpatsch wieder auf. Vom Steg aus ist über die als unendlich empfundene Entfernung kein Schaden erkennbar. Gas, der Propeller dreht sich, Jupiter setzt sich langsam in Bewegung. Das Seitenruder funktioniert und nun aber ganz, ganz langsam im Paddeltempo zurück an das sichere Ufer.

Da ist der Tollpatsch wieder auf festem, trockenen Boden. Jupiter Duck hat bei seiner Wasserfluggymnastik einiges an Wasser geschluckt. Zum Glück hat er sich keinerlei innere oder äußere Verletzungen zugezogen.

Aber eine Pause habe ich ihm und auch mir schon gegönnt.


1) Beitrag vom 07.01.2022 Jupiter Duck – Zu schwach für diese Welt – Erstflugversuch

Beitrag vom 14. 05.2021 Jupiter Duck – Wir brauchen einen Tümpel