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Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug


Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.

Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung


Längere Wege für Irgendwo

In diesen Tagen liegt über Irgendwo ein Hauch von Aufbruch. Zwischen Werkbank und Gleisplan reift ein Gedanke, noch leise, aber voller Richtung: Eine Erweiterung des Bahnbetriebs scheint möglich.

Die Strecke könnte wachsen. Auf 300 Prozent, im Maßstab 1:87 (H0), auf eine Länge von 3600 Millimetern. Ein weiter Weg, gemessen in Modellbahnmaßen – genug Raum für längere Fahrten, für Atempausen zwischen den Haltepunkten, für das Gefühl, unterwegs zu sein. Der Betrieb auf der Regelspur ebenso wie auf der Schmalspurbahn würde neue Wege bekommen, neue Abläufe, neue Geschichten.

Bevor jedoch Holz gesägt und Gleise verlegt werden, entsteht Irgendwo ein zweites Mal – virtuell. Mit der Planungs- und Simulationssoftware 3D-Modellbahn Studio1) verschaffen wir uns einen ersten Eindruck. Auf einer Ebene von 3600 × 500 Millimetern wachsen Linien, Bögen und Weichen. Gleise legen sich vorsichtig aneinander, als wollten sie prüfen, ob sie hier bleiben dürfen. Besonders die Schmalspurbahn bekommt in dieser Simulation Leben eingehaucht. Ein automatisierter Pendelbetrieb ist eingerichtet:

Eine Dampflok der Baureihe 99 Mallet zieht drei Personenwagen gemächlich hin und her. Sie folgt der Strecke entlang der Wand, immer wieder, ruhig und zuverlässig. So entsteht ein Gefühl für den Rhythmus der Bahn, für die Länge des Weges und für das Zusammenspiel von Raum und Bewegung.

Der voll automatisierte Pendelbetrieb der Dampflok ist in der Software über zwei Bremskontakte realisiert, die sich jeweils am Ende der eingleisigen Strecke als Umkehrpunkte befinden und mit Signalschaltern verbunden sind. Erreicht die Lok einen dieser Kontakte, werden definierte Ereignisse ausgelöst: das Umschalten der Fahrtrichtung, Zeitverzögerungen, das Setzen von Freier Fahrt sowie der Halt am Streckenende. So entsteht der automatisierte, betriebssichere Pendelverkehr im Hintergrund der Anlage, während auf den Normalgleisen mauell gesteuerter Betrieb ablaufen könnte.

Noch ist alles Planung. Aber wer genau hinschaut, sieht schon Züge fahren. Und weiß: In Irgendwo beginnt der Tag mit einer Idee – und einer Lok, die einfach losfährt.

1) https://www.3d-modellbahn.de/


Spassfliegen unter Freunden

Bei dem derzeit für Modellflug wenig schönen Wetter im Rheinland holen wir uns Sonne und Thermik auf den Bildschirm, schauen in das Jahr 2018 und treffen uns mit Freunden beim MfG Siebengebirge e.V. auf dem Hartenberg zum Hangflug. Hier wird begeistert über die Generationen bis ins hohe Alter freundschaftlich Modellflug gepflegt und gelebt.

Der aufmerksame Zuschauer wird unter den Teilnehmern am traditonellen Spassfliegen unseres Nachbarvereins MfG Siebengebirge e.V. auch Montagsflieger erkennen.



LT200 Flex – Lonely

In schwierigen Zeiten für die Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe durch Starkregen.

Modelldaten:

1920 mm Spannweite | 982 g Abfluggewicht | RC-Funktionen: Motor, Höhenruder, Seitenruder, Querruder, Bremsklappen

Brushless Aussenläufer 28 mm – 1300 KV | Regler Robbe 16 A | 8 x 5 Klapppropeller Aero-naut CAM | Akku 3S 1000 mAh


Sherpas in nahezu unberührter Natur

In nahezu unberührter Natur sind zwei Crawler, Absima Sherpa am Rande eines ehemaligen Steinbruchs unterwegs.

Dort wo Steine, Totholz, Moos und Farne, dichte Vegetation Geschichten aus längst vergangenen Zeiten behüten.

Die Fahrt führt zunächst über einen mit Moos besetzten über eine Schlucht liegenden Baumstamm auf eine Anhöhe.


INTERMODELLBAU Dortmund 2024

„Wo Kleines das Größte ist“ titelt der Veranstalter auf seinem Visitorguide für die nach seinen Angaben weltgrößte Messe für Modellbau und Modellsport vom 18. bis 21. April 2024 in der Messe Dortmund. Wir waren dort und haben uns nicht nur umgesehen, sondern den Rundgang durch die Themenwelten in den Hallen 3 bis 7 in Bildern und Ton festgehalten. Schwerpunkte der Veranstaltung lagen bei den Themenwelten Eisenbahnmodellbau, RC-Car, Funktionsmodellbau und Schiffsmodellbau. Automodellbau, Kartonmodellbau, Kirmesmodellbau begeisterten und setzten beim Rundgang schöne Akzente. Flugmodellbau erfreute Besucher überwiegend mit Show, Action, Hipp und Jump.

In knapp neun Minuten durch alle Hallen der Intermodellbau 2024:

Modelle zu Luft und zu Wasser, Eisenbahnmodellbau, Kartonmodellbau, RC-Modellbau, Funktionsmodellbau und Dampfmodellbau.


„Irgendwo“ – Das Maintor

Es gibt Orte, die tragen ihr Versprechen schon im Namen. Irgendwo ist so einer. Kein Punkt auf der Landkarte, sondern ein Zustand – zwischen Erinnerung und Modellbau, zwischen Maßstab und Gefühl. Und nun ist ein weiteres historisches Gebäude gewachsen.

Still erhebt es sich, massiv und zugleich einladend: das Maintor. Sein Vorbild steht seit Jahrhunderten in Sommerhausen am Main, einem kleinen, romantischen Weinort, dessen Stadtmauer den Ort noch immer wie ein schützender Arm umschließt.

In diese Mauer sind mehrere Türme integriert – stumme Wächter der Geschichte.

Für viele der Älteren ist vor allem der Rote Turm unvergessen: Drehort des Films „Vater sein dagegen sehr“ (1957) mit Marianne Koch und Heinz Rühmann. Ein Stück deutscher Filmgeschichte, eingefroren in Stein.

2019 Sommerhausen Am Berghof 13 01

Doch das Maintor ist mehr als ein historisches Bauwerk. Es ist Teil der eigenen Erinnerung. Ein Besuch in Sommerhausen vor mehr als dreißig Jahren hat sich unauslöschlich eingeprägt – Tage, die im Turm selbst verbracht wurden, in seinen Räumen, auf seinen Ebenen. Tage zwischen dicken Mauern und weitem Blick, zwischen Stille und dem leisen Geräusch des Mains. Diese persönliche Erfahrung macht das Tor zu mehr als einem Motiv: Es wird zum inneren Ankerpunkt, zu einem Ort, der immer wieder aufgesucht wird – nun auch im Modell.

Stadtbefestigung, Ulrich-Gast-Weg 4 Sommerhausen 20181209 005

Wer Sommerhausen mit dem Schiff erreicht, kennt diesen Weg: Anlegen am Main, ein kurzer Fußmarsch, dann steht man davor. Links der kleine Anbau – einst das Zollhaus, in dem Waren und Wege kontrolliert wurden. Geradeaus das Tor, das den Übergang markiert: vom Fluss in den Ort, vom Unterwegssein ins Ankommen.

Tritt man hindurch und wendet sich noch einmal um, entdeckt man rechts die überdachte, hölzerne Treppe. Sie schmiegt sich an den Turm, führt hinauf zu zwei kleinen Räumen auf zwei Ebenen.

Wer das Glück hat, den heutigen Turmbewohner besuchen zu dürfen, wird belohnt mit einem Blick über Sommerhausen, über die Dächer, Reben und den träge fließenden Main. Romantik pur – unverstellt, zeitlos.

Sommerhausen BW 14

All das findet sich nun wieder in Irgendwo. Im Maßstab 1:87 (H0) ist das Maintor neu entstanden – nicht als exakte Kopie, sondern als erzählende Annäherung. Mit Fusion 360 digital konstruiert, mit eigener Hand gebaut in Mischtechnik, Schicht für Schicht, Material für Material:

  • 5 mm Schaumstoff bilden die Wände – leicht, aber formstabil
  • 1,2 mm Karton sorgt für feine Kanten und Details
  • 1,2 mm Balsaholz trägt die hölzerne Treppe, ihre Konstruktion und die Giebelverkleidungen
  • feine Wellpappe deckt die Dächer und lässt Ziegelstruktur erahnen
  • die Fenster entstanden im 3D-Druck, klein, präzise, charaktervoll

Verklebt wurde alles mit Weißleim, die Fenster erhielten Halt mit UHU Por. Die Farbgebung erzählt ihre eigene Geschichte: Airbrushfarben von Vallejo, ergänzt durch wasserlösliche Acrylfarben aus dem Bastelbedarf, stark verdünnt, lasierend in mehreren Schichten aufgetragen. Keine deckenden Flächen, sondern Patina. Zeit, die sich absetzt. Regen, Sonne, Jahrhunderte. Das Foto zeigt das Modell in zwei Seitenansichten.

Es offenbart die Massivität des Turms, den bescheidenen Zollhausanbau, die schräg ansteigende Holztreppe, die schützende Stadtmauer. Und irgendwo darunter: ein Fahrzeug, klein wie ein Gedanke – ein Hinweis auf Maßstab und Bewegung.

So ist das Maintor nun gebaut, vielleicht um Teil von Irgendwo zu werden. Ein Übergangsort. Ein Schwellenbauwerk. Nicht nur zwischen Main und Markt, sondern zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Erlebtem und Gebautem. Und vielleicht – ganz leise – auch zwischen dem, was einmal war, und dem, was im Modell weiterlebt.


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