Startseite

Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug


Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.

Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung


Vom Dach, das einem Wasserturm Charakter gibt

Die letzten Konstruktionsarbeiten am Wasserturm spielen sich ganz oben ab, dort, wo Technik leise in Poesie übergeht. Am Dach.

Schaut man auf das Konstruktionsbild, erkennt man diesen Moment des Innehaltens: Die Dachflächen liegen bereits sauber auf, ruhig und ausgewogen, als hätten sie ihren Platz schon immer gekannt. Dachrinnen schmiegen sich umlaufend an die Kanten, bereit, Regen nicht nur abzuleiten, sondern ihm Ordnung zu geben.

Im oberster Teil, in der kleinen so genannten Laterne sitzen nun die Fenster, gleichmäßig verteilt, Augen eines Bauwerks, das später über Gleise, Züge und die Zeit wachen wird. Ganz oben erhebt sich die Zierspitze, schlank und selbstverständlich. Kein überflüssiges Detail, sondern ein stilles Ausrufezeichen – hier endet das Gebäude, hier beginnt der Himmel. Darunter offenbart das Bild einen Blick ins Innere: Das Dachinnere ist mit einer klaren Stützkonstruktion versehen, Balken und Verstrebungen greifen ineinander, nicht sichtbar für den späteren Betrachter, aber unverzichtbar für die Ruhe der Form.

Man sieht: Das ist kein bloßes Dach. Es ist eine Konstruktion, die erklärt, warum Dinge halten. Warum Irgendwo nicht auseinanderfällt. Warum ein Wasserturm mehr ist als ein Behälter – nämlich ein Versprechen von Bestand.

Noch ist alles digital, Linien, Flächen, Transparenzen. Doch genau hier, in dieser letzten Phase der Konstruktion, entscheidet sich der Charakter. Bald wird das Dach gedruckt, geschichtet, greifbar. Dann steht er da, der Wasserturm von Irgendwo, und niemand wird mehr ahnen, wie viel Aufmerksamkeit in seinen oberen Metern steckt.

Aber er wird es ausstrahlen. Still. Ganz oben.

#Wasserturm #Zwischenwo #3DDruck #STLKonstruktion #Modellbau #Dachkonstruktion #DetailsDieZählen #DigitaleVorarbeit #Modellbahnwelt #Spur0e #KonstruktionMitSeele #VonObenGedacht

Wenn aus Ideen kleine Welten werden

Die Woche beginnt mit schöner Post, die in Irgendwo aus einem Ort ankommt, der sich auf der Landkarte noch nicht gezeigt hat. Vielleicht ist es „Zwischenwo“. Nicht ganz Irgendwo, denn dafür ist hier schon zu viel entstanden. Noch lange nicht Nirgendwo. Zwischenwo liegt wahrscheinlich auf halber Strecke, dort, wo Züge anhalten, weil jemand etwas baut, denkt, ausprobiert.

Da liegt sie nun, diese Nachricht, warm wie der erste Kaffee am Montagmorgen. Matthias W. schreibt, höflich und freudig, und seine Worte tragen den leisen Stolz eines Erbauers:

„Hallo Herr Dissen,
ich möchte mich auf diesem Wege für das Zurverfügungstellen der STL-Dateien für den Lokschuppen und das Empfangsgebäude bedanken…“

Man spürt es zwischen den Zeilen: Da wächst etwas. In 0e, auf 200 % skaliert, entstehen Gebäude, die man nicht an jeder Ecke findet – Unikate aus Schichten, Geduld und Vorstellungskraft. Noch Rohbau, schreibt er, aber schon mit Bildern versehen, als wollten sie sagen: Schau, ich bin auf dem Weg.

Und genau hier setzt das Bild ein. Vor uns liegt eine kleine Welt: Das Empfangsgebäude steht bereits fest auf seinem Platz, weiß verputzt, mit rotem Ziegeldach, als hätte es schon Jahrzehnte Wind und Wetter gesehen.

Daneben der Bahnsteig, die Gleise, auf denen ein rot-beiger Triebwagen ruht – bereit zur Abfahrt oder gerade erst angekommen. Ein kleiner Kiosk wacht über den Platz, ein Bus wartet geduldig am Rand. Alles wirkt vertraut, und doch neu.

Besonders schön: Matthias hat das Empfangsgebäude im Aufbau der einzelnen Gebäudeteile seinen eigenen Bedürfnissen angepasst. Wände, Anbauten, Proportionen – nicht starr aus der Datei übernommen, sondern weitergedacht, verändert, passend gemacht. Genau so, wie Modellbau gemeint ist: als Dialog zwischen Vorlage und Vision.

Und dann dieser eine Satz, fast beiläufig, aber voller Hoffnung:
„Ich würde mich freuen, wenn ich zu gegebener Zeit den Wasserturm auch drucken darf.“

Als Dank für diese schöne Nachricht macht sich ein Wasserturm-STL-Baukasten auf den Weg, sobald er voraussichtlich noch vor Weihnachten für den 3D-Druck fertig konstruiert ist. Seine STL-Dateien gehen vorab an Matthias – noch bevor sie hier öffentlich und kostenlos zum Download bereitstehen. Ein kleiner Vertrauensvorschuss, ein stilles Nicken von Erbauer zu Erbauer.

So beginnt die Woche: mit Zwischenwo, mit Nirgendwo, mit Irgendwo, mit Empfangsgebäude und Lokschuppen, mit angepassten Gebäudeteilen, mit Gleisen im Maßstab und der

Gewissheit, dass geteilte Ideen weiter wachsen, wenn man sie freigibt.


Das ging damals (1969) so

Herbert von der freien Modellfliegergruppe Auf der Hardt erzählt, wie das damals so ging mit dem Hobby Flugmodellbau und Modellflug:

Ich hatte mich bereits in jungen Jahren für alles rund um die Fliegerei begeistern können, während die anderen Fußball spielten und Mopeds fuhren. Luftfahrtbücher und Bastelbücher wurden regelrecht verschlungen und gaben viele Anregungen.

Meine ersten Flugmodelle hatten dann Gummiantrieb oder wurden motorlos am Seil fliegen gelassen.

Im Alter von 16 Jahren unmittelbar nach dem Realschulabschluss hat bei mir alles begonnen.

Zur Belohnung schenkten mir meine Eltern ein Modellflugzeug mit Ausstattung,  der Robbe PAN mit 1,5 ccm Enya, komplett gekauft. Leider gibt es davon kein Foto, sondern nur eine Planablichtung.


Danach kam dann als erstes selbstgebautes Modell ein Robbe PUMA als Hochdecker mit 5 ccm Enya. Damit habe ich quasi richtig Fliegen gelernt. Das ging damals so:

Der Schulfreund meines Vaters hatte in Mayen in der Eifel ein Radio-und Fernsehgeschäft. Er war damals weit und breit der einzige Händler für Modellbauartikel und gleichzeitig mein Fluglehrer. Übrigens hatte er als Radio-und Fernsehtechniker auch meine erste Tip-Tip-Fernsteuerung selbst gebaut. Er startete und landete mir anfangs immer den Puma . 

Irgendwann hatte er gemeint, dass müsste ich jetzt selbst können, startete mir den Puma und fuhr mit seinem Auto davon. 


Ich war also mit meinem fliegenden Puma alleine auf mich gestellt und musste ihn landen. Und das klappte problemlos.  Ab diesem Zeitpunkt konnte ich alleine Modellfliegen und es ging mit mehreren verschieden ausgestatteten Pumas weiter.


Im zweiten Lehrjahr als Werkzeugmacher  war ich soweit und hatte mit den ersten Eigenkonstruktionen begonnen. Die physikalischen Grundsätze waren aus vielen Büchern angelesen. Im Zeichenbüro der Lehr-Firma gab es damals noch großflächiges Zeichenpapier, das ich als Altpapier nutzen konnte. Zuhause hatte ich mir ein großes Reißbrett (wie damals in den Firmen üblich) gebaut; passend dazu kam noch eine Scheren-Parallelogramm-Zeichenausstattung mit Winkelinealen.

Aus dem Lehrunterricht in Zeichnen war mir einer der damals schon wichtigsten Grundsätze bekannt:

>Am Anfang steht die Mittellinie< drumherum baut sich alles auf.

Meine erste umgesetzte  Eigenkostruktion war der EARLY BIRD.


Zu Beginn des Studiums gab es einen Stop aller Aktivitäten beim Modellflughobby. Alles wurde veräußert.

Erst nach Ende des Studiums und erster Anstellung ging es langsam wieder weiter. Und nach ein paar Jahren mit der Familie im Eigenheim ging es dann wieder richtig los.

Alles rund ums Fliegen begeistert mich. Ich schaue auch heute noch jedem vorbeifliegenden Flugzeug nach. Gerne wäre ich Pilot geworden, wenn meine Sehkraft von frühester Jugend an nicht problembehaftet gewesen wäre. Ich wollte Flugzeugmechaniker als Beruf erlernen, aber von meinem Heimatort aus waren alle Möglichkeiten weit weg und auf dem elterlichen Bauernhof wurden damals alle Hände gebraucht.


So war die Modellfliegerei eine brauchbare Alternative geworden. Dabei kann ich mich auch heute noch wunderbar von den Geschehnissen des Alltags ablenken lassen. Was mich besonders reizt, ist das Umsetzen von eigenen Ideen. Die finanziellen Investitionen versuche ich dabei im angemessenen Rahmen zu halten. Man muss nicht unbedingt große, technisch aufwendige Industriemodelle betreiben. Die handlichen und kofferraumfreundlichen Modelle können genau so viel Spass erzeugen.

Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz sind für mich sehr wichtig. Ich persönlich habe schon sehr früh der Umwelt zu Liebe auf Elektroantriebe gesetzt, auch als diese Technik noch in den Kinderschuhen steckte. Die ersten so ausgestatteten Modelle konnten noch als Akku-Transporter bezeichnet werden. Denn 8 NC-Zellen aus einem Akku-Schrauber waren aus heutiger Sicht unwahrscheinlich schwer.

Die gezeigten Fotos hat Herbert freundlicherweise für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Seine Modellflugerinnerungen hat er in seinem Fotoalbum festgehalten.

Vielen Dank Herbert für Text und Bilder. So manch ein Leser Deiner Erzählung von damals wird sich an seine Jahre als Flugmodellbauer und Modellflieger erinnern.

Herberts Fotoalbum bei WEB.de Online-Speicher in einem neuen Fenster aufschlagen:



Abenteuer im alten Steinbruch

Im ehemaligen Steinbruch der Kaldauer Grube bei Siegburg treffen sich zufällig RC-Crawler-Fans und erkunden das raue, felsige Gelände. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage ist der Untergrund besonders rutschig geworden – eine zusätzliche Herausforderung für Mensch und Maschine. Zwischen steilen Hängen, nassem Geröll und kleinen Wasserläufen kämpfen sich drei geländegängige RC-Crawler ihren Weg durch die Natur.

Jeder Abschnitt verlangt volle Konzentration – Balance, Grip und Feingefühl an der Fernsteuerung sind gefragt. Das Knirschen der Reifen auf Stein und das leise Surren der Motoren schaffen eine besondere Atmosphäre. Ein perfekter Ort für alle, die Offroad-Abenteuer im Miniaturformat lieben.


#RCCrawler #RCCars #Crawling #Offroad #RCLife #RCHobby #RCCrawlerGermany #Siegburg #KaldauerGrube #Steinbruch #ScaleCrawler #TrailAdventure #RCCrawlerAction


Emma ist mehr als ein Boot – sie ist ein Star.

Die nächste Testfahrt stand ganz im Zeichen der Filmkunst. Schließlich reichte es nicht, einfach nur zu schwimmen – nein, wenn man schon eine GoPro auf dem Kohlenkasten trägt, dann muss das Material auch blockbuster-tauglich sein! Der Lokführer hatte sich fest vorgenommen, die optimale Position und Einstellung der Kamera zu finden.

Emma schnaufte los, das Krokodil – seit neuestem unter seinem vollen Namen bekannt: Baron Krümelzahn – zappelte artig hinterher. Ein Name, der Würde und Eigenart zugleich vereint: „Baron“, weil er sich stets mit erhobenem Kopf durchs Wasser treiben lässt, als gehörte der ganze Teich seinem Adelsgeschlecht. „Krümelzahn“, weil sein imposantes Gebiss doch die eine oder andere Lücke aufweist – man munkelt, er habe sich bei einem nächtlichen Snack an einem besonders knusprigen Stein verbissen. So zieht er nun hinter Emma her, halb furchteinflößend, halb sympathisch. Die Kinder am Ufer tuscheln: „Der sieht gefährlich aus!“, während die Erwachsenen schmunzeln: „Ach, das ist doch nur der Baron… der macht mehr Eindruck als Ärger.“

Nach einigem Schrauben und Probieren gelang es schließlich, die Kamera so auszurichten, dass Baron Krümelzahn immer im Bildzentrum thronte: stolz, geheimnisvoll, mit jenem Blick, der sagt: „Ich könnte, wenn ich wollte – aber ich will gerade nicht.“

Und dann passierte das Unvermeidliche: Die Aufnahmen landeten im Internet. Binnen Stunden gingen die Clips viral. Millionen Klicks. Kommentare wie:„Endlich mal ein Modellboot mit Charakter!“ Emma war über Nacht ein Star, aber der Baron war es ebenso. Am Teich sammelten sich nicht nur das Federvieh und die Spaziergänger – jetzt kamen Fans, die eigens wissen wollten, ob der Baron heute wieder im Schlepptau sei.

Emma schnaufte, blubberte, und Baron Krümelzahn ließ sich ziehen, als hätte er nie etwas anderes getan. Und irgendwo am Ufer meinte ein kleiner Junge ernst: „Das ist Frau Mahlzahns Mann, ich schwör’s.“


DB Museum Koblenz – Faszination Führerstand

Nach den großen Auftritten auf der Drehscheibe und zwischen den Altbau-E-Loks wurde es in Koblenz ein bisschen persönlicher – denn in Teil 4 der Videoreihe geht es dorthin, wo sonst nur das Lokpersonal seinen Platz hat: auf den Führerstand. Kaum ein Besucher konnte der Versuchung widerstehen, einmal selbst durch die schmalen Türen zu steigen, die Hände fest an die kalten Griffstangen gelegt, über die Trittstufen hinauf auf das Podest zu klettern. Ob E-Lok oder Dampflok – der Blick von oben war immer ein kleiner Moment Eisenbahnromantik pur.

Besonders beliebt war an diesem Tag die Mitfahrt im Führerstand einer E40 128, einer Lok der Einheitsbaureihe, die ab 1957 in Dienst gestellt wurde. Mit über 800 gebauten Maschinen war sie jahrzehntelang das Rückgrat des Güterverkehrs der Deutschen Bundesbahn. 3.700 kW Leistung, eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und ein markant gleichmäßiges Brummen machten sie zum verlässlichen Arbeitstier, das auch vor schweren Zügen nicht zurückschreckte. In Koblenz konnte man den Führerstand dieser Maschine aus nächster Nähe erleben – und wer vorne dabei war, bekam ein Gefühl davon, wie sich ein Lokführer im Alltag fühlte. Das Rattern der Schienen, die wechselnden Lichtsignale, das tiefe Summen der Fahrmotoren – es war, als hätte man für ein paar Minuten selbst Dienst am Regler.

Wer den Führerstand der E40 betritt, merkt sofort: Hier ist noch alles Handarbeit. Im Mittelpunkt prangt das große schwarze Handrad – der Fahrschalter, mit dem der Lokführer die Fahrstufen wählte. Mit kräftigen Drehbewegungen ging es stufenweise nach oben, begleitet vom typischen Klacken der Schaltwerke. Links davon Schalterreihen für Licht, Sandstreuer und Zusatzfunktionen, rechts die Bremsventile und natürlich die beiden runden Instrumente, die zuverlässig Auskunft gaben: der Tacho bis 120 km/h und der Stufenzähler.

Über allem liegt der Charme der fünfziger Jahre: massive Metallhebel, robuste Drucktaster, eine klar funktionale Anordnung. Keine Displays, keine Elektronik – sondern pure Mechanik, gebaut für Jahrzehnte im schweren Güterzugdienst. Wer auf dem Sitz Platz nimmt, kann sich gut vorstellen, wie sich das monotone Summen der Motoren mit jeder Stufe veränderte, bis die Lok unter Last ihr volles Brummen entfaltete.

Im Vergleich zu den frühen Altbau-E-Loks wie der E16 wirkte die E40 mit ihrem Führerstand schon fast modern – übersichtlicher, aufgeräumter, ergonomischer. Aber aus heutiger Sicht spürt man auch hier noch den deutlichen Unterschied zu modernen Führerständen mit Monitoren und Leuchtdioden. Statt Digitaltechnik herrscht blankes Metall, statt Softtouch-Bedienung ein kräftiger Griff ins Handrad. Ein Arbeitsplatz, der noch nach Öl, Eisen und Arbeit roch – und genau das macht ihn für viele Besucher des DB Museums in Koblenz so faszinierend.

Doch nicht alle Führerstände erzählten von der Nachkriegszeit. Im Lokschuppen war auch ein Blick auf die E16 03 möglich, eine Maschine aus den zwanziger Jahren. Ihr Führerstand wirkte fast archaisch: große, schwere Handräder für die Steuerung, analoge Anzeigen mit klassischen Skalen, blank polierte Messingteile und eine Anordnung, die man heute fast unübersichtlich nennen würde.

Wer in Koblenz den Führerstand der E16 03 betritt, spürt sofort den Hauch der zwanziger Jahre. Statt eines aufgeräumten Pults mit übersichtlichen Anzeigen erwartet den Besucher ein Arbeitsplatz, der fast schon wie eine kleine Maschinenzentrale wirkt. Im Mittelpunkt stehen die großen, schweren Handräder – vor allem das imposante Fahrstufenrad, das der Lokführer mit viel Muskelkraft bedienen musste. Jede Veränderung der Fahrstufe war ein physischer Akt, begleitet vom metallischen Rucken der Schaltwerke.

Die Anzeigen sind klassische Rundinstrumente, mit feinen Skalen, die heute fast schon zierlich wirken. Messingteile und blank polierte Beschläge geben dem Führerstand einen beinahe nostalgischen Glanz. Dazu kommen die markanten Hebel und mechanischen Schalter, die ohne jede Elektronik auskommen. Alles hier wirkt robust, handfest – und zugleich unübersichtlich für moderne Augen. Man spürt beim Blick auf diesen Führerstand, wie anspruchsvoll die Arbeit eines Lokführers in den ersten Jahrzehnten der elektrischen Traktion war. Während moderne Loks den Fahrer mit ergonomisch angeordneten Instrumenten unterstützen, verlangte die E16 volle Konzentration und ständige Handarbeit. Fahrstufenrad bedienen, Bremsen im Griff behalten, Anzeigen ablesen – und gleichzeitig die Strecke im Blick haben.

Ein weiteres Highlight war der Lok-Simulator, der mit viel Liebe zum Detail aufgebaut war. Hier konnten sich Besucherinnen und Besucher als E-Lokführer versuchen – natürlich unter kundiger Anleitung. Fachleute erklärten geduldig die Anzeigen, Schalter und Hebel, und so mancher Nachwuchs-Lokführer grinste stolz, wenn der virtuelle Zug ohne Ruck anrollte.

Zwischen Simulator und Führerstandsbesuch zeigte sich immer wieder dieselbe Szene: Erwachsene wie Kinder kletterten neugierig hinauf, griffen nach dem schweren Fahrschalter, betrachteten die vielen Manometer und Tasten. Und während draußen die Loklegenden auf der Drehscheibe glänzten, spürte man hier drinnen hautnah, wie es war, eine Lok nicht nur anzusehen, sondern tatsächlich zu bedienen.

Das Video zu Teil 4 fängt diese besonderen Momente ein: das Staunen, die leuchtenden Augen, das Kribbeln, wenn man auf dem Platz sitzt, von dem aus seit Jahrzehnten Züge bewegt werden. Ein kleiner Perspektivwechsel – und doch ein großes Erlebnis beim „Tag der Schiene“ in Koblenz.

Alle Videos Tag der Schiene 2025 im DB Museum Koblenz


Weitere Beiträge

nach Themen in der jeweiligen Kategorie Montagsflieger, Crawler, RetroCar, Schiffsjunge, Dampf, Downloads, Magazin, Archiv in chronologisch absteigender Reihenfolge


3D 3D-Druck Andreas Auf der Hardt Axial Bau-Doku Baudoku Baukasten Bernd Biplane Boot Buschtrottel Crawler Defender Depron Depron Eigenbau Dieter DJI Doku Doppeldecker Drohne E-Segler Eigenbau Emma Erstflug Eurofighter F-Schlepp Fliegendes Fahrrad Flugfelder Flugschule Flugtag Fokker E.III Freunde Freundschaftsfliegen FunCub Georg Gespräch unter Freunden Glider Graupner Grunau Baby Grunau Baby III Hallenfliegen Herbert Heron Himmelsmoped Hochstart Hochstartwinde Holzbaukasten Huckepack Indoor Jet Ju52 Jugendfliegen Jugendförderung Jupiter Duck Ka8b Kampfbrett Lehrer-Schüler Lidl Flieger Lidl Glider Lilienthal Maule GB Max Moni Motte Möwe Nachbarn Natur NURFLIDL Nurflügler Oldtimer P-38 Pusher Parkflyer Pepito Projekt Rabe Ralf Reise um die Erde Retro RetroCar Schleppmaschine Segelboot Segler Seilstart Sherpa Streamer Strega Tanja Tim Toyota Toyota Land Cruiser Umwelt unterwegs Weihe 50 Weihe50 Werkstatt Wiesen-Café Wilesco Wilga Zeitzeichen

#Modellbau #RCFlugmodelle #RC Crawler #RetroCar #Schiffsmodell #Eisenbahn #Bahnliebe #Dampfbahn #Modelltechnik #Hobbyleben #RCAbenteuer #Modellflug #Modellautos #Modellschiffe #TechnikSpaß #MadeForHobby #WerkstattAlltag #DIYModellbau #Miniaturwelt #SpielzeugFürErwachsene