Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
Fallentina im Auge der Drohne DJI Avata
Ein leichter Wind zieht über das offene Feld, während sich der Blick langsam nach oben richtet. Hoch über den Köpfen der Zuschauer kreist eine ungewöhnliche Konstruktion am Himmel – eine der selbst gebauten Motormaschinen der Montagsflieger. In ihrem offenen Gestell hängt Fallentina, die bisher einzige Frau in dieser eingeschworenen Truppe. Ruhig, konzentriert, bereit für den Moment, der gleich alles andere in den Schatten stellen wird.

Der Motor brummt gleichmäßig, als Bernd, der Tüftler und einer der Piloten in der Gruppe, seine Maschine auf etwa 300 Meter Höhe bringt. Hier oben wirkt die Welt plötzlich klein und weit entfernt. Für einen kurzen Augenblick scheint die Zeit stillzustehen. Dann kommt das Zeichen. Fallentina zögert nicht. Mit einem entschlossenen Sprung verlässt sie die Maschine – hinein in die Wolken. Klar, kontrolliert, beinahe schwerelos. Für die Zuschauer am Boden wird sie für Sekundenbruchteile unsichtbar, verschluckt vom Weiß der vorbeiziehenden Wolken. Ein Moment der Spannung liegt in der Luft.
Dann taucht sie wieder auf. Der freie Fall geht nahtlos über in einen eleganten Schirmflug. Der Fallschirm öffnet sich kraftvoll über ihr, trägt sie ruhig und sicher durch die klare Luft. Und genau hier entfaltet sich ein weiteres Highlight dieses besonderen Moments:
Aus nächster Nähe wird Fallentina von einer wendigen Drohne begleitet – einer DJI Avata. Präzise gesteuert von André, dem dritten Mann im Team, folgt sie jeder Bewegung, schwebt neben ihr, zieht Kreise, fängt Perspektiven ein, die man sonst nie zu sehen bekommt.

Die Kamera liefert atemberaubende Aufnahmen: Fallentina vor der Kulisse aus Wolken und Himmel, das Spiel von Licht und Schatten auf dem Schirm, die Weite der Landschaft unter ihr. Es sind Bilder, die fast unwirklich wirken – ruhig, kraftvoll und voller Schönheit zugleich. Alles wirkt einstudiert – und doch voller Lebendigkeit. Genau hier zeigt sich, was die Montagsflieger ausmacht: Vertrauen, Erfahrung und ein Zusammenspiel, das über Jahre gewachsen ist. Unten wartet bereits Ralf. Mit geschultem Blick verfolgt er jede Bewegung am Himmel, kennt den richtigen Moment, die richtige Stelle. Als Fallentina sich dem Boden nähert, ist er bereit. Punktgenau führt er sie in die Landung – sicher, sauber, fast schon mühelos.
Applaus brandet auf. Was wie ein spektakulärer Einzelsprung wirkt, ist in Wahrheit Teamarbeit in ihrer schönsten Form. Bernd, der sie nach oben bringt. André, der Drohnenpilot, der den Moment für die Ewigkeit festhält. Ralf, der sie sicher zurückholt. Und mittendrin Fallentina, die mit Mut und Können den entscheidenden Schritt wagt.
Ein Sprung aus 300 Metern Höhe – und doch so viel mehr als das. Ein Moment zwischen Himmel und Erde, getragen von Vertrauen, Technik und Leidenschaft. Genau das macht die Montagsflieger aus.
Ein Herz auch für die Montagsflieger
Ein Herz auch für die Montagsflieger
Das hat Markus Mayer vom Pferdehof Mayerhof in jeder Hinsicht. Für uns Montagsflieger ist es ein Glücksfall, wie freundlich wir von der Familie Mayer und den vielen Pferdebesitzern aufgenommen sind, wie uns alle bei unserem Hobby unterstützen und wie wir uns füreinander wohlwollend interessieren. Inzwischen, wir gehen dem Modellflug hier auf den weitläufigen Wiesen seit einem guten halben Jahr nach, haben wir das Gefühl: wir Montagsflieger gehören dazu, sind gerne gesehen und in das Leben auf dem Mayerhof integriert. Das freut uns und gibt uns Anlass zu danken.
Hier sind wir zu Hause, fühlen uns wohl und sind glücklich.
Der Reitstall Mayerhof: Unser Gastgeber, der uns und unser Hobby unterstüzt, bewirtschaftet seinen Hof modern und in die Zukunft gerichtet. Der Pferdehof mit derzeit mehr als 60 Pferden ist ein geprüfter Bio-Betrieb (DE-ÖKO-013). Die Wiesen sind weder gedüngt, noch gespritzt und geben damit auch vielen Insekten, Vögeln und anderen Tieren dringend benötigten Lebensraum.
Mobile Feldwerkstatt
„Fast schon klinisch rein ist der mit Energiesparlampen belichtete Raum in […] Heimwerkerkeller in […]. Jede Schraube liegt an ihrem Platz, die Präzisionswerkzeuge sind akribisch geordnet. […] Werkstatt wirkt wie ein Operationssaal.“ beschreibt Scarlet Schmitz in einem online-Artikel beim General-Anzeiger1) eine Modellflugwerkstatt.
Heute werfen wir einen Blick auf eine andere Werkstatt, die Mobile Feldwerkstatt. Hier heißt es: Soforthilfe, kompetent, effektiv, ohne Anmeldung, ohne Terminvereinbarung und ohne lange Wartezeiten. Fliegen ist das Ziel.
Das ist auf den Flugfeldern angesagt, wenn Montagsflieger Bernd die Doppeltüre seiner mobilen Werkstatt öffnet. Auf der schwenkbaren Arbeitsplatte können vor Ort plötzlich erforderlich werdende kleinere bis mittlere Reperaturen von Flugmodellen durchgeführt werden, auch Lötarbeiten. Beleuchtet wird der Raum auf umweltbewußte Art und Weise mit dem Sonnenlicht des Tages, das durch leicht getönte Panoramascheiben von allen Seiten in die Werkstatt auf die Arbeitsfläche fällt.
Unter der Arbeitsebene liegen die Werkzeuge, mit denen der erfahrene Flugzeugmechaniker geschickt und zielführend umzugehen weiß. Spezialwerkzeuge trägt der Werkstattinhaber Bernd immer am Mann. An der Seite stehen Klebstoffe unterschiedlicher Art. Geordnet liegen regelmäßig benötigte, kleinere Ersatzteile griffbereit. Ladegerät und Batterie können leeren Akkus jederzeit wieder frisches Leben geben.
Hier wird jedem ohne wenn und aber, ohne Schnickschnack geholfen, manchmal schneller als gedacht, auf alle Fälle von ganzem Herzen, ohne ich-verklärte Luft, ohne quälenden Drang zum Perfektionismus, zur emotionslosen, sterilen Reinheit.
Mit Freude gemeinsam fliegen heißt hier das Ziel der Mission. Guten Tag!
Optional mit automatisch generiertem Untertitel
1) https://ga.de/region/sieg-und-rhein/sankt-augustin/guido-bubley-ist-der-flugzeugchirurg-von-niederpleis_aid-64873133
Die neue Brücke
In der Kaldauer Grube ist für Crawler das neue Brückenbauwerk „Borkenkäfer“ im Bau.
Ein Großteil der Querungstrasse und der Stützpfeiler sind gebaut. Eine Belastungsprobe war erfolgreich und ein erster Fahrversuch zumindest in Teilen.
Der westliche Teil der Holzkonstruktion muss nachgebessert werden, damit Fahrzeuge dort nicht in die Tiefe abrutschen.
Stellt euch vor: Emma ist zurück
Allerdings nicht auf Schienen, sondern auf… Wasser! In liebevoller Handarbeit aus Balsaholz und Depron erschaffen, mit Bürstenmotor und Fernsteuerung ausgestattet, tuckert unsere Heldin diesmal nicht durch Lummerland, sondern über einen Teich in Hennef (Sieg).
Kinder rufen begeistert: „Das ist doch Emma!“ Erwachsene bleiben stehen, nicken nostalgisch und denken: „Mensch, das waren noch Zeiten…“ – und schwupps hat jeder wieder Jim Knopf und Lukas im Kopf.
Das Beste: Emma ist jetzt nicht nur Lok, sondern auch Boot. Eine schwimmende Zeitmaschine, die Erinnerungen transportiert und dabei fröhlich durchs Wasser schaukelt.
Kurzum: Wenn Nostalgie schwimmen könnte, würde sie so aussehen.
DB Museum Koblenz – Stellwerkstechnik
Wer im DB Museum Koblenz am Tag der Schiene 2025 nach den Lokomotiven noch ein wenig weitergeht, entdeckt eine Welt, die auf den ersten Blick unscheinbarer wirkt, aber für den Eisenbahnbetrieb genauso wichtig war wie jede Lokomotive:
Die Stellwerkstechnik vergangener Zeiten. Zwischen schweren Hebeln, glänzenden Metallgestängen und fein gezahnten Mechaniken wird sichtbar, wie Züge über Jahrzehnte hinweg sicher gelenkt und Bahnhöfe geordnet wurden.

Gleich ins Auge fallen die alten Bahnzeichen an der Wand – das Andreaskreuz, ein Vorankündigungs- und Geschwindigkeitsschild („9“), dazu weitere Tafeln wie das „L“ für Läutetafel. Sie machen sofort klar: Hier geht es um die Welt der Signal- und Weichentechnik, wie sie früher das Bild der Eisenbahn bestimmte.
Im Vordergrund steht links ein grünes Blockfeld – ein klassisches Relikt der mechanischen Stellwerkstechnik. Diese Kästen mit Dreh- und Druckknöpfen dienten zur Sicherung und Freigabe von Fahrstraßen. Jeder Zug musste sozusagen „blockweise“ seinen Weg freigegeben bekommen, was Unfälle verhindern sollte. Direkt daneben, rechts im Bild, erkennt man ein Hebelwerk mit mehreren Blockfeldern und Stellhebeln. Die rot-weißen Flügel zeigen an, ob ein Abschnitt frei oder gesperrt ist. Mit kräftigen Handbewegungen wurden hier Fahrstraßen verriegelt und Signale gestellt – eine Technik, die nicht nur Muskelkraft, sondern auch höchste Konzentration erforderte.
Über dem Aufbau hängen weitere Signaltafeln und ein alter Signalschirm, der wohl einst an einem Bahnübergang oder im Gleisfeld seinen Platz hatte. Alles zusammen ergibt ein faszinierendes Bild: eine Art Schaltzentrale vergangener Zeiten, in der Signaltechnik, Weichentechnik und Bahnzeichen direkt zusammenkamen.
Mit jedem Griff wurden draußen an der Strecke Signale auf Fahrt gestellt, Weichen in die richtige Lage gebracht und Fahrstraßen gesichert. Auch die vielen Bahnzeichen, die Reisenden und Eisenbahnern Orientierung gaben, waren Teil dieser präzisen Ordnung.

Heute ist diese Technik längst von Monitoren, Tastern und digitaler Steuerung abgelöst. Aber hier im Museum wirkt sie fast lebendig. Man kann sich gut vorstellen, wie konzentriert die Stellwerker ihre Arbeit verrichteten, mit Blick auf die Fahrstraßen, die Uhr und das dienstliche Regelwerk, das über jeden Zug wachte. Alles musste exakt stimmen – denn eine falsch gestellte Weiche oder ein missachtetes Bahnzeichen konnten ganze Abläufe durcheinanderbringen.

Und so steht die Stellwerkstechnik in Koblenz heute nicht nur als technisches Exponat, sondern als Denkmal einer Berufswelt, die man leicht vergisst.
Sie erinnert an den Rhythmus der Bahnhöfe, an die Verantwortung, die in jeder Hebelbewegung lag, und an die
Kunst, aus rein mechanischen Verbindungen ein komplexes, zuverlässiges System zu schaffen. Wer davorsteht, hört das Klicken der Hebel fast noch, riecht das Schmieröl in den Gestängen und merkt: Auch abseits der großen Loks hatte die Eisenbahn ihre Helden – manchmal verborgen in kleinen Stellwerksbuden, die mit jeder Bewegung den Takt der Züge bestimmten.
Im Video Tag der Schiene 2025 im DB Museum Koblenz – Teil 6 gibt es genau diesen Blick in die Welt der Signal- und Weichentechnik und der alten Bahnzeichen.
Eine spannende Ergänzung zur Reihe, die zeigt, dass Eisenbahn nicht nur auf den Schienen rollt, sondern auch hinter den Kulissen von kluger Technik und wachsamen Händen gelenkt wurde.
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