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Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug


Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.

Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung


Zwischen Ästen und Hoffnung – Fallentinas Rettung

Es sollte ein ganz normaler Montag bei den Montagsfliegern werden. Ein bisschen Fliegen, ein bisschen Fachsimpeln, vielleicht noch ein Kaffee in der Abendsonne. Doch dann beschloss das Schicksal – offenbar mit einem ausgeprägten Sinn für Ironie –, dem Tag eine unerwartete Wendung zu geben. Fallschirmspringerin Fallentina sprang am späten Nachmittag geschniegelt aus der Motormaschine, bereit für eine elegante Landung. Stattdessen landete sie… nun ja, eher ungewöhnlich. Ihr Fallschirm suchte sich zielsicher einen Baum aus und parkte in etwa 25 Metern Höhe ein – eine Perspektive, die sonst eher Vögeln vorbehalten ist.

Am Boden begann umgehend das, was man wohl als hochprofessionelles Improvisationstheater bezeichnen könnte. Schnell war klar: „Einfach runterholen“ würde schwierig werden. Also tat man, was Menschen in solchen Situationen eben tun – man entwickelte Konzepte. Gleich zwei, denn eines allein wäre ja zu einfach gewesen.

Konzept eins: Hightech. Eine Drohne sollte es richten. Montagsflieger Bernd, offenbar nicht nur Pilot, sondern auch Tüftler, präsentierte eine eigens über Nacht entwickelte Konstruktion, die an der Drohne befestigt werden sollte. Zwei Tage später wurde getestet.

Die Technik funktionierte, die Beteiligten nickten zufrieden – nur der Wind hatte offenbar nicht am Meeting teilgenommen und zeigte sich wenig kooperativ. Ergebnis: Man konnte viel ausprobieren, aber niemand wollte riskieren, dass am Ende noch die Drohne im Baum neben Fallentina einzieht.

Also wechselte man zu Konzept zwei: Lowtech, aber mit Drama. Pfeil und Bogen. Ja, richtig gelesen. Der Plan klang ein bisschen wie aus einem Abenteuerfilm – oder genauer gesagt: wie eine Szene direkt aus den Wäldern von Robin Hood. Plötzlich fühlte sich der Ort weniger wie ein moderner Flugplatz an und mehr wie Sherwood Forest. Es fehlten eigentlich nur noch grüne Kappen und ein paar Männer in Strumpfhosen, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und „Treffer!“ rufen. Statt Goldsäcke aus den Händen habgieriger Sheriffs zu befreien, ging es hier allerdings darum, eine Fallschirmspringerin aus den Fängen eines besonders hartnäckigen Baumes zu erlösen. Der Plan war ebenso simpel wie heldenhaft angehaucht: Ein dünnes Seil sollte per Pfeil über die Gestrandete geschossen werden – möglichst präzise, versteht sich, ganz im Stil des legendären Bogenschützen. Anschließend wollte man durch geschicktes Ziehen das Seil so positionieren, dass sie sich aus ihrer luftigen Gefangenschaft befreien konnte.

Was folgte, war eine Mischung aus Training, Geduldsspiel und mittelalterlichem Revival. Pfeile flogen durch die Luft, und für einen kurzen Moment konnte man sich einbilden, gleich würde jemand behaupten, er habe soeben einen Pfeil gespalten wie einst Robin Hood. Die Realität blieb allerdings leicht darunter: Immer wieder war man erstaunlich nah dran – fast schon heldenhaft nah. Doch statt eines triumphalen „Volltreffers!“ blieb es bei einem wiederkehrenden „Das war jetzt wirklich knapp…“. Und so zeigte sich:

Den Geist von Robin Hood zu beschwören ist das eine – seine Treffsicherheit zu erreichen, offenbar noch einmal eine ganz andere Geschichte. Während unten langsam die Energie nachließ und oben vermutlich eine ganz neue Definition von Geduld entstand, näherte sich die Situation ihrem dramaturgischen Höhepunkt. Die Retter dachten bereits darüber nach, ob man vielleicht noch ein drittes, viertes oder zwanzigstes Konzept entwickeln sollte.

Und genau in diesem Moment, als die menschliche Planung an ihre Grenzen kam, entschied sich die Hauptdarstellerin der Szene offenbar, das Drehbuch selbst umzuschreiben. Plötzlich Bewegung im Baum. Ein Rascheln, ein Ruck – und wie aus dem Nichts löste sich Fallentina aus ihrer Lage. Der Schirm gab nach, sie sank nach unten, ganz ohne Drohne, ganz ohne Pfeil und Bogen, dafür mit maximaler Wirkung auf die Nerven aller Beteiligten. Unten angekommen: Stille für den Bruchteil einer Sekunde. Dann die Erkenntnis. Sie steht. Sie ist unverletzt.

Was folgte, war kein geordnetes Protokoll mehr, sondern pure Erleichterung. Jubel, Lachen, wahrscheinlich auch der ein oder andere ungläubige Blick nach oben, als wolle man sich vergewissern, dass der Baum nicht doch noch eine Zugabe plant.

Fazit des Tages: Man kann Drohnen bauen, Pfeile schießen und die wildesten Pläne schmieden – manchmal reicht es aber, wenn sich die Dinge einfach von selbst lösen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein Montag, der irgendwo zwischen Ernstfall und Realsatire seinen ganz eigenen Platz gefunden hat.


LIDL Segler 2021 – RC Ausbau

LIDL Segler 2021 – RC Ausbau

für Seilstart. Kaum sind die Lidl Segler 2021 beim Discounter online erhältlich, sind auch schon einzelne bei den Montagsfliegern nicht nur angekommen, sondern auch zum RC-Modell ausgebaut und in den Luftraum aufgestiegen – mit einem Seil.

Ausgestattet ist das Modell von Montagsflieger Bernd mit Steuerungsmöglichkeiten für Höhen-, Seiten- und Querruder.

An dem Seglerorginal wurden neben dem Einbau von RC-Komponenten nur kleine Veränderungen vorgenommen, insbesondere am Höhenleitwerk. Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.

LIDL Segler RC
Lipo-Akku 2S 450 mAh
Seilhaken
Höhenruder
Höhenruder
Querruder


Sherpa – Suche nach dem Wald

Der Wald hat sich verändert, ist licht geworden. Borkenkäfer im Sommer, Dauerregen, Schnee, Sturm der letzten Wochen haben Spuren hinterlassen.

Die Landschaft am südlichen Rand von Neunkirchen-Seelscheid um die Orte Wolperath, Schöneshof und Renzert sieht Ende Januar 2024 aus, als hätten Riesen dort ihr Unwesen getrieben, wären über die Bäume hinweggetrampelt, hätten die alten unter ihnen wütend samt Wurzeln aus dem Boden gerissen, weggeschleudert und alles platt gemacht.


Tauchfahrt Bonn Rheinaue Auensee – Alles klar?

„Der April, der macht was er will“ – alte Bauernweisheit

Regen folgt auf Sonne, Windstille und Böen wechseln sich ab, plötzlich zieht ein Gewitter auf oder es schneit sogar kurz – der launische April macht eben, was er will und der Auensee in der Bonner Rheinaue? Was macht der im April? Es sieht nicht gut aus:

Bildmaterial von Mittwoch, 14.04.2021, 15.00 – 16.00 Uhr


Neue Wege in „Irgendwo“

Kaum war das Bahnhofsgebäude feierlich eröffnet, lag wieder der vertraute Duft von Erde, Holz und ehrlicher Arbeit in der Luft. „Irgendwo“ ruhte sich nicht aus — warum auch? Ein Bahnhof ohne Bahnsteige wäre wie eine Geschichte ohne Ende, wie ein Zug ohne Räder.

Also ging es weiter. Still, entschlossen, mit derselben Mischung aus Pragmatismus und Herzblut, die dieses kleine Projekt von Anfang an getragen hatte. Für die Regelspur H0 wie auch für das einzelne Gleis der Schmalspurbahn sollte es keine aufwendigen Bahnsteige geben. Keine hohen Mauern, keine fein ziselierten Geländer. Nur das, was man damals auf dem Land eben baute: schlichte, funktionale Bahnsteigkanten aus Holz, gezogen entlang der Gleise auf Höhe des frisch errichteten Bahnhofsgebäudes.

Dicke Bohlen wurden zugeschnitten, gesetzt, ausgerichtet. Sie wirkten beinahe bescheiden — und gerade darin lag ihr Charme. Hinter den Holzbohlen schüttete man Erde an, dunkle, leicht feuchte, frisch aufgeworfene Erde, die unter den Spaten klatschte und sich unter Stiefeln festdrücken ließ. Stück für Stück wurden die Flächen angelegt, verdichtet, geformt. Der Boden hob sich sanft an wie ein Atemzug, der zur richtigen Zeit getan wurde.

Am Bahnsteig der Schmalspur war man bereits ein gutes Stück weiter. Die schmale Kante lag schon fast vollständig, und die aufgefüllte Erde hatte sich zu einer ebenen, ruhigen Fläche gefügt. Man konnte bereits erahnen, wie eines Tages ein kleiner Schmalspurzug dort anhalten würde — vielleicht mit einem leisen Quietschen, vielleicht mit einer dampfenden Spur von Nostalgie.

Bald würden Reisende, ob groß oder klein, dort entlanggehen können. Barfüßig im Sommer vielleicht, mit schweren Stiefeln im Winter. Und „Irgendwo“ machte wieder einen Schritt — einen bodenständigen, handgemachten — weiter auf seinem Weg, eine kleine, lebendige Welt zu werden.

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