Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
Wir fliegen auch mittwochs
Das war ja ein toller Nachmittag am letzten Mittwoch im März 2021: blauer Himmel, leichter Süd/Ost-Wind, sommerliche 25 Grad Celsius, Superthermik. Da machte das Fliegen wieder Freude. Mit den Modellen in ungeahnte Höhen, mit und ohne Vario – herlich. Der Ro-bart stand über lange Zeit großräumig an der selben Stelle, Bärte zogen wie an einer Perlenkette durch unsere Flugregion und sorgten für ein wunderschön anzusehendes Miteinander der Raubvögel und Segler am Himmel.
Das Spiel der Vögel, der Segler, der Schleppzüge war offensichtlich weit zu sehen und machte wieder Wanderer im benachbarten Tal neugierig.
Ihr Weg führte zielstrebig und schnell zu uns.
Interessierte Kinder, fragende Mütter, große Augen als die Musger, die sie schon aus dem Tal am Himmel gesehen hatten, im Landeanflug näher kam, anscheinend immer größer wurde und sanft auf der Wiese vor den Kindern aufsetzte (Video).

Schnell waren die Augen im geöffneten Cockpit des Seglers, es überschlugen sich die Fragen, wie, wann, wo, warum, hat der und so weiter.
Die Montagsflieger antworteten, erzählten und fühlten sich jung.
Alle hatten Freude, der Pilot der Musger, weil er und sein Modell Kinder begeisterte und die Kinder selber, weil ihr Interesse ernst genommen wurde. Mit „Vielen Dank und schöne Ostertage“ ging es mit ihrem kleinen Modellflugerlebnis weiter. Wenn einer eine Wanderung tut, dann hat er was zu erzählen. Das werden die Kinder.
„Jugendförderung by the way“ nennen die Montagsflieger das.
Vielseitig waren wir an diesem Nachmittag, nicht nur Modellflug, F-Schlepp mit dem großen und dem kleinen Schlepper. Die Landschaft lud geradezu zu einem Spiel aus alten Zeiten ein: Wir spielen verstecken. Versteckmöglichkeiten an, neben, in Bäumen, Gebüsch, Unterholz gibt es in unseren Flugzonen genug. Es ist ein fast ebenso interessantes Bild wie das Thermikfliegen am Himmel, wenn Erwachsene im Unterholz nach einer verlorenen Sonnenbrille suchen. Wir kennen das Bild von ehrgeizigen Pilzsuchern.
„Genau da habe ich sie verloren, als ich unter dem Ast durch und dann weiter ging, genau da“, hieß es voller Überzeugung. „Ich habe es gemerkt, wie mir unter dem Ast die Brille vom Kopf gerutscht ist.“ Nur da ist sie nicht. „Das kann doch nicht sein. Könnte es nicht sein, dass… Ob sie vielleicht doch im Auto liegt?“ Also erst einmal wieder eine Runde fliegen und mit frischem Blick später weiter gesucht. Ein Ruf „Ich hab sie“, da ist sie, deutlich zu erkennen, man musste nur auf die richtige Stelle schauen und die war eben 30 Meter von der vermuteten. Kommissar Zufall war wieder erfolgreich.
Und wer meint, dass das alles war, der irrt. Zum krönenden Schluss wurde die Musger noch aus dem Handgelenk in den Himmel geschoben – leider gibt es davon kein Bild, die Spannung, ob und wie das gelingt, war einfach zu groß. Es ist voll und ganz gelungen – keinerlei Problem. So bleibt denn der Gedanke, das zu wiederholen, im Bild festzuhalten und hier in Bild und Ton vorzustellen.
Bei all den Erlebnissen an diesem Nachmittag stellte erst abends ein Montagsflieger die Frage nach dem obligatorischen Kaffee und Kuchen. Es gab keinen – leider. Die Montagsflieger geloben Besserung.
Jugend baut und fliegt
Mit viel Freude im Team unkoventionell basteln und fliegen:
Depron Kampfbrett nach einem Bauplan von Thomas Buchwald, kostenloser Downloadplan bei FlugModell.
Traxxas Ford F150 & Absima Sherpa
Dort wo in unserer Region kaum jemand seinen Fuß hinsetzt, abseits der Wanderwege, mitten in nahezu unberührter Natur warten auf Fahrer und Fahrerinnen unserer Crawler nicht nur Herausforderungen, sondern vor allem Lebensfreude und Erholung vom Alltag.
Mit ihrem neuen Absima Sherpa klettert Moni souverän über bizarres Totholz auf die nächste Anhöhe. Da sind Konzentration, genaues Hinschauen und Feingefühl am Lenker und beim Gas geben gefragt.
Dieses Video in 1440p50HD ohne Anmeldung aus Onedrive downloaden.
Zum Stapellauf bereit – Fritten Schälchen
Das schwimmende „Fritten Schälchen“ ist bereit zum Stapellauf und für die Jungfernfahrt auf dem Auensee in der Bonner Rheinaue gut gerüstet.
Ein neuer Bootsführer ist auch schon gefunden, er nennt sich „Fritten Calli“; Ähnlichkeiten mit lebenden Personen wären rein zufällig. Fritten Calli ist zur Zeit noch in der Garderobe/Maske und wird für seinen ersten Einsatz an der Fritteuse herausgeputzt. Er scheint engagiert und liefert auch frei Haus, sofern dieses mit seinem Schälchen wasserseitig in der Region Rhein-Sieg erreichbar ist. Einen Bootsführerschein hat Calli nicht; er ist ein Naturtalent.
Die gefräßige Möwe Clara hat ihren neuen Futterplatz auch schon gefunden; sie hat in großer Erwartung sofort Platz genommen.




Callis Leckereien aus der Fritteuse
Speisekarte
– klein, aber fein –
Pommes
großes Schälchen 50Pf
mittlere Schale 70 Pf
kleines Schüsselchen 90 Pf
Mayo | Ketchup 10 Pf
Cola | Fanta o,2 L 50 Pf
Calli träumt davon, beim nächsten Rhein in Flammen an der Spitze der Schiffe mit seinem Fritten Schälchen vorauszufahren.
EP5 21534 – Ein Juwel der elektrischen Altbauära
Auf den Schienen der Vergangenheit rollt sie wie ein Gedicht aus Stahl und Kupfer: die EP5 21534. Schon ihr markanter Kastenbau, geprägt von kantigen Linien und robusten Flächen, erzählt Geschichten von einer Zeit, in der elektrische Lokomotiven noch Handwerkskunst und Ingenieursgeist in jedem Bolzen trugen. Für MSTS erwacht sie zum Leben – mit jedem Klick auf den Fahrhebel, bei jedem Licht, das durch die Fenster ihres Führerstands bricht.
Das Original dieser legendären Lokomotive ist heute im DB Museum Nürnberg als historisches Ausstellungsstück zu sehen und lässt dort die Ära der frühen elektrischen Traktion in Deutschland lebendig werden.
Die EP5 wurde 1925 gebaut, als schwere Personenzüge auf den elektrifizierten Strecken Bayerns neue Kraft benötigten. Sie entstand aus dem Bedürfnis der Bayerischen Eisenbahn, auch auf steilen, kurvigen Bergstrecken Züge sicher und kraftvoll zu bewegen – eine Maschine, die Leistung und Eleganz vereinte. Ursprünglich von der Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichsbahn in Auftrag gegeben, erhielt sie bald Kultstatus und den liebevollen Spitznamen „Jumbo“. Die 21534 legte zwischen ihrem Dienstantritt 1925 und dem Ruhestand 1968 rund 1,7 Millionen Kilometer zurück – ein stolzes Lebenswerk auf Schienen.1)
Technische Daten des Originals:
- Baujahr: 1925
- Achsformel: 2′B B2′
- Länge über Puffer: 17.210 mm
- Dienstgewicht: ca. 140 t
- Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
- Leistung: ca. 2.200 kW (2.991 PS)
- Bremsen: Druckluftbremse
- Zugsicherung: Sifa (Totmann)
Für den MSTS-Fahrer wird die EP5 21534 zu einer Reise durch Zeit und Raum: Das sanfte Brummen der Motoren, das rhythmische Rollen über Schienen, das gedämpfte Knistern der Stromabnehmer auf der Oberleitung – all das verbindet Simulation und Historie in einem digitalen Abenteuer.



Diese Maschine ist mehr als nur eine Lokomotive. Sie ist ein fließendes Stück Geschichte, das auf den Gleisen von gestern auch die Züge von morgen zieht. Wer sie einmal in MSTS steuert, spürt den Pulsschlag der elektrischen Bahnen der ersten großen Epoche der elektrischen Traktion – mechanisch, elektrisch und poetisch zugleich.
Der Nachbau in 3D für MSTS wird hier für nicht-kommerzielle Zwecke zum kostenlosen Download als Relaunch in der Version 1.1 angeboten. Er enthält einen eigenen Führerstand von Manfred Kobstaedt (alias Trackman) und Sounddateien von Werner Spieker (alias Wespe). Für den kompletten Sound sollte die Acela des MSTS installiert sein. In dieser überarbeiteten Version 1.1 sind im Vergleich zur Version 1.0, die vor mehr als zwanzig Jahren veröffentlicht wurde, die ENG‑ und SMS‑Dateien für Steuerung und Sound der Lokomotive deutlich verbessert worden, was Fahrgefühl und Sound weiter verfeinern.

1) https://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_E_52
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