Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
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Mini-Kurbelix
Von der Werkstatt in die Schweiz: Bernds „Mini-Kurbelix“ geht auf Reisen! Während draußen die Sommerhitze drückt, hat sich unser Montagsflieger Bernd in das kühle Heiligtum eines jeden Modellbauers zurückgezogen: seine Werkstatt. Wenn Bernd einmal die Werkstatttür hinter sich schließt und der Duft von Holz, Kleber und Leidenschaft in der Luft liegt, weiß jeder von uns: Hier entsteht wieder etwas Besonderes. Bernd ist eben Modellflieger durch und durch – und das hat er mit seinem neuesten Projekt wieder einmal eindrucksvoll bewiesen!
Der „Kurbelix“ im Kompaktformat. Das Objekt der Begierde ist eine Eigenkonstruktion: der beliebte Kurbelix. Doch Bernd hat diesmal noch einen draufgesetzt und den Kurbelix buchstäblich schrumpfen lassen!
Er hat das Modell in einer kleineren Spezialversion gebaut. Der Grund dafür ist so genial wie simpel: Das Modell sollte so kompakt und durchdacht konstruiert sein, dass es problemlos auf den Postweg gegeben werden kann.
Das Ziel der Reise steht auch schon fest: Es geht zu unseren Schweizer Modellflugfreunden, genauer gesagt an Res Dauwalder von der Modellfluggruppe Münchenbuchsee!
Erst das Video, dann die Briefmarke
Bevor der kleine Flieger allerdings gut verpackt die Grenze überquert, lässt uns Bernd zum Glück noch an seinem Werk teilhaben. In einem ausführlichen Video stellt er das Modell im Detail vor, erklärt die Kniffe beim Bau und geht auf die technischen Besonderheiten ein.
Einfach anschauen und staunen: Bernd erklärt euch im folgenden Video alles über die Bauweise, die Technik und was diesen Mini-Kurbelix so besonders macht!
Jetzt bedarf es tatsächlich nur noch einer Briefmarke – bzw. eines Paketscheins – und der kleine Kurbelix macht sich genau so, wie ihr ihn im Video seht, auf den Weg in die Schweiz.
Lieber Bernd, vielen Dank für diesen großartigen Einsatz und die tolle Idee! Und an Res und die Kameraden der Modellfluggruppe Münchenbuchsee: Wir wünschen euch schon jetzt viel Freude beim Auspacken, Staunen und natürlich beim Fliegen!
Holm- und Rippenbruch,
Eure Montagsflieger
Aus dem Archiv
Reise um die Erde – Zürich – Stadt am See
Aus den silbrigen Schleiern des Morgens tauchte sie auf – Zürich, wie eine Perle gebettet zwischen sanften Hügeln, am gläsernen Wasser des Zürichsees, der in stillen Atemzügen den Himmel widerspiegelte. In der Ferne, dort, wo der Blick sich verliert, standen die Alpen wie Wächter aus Licht und Schnee. Wir ließen unser fliegendes Fahrrad sanft über den Uetliberg steigen, wo sich die Welt weit öffnete – unter uns die Stadt, durchzogen von Wasseradern, gekrönt vom schimmernden Bogen des Sees. Von hier schien Zürich nicht gebaut, sondern gewachsen, Schicht um Schicht, wie ein sorgsam gefasster Edelstein.
An der Seepromenade tanzte das Licht auf den Wellen, Boote ruhten wie träumerische Schwäne. Die Brücken der Limmat spannten sich in eleganten Schwüngen zwischen den Ufern – leise Verbindungen aus Stein, die Geschichten tragen. Auf der einen Seite das Fraumünster, wo Chagalls Glasfenster in Blau und Gold wie gefangene Träume leuchteten; gegenüber das Grossmünster, fest und klar, wie eine ernste Stimme in einem alten Duett.
Hier, so dachte ich, hätte Friedrich Dürrenmatt wohl eine Szene ersinnen können, in der Licht und Schatten um die Wahrheit rangen. Nicht weit davon hatte Richard Wagner einst im Exil seine Klänge in den Zürichsee hinausgetragen – Melodien, die noch heute in den Gassen zu schweben scheinen. Über dem Niederdorf wehten Stimmen und Düfte, während am anderen Ufer das Opernhaus in weißer Eleganz glänzte, bereit, den Vorhang zu heben. Hinter den Türmen des Landesmuseums Zürich hätte Albert Einstein einst wohl den Funken einer Idee aufgefangen – jenes Leuchten, das Raum und Zeit neu erklärte. Und irgendwo in dieser Stadt, zwischen Arkaden und Märkten, hätte Johanna Spyri die Wärme gefunden, aus der ihre Heidi geboren wurde. Heute, am stillen Ufer, liegt eine andere Stimme – Tina Turner, deren Lieder wie ferne Wellen auf dem See verhallen, kraftvoll und sanft zugleich.
Von oben war Zürich eine Komposition aus Wasser und Stein, aus klingender Gegenwart und gedämpfter Erinnerung. Wir kreisten ein letztes Mal über dem See, dessen Oberfläche im Sonnenlicht wie flüssiges Glas erstrahlte – und nahmen dann Kurs auf den nächsten Horizont, als trüge uns der Fluss selbst hinaus in die Welt.




