Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
Motte und Rabe – Esu wor et, esu es et
Rabe und Motte – Ein Gespräch unter Freunden
„Du Rabe!“ „Ja Motte.“
„Da war ja schwer was los.“ „Wo?“
„Na beim Karneval vor mehr als 20 Jahren.“ „Was denn?“ „Hier schau und hör.“

„Ach, Dein Onkel Wilhelm hat wohl von seinem Ausflug gestern mit Deiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte erzähl.“ „Nee, das nicht, sondern beim Frühstück von seinen Abenteuern in jungen Jahren, als er noch von einer Sitzung zur nächsten zog.“ „Das war wohl aufregend für ihn und andere; er spricht ja noch heute davon.“
„Ja und stell Dir mal vor. Geändert hat sich kaum was – hör genau hin!“ „Ja Motte, dann wird es wohl so weiter gehen. Herrliche Zeiten!“
Sorgenkind Mini Epsilon – Problem und Lösung
Mein Sorgenkind Mini Epsilon von Staufenbiel habe ich hier in einem Beitrag mit Video am 06.08.2021 vorgestellt und auf Probleme hingewiesen, die sich im einzelnen wie folgt darstellten und nicht von schlechten Eltern waren.
Bei einem Flug, genauer gesagt bei einer mit Seiten- und Höhenruder geflogenen Kurve, war eine Störung im Flugverhalten wahrnehmbar und die unverzügliche Landung angesagt. Die wurde klassisch mit einem Flug parallel zur vorgesehen Landefläche, folgend mit einen U-Turn eingeleitet. Bei diesem Kurvenflug unmittelbar vor Landanflug zeigte das Höhenruder keinerlei Wirkung. Ich war erleichtert, nachdem das Modell trotz allem ohne Schaden gelandet war. Befund: Das Höhenruderservo war durchgebrannt, es roch stark verschmort, vermutlich – wie ich heute weiß – aufgrund von Überlastung.
Nach Servoaustausch ging es zunächst frohen Mutes an mehreren Flugtagen ohne Beanstandungen weiter, bis denn der Mini Epsilon mir plötzlich und vollkommen unerwartet zeigte, was in ihm steckt und er mir durchaus Schweißperlen auf die Stirn trieb. Die Situation: Ca. 100 m Höhe, Kurvenflug mit Seiten- und Höhenruder, aus der gerade heraus, allerdings ohne Wirkung beim Höhenruder, das leicht gezogen war und nun offensichtlich so in dieser Stellung blieb. Die Folge, Steigflug, Loopingansatz, Strömungsabriss, Aufbäumen usw. nicht mehr kontrollierbar bis er denn nach einigen Knüppelbewegungen sich abfing und zumindest gerade, aber ungewollt mit Speed flog, die Flächen neigten sich zum Rand hin deutlich nach unten, bis er sich – oh Wunder – wieder „beruhigte“ und sicher gelandet werden konnte.
Schrecken und Unzufriedenheit führten dazu, dass das Modell erst einmal für einige Monate „Stubenarrest“ bekam.
Bei einer späteren Generalinspektion, insbesondere der Mechanik der Höhen- und Seitenrudersteuerungen stellte sich heraus, das genau da die Ursache liegen könnte.
Der Ausschnitt der Bauanleitung für das Modell, Seite 10, zeigt die Mechanik.

Bei meinem Mini Epsilon lagen Stahldraht Seitenruder und Gabelkopf Höhenruder deutlich enger beieinander als auf dem Foto gezeigt – zu eng, so dass es zum Verhaken kommen konnte und wohl auch im Flug ist. Eine mitfliegende Spinne hätte zeugenschaftlichen Beweis erbringen können.
Ob das ein Konstruktionsfehler ist und/oder ob das ein falscher Ein-/Zusammenbau der Teile war, bleibt für mich unerheblich. Es gilt: Problem erkannt, Gefahr gebannt.
Das Problem ließ sich mit einfachen Mitteln schnell lösen und die Gefahr ist gebannt, dass sich da noch etwas verhakt und sich die schweißtreibenden Mini Epsilon Abenteuer wiederholen. Der Hebel wird nun mit einem zwischen Aussenwand und Hebel an der Wand festgeklebten Holzstück auf Distanz gehalten:
Wenn auch die Erinnerungen an die Mini Epsilon Abenteuer bleiben und mich bei diesem Modell auch heute noch ganz besonders wachsam sein lassen, so schwindet doch zum Glück langsam mein ungutes Gefühl von Tag zu Tag. Mein Mini Epsilon fliegt, einwandfrei und mit der beschriebenen Anpassung nunmehr ohne Störungen.
So heißt es denn weiterhin: Epsilon flieg, flieg, flieg!
Ka8b Phoenix E-Version
Montagsflieger Udo hat seine Ka8b aus dem Hause Phoenix mit einer Spannweite von 3.500 mm dabei. Das Modell ist mit einem Brushlessmotor ausgestattet. „Bernd, tust de dann noch ma?“ „Ja.“
Diese Ka8b hatte Montagsflieger Udo mit einem Motoraufsatz 2019 erworben. Ungewöhnlich das Bild, als der Segler damals mit dem Antrieb auf den Schultern abhob.
2022 hat er das Modell auf einen in der Modellnase versteckten E-Antrieb umgebaut.
Inzwischen sind bei uns mehrere Ka8b in unterschiedlichen Größen und Ausführungen im Einsatz.
Daran führt kein Weg vorbei
Mit seinem neuen Jeep CJ7 auf der Basis eines Axial SCX10.3 ist Ralf in einer kleinen Gruppe von Crawler- und Outdoorbegeisterten wieder unterwegs zur Kaldauer Grube. Die Gegend ist unter Crawler-Fans gut bekannt, und der Einstieg in das Gelände führt unweigerlich über den so genannten Grat. Das Richtige für unsere Besucher und Stars aus Hollywood, die heute in dem Jeep Platz genommen haben.
Der schmale Pfad liegt oberhalb des Fußweges am Eingang zu dem ehemaligen Steinbruch, und hier lenken die Crawler-Fahrer ihre Fahrzeuge vorsichtig entlang. Die Crawler fahren in Augenhöhe der Besitzer vorbei, die dabei genau das Spiel der Räder und Achsen beobachten. Ralf manövriert seinen Jeep geschickt über dieses Gelände und genießt die Fahrt.
Bahnhofsgebäude „Irgendwo“ – Richtfest
Der große Moment ist gekommen: Der Rohbau des kleinen Bahnhofsgebäudes „Irgendwo“ steht im wahrsten Sinne des Wortes, und das Richtfest kann gefeiert werden.
Nach vielen Stunden sorgfältiger Arbeit erhebt sich nun das Gebäude in seiner endgültigen Form – klar erkennbar, aber noch ohne Feinschliff, Farbe und Ausstattung.




Die Wände wurden aus 3 mm und 5 mm starken Schaumstoffplatten gefertigt – ein ideales Material für präzise, aber leicht zu verarbeitende Modellbaustrukturen. Mithilfe von Vektordateien im Lasercut-Verfahren entstanden alle Bauteile maßgenau: Fenster- und Türöffnungen sauber ausgeschnitten, Fassadenteile exakt auf Länge gebracht.

Besonderes Augenmerk lag auf den von Hand gefertigten Gehrungsschnitten an den Ecken – mit einem scharfen Bastelmesser auf 45 Grad geschnitten, sodass die Wände perfekt aneinanderstoßen und keine sichtbaren Kanten entstehen.
Konstruktion von unten nach oben
Zunächst wurden die Erdgeschosswände mit Weißleim zusammengefügt und sorgsam ausgerichtet, bis sie exakt im rechten Winkel standen. Dieser Wandrahmen wurde anschließend auf die vorbereitete Bodenplatte gesetzt, die aus zwei verklebten Schichten Schaumstoff (3 mm + 5 mm) besteht.

Die Platte wurde so zugeschnitten, dass sie an allen Seiten 1 mm Überstand gegenüber den Erdgeschosswänden aufweist – eine kleine, aber realistische architektonische Fuge, wie sie auch beim Vorbild vorkommt.
Darüber folgt der Zwischenboden, der das Erdgeschoss abdeckt, aber noch nicht verklebt wird. Diese Trennung bleibt bewusst erhalten, damit die Innenräume für den späteren Einbau von Fenstern, Türen und evtl. Inneneinrichtung weiterhin zugänglich bleiben. Erst danach wird das Obergeschoss aufgesetzt – ebenfalls aus präzise gelaserten Platten zusammengesetzt und mit Geduld und Fingerspitzengefühl ausgerichtet.

Das Dach – Abschluss des Rohbaus
Den krönenden Abschluss bildet die Dachkonstruktion: aus demselben Schaumstoffmaterial gefertigt, in Form gebracht und mit feiner Passung aufgesetzt. Die sorgfältig zugeschnittenen Dachflächen ergeben den letzten Baustein des Rohbaus – ein Moment, um innezuhalten und das Richtfest zu feiern.
Ein kleines Fähnchen auf dem Dach könnte den Tag abrunden – Tradition verpflichtet, auch im Maßstab 1:87!

Fenster und Türen – individuelle Gestaltung
Die selbst konstruierten Fenster und Türen liegen im 3D-Druck vor und können ganz nach Geschmack gestaltet werden: ob klassisch in Holzoptik, modern mit Metallrahmen oder farblich an die Bahnarchitektur der Epoche angepasst. Nach dem Lackieren lassen sie sich passgenau, saugend in die vorbereiteten Öffnungen einsetzen – dank der präzisen Lasercut-Arbeiten ohne Nachbearbeitung.

Hinweise für den Nachbau
Wer Lust bekommen hat, das Bahnhofsgebäude „Irgendwo“ im Maßstab H0 (1:87) selbst zu bauen, findet hier das Nötige in einem Baukasten-Paket (ZIP-Datei) für den nicht-kommerziellen Gebrauch zum kostenlosen Download:
- SVG-Vektorzeichnungen Einzelteile (Front-/Seitenansicht des Modells) im Maßstab 1:1
- BMP-Zeichnung Einzelteile (Front-/Seitenansicht des Modells) im Maßstab 1:1
- JPG-Maßzeichnungen des Gebäudes mit Maßen H0 (Front-/Seitenansicht)
- STL-Datei für 3D-Druck – fünfteiliges Set Türen und Fenster
Damit steht dem eigenen Modell-Richtfest nichts mehr im Wege – ob als Mittelpunkt einer kleinen Nebenbahn oder als nostalgischer Haltepunkt am Anlagenrand. Mit etwas Geduld, einem scharfen Messer und Liebe zum Detail kann so ein kleines Stück Eisenbahnromantik entstehen.
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