Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
Der Traum vom Fliegen
Der Traum vom Fliegen – Nicht jeder Traum wird wahr. Manche verblassen mit den Jahren, verlieren ihre Konturen zwischen Alltag, Arbeit und Verpflichtungen. Andere bleiben. Sie begleiten uns ein Leben lang, still und geduldig. Und manche wiederholen sich so oft, dass sie irgendwann beginnen, Wirklichkeit zu werden.
Der Traum vom Fliegen gehört zu ihnen. Davon haben viele geträumt. Kinder. Jungen. Jugendliche. Die heute längst erwachsen sind. Männer mit grauen Haaren. Großväter vielleicht. Doch wenn sie am Flugfeld stehen und den Blick zum Himmel richten, dann ist für einen Augenblick wieder jener Junge da, der einst vor Schaufenstern stand und sich die Nase an der Scheibe platt drückte.

Wie war das damals? Stundenlang wurde in den Modellbaukatalogen geblättert. Graupner. Robbe. Namen, die nach Abenteuer klangen. Seite um Seite wurden Flugzeuge betrachtet, technische Daten studiert, Bilder angeschaut. Jeder Katalog war eine Reise in eine andere Welt. Eine Welt aus Balsaholz, Fernsteuerungen, Verbrennungsmotoren und grenzenloser Fantasie. Monatelang wurde gespart. Jeder Pfennig brachte das Ziel ein kleines Stück näher. Das Taschengeld wanderte nicht in Süßigkeiten oder Comics, sondern in eine Blechdose, einen Umschlag oder eine Schublade. Es war eine Zeit, in der Wünsche Geduld brauchten.
Und dann kam irgendwann dieser besondere Tag. Das Modell wurde nicht bestellt. Es wurde gekauft. Es lag auf der Ladentheke. Man konnte es ansehen, berühren, in die Hand nehmen. Der Geruch von Holz, Karton und Technik lag in der Luft. Bezahlt wurde mit einzelnen Scheinen und einer Handvoll Münzen, die sorgfältig zusammengespart worden waren. Der Heimweg erfolgte oft mit dem Fahrrad. Der Karton auf dem Gepäckträger. Vorsichtig festgeschnallt. Immer wieder ein Blick nach hinten, ob auch alles noch da war. Zu Hause wurde ausgepackt. Stolz gezeigt. Bewundert.
Dann begann der Bau. Mit Ehrfurcht vor den Bauplänen. Mit Klebstoff an den Fingern. Mit Fragen. Mit Fehlern. Mit Hilfe des Vaters. Oft saßen zwei Generationen über den Zeichnungen gebeugt, während langsam aus einzelnen Leisten, Rippen und Spanten ein Flugzeug entstand.

Und irgendwann war es soweit. Der Erststart. Herzklopfen. Zitternde Hände am Sender. Das Flugzeug rollte an, wurde schneller, hob die Nase – und löste sich vom Boden. Für wenige Sekunden vielleicht nur. Doch in diesem Augenblick flog nicht nur das Modell. Es flog der Traum.
In Lichtenberg bei den Montagsfliegern geschieht genau das noch heute. Hier werden Träume nicht einfach erinnert. Hier steigen sie wieder auf. Manche zum ersten Mal. Manche nach Jahrzehnten. Und manche Träume landen nie wirklich – sie drehen nur eine weitere Runde am Himmel. Das Video erzählt von einem dieser Träume.
Von der Sehnsucht zu fliegen.
Und von dem wunderbaren Gefühl, wenn ein Junge, der längst erwachsen geworden ist, seinen Traum endlich abheben sieht.
Bilder, Video KI-generiert
Ein Hauch von Gold und Butterblume
Saisoneröffnung im Wiesencafé – ein Hommage an Moni`s Hofbäckerei
Wer sich den Montagsfliegern anschließt, der sucht nicht nur den weiten Horizont, sondern bringt immer auch ein großes Stück Sehnsucht mit. Es ist eine Gemeinschaft, bei der auch gerne mal geträumt wird – von der endlosen Freiheit über den Wolken, von vergangenen, eleganten Zeiten und von Momenten, in denen die Welt für einen Augenblick stillsteht. Genau um so einen Traum geht es heute: Wenn das sanfte, goldene Licht des späten Nachmittags die Wiesen in ein warmes Meer aus Farben taucht, erwacht in den Köpfen der Montagsflieger ein ganz besonderer Ort zu neuem Leben. Die Saison ist offiziell eröffnet, und das Wiesencafé „Zum Botterblömche“ lädt ein zu einer nostalgischen Zeitreise, bei der die Uhren ein wenig langsamer ticken.



Es ist diese ganz eigene, magische Kulisse, die Herz und Seele gleichermaßen berührt: Weiße Tischdecken flattern sacht im Sommerwind, feines Porzellan klappert leise, und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee aus der großen, glänzenden Kupfermaschine zieht über das frische Grün. Hier, wo Männer in feinen Zwirnen und Schiebermützen und Damen in eleganten Kleidern der 1920er Jahre beieinander sitzen, vergisst man den Lärm der modernen Welt. Sogar die Kleinsten strahlen, wenn ihnen ein prachtvoller, kühler Eisbecher gereicht wird.
Man sagt, über die Sommermonate finden die Montagsflieger nur schwer nach Hause. Wer könnte es ihnen verübeln? Wenn sie mit ihren Flugmodellen über die weiten Flugwiesen gleiten und den Blick in die Ferne richten, sehen sie ein lebendiges Postkartenmotiv.
Da wird aus luftiger Höhe freudig nach unten gewinkt, während die Gäste mit einem Lächeln im Gesicht den Blick gen Himmel richten. Auf diesen Wiesen wird eben alles geboten, was das Leben schön macht – ein Zufluchtsort für Träumer, Genießer und die Romantiker der Lüfte.

Der kulinarische Herzschlag des Cafés schlägt in dieser Saison so kraftvoll wie nie zuvor. Monis Hofbäckerei hat die stillen Wintermonate genutzt, um zu expandieren und über sich hinauszuwachsen. Das Ergebnis ist schlichtweg großartig:
- Ein noch umfangreicheres Angebot: Von traditionellem, saftigem Apfelkuchen bis hin zu meisterhaften, cremigen Torten – für jeden süßen Zahn ist gesorgt.
- Exzellente Präsentation: Unter feinen Glasglocken reihen sich die Leckereien auf den hölzernen Theken aneinander, als wären sie kleine Kunstwerke.
- Liebe zum Detail: Jeder Handgriff der Bedienung sitzt, wenn der Kuchen frisch auf die Teller wandert und die Kreidetafel schon von Weitem die Köstlichkeiten des Tages anpreist.



Hier kann sich jeder wohlfühlen. Ob man nun den Blick in die Ferne schweifen lässt, dem fernen Summen der Flugzeugmotoren lauscht oder sich einfach durch das exzellente Backwerk schlemmt – „Zum Botterblömche“ ist mehr als nur ein Café. Es ist ein Gefühl von Sommer, Freiheit und purem Genuss in jeder Hinsicht.
Die Tische sind gedeckt, das Panorama wartet. Wir sehen uns auf der grünen Wiese!
Bilder KI generiert
FlyBuggy – Frontschaden
FlyBuggy – Frontschaden
Jeder hat seine eigene Art sich auf bevorstehende Regentage vorzubereiten.
Flugmodellbauer und Modellflieger sicherlich auch.
Aber muss denn gleich ein liebgewonnener Eigenbau dafür kaputt gemacht werden, damit genügend Bastelarbeit im Haus ist?
Landung mit Folgen: Depron-Frontschaden, Propeller gebrochen.
Vermutlich hatte sich der Akku beim Start selbständig gemacht und eine andere Lage eingenommen, die dem Schwerpunkt nicht gut tat.
Der FlyBuggy steht bereits auf der Bühne. Der Schaden hält sich in Grenzen. Ein paar Depronteile erneuern, lackieren, Endabnahme und dann wird er in ein paar Tagen wieder aufsteigen.
Abenteuer Segelflug 1959
Der Film zeigt beeindruckende Bilder von der Plettenberger Fliegergruppe aus dem Jahr 1959:
Segelflug im Wittgensteiner Land
- Ka6 & Bergfalke
- Tiger Moth Schleppmaschine
- Selbstgebaute Mercedes Kompressor Winde, ein umgebauter Krankenwagen
07:35 im Film: Die Mercedes Kompressor Winde war auch bei Flugveranstatltungen auf anderen Plätzen im Einsatz. Die weiteste Tour für dieses Gefährt war bis Bonn Hangelar [heute St. Augustin-Hangelar]. Eine mehrere Tage Fahrt.
Ein Dank geht an HechmeckeStudio, das den Film im gleichnamigen Youtube-Kanal veröffentlicht. Ein besuchenswerter Kanal für Liebhaber von Oldtimern aller Art: https://www.youtube.com/@HechmeckeStudio
Apropos Oldtimer: Der Lanz Bulldog aus dem Jahr 1951 vom Reiterhof bei einem Halt und auf der Fahrt in unserem Fluggebiet:
Es ist schon etwas Besonderes, neben einer solchen Maschine zu stehen, zu spüren, wie sie arbeitet und wie der Boden vibriert.
Den Besitzer werden wir nicht bitten, diesen Oldtimer zu einer Lanz Bulldog Winde für unsere Segler Ka6E, Ka8b, Grunau Baby und weitere umzubauen. Obwohl: Es hätte schon etwas.
Toyota Land Cruiser – Test im tiefen Wasser
Nach den starken Regenfällen in den vergangenen Wochen sind die Wiesen und Felder durchtränkt. Schwere Traktoren und andere Landmaschinen haben tiefe Spuren hinterlassen, die sich wie Narben durch die Landschaft ziehen. In diesen Spurrillen sammelt sich das Wasser und spiegelt den wechselhaften Himmel wider, wodurch es schwer abzuschätzen ist, wie tief die Pfützen wirklich sind.
In dieses ungewisse Terrain begibt sich ein kleines, aber robustes Fahrzeug: der Toyota Land Cruiser Crawler im Maßstab 1:10. Mutig fährt er in die tiefen Spuren, die ein schwerer Traktor hinterlassen hat. Diese Herausforderung ist kein Kinderspiel – die Wasseransammlungen sind tief, nicht zu erkennen, wie tief, der Boden ist uneben. Es stellt sich die spannende Frage: Wie weit wird der kleine Crawler kommen?
Das Video fängt das Abenteuer ein.
Der Toyota Land Cruiser Crawler navigiert geschickt durch das schwierige Terrain, seine Reifen finden Halt auf dem weichen, nassen Untergrund.
Wird er es schaffen?
Feuerlöschboot „Bonn“
Übung Rettungseinsatz auf dem Auensee in der Bonner Rheinaue
Länge : 115,0 cm
Breite : 24,5 cm
Bauzeit : 13 Monate
Baujahr : 2021
Maßstab : 1:25
Gewicht : 9 KG
Besonderheiten : Bausatz der Firma Krick (vormals Robbe) Modell „Düsseldorf“. Hier heißt es „Bonn“, weil der Eigentümer Mitglied beim Schiffsmodellclub-Bonn e.V. (SMC-Bonn) ist.
Schraubenantrieb über zwei Brushless Motoren plus Querstromruder, vierfach Ruderanlage
Funktionsmodell:
- Diverse Beleuchtungen
- Soundmodul
- drehbares Radar
- fallender Anker
- Schlepphaken
- 3 Löschmonitore dreh- und schwenkbar betrieben über zwei Zahnradpumpen
- Festrumpfschlauchboot als Beiboot über den Kran ins Wasser absenkbar
Festrumpfschlauchboot:
Bausatz der Firma Harztec-Modellbau
- Länge : 23,5 cm
- Breite : 9,5 cm
- Gewicht mit 500 mAh Akku 185 Gramm
- Maßstab 1:20
- Mini Jet-Antrieb mit Rückfahrklappe
DB Museum Koblenz – Stars und Arbeiterinnen
Draußen, im hinteren Aussengelände des DB Museums Koblenz begrüßen uns am Tag der Schiene 2025 zwei Stars:
Der elegante VT 11.5, einst als Trans-Europ-Express (TEE) unterwegs auf den internationalen Strecken wie Frankfurt – Zürich.
Die stromlinienförmige E03 001, die in den sechziger Jahren mit ihrem rot-beigen Anstrich das Gesicht der neuen Intercity-Ära prägte.




Sie stehen da wie Schauspieler im Scheinwerferlicht, Symbole für Geschwindigkeit, Prestige und den Glanz des Schienenverkehrs, als Bahnfahren noch ein Hauch von Luxus war.
Doch wer vom Außengelände weitergeht, verlässt diese Welt des Glamours. Vorbei an der Bayerischen R3/3, auch als Baureihe 89.8 bekannt, die hier unter freiem Himmel ihren Platz gefunden hat.

Die kleine Rangierlok, gebaut in den Jahren 1906 bis 1923 bei der Firma Krauss in München, war nie für große Auftritte gedacht, sondern für die schweren, unsichtbaren Dienste in Bahnhöfen wie Regensburg, Weiden, Passau oder Hof. Bis zu ihrer Ausmusterung 1964 verschob sie Wagen, stellte Züge bereit und erledigte all die Arbeiten, die im Schatten der Schnellzugstars unverzichtbar waren.
Und dann, in der Halle, steht die Preußische T3, offiziell als Baureihe 89.70 bezeichnet, wurde ab 1882 von verschiedenen Herstellern gebaut. Sie wirkt gedrungen, fast bescheiden – und gerade das machte sie zu einer unverzichtbaren Helferin auf kleinen Bahnhöfen und Nebenstrecken. Ihre 40 km/h reichten völlig, um Güterwagen zu sortieren und kurze Züge zu bewegen.
1960 wurde die im Museum stehende Lok ausgemustert, diente danach noch als Spielplatzlok im Kölner Zoo und fand schließlich zurück ins Museumsleben.
Heute zeigt sie sich in Koblenz gepflegt und in Würde – eine kleine Lok mit einer großen Geschichte, die daran erinnert, dass nicht nur die Stars der Schiene, sondern auch die stillen Arbeiterinnen den Alltag der Eisenbahn geprägt haben.

Im Video Tag der Schiene 2025 im DB Museum Koblenz – Teil 5 sind die Preußische T3 und die Bayerische R3/3 zu sehen, mit vielen Eindrücken aus dem Museumsgelände.
Ein weiterer kleiner Einblick in die Vielfalt der Ausstellung – in nächster Zeit werden weitere Videos folgen.
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