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Der Erstflug der Avios Extra NG

Es ist einer dieser perfekten, heißen Sommertage im Juni 2026. Die Luft flimmert leicht über der Startbahn, und in der Luft liegt diese ganz besondere Mischung aus Vorfreude und gespannter Nervosität. Jeder Modellflieger kennt diesen Moment: Ein neues Modell steht am Start, bereit für seinen allerersten Flug. Für André von den Montagsfliegern ist heute dieser Tag. Er hat sich jede Menge Zeit genommen – für den präzisen Aufbau, die penible Senderprogrammierung und die gewissenhafte Vorbereitung bis ins kleinste Detail. Jetzt gibt es kein Zurück mehr: André und seine nagelneue Avios Extra NG sind bereit.

Konzentration, Start und pure Emotion

Der Motor läuft an. Ein kurzer Check der Ruder, die Maschine rollt los, nimmt Fahrt auf und hebt elegant ab. In den ersten Sekunden spürt man Andrés absolute Konzentration an den Knüppeln. Doch schnell wird klar: Die Extra NG liegt fantastisch in der Luft. Mit jedem Flugmanöver und jedem Vorbeiflug weicht die Anspannung einem breiten Grinsen. Die Erleichterung verwandelt sich in pure Begeisterung über die hervorragenden Flugeigenschaften dieses Kraftpakets.

Ein absolut gelungener Erstflug! Schaut euch das Video an und erlebt den Erstflug hautnah mit!

Das Setup im Überblick: Technische Daten der Avios Extra NG

Für alle Technik-Begeisterten unter euch haben wir hier die wichtigsten Eckdaten von Andrés neuem Prachtstück zusammengefasst. Die Extra NG ist ein reinrassiges Semi-Scale-Modell, das perfekt für präzisen Kunstflug und extreme 3D-Manöver ausgelegt ist.

  • Flugtyp: 3D & Präzisionskunstflug (Intermediate bis Experte)
  • Spannweite: 1600 mm (63″) bei einer Länge von 1510 mm
  • Material & Gewicht: Robustes EPO / 2560 g (ohne Akku)
  • Antrieb: SK3 5055-500KV Brushless-Motor
  • Regler: Aerostar RVS G2 80A mit SBEC
  • Propeller: 2-Blatt 16×6
  • Servos: 5 x TGY-30/7-DHV (30g, 7kg Stellkraft, HV Metal-Gear Digital)
  • Empfohlener Akku: 6S LiPo (3300~5000mAh, 60C)

Dieses Plug-N-Fly-Modell beweist schon beim Erstflug, welches enorme Potenzial in ihm steckt. Wir freuen uns schon auf viele weitere Flüge mit André und seiner Extra NG bei den Montagsfliegern!

Aus dem Archiv

Dampflok Baureihe 38 – Preußische P8

Zwischen sanften Rheinkurven und dem vertrauten Klang arbeitender Zylinder beginnt eine Reise in die Vergangenheit: Ein Nahverkehrszug mit den bekannten Donnerbüchsen, gezogen von der BR 38, rollt im Microsoft Train Simulator (MSTS) von Rolandbogen nach Remagen. Es ist eine virtuelle Fahrt – und doch atmet sie den Geist einer der berühmtesten deutschen Dampflokomotiven.

Die Baureihe 38, ursprünglich als Preußische P 8 bekannt, steht wie kaum eine andere Lokomotive für den zuverlässigen Alltagsdienst der Dampflokzeit. Entwickelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, verkörperte sie die Idee einer universell einsetzbaren Schnellzuglok, die ebenso sicher vor Personenzügen wie vor leichten Güterzügen ihren Dienst verrichtete. Ihr ausgewogenes Erscheinungsbild, die großen Treibräder und der ruhige Lauf machten sie schnell beliebt – bei Lokpersonalen ebenso wie bei den Fahrgästen.

Eutingen Gleis 2 Lok 038 772 Nahgüterzug Gmms-Güterwagen - LABW - Staatsarchiv Ludwigsburg PL 734 KD 54

Gebaut wurde die P 8 ab 1906, vor allem von renommierten Herstellern wie Henschel & Sohn, Borsig, Schwartzkopff oder Hanomag. Insgesamt entstanden über 3.900 Exemplare, was sie zu einer der meistgebauten Dampflokomotiven Europas machte. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Deutsche Bundesbahn einen großen Bestand und führte die Maschine fortan als Baureihe 38.10–40.

Ihre Epoche ist eindeutig die Epoche III der jungen Bundesbahn – eine Zeit des Wiederaufbaus, in der Dampfloks noch das Rückgrat des Personenverkehrs bildeten. Genau hier setzt auch das Video an: Die BR 38 zieht einen klassischen Nahverkehrszug entlang des Rheins, durch Bahnhöfe und Streckenabschnitte, wie sie in den 1950er-Jahren alltäglich gewesen wären.

Die Einsatzart der BR 38 war vielseitig. Ursprünglich für Schnellzüge konzipiert, fand sie bei der Bundesbahn vor allem im Personen- und Nahverkehr Verwendung. Ihre Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit machten sie ideal für Neben- und Hauptstrecken gleichermaßen. Entsprechend weit gefächert waren auch ihre Einsatzgebiete: Von der Rhein- und Ruhrregion über Norddeutschland bis nach Bayern war die Baureihe 38 nahezu überall anzutreffen.

Ein fester Heimatbahnhof ließ sich für die Baureihe kaum festlegen, da sie in zahlreichen Bahnbetriebswerken beheimatet war – unter anderem in Köln, Koblenz, Hamburg, Hannover oder Frankfurt. Gerade im Rheinland prägte sie über Jahre hinweg das Bild des alltäglichen Zugverkehrs, was die Strecke von Rolandbogen nach Remagen historisch besonders stimmig macht.

Mit dem Fortschreiten der Diesel- und Elektrolokäraus klang ihre Zeit langsam aus. Die Ausmusterung der BR 38 bei der Deutschen Bundesbahn begann in den späten 1950er-Jahren; die letzten Exemplare verschwanden 1974 aus dem Plandienst. Einige Maschinen blieben jedoch erhalten und erinnern bis heute an eine Epoche, in der Dampfwolken, Rhythmus und Technik den Takt der Eisenbahn bestimmten.

Dieses Video ist daher mehr als nur eine Simulation: Es ist eine erzählende Reise in die Vergangenheit – eine Hommage an die BR 38, die Generationen von Reisenden sicher ans Ziel brachte und bis heute Eisenbahnfreunde begeistert.