Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
Crawler – erste Ausfahrt mit 3D-Druck-Anhänger
Der Morgen liegt noch still über dem Schotterweg, als der kleine Crawler seine Räder in Bewegung setzt. Maßstab 1:10 – und doch wirkt es für einen Moment, als würde eine große Reise beginnen.
Hinter ihm rollt der neue Anhänger. Offen, schlicht, ein bisschen rau – so, wie gute Werkstattideen eben aussehen. Seine Form ist Schicht für Schicht im 3D-Drucker entstanden, geduldig aufgebaut aus Kunststoff und einer Idee im Kopf. Eine Achse, zwei Kugellager, ein paar Stellschrauben, zwei Räder aus der Bastelkiste. Mehr braucht es manchmal nicht.
Langsam setzt sich das Gespann in Bewegung. Die Reifen knirschen über den Boden, der Anhänger folgt brav jeder Spur, jeder kleinen Unebenheit. Ein leichtes Wippen, ein leises Rollen – fast so, als würde er sich erst noch an das Abenteuer gewöhnen.
Es ist keine große Expedition. Kein ferner Berg, kein endloser Trail. Und doch steckt in dieser ersten Ausfahrt etwas Besonderes: der Moment, in dem aus einer Idee ein fahrendes Stück Realität wird.
Ein paar gedruckte Teile. Ein paar Schrauben. Ein bisschen Tüftelei. Und plötzlich fährt sie los – die kleine Geschichte auf vier Rädern und einer Achse dahinter.
FMS Atlas 1/10 – Dune Tour
In der Weite des rheinischen Dünensandes, wo der Wind sanft durch die vom Himmel gebrannten Hügel streift, macht sich der Atlas Mud Master der Naturfreunde Wolperath CGN auf seinen Weg. Über ihm spannt sich ein makelloses Firmament, leer und grenzenlos, wie die Hoffnung derer, die fernab ihrer Heimat neue Pfade suchen. Das Terrain scheint aus einer fernen Welt.
Ein Gepard springt auf. Seine schlanke, muskulöse Gestalt spannt sich in einer fließenden Bewegung. Dann reißt der Gepard sein Maul weit auf, die scharfen Zähne blitzen im grellen Licht der Sonne und der Crawler beginnt seine Fahrt. Der Allrad gleitet über die Wellen des Sandes, als hätte er die Kraft eines alten Kamels, das seit Jahrtausenden über die Weiten einer fremden Wüste schreitet.
Um ihn herum flackern die Zeichen der Wüste auf – rote Ameisen, winzige Wesen der Unermüdlichkeit, die in diesen unbarmherzigen Weiten ihren Platz behaupten, und Kamele, still und erhaben, die den einsamen Wanderer in einer geheimnisvollen Welt voller Abenteuer begleiten. Wie ein Flüstern des Sandes selbst, erhebt sich ein Wüstensturm. Die Sicht verengt sich, die Welt um den Crawler verschwimmt in einem Strudel aus Sand und Wind. Was eben noch klar vor ihm lag, wird zu einem verwischten Traum. Der Wind, scharf wie der Atem der alten Wüste, bringt das Lied des Vergessens. Und mit ihm kommt die Täuschung. Eine Fatamorgana schwebt in der Ferne – verheißungsvoll und trügerisch zugleich.
Der Atlas Mud Master hält seinen Kurs, doch die Orientierung zerfließt, als wäre sie nie mehr als eine vage Erinnerung gewesen. So fährt der Crawler weiter, während er den Gefahren der Dünen ausgeliefert ist – und in der Illusion eines fremden Landes nach seiner Richtung sucht.
F-Schlepp mit LO100 E-Segler
F-Schlepp mit LO100 E-Segler
Zu seinem E-Kunstflugsegler LO100 hat Montagsflieger Dieter ein besonderes Verhältnis, nicht zuletzt wegen der Abenteuer beim F-Schlepp, die er kürzlich mit dem Modell erlebte.
Aufgeben? Damit spielten seine Gedanken. Bei allem Zweifel hieß es am Ende der Fahrt im Gedankenkarussell: Never give up!

Mit Unterstützung, Rat und Tat stellte sich der Erfolg ein und Dieter sagt heute:
„Nach mehreren kritischen Situationen mit meiner LO 100 habe ich mir Rat vom Konstrukteur Jörg Janßen aus Hünfeld eingeholt. Jörg hat mir vor ca 3 Jahren den genialen Rippensatz für meine LO 100 gefräst. Das Profil NACA 2414 war meine persönliche Wahl . Leider wurde ich nie warm mit dieser LO 100 und im Gegensatz zu Montagsflieger Robert, der diese Machine perfekt flog, hatte ich jedesmal einen Riesenrespekt, diese selber zu fliegen.
Sie war für mich kritisch im Abreißverhalten und musste relativ schnell geflogen werden. Nach mehreren Rücksprachen mit Jörg Janßen kam von ihm der Rat, doch mal ein HQ 2-12 auf dieser LO 100 auszuprobieren. Der Frässatz kam im letzen September 2021 zu mir, ein Frässatz wie ein Lego Bausatz, präzise, passgenau und einfach zu bauen. Gesagt getan, ich habe diese Flächen neu gebaut und vor kurzem an unserem Schlepper gehabt, mit wirklichem Pech beim Schlepp (… aber wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe).
Ich wollte schon aufgeben, aber Montagsflieger Bernd gab mir wertvolle Tipps, z.B. mit der Klappenstellung beim Start und in der Luft.
Und siehe da endlich, ja endlich nach fast 3 Jahren habe ich eine LO 100 wie ich sie mir vorstellte. Das Video gibt meine erste Flugerfahrung wieder. Ich bin gespannt was Robert zur neuen Konfiguration sagt.
Danke hier an den Konstrukteur Jörg Janßen für den genialen Fräsbausatz und an Montagsflieger Bernd für die wertvollen Tipps.“ Montagsflieger Dieter
TOYOTA Land Cruiser RCX10 PS
Der TOYOTA Land Cruiser RCX10 Pro Safari (PS) von Amewi macht seine erste Ausfahrt am Samstag, 13.00 Uhr in der Kaldauer Grube in Siegburg. Mit mehr Gewicht und weicheren Reifen überzeugen die Fahreigenschaften des Fahrzeugs auch im Gelände. Die Karosserie ist sparsam in den Details. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
TOYOTA Land Cruiser RCX10PS 1/10
- 5mm starken Metallrahmen
- Portalachsen
- Metall Linkages
- Metall Antriebswellen
- Öldruck Stoßdämpfern
- 550er Bürstenmotor
- gedämpftes Lenkungssystem
- sperrbare Diffs (vorne / hinten)
- 2-Gang Schaltgetriebe
Geschichten vom Mühlenteich
Geschichten, die wird es in den nächsten Monaten vom Mühlenteich öfter zu erzählen geben, denn der Auensee in den Bonner Rheinauen ist weiter mit Algen zugewuchert. Wer dort noch mit einem Modellboot fahren möchte, sollte für Rettungsaktionen gut gerüstet sein.
DB Museum Koblenz – Faszination Führerstand
Nach den großen Auftritten auf der Drehscheibe und zwischen den Altbau-E-Loks wurde es in Koblenz ein bisschen persönlicher – denn in Teil 4 der Videoreihe geht es dorthin, wo sonst nur das Lokpersonal seinen Platz hat: auf den Führerstand. Kaum ein Besucher konnte der Versuchung widerstehen, einmal selbst durch die schmalen Türen zu steigen, die Hände fest an die kalten Griffstangen gelegt, über die Trittstufen hinauf auf das Podest zu klettern. Ob E-Lok oder Dampflok – der Blick von oben war immer ein kleiner Moment Eisenbahnromantik pur.
Besonders beliebt war an diesem Tag die Mitfahrt im Führerstand einer E40 128, einer Lok der Einheitsbaureihe, die ab 1957 in Dienst gestellt wurde. Mit über 800 gebauten Maschinen war sie jahrzehntelang das Rückgrat des Güterverkehrs der Deutschen Bundesbahn. 3.700 kW Leistung, eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und ein markant gleichmäßiges Brummen machten sie zum verlässlichen Arbeitstier, das auch vor schweren Zügen nicht zurückschreckte. In Koblenz konnte man den Führerstand dieser Maschine aus nächster Nähe erleben – und wer vorne dabei war, bekam ein Gefühl davon, wie sich ein Lokführer im Alltag fühlte. Das Rattern der Schienen, die wechselnden Lichtsignale, das tiefe Summen der Fahrmotoren – es war, als hätte man für ein paar Minuten selbst Dienst am Regler.
Wer den Führerstand der E40 betritt, merkt sofort: Hier ist noch alles Handarbeit. Im Mittelpunkt prangt das große schwarze Handrad – der Fahrschalter, mit dem der Lokführer die Fahrstufen wählte. Mit kräftigen Drehbewegungen ging es stufenweise nach oben, begleitet vom typischen Klacken der Schaltwerke. Links davon Schalterreihen für Licht, Sandstreuer und Zusatzfunktionen, rechts die Bremsventile und natürlich die beiden runden Instrumente, die zuverlässig Auskunft gaben: der Tacho bis 120 km/h und der Stufenzähler.

Über allem liegt der Charme der fünfziger Jahre: massive Metallhebel, robuste Drucktaster, eine klar funktionale Anordnung. Keine Displays, keine Elektronik – sondern pure Mechanik, gebaut für Jahrzehnte im schweren Güterzugdienst. Wer auf dem Sitz Platz nimmt, kann sich gut vorstellen, wie sich das monotone Summen der Motoren mit jeder Stufe veränderte, bis die Lok unter Last ihr volles Brummen entfaltete.
Im Vergleich zu den frühen Altbau-E-Loks wie der E16 wirkte die E40 mit ihrem Führerstand schon fast modern – übersichtlicher, aufgeräumter, ergonomischer. Aber aus heutiger Sicht spürt man auch hier noch den deutlichen Unterschied zu modernen Führerständen mit Monitoren und Leuchtdioden. Statt Digitaltechnik herrscht blankes Metall, statt Softtouch-Bedienung ein kräftiger Griff ins Handrad. Ein Arbeitsplatz, der noch nach Öl, Eisen und Arbeit roch – und genau das macht ihn für viele Besucher des DB Museums in Koblenz so faszinierend.
Doch nicht alle Führerstände erzählten von der Nachkriegszeit. Im Lokschuppen war auch ein Blick auf die E16 03 möglich, eine Maschine aus den zwanziger Jahren. Ihr Führerstand wirkte fast archaisch: große, schwere Handräder für die Steuerung, analoge Anzeigen mit klassischen Skalen, blank polierte Messingteile und eine Anordnung, die man heute fast unübersichtlich nennen würde.
Wer in Koblenz den Führerstand der E16 03 betritt, spürt sofort den Hauch der zwanziger Jahre. Statt eines aufgeräumten Pults mit übersichtlichen Anzeigen erwartet den Besucher ein Arbeitsplatz, der fast schon wie eine kleine Maschinenzentrale wirkt. Im Mittelpunkt stehen die großen, schweren Handräder – vor allem das imposante Fahrstufenrad, das der Lokführer mit viel Muskelkraft bedienen musste. Jede Veränderung der Fahrstufe war ein physischer Akt, begleitet vom metallischen Rucken der Schaltwerke.

Die Anzeigen sind klassische Rundinstrumente, mit feinen Skalen, die heute fast schon zierlich wirken. Messingteile und blank polierte Beschläge geben dem Führerstand einen beinahe nostalgischen Glanz. Dazu kommen die markanten Hebel und mechanischen Schalter, die ohne jede Elektronik auskommen. Alles hier wirkt robust, handfest – und zugleich unübersichtlich für moderne Augen. Man spürt beim Blick auf diesen Führerstand, wie anspruchsvoll die Arbeit eines Lokführers in den ersten Jahrzehnten der elektrischen Traktion war. Während moderne Loks den Fahrer mit ergonomisch angeordneten Instrumenten unterstützen, verlangte die E16 volle Konzentration und ständige Handarbeit. Fahrstufenrad bedienen, Bremsen im Griff behalten, Anzeigen ablesen – und gleichzeitig die Strecke im Blick haben.
Ein weiteres Highlight war der Lok-Simulator, der mit viel Liebe zum Detail aufgebaut war. Hier konnten sich Besucherinnen und Besucher als E-Lokführer versuchen – natürlich unter kundiger Anleitung. Fachleute erklärten geduldig die Anzeigen, Schalter und Hebel, und so mancher Nachwuchs-Lokführer grinste stolz, wenn der virtuelle Zug ohne Ruck anrollte.
Zwischen Simulator und Führerstandsbesuch zeigte sich immer wieder dieselbe Szene: Erwachsene wie Kinder kletterten neugierig hinauf, griffen nach dem schweren Fahrschalter, betrachteten die vielen Manometer und Tasten. Und während draußen die Loklegenden auf der Drehscheibe glänzten, spürte man hier drinnen hautnah, wie es war, eine Lok nicht nur anzusehen, sondern tatsächlich zu bedienen.
Das Video zu Teil 4 fängt diese besonderen Momente ein: das Staunen, die leuchtenden Augen, das Kribbeln, wenn man auf dem Platz sitzt, von dem aus seit Jahrzehnten Züge bewegt werden. Ein kleiner Perspektivwechsel – und doch ein großes Erlebnis beim „Tag der Schiene“ in Koblenz.
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