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Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug


Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.

Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung



Himmelsmoped Air To Air

Mit dem Himmelsmoped durch die Halle aus der nicht alltäglichen Perspektive Air To Air.

Depron Eigenbau aus freier Hand

650 mm Spannweite KFm-2-Profil
510 mm Länge über Alles
148 g Fluggewicht

Antriebsdaten
Turnigy 1811 – 1800 KV
FlyFun Regler – 6A
Prop 6,7 x 3,5
Akku 2S 300 mAh


Motte und Rabe – das sind Schlepper-Freunde

Motte und Rabe – das sind Schlepper-Freunde – ein Gespräch unter Freunden

„Du Rabe, hast Du das auch schon gesehen bei den Modellfliegern am Wiesen-Café?“ „Da gibt es immer viel zu sehen. Was meinst Du Motte?“ „Schau wie viele heute da sind. Und alle haben ihre Modellflugzeuge wieder dabei, kleine und große, ein buntes Programm. Der Udo vom Modellbaugeschäft in Hennef ist auch da.“

„Da, Motte, jetzt ziehen sie gleich wieder einen hoch. Den roten Segler, den Salto.“ „Das machen die mit einem ihrer Schlepper Rabe. Ich bin gespannt, welchen sie heute dabei haben.“


„Meine Mutter ist auch schon mal geschleppt worden.“ „Hat die jetzt auch ein Flugzeug Rabe?“ „Um Gotteswillen, nein, die ist abgeschleppt worden, als ihre kleine Nukkelpinne in der Stadt an der Kreuzung bei Grün nicht mehr losfuhr. Ihre Freundin Brigitte war fix und fertig, ist aufgeregt hin und her gerannt, wedelte mit ihrer Handtasche und wollte Autos anhalten. Einer soll ihr sogar einen Vogel gezeigt haben.

Die beiden Damen wollten ins Kino. Da läuft noch einmal der alte Schinken Quax, der Bruchpilot mit Heinz Rühmann. Brigitte hat meine Mutter gefragt, ob sie nicht die Telefonnummer von Deinem Vater hat. Der könnte doch bestimmt aus der Notlage helfen und anschließend mit ins Kino fahren. Vielleicht ist hinterher noch ein Eisbecher bei Da Enzo für uns drei drin, hat sie gesagt.“

„Was hat denn mein Vater mit der Nukkelpinne von Deiner Mutter, dieser Brigitte und Heinz Rühmann zu tun?“ „Ich glaube Motte, meine Mutter und die Brigitte haben ein Auge auf Deinen Vater geworfen.“ „Was soll das denn Rabe? Der geht doch immer mit mir ins Kino und in die Eisdiele.“

„Spiel hier nicht den harmlosen Motte!

Schau, da ist noch ein Schlepper, da hinten.“ „Ja Rabe, daneben steht sogar einer mit einem riesen Anhänger.“ „Der Markus vom Hof macht denen die Wiesen wieder schön.“


„Was meinst Du Rabe, ob der mich mal den Schlepper fahren läßt, vielleicht erst einmal ohne Anhänger. Im Urlaub auf dem Bauernhof durfte ich den Trecker schon lenken; ich kann das. Der Bauer mußte mich nur auf den Schoß nehmen, weil ich nicht an die Pedalen für Gas und Bremse kam.“

Motte, komm wir schauen denen besser noch eine Weile zu und dann kannst Du dabei weiter schön träumen und lenken.“

„Au ja Rabe, hier, halte mal meinen Apfel, beiße aber nicht rein. Ich muss meine Hände beim Schlepperfahren frei haben und fest am Lenker halten. Das hat mir der Bauer im Urlaub erklärt.“




Zum Stapellauf bereit – Fritten Schälchen

Das schwimmende „Fritten Schälchen“ ist bereit zum Stapellauf und für die Jungfernfahrt auf dem Auensee in der Bonner Rheinaue gut gerüstet.

Ein neuer Bootsführer ist auch schon gefunden, er nennt sich „Fritten Calli“; Ähnlichkeiten mit lebenden Personen wären rein zufällig. Fritten Calli ist zur Zeit noch in der Garderobe/Maske und wird für seinen ersten Einsatz an der Fritteuse herausgeputzt. Er scheint engagiert und liefert auch frei Haus, sofern dieses mit seinem Schälchen wasserseitig in der Region Rhein-Sieg erreichbar ist. Einen Bootsführerschein hat Calli nicht; er ist ein Naturtalent.

Die gefräßige Möwe Clara hat ihren neuen Futterplatz auch schon gefunden; sie hat in großer Erwartung sofort Platz genommen.

Fritten Calli ungeschminkt

Callis Leckereien aus der Fritteuse

Speisekarte

klein, aber fein

Pommes

großes Schälchen 50Pf

mittlere Schale 70 Pf

kleines Schüsselchen 90 Pf

Mayo | Ketchup 10 Pf

Cola | Fanta o,2 L 50 Pf

Calli träumt davon, beim nächsten Rhein in Flammen an der Spitze der Schiffe mit seinem Fritten Schälchen vorauszufahren.


Wenn aus Ideen kleine Welten werden

Die Woche beginnt mit schöner Post, die in Irgendwo aus einem Ort ankommt, der sich auf der Landkarte noch nicht gezeigt hat. Vielleicht ist es „Zwischenwo“. Nicht ganz Irgendwo, denn dafür ist hier schon zu viel entstanden. Noch lange nicht Nirgendwo. Zwischenwo liegt wahrscheinlich auf halber Strecke, dort, wo Züge anhalten, weil jemand etwas baut, denkt, ausprobiert.

Da liegt sie nun, diese Nachricht, warm wie der erste Kaffee am Montagmorgen. Matthias W. schreibt, höflich und freudig, und seine Worte tragen den leisen Stolz eines Erbauers:

„Hallo Herr Dissen,
ich möchte mich auf diesem Wege für das Zurverfügungstellen der STL-Dateien für den Lokschuppen und das Empfangsgebäude bedanken…“

Man spürt es zwischen den Zeilen: Da wächst etwas. In 0e, auf 200 % skaliert, entstehen Gebäude, die man nicht an jeder Ecke findet – Unikate aus Schichten, Geduld und Vorstellungskraft. Noch Rohbau, schreibt er, aber schon mit Bildern versehen, als wollten sie sagen: Schau, ich bin auf dem Weg.

Und genau hier setzt das Bild ein. Vor uns liegt eine kleine Welt: Das Empfangsgebäude steht bereits fest auf seinem Platz, weiß verputzt, mit rotem Ziegeldach, als hätte es schon Jahrzehnte Wind und Wetter gesehen.

Daneben der Bahnsteig, die Gleise, auf denen ein rot-beiger Triebwagen ruht – bereit zur Abfahrt oder gerade erst angekommen. Ein kleiner Kiosk wacht über den Platz, ein Bus wartet geduldig am Rand. Alles wirkt vertraut, und doch neu.

Besonders schön: Matthias hat das Empfangsgebäude im Aufbau der einzelnen Gebäudeteile seinen eigenen Bedürfnissen angepasst. Wände, Anbauten, Proportionen – nicht starr aus der Datei übernommen, sondern weitergedacht, verändert, passend gemacht. Genau so, wie Modellbau gemeint ist: als Dialog zwischen Vorlage und Vision.

Und dann dieser eine Satz, fast beiläufig, aber voller Hoffnung:
„Ich würde mich freuen, wenn ich zu gegebener Zeit den Wasserturm auch drucken darf.“

Als Dank für diese schöne Nachricht macht sich ein Wasserturm-STL-Baukasten auf den Weg, sobald er voraussichtlich noch vor Weihnachten für den 3D-Druck fertig konstruiert ist. Seine STL-Dateien gehen vorab an Matthias – noch bevor sie hier öffentlich und kostenlos zum Download bereitstehen. Ein kleiner Vertrauensvorschuss, ein stilles Nicken von Erbauer zu Erbauer.

So beginnt die Woche: mit Zwischenwo, mit Nirgendwo, mit Irgendwo, mit Empfangsgebäude und Lokschuppen, mit angepassten Gebäudeteilen, mit Gleisen im Maßstab und der

Gewissheit, dass geteilte Ideen weiter wachsen, wenn man sie freigibt.


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