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Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug


Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.

Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung



Donnerbüchsen – Freeware Addon für MS Train Simulator

Wenn die Lokomotive anzieht und das Dröhnen der Räder durch den genieteten Stahl des Wagenkastens hallt, beginnt eine Reise, die mehr ist als reine Fortbewegung. Die sogenannten Donnerbüchsen stehen wie kaum eine andere Wagengattung für den Aufbruch der Eisenbahn in die Moderne. Ende der 1920er Jahre ließ die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft die alten, hölzernen Länderbahnwagen hinter sich und setzte auf vollständig aus Stahl gefertigte Personenwagen, robust, zweckmäßig und für den massenhaften Einsatz gedacht. Ihr unverwechselbarer Klang, das Poltern und Donnern auf den Schienen, machte sie schnell zu einem festen Bestandteil des Eisenbahnalltags – und gab ihnen ihren bis heute geläufigen Namen.

Die hier als Freeware für den Microsoft Train Simulator umgesetzten Personenwagen BCi29, Ci28 und PWi30 stehen exemplarisch für diese Epoche. Sie repräsentieren die Epoche II der Deutschen Reichsbahn und blieben, oft nur leicht verändert, bis weit in die Zeit der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn der DDR hinein im Einsatz.

Gebaut ab den Jahren 1928 bis 1930, waren sie Ausdruck einer neuen Philosophie: einfache Konstruktion, hohe Stückzahlen, geringe Wartungskosten und maximale Einsatzflexibilität. Offene Endbühnen mit Falttüren, genietete Stahlwände, Dampfheizung und eine nüchterne Innenausstattung bestimmten ihr Erscheinungsbild. Komfort spielte eine untergeordnete Rolle, Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit standen im Vordergrund.

Donnerbuechse-Sonderfahrt SEH 08.12.07 in Crailsheim

Der Ci28 verkörperte als reiner Wagen der dritten Klasse den Wagen des Volkes. Mit seinen schlichten Holzbänken bot er Platz für viele Reisende und prägte den Personenverkehr auf Haupt- und Nebenstrecken gleichermaßen. Arbeiter auf dem Weg zur Schicht, Schüler, Ausflügler und Soldaten nutzten diese Wagen täglich. Der BCi29 verband in einem Fahrzeug die zweite und dritte Klasse und schlug damit eine Brücke zwischen etwas mehr Reisekomfort und nüchterner Zweckmäßigkeit. Gepolsterte Sitze in der zweiten Klasse standen einfachen Holzbänken gegenüber, getrennt durch Klassengrenzen, die damals noch selbstverständlich waren. Solche Wagen fanden sich häufig in Eil- und Schnellpersonenzügen sowie auf längeren Überlandverbindungen. Der PWi30 schließlich war der funktionale Mittelpunkt vieler Züge. Als Pack- und Dienstwagen nahm er Gepäck, Expressgut und Postsendungen auf und bot zugleich Raum für den Zugführer. Ohne ihn wäre der Personenverkehr jener Zeit kaum denkbar gewesen.

Eingesetzt wurden diese Donnerbüchsen nahezu im gesamten Netz der Reichsbahn.

Sie rollten durch die norddeutschen Ebenen, über Mittelgebirgsstrecken und entlang dichter Vorortverkehre großer Städte. Auf ländlichen Nebenbahnen waren sie ebenso zu Hause wie auf stark frequentierten Hauptstrecken. Ihre schlichte, stabile Bauweise machte sie zu universellen Begleitern des Alltagsverkehrs und zu einem vertrauten Anblick für Generationen von Reisenden.

Mit diesem Freeware-Download für MSTS stehen die drei Wagen BCi29, Ci28 und PWi30 für den nicht kommerziellen Gebrauch kostenlos zur Verfügung. Sie richten sich an alle, die authentische Zugbildungen der späten 1920er und 1930er Jahre nachbilden möchten, aber auch an Freunde der frühen Bundesbahn- und Reichsbahnzeit. Die Donnerbüchsen erzählen keine Geschichten von Luxus, sondern von Bewegung, Alltag und Veränderung. Sie waren laut, kantig und ehrlich – und genau darin liegt ihr zeitloser Charakter, der nun auch in der virtuellen Eisenbahnwelt weiterlebt.

Freeware Addon „Donnerbüchsen“ als ZIP-File mit den Inhalten

  • Waggon BCi29
  • Waggon Ci28
  • Waggon PWi30
  • Image
  • Zeichnung
  • liesmich.txt
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Begegnung

Begegnung

Die Unheimliche Begegnung der dritten Art war es nicht; die lassen wir lieber in dem Science-Fiktion-Film von Steven Spielberg mit Richard Dreyfuss in der Hauptrolle aus dem Jahr 1977. Wir schreiben 2021 und sind im Heute; hier begegnen sich analog P-38 Pusher, Depron Eigenbau und Multiplex Lentus, in den Hauptrollen Montagsflieger Ralf (Lentus) und Georg (P-38 Pusher).



Geschichten vom Mühlenteich

Geschichten, die wird es in den nächsten Monaten vom Mühlenteich öfter zu erzählen geben, denn der Auensee in den Bonner Rheinauen ist weiter mit Algen zugewuchert. Wer dort noch mit einem Modellboot fahren möchte, sollte für Rettungsaktionen gut gerüstet sein.

Geschichten vom Mühlenteich

DB Museum Koblenz – Stellwerkstechnik

Wer im DB Museum Koblenz am Tag der Schiene 2025 nach den Lokomotiven noch ein wenig weitergeht, entdeckt eine Welt, die auf den ersten Blick unscheinbarer wirkt, aber für den Eisenbahnbetrieb genauso wichtig war wie jede Lokomotive:

Die Stellwerkstechnik vergangener Zeiten. Zwischen schweren Hebeln, glänzenden Metallgestängen und fein gezahnten Mechaniken wird sichtbar, wie Züge über Jahrzehnte hinweg sicher gelenkt und Bahnhöfe geordnet wurden.

Gleich ins Auge fallen die alten Bahnzeichen an der Wand – das Andreaskreuz, ein Vorankündigungs- und Geschwindigkeitsschild („9“), dazu weitere Tafeln wie das „L“ für Läutetafel. Sie machen sofort klar: Hier geht es um die Welt der Signal- und Weichentechnik, wie sie früher das Bild der Eisenbahn bestimmte.

Im Vordergrund steht links ein grünes Blockfeld – ein klassisches Relikt der mechanischen Stellwerkstechnik. Diese Kästen mit Dreh- und Druckknöpfen dienten zur Sicherung und Freigabe von Fahrstraßen. Jeder Zug musste sozusagen „blockweise“ seinen Weg freigegeben bekommen, was Unfälle verhindern sollte. Direkt daneben, rechts im Bild, erkennt man ein Hebelwerk mit mehreren Blockfeldern und Stellhebeln. Die rot-weißen Flügel zeigen an, ob ein Abschnitt frei oder gesperrt ist. Mit kräftigen Handbewegungen wurden hier Fahrstraßen verriegelt und Signale gestellt – eine Technik, die nicht nur Muskelkraft, sondern auch höchste Konzentration erforderte.

Über dem Aufbau hängen weitere Signaltafeln und ein alter Signalschirm, der wohl einst an einem Bahnübergang oder im Gleisfeld seinen Platz hatte. Alles zusammen ergibt ein faszinierendes Bild: eine Art Schaltzentrale vergangener Zeiten, in der Signaltechnik, Weichentechnik und Bahnzeichen direkt zusammenkamen.

Mit jedem Griff wurden draußen an der Strecke Signale auf Fahrt gestellt, Weichen in die richtige Lage gebracht und Fahrstraßen gesichert. Auch die vielen Bahnzeichen, die Reisenden und Eisenbahnern Orientierung gaben, waren Teil dieser präzisen Ordnung.

Heute ist diese Technik längst von Monitoren, Tastern und digitaler Steuerung abgelöst. Aber hier im Museum wirkt sie fast lebendig. Man kann sich gut vorstellen, wie konzentriert die Stellwerker ihre Arbeit verrichteten, mit Blick auf die Fahrstraßen, die Uhr und das dienstliche Regelwerk, das über jeden Zug wachte. Alles musste exakt stimmen – denn eine falsch gestellte Weiche oder ein missachtetes Bahnzeichen konnten ganze Abläufe durcheinanderbringen.

Und so steht die Stellwerkstechnik in Koblenz heute nicht nur als technisches Exponat, sondern als Denkmal einer Berufswelt, die man leicht vergisst.

Sie erinnert an den Rhythmus der Bahnhöfe, an die Verantwortung, die in jeder Hebelbewegung lag, und an die

Kunst, aus rein mechanischen Verbindungen ein komplexes, zuverlässiges System zu schaffen. Wer davorsteht, hört das Klicken der Hebel fast noch, riecht das Schmieröl in den Gestängen und merkt: Auch abseits der großen Loks hatte die Eisenbahn ihre Helden – manchmal verborgen in kleinen Stellwerksbuden, die mit jeder Bewegung den Takt der Züge bestimmten.

Im Video Tag der Schiene 2025 im DB Museum Koblenz – Teil 6 gibt es genau diesen Blick in die Welt der Signal- und Weichentechnik und der alten Bahnzeichen.

Eine spannende Ergänzung zur Reihe, die zeigt, dass Eisenbahn nicht nur auf den Schienen rollt, sondern auch hinter den Kulissen von kluger Technik und wachsamen Händen gelenkt wurde.

Alle Videos Tag der Schiene 2025 im DB Museum Koblenz


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