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Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug


Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.

Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung


Intermodellbau 2026 – Droidbuilders Germany

Teil 2 – Zwischen Science-Fiction und Messeflair – Droidenbuilders Germany

Wer nach all den klassischen Modellbauwelten glaubt, auf der INTERMODELLBAU 2026 schon alles gesehen zu haben, wird in Halle 8 eines Besseren belehrt. Dort, wo es ohnehin etwas futuristischer zugeht, tauchen plötzlich Figuren auf, die so gar nicht nach Modellbau im klassischen Sinne wirken – und doch perfekt hierher passen: die Droiden der Droidbuilders Germany.

Schon von weitem hört man das typische Piepen und Surren, dann schiebt sich ein detailgetreuer R2-D2 durch die Menge. Menschen bleiben stehen, lachen, zücken ihre Smartphones – und für einen Moment verschwimmt die Grenze zwischen Filmwelt und Realität.


Wenn Modellbau lebendig wird

Die INTERMODELLBAU lebt davon, dass sie nicht nur zeigt, sondern erlebbar macht. Genau das verkörpern die Droidbuilders auf eindrucksvolle Weise. Ihre Modelle sind keine statischen Schaustücke, sondern voll funktionsfähige, ferngesteuerte Repliken, die sich durch die Messehallen bewegen und direkt mit den Besuchern interagieren.

Dabei trifft man sie nicht nur am Stand: Immer wieder „laufen“ einem die Droiden in den Gängen über den Weg – ein Erlebnis, das besonders bei Familien und Kindern für Begeisterung sorgt, aber auch gestandene Modellbauer nicht unberührt lässt. Was hier entsteht, ist mehr als Vorführung: Es ist Begegnung. Ein kurzer Moment, ein Lächeln, ein Gespräch.


Präzision, Leidenschaft – und jede Menge Nerdtum

Hinter den Droidbuilders steckt eine internationale Community, die sich der originalgetreuen Nachbildung von Filmrobotern verschrieben hat – allen voran den ikonischen Droiden R2 – D2 aus dem Star-Wars-Universum.

Die Mitglieder bauen ihre Modelle oft über Jahre hinweg:

  • mit selbst entwickelten Elektroniklösungen
  • mit präzisen, teilweise 3D-gedruckten Bauteilen und
  • mit einem Anspruch, der bis ins kleinste Detail reicht

Mehr dazu im Forum Droidenbuilders Germany

Das Ergebnis sind Maschinen, die nicht nur äußerlich überzeugen, sondern auch in Bewegung, Sound und Verhalten erstaunlich nah an ihren filmischen Vorbildern sind.

Und genau hier schließt sich der Kreis zur INTERMODELLBAU: Auch wenn es sich nicht um klassische Eisenbahnen oder Schiffsmodelle handelt, zeigt sich doch derselbe Kern des Hobbys – die Liebe zum Detail, die Freude am Tüfteln und der Wunsch, etwas zum Leben zu erwecken.

„Wir wollen nur Spaß haben

und unser Publikum unterhalten!“

heißt es in dieser weltweiten Hobby-Gilde.


Der Kontrast macht den Reiz

Nach den historischen Schaufensteranlagen aus Teil 1 könnte der Unterschied kaum größer sein: Hier die stille Nostalgie vergangener Jahrzehnte – dort die piepsenden, rollenden Bots aus einer fernen Galaxis. Und doch verbindet beide Welten mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. Es geht immer um Faszination, um Inszenierung, um das Staunen. Vielleicht ist genau das die Stärke der INTERMODELLBAU: Dass sie all diese Gegensätze nebeneinander zulässt.

Intermodellbau 2026 – Nase am Schaufenster

Besuch der Intermodellbau 2026 – Teil 1

Schon beim Betreten der Hallen wird deutlich: Die INTERMODELLBAU 2026 in Dortmund ist sehr gut besucht. Dichte Besucherströme ziehen durch die Gänge, vielerorts herrscht reges Gedränge – besonders dort, wo sich etwas bewegt. Vor den Funktionsmodellen bleiben die Menschen stehen, Kameras werden gezückt, Gespräche entstehen. Doch am größten ist der Andrang traditionell im Bereich der Eisenbahnen: Hier drängen sich die Besucher dicht an dicht, um keinen Zug, kein Detail und keine Szene zu verpassen.

Zwischen Flugmodellen, RC-Fahrzeugen und detailverliebten Dioramen spricht mich ein Stand besonders an: Schaufensteranlagen der Firma Märklin. Schnell entwickelt sich ein interessantes Gespräch, das mich in meine Kindheit zurückwirft und an schöne, unbeschwerte Kindertage erinnern lässt. Der Stand macht neugierig und verlockt zu mehr, zu einem Besuch des Museums Spielzeugeisenbahnen im Schaufenster.


Der Zauber der Schaufensteranlagen

Bevor Modelleisenbahnen zum festen Bestandteil vieler Hobbykeller wurden, waren sie vor allem eines: Blickfänger in den Schaufenstern von Spielwarengeschäften. Aufwendig gestaltete Anlagen, oft von Herstellern wie Märklin oder Faller eigens produziert, sollten Kundinnen und Kunden begeistern – besonders in der Weihnachtszeit.

Viele dieser Spielwarengeschäfte, vor deren Fenstern Generationen mit leuchtenden Augen standen, sind heute verschwunden. Stattdessen wird am Bildschirm geklickt, gewischt und bestellt – möglichst schnell, möglichst billig. Man freut sich, ein Produkt irgendwo besonders günstig „geschossen“ zu haben, oft ohne einen einzigen Gedanken daran, woher es kommt – und ohne jemals ein Gespräch geführt oder einen Menschen dabei kennengelernt zu haben. Der Zauber des Schaufensters, das Staunen, das persönliche Gespräch: all das lässt sich nicht digitalisieren.

Genau diesem besonderen Kapitel der Modellbahngeschichte widmet sich das Museum Spielzeugeisenbahnen im Schaufenster. Dort stehen nicht moderne Anlagen im Mittelpunkt, sondern originale Werks- und Schaufensteranlagen aus den 1950er und 1960er Jahren – ergänzt durch Exponate aus dem „goldenen Zeitalter“ der Spielzeugeisenbahn von etwa 1900 bis in die 1980er Jahre.

Diese Anlagen wurden ursprünglich nicht für den Verkauf produziert, sondern ausschließlich als Werbemittel eingesetzt. Viele von ihnen wurden nach der Saison zerstört – umso bemerkenswerter ist es, dass heute überhaupt noch Exemplare existieren.


Ein lebendiges Museumskonzept

Was dieses Museum besonders macht: Die Exponate stehen nicht still. Während Führungen werden die historischen Anlagen im Betrieb vorgeführt, sodass Besucher die Technik und den Charme vergangener Jahrzehnte unmittelbar erleben können. Dabei entsteht eine Atmosphäre, die viele an ihre Kindheit erinnert – an das Staunen vor dem Spielzeugladen, an das berühmte „Nase-am-Schaufenster“-Gefühl. Genau diese emotionale Verbindung macht das Thema auch für die INTERMODELLBAU so spannend:

Die Messe zeigte nicht nur die Zukunft des Modellbaus, sondern schaffte gleichzeitig Raum für seine Geschichte, Herkunft und kulturelle Bedeutung.


Das Thema „Spielzeugeisenbahnen im Schaufenster“ fügte dieser Erlebniswelt auf der Intermodellbau eine besondere Dimension hinzu:

  • Es verbindet Technik mit Geschichte
  • Es zeigt die Ursprünge der Begeisterung für Modellbahnen
  • Es schlägt eine Brücke zwischen Sammlern, Modellbauern und Familien

Gerade in einer Zeit, in der moderne Technologien wie 3D-Druck und digitale Steuerungen den Modellbau prägen, wirken diese historischen Anlagen fast wie kleine Zeitkapseln – voller Charme, Handwerkskunst und Geschichten.

Schön dass es Menschen, hier eine Familie gibt, die mit viel Herzblut andere in diese längst vergangene Zeit mitnehmen und in ihrem Museum in

34549 Edertal-Gellerhausen, Violinenstr. 7,

www.historische-spielzeugeisenbahnen.de

willkommen heißen.



Auf verwurzeltem Heideweg

Die Natur bedarf keiner menschlichen Hilfe, um schön zu sein, sondern nur menschlicher Zurückhaltung, um nicht zerstört zu werden.“ so oder so ähnlich soll Albert Schweitzer es gesagt haben.

Willkomen im Heidewald. Mit dem Sherpa CR3.4 von Absima geht es im Heidewald auf stark verwurzeltem, sandigem Weg schleichend und kletternd der imposanten Binnendüne entgegen. Ein Blick auf die Schönheit der Natur.



Schnee von gestern – Matsch von heute

Es hat in der vergangenen Woche, Mitte Januar 2024, nur ein paar Stunden gedauert und das Rheinland lag unter einer dicken Scheedecke. Am Montag nach der Nacht erwacht, war hin die weiße Pracht.

Tauwetter, Pfützen, Rinnsale, nasse Böden, Schlamm. Gummistiefel an und mit dem Crawler Sherpa CR3.4 auf Fahrt, dort wo noch am Tag zuvor etwa 30cm Schnee lag, von Wolperath nach Renzert.


Emma ist mehr als ein Boot – sie ist ein Star.

Die nächste Testfahrt stand ganz im Zeichen der Filmkunst. Schließlich reichte es nicht, einfach nur zu schwimmen – nein, wenn man schon eine GoPro auf dem Kohlenkasten trägt, dann muss das Material auch blockbuster-tauglich sein! Der Lokführer hatte sich fest vorgenommen, die optimale Position und Einstellung der Kamera zu finden.

Emma schnaufte los, das Krokodil – seit neuestem unter seinem vollen Namen bekannt: Baron Krümelzahn – zappelte artig hinterher. Ein Name, der Würde und Eigenart zugleich vereint: „Baron“, weil er sich stets mit erhobenem Kopf durchs Wasser treiben lässt, als gehörte der ganze Teich seinem Adelsgeschlecht. „Krümelzahn“, weil sein imposantes Gebiss doch die eine oder andere Lücke aufweist – man munkelt, er habe sich bei einem nächtlichen Snack an einem besonders knusprigen Stein verbissen. So zieht er nun hinter Emma her, halb furchteinflößend, halb sympathisch. Die Kinder am Ufer tuscheln: „Der sieht gefährlich aus!“, während die Erwachsenen schmunzeln: „Ach, das ist doch nur der Baron… der macht mehr Eindruck als Ärger.“

Nach einigem Schrauben und Probieren gelang es schließlich, die Kamera so auszurichten, dass Baron Krümelzahn immer im Bildzentrum thronte: stolz, geheimnisvoll, mit jenem Blick, der sagt: „Ich könnte, wenn ich wollte – aber ich will gerade nicht.“

Und dann passierte das Unvermeidliche: Die Aufnahmen landeten im Internet. Binnen Stunden gingen die Clips viral. Millionen Klicks. Kommentare wie:„Endlich mal ein Modellboot mit Charakter!“ Emma war über Nacht ein Star, aber der Baron war es ebenso. Am Teich sammelten sich nicht nur das Federvieh und die Spaziergänger – jetzt kamen Fans, die eigens wissen wollten, ob der Baron heute wieder im Schlepptau sei.

Emma schnaufte, blubberte, und Baron Krümelzahn ließ sich ziehen, als hätte er nie etwas anderes getan. Und irgendwo am Ufer meinte ein kleiner Junge ernst: „Das ist Frau Mahlzahns Mann, ich schwör’s.“


Preußische P8 38 2267 unter Dampf

Die Tage werden kürzer, die neuen Kataloge sind raus. Graupner, Robbe, Carrera, Trix, Märklin und andere aus der Welt des Modellbaus präsentieren auf Papier ihre Neuigkeiten und Bekanntes. So war das in den 50er und 60er Jahren nach den Herbstferien oder wie man im Rheinland sagte, nach den Kartoffelferien. Da stimmten sich Jungen mit stundenlangem Blättern auf die bevorstehende Zeit ein, schmiedeten Pläne, freuten sich auf das Basteln mit einfachen Mitteln.

So ist es denn nicht verwunderlich, dass in diesen Tagen ein Fest in einem Eisenbahnmuseum gut besucht ist. Hier machen Besucher eine Zeitreise, erinnern sich, staunen, genießen und fangen Bilder und Töne mit kleinen Apparaten ein. Den Geruch von Dampf und Öl nehmen sie in ihren Nasen ebenso mit nach Hause wie einige den Entschluß, die Modelleisenbahn (wieder) aufzubauen.

Schauen wir kurz beim Herbstfest am 15. Okotber 2023 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen1) vorbei.

Die Preußische P8 38 2267 steht unter Dampf und zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

Eine Führerstandmitfahrt ist möglich, aber das ist eine andere Geschichte, die bald folgt.

Bild-/Tonmaterial Udo Fröbus – hier zur Veröffentlichung freigegeben

1) https://eisenbahnmuseum-bochum.de/


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