Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
TSC – Güterzug von Siegen nach Altenhundem
Auf den ersten Blick wirkt alles ruhig im Rangierbereich von Siegen – doch dieser Eindruck täuscht. Kaum ist die DB Baureihe 151 unter Spannung, beginnt eine Fahrt, die Konzentration verlangt. Es ist ein später Nachmittag im Train Simulator Classic.
Ein kurzer Güterzug steht abfahrbereit im Bahnhof Siegen.

Die schwere Elektrolokomotive der Baureihe 151 brummt leise, während der Lokführer letzte Checks durchführt und ein Personenzug in den Bahnhof einfährt. Ein Blick auf die Instrumente, ein kurzer Funkkontakt – dann setzt sich der Zug langsam in Bewegung.
Die Strecke führt zunächst hinaus aus Siegen in Richtung Kreuztal. Der Verkehr ist dicht. Personenzüge, Güterzüge, Rangierfahrten – alles greift ineinander wie ein Uhrwerk. Der Lokführer muss aufmerksam bleiben, denn Signale wechseln schnell und die Strecke kennt kaum Ruhepausen. In Kreuztal wird der Zug durch den Abstellbahnhof geleitet, vorbei an abgestellten Wagen und ruhenden Loks. Doch die Fahrt stockt: Ein Personenzug in gleicher Richtung hat Vorrang. Der Güterzug muss warten – ein kurzer Halt, der den dichten Verkehr eindrucksvoll widerspiegelt. Erst nachdem der Personenzug vorbeigezogen ist, erhält der Lokführer wieder freie Fahrt.
Hinter Kreuztal beginnt das eigentliche Erleben: Steigungen und Gefälle prägen das Sauerland. Die Baureihe 151 zeigt, was in ihr steckt, zieht den kurzen Güterzug kraftvoll bergauf, während bei Gefällen mit Feingefühl gebremst werden muss. Jeder Handgriff sitzt – Erfahrung ist hier entscheidend. Es geht Richtung Altenhundem. Die Strecke windet sich durch die Landschaft, begleitet von ständigem Gegenverkehr. Ein Tunnel, jede Kurve verlangt Aufmerksamkeit. Schließlich erreicht der Güterzug sein Ziel.
Auch hier ist keine Ruhe in Sicht. Kaum ist der Zug eingefahren, rollt ein Personenzug mit der legendären Diesellok DB Baureihe V200 aus Richtung Hagen in den Bahnhof ein – ein beeindruckender Anblick, der Eisenbahnfreunde begeistert. Für den Güterzug beginnt nun die Rangierarbeit: Die Wagen werden abgekuppelt, die Lok setzt um auf ein Abstellgleis. Dort warten bereits neue Waggons für die Rückfahrt nach Siegen. Präzision ist gefragt, denn jede Rangierfahrt und jeder Kupplungsvorgang müssen sauber ausgeführt werden.
Mit dem Abschluss der Arbeiten endet auch der Dienst des Lokführers. Nach einer anspruchsvollen Fahrt übergibt er die Lok an eine Kollegin, die den Zug zurück nach Siegen bringen wird. Ein letzter Blick auf die Maschine, ein kurzer Gruß – dann ist Feierabend.
Zurück bleibt eine Strecke, die nie stillsteht – und eine Fahrt, die zeigt, wie lebendig der Bahnbetrieb im Train Simulator Classic sein kann.
Werkstatt Wilesco D20 – Die Bügelsäge
Zum Wochenanfang besuchen wir Herberts Werkstatt mit der Dampfmaschine Wilesco D20, treten näher heran und schauen uns eines der vielen Antriebsmodelle etwas genauer an:
Die Bügelsäge M60
Fokker E.III – Holzbaukasten Doku #3
In dieser Bastelstunde geht es um das Heck der Fokker E.III, insbesondere um die andere Gestaltung des Höhenruders als es die „Baubeschreibung“ (2 Blätter mit Explosionszeichnungen) vorsieht:
Crawler – erste Ausfahrt mit 3D-Druck-Anhänger
Der Morgen liegt noch still über dem Schotterweg, als der kleine Crawler seine Räder in Bewegung setzt. Maßstab 1:10 – und doch wirkt es für einen Moment, als würde eine große Reise beginnen.
Hinter ihm rollt der neue Anhänger. Offen, schlicht, ein bisschen rau – so, wie gute Werkstattideen eben aussehen. Seine Form ist Schicht für Schicht im 3D-Drucker entstanden, geduldig aufgebaut aus Kunststoff und einer Idee im Kopf. Eine Achse, zwei Kugellager, ein paar Stellschrauben, zwei Räder aus der Bastelkiste. Mehr braucht es manchmal nicht.
Langsam setzt sich das Gespann in Bewegung. Die Reifen knirschen über den Boden, der Anhänger folgt brav jeder Spur, jeder kleinen Unebenheit. Ein leichtes Wippen, ein leises Rollen – fast so, als würde er sich erst noch an das Abenteuer gewöhnen.
Es ist keine große Expedition. Kein ferner Berg, kein endloser Trail. Und doch steckt in dieser ersten Ausfahrt etwas Besonderes: der Moment, in dem aus einer Idee ein fahrendes Stück Realität wird.
Ein paar gedruckte Teile. Ein paar Schrauben. Ein bisschen Tüftelei. Und plötzlich fährt sie los – die kleine Geschichte auf vier Rädern und einer Achse dahinter.
Jakob ist heute Kapitän
Ist das Leben schön.
DB Museum Koblenz – Köf 322 641-2 & E-Lok 110
Dieser zweite Beitrag vom Tag der Schiene im DB Museum Koblenz am 20., 21. September 2025 erzählt von einer kleinen Rangiergeschichte – und zeigt, wie viel Eisenbahnhistorie manchmal in einer einzigen Szene steckt.
Zuerst setzt sich „Roberta“, die unscheinbare Köf 322 641-2 in Bewegung. Sie wurde 1954 bei Gmeinder in Mosbach gebaut, ausgeliefert als Köf 6186 und später als 322 641-2 geführt. Jahrzehntelang arbeitete sie vor allem in Tübingen, stellte Züge zusammen, rangierte Wagen und brachte große Loks in Position. 1987 wurde sie ausgemustert, überlebte aber bei verschiedenen Einsatzstellen und gelangte schließlich ins DB Museum.




Im Film fährt sie von der Drehscheibe auf ein Abstellgleis, wo eine weit größere Maschine wartet: die E-Lok 110 152-6.

Diese Lok wurde 1956 als E 10 152 von Krauss-Maffei (mechanischer Teil) und Siemens-Schuckert (elektrischer Teil) gebaut. Über Jahrzehnte war sie im hochwertigen Reisezugdienst unverzichtbar, stationiert unter anderem in Offenburg, Heidelberg und Köln. 2009 wurde sie z-gestellt, seit 2014 ist sie als Museumslok in Koblenz erhalten – betreut vom Verein Baureihe E10 e.V.
Die Szene im Video hat Symbolkraft: Die kleine Köf kuppelt an die mächtige Schnellzuglok und zieht sie mit erstaunlicher Kraft zurück auf die Drehscheibe.
Zentimeter für Zentimeter rücken beide ins Zentrum, begleitet vom Klicken der Kameras und staunenden Blicken der Besucher.
Der „kleine Helfer“ bringt den „großen Star“ noch einmal ganz groß heraus – Eisenbahngeschichte zum Anfassen.
Und es lohnt sich, dranzubleiben: In nächster Zeit folgen weitere Videos aus Koblenz, die andere Lokomotiven, die Spur-1-Anlage und viele besondere Momente des Wochenendes festhalten. Ein digitaler Nachschlag für alle, die die Atmosphäre des Fests noch einmal erleben möchten.
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