Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
Fokker D.VII – 224 g
Am Himmel über Hennef-Lichtenberg liegt an diesem Aprilnachmittag eine fast unwirkliche Ruhe. Kein Wölkchen stört das satte Blau, das sich wie eine endlose Leinwand über die Landschaft spannt. Und irgendwo dort oben – so klein, dass das Auge ihn immer wieder verliert – zieht ein Flugzeug seine feinen Bahnen: eine Fokker D.VII im Miniaturformat.
„Montagsflieger“ Bernd steht am Boden, ruhig, konzentriert, und doch mit jener leisen Begeisterung, die jeden Modellflug begleitet. In einem YouTube-Video stellt er das nur 224 Gramm leichte RC-Modell vor, erläutert sachlich die technischen Daten – Spannweite, Antrieb, Steuerung – und lässt dabei stets durchblicken, dass es hier um mehr geht als Zahlen. Es ist die Faszination für ein Stück Luftfahrtgeschichte, das im verkleinerten Maßstab wieder lebendig wird.
Die kleine Fokker startet aus der Hand, fast mühelos, als würde sie sich an die Eleganz ihres großen Vorbilds erinnern. Rasch gewinnt sie an Höhe, wird zu einem dunklen Punkt im Licht, verschmilzt beinahe mit dem Himmel. Man muss genau hinsehen, um sie nicht zu verlieren – ein Spiel zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden, das den Flug umso poetischer macht.
Das Original, die Fokker D.VII, galt gegen Ende des Ersten Weltkriegs als eines der fortschrittlichsten Jagdflugzeuge seiner Zeit. Entwickelt 1918 vom niederländischen Konstrukteur Anthony Fokker, überzeugte sie durch ihre außergewöhnliche Stabilität und ihre gutmütigen Flugeigenschaften.
Piloten schätzten besonders ihre Fähigkeit, auch bei niedrigen Geschwindigkeiten kontrollierbar zu bleiben – ein entscheidender Vorteil im Luftkampf. Angetrieben von leistungsstarken Reihenmotoren und bewaffnet mit synchronisierten Maschinengewehren, war sie ein ernstzunehmender Gegner am Himmel über Europa.
So berührt es auf eigentümliche Weise, wenn dieses einstige Kampfflugzeug heute als filigranes Modell durch friedliche Lüfte gleitet. Kein Dröhnen, kein Rauch, keine Bedrohung – nur das leise Summen eines Elektromotors und das sanfte Ziehen enger Kurven.
Bernd lässt die Maschine steigen, sinken, wenden. Jede Bewegung wirkt bewusst gesetzt, fast erzählerisch. Es ist, als würde er die Geschichte des Originals nachzeichnen – nicht in dramatischen Szenen, sondern in stillen, eleganten Linien am Himmel.
Und während die kleine Fokker schließlich wieder zur Landung ansetzt, wird deutlich, was diesen Moment so besonders macht: Es ist die Verbindung von Technik und Erinnerung, von Präzision und Poesie. Ein Montagsflieger-Flug, leicht wie 224 Gramm – und doch getragen von über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte.
Auch bei den Montagsfliegern im Hangar ist die Fokker D.VII, Baukasten von Super Flying Models mit einer Spannweite von 1.200 mm.
INTERMODELLBAU 2026 – Berlin – Basel – Mailand
Teil 5 – Eine Reise, die es nie gab – und doch stattfindet
Wer vom Modell des Anhalter Bahnhofs von Gebhard Reitz kommt, trägt noch dieses Gefühl in sich: Stille. Monument. Erinnerung. Und dann, nur wenige Schritte weiter – beginnt plötzlich Bewegung. Denn hier steht er wieder: der Anhalter Bahnhof. Aber diesmal ist er kein Denkmal. Er ist ein Ausgangspunkt.
Zwei Bahnhöfe, zwei Welten
Bei Reitz war der Bahnhof ein in sich ruhendes Kunstwerk – fast wie eingefroren in der Zeit. Ein Ort, an dem Geschichte stehen geblieben ist. Hier dagegen ist er eingebettet in ein größeres Ganzes. Teil einer Strecke. Teil einer Idee. Teil einer Reise. Denn auf der Anlage BBM 1936s – Berlin–Basel 1936 ist der Anhalter Bahnhof nicht das Ziel, sondern der Anfang von etwas, das sich über viele Meter, Ebenen und Gedanken hinweg entfaltet.
Ein Konzept wie ein Film
Das Projekt, begonnen im Jahr 2015, ist kein klassischer Anlagenbau. Es ist eher ein Drehbuch aus Gleisen. Die Idee: eine imaginäre Reise in den 1930er Jahren – vom Berliner Anhalter Bahnhof über Basel bis nach Mailand. Nicht streng historisch, nicht dogmatisch korrekt – sondern bewusst als Verdichtung einer Epoche gedacht. Eine Welt, die so hätte existieren können. Und vielleicht genau deshalb so glaubwürdig wirkt.
Die Anlage als Raum
13,7 Meter lang, 5,5 Meter breit – eine Galerie, die zur Bühne wird. Mehrere Ebenen, ineinander verschachtelt. Züge verschwinden, tauchen wieder auf, wechseln die Perspektive. Es ist kein Blick von außen – man steht mittendrin. Und doch zeigt die INTERMODELLBAU nur einen Ausschnitt dieser Welt. Nicht die gesamte Anlage ist nach Dortmund gekommen, sondern ein Teil davon – konzentriert, verdichtet, fast wie ein herausgelöster Moment. Im Mittelpunkt dieses Ausschnitts: das Südportal des Anhalter Bahnhofs.
Wie ein Bühnenbild steht sie da – monumental, detailliert, präzise. Und gleichzeitig offen genug, um den Blick dahinter zuzulassen: auf Gleise, auf Bewegung, auf das, was diese Anlage eigentlich erzählen will.


Der Anhalter Bahnhof selbst erscheint dabei als detailreiches Modell, eingebunden in Gleisfelder, Betriebsabläufe und architektonische Strukturen. Nicht isoliert, sondern lebendig – so, wie er einst war: ein Ort, an dem Züge im Minutentakt ankamen und abfuhren.
Zwischen Präzision und Poesie
Was diese Anlage besonders macht, ist nicht nur ihre Größe oder Technik.
Es ist die Konsequenz, mit der hier gedacht wurde:
- Fahrzeuge aus der Epoche
- Architektur der 1930er Jahre
- Betriebsabläufe, die eine Geschichte erzählen
Und gleichzeitig: modernste Bauweisen, feinste Details, experimentelle Techniken – vom Gleisbau bis zum 3D-Druck, der selbst komplexe Strukturen des Bahnhofs sichtbar macht.

Bewegung als Erinnerung
Während man bei Reitz innehält, wird man hier weitergezogen. Ein Zug fährt ab. Ein anderer rollt ein. Licht verändert sich. Und plötzlich entsteht etwas, das über das Modell hinausgeht: ein Gefühl von Zeit. Nicht als Datum. Sondern als Bewegung.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen beiden Anlagen: Die eine sagt: So war es. Die andere fragt: Was wäre gewesen, wenn … Und beide zusammen erzählen mehr, als es jede für sich könnte.
Reise um die Erde – Leipzig – Stadt der Töne und Gedanken
Die Mittagssonne stand schon hoch, als wir Dresden hinter uns ließen und mit gleichmäßigem Tritt die Pedale unseres fliegenden Fahrrads bewegten. Der Fahrtwind war mild, die Landschaft weit und leicht gewellt – Felder, Wälder, Dörfer, verstreut wie Noten auf einem leeren Blatt. Schon aus der Ferne kündigte sich unser Ziel an: Leipzig, jene Stadt, in der Musik, Geist und Geschichte ein feines Gewebe bilden, gespannt über Jahrhunderte hinweg. Wir näherten uns aus südöstlicher Richtung, der Blick weit über die Dächer und Plätze, die wie Seiten eines ehrwürdigen Buches aufgeschlagen dalagen. Die Silhouette war weniger prunkvoll als Dresden, doch von einer anderen Art Schönheit – einer, die aus Ideen gebaut ist.
Im Westen sahen wir den imposanten Block des Gewandhauses, jenen Konzerttempel von Weltruf, in dem schon Mendelssohn dirigierte und wo heute noch der Klang der großen Sinfonien wie ein ewiger Strom pulsiert. Gleich daneben das Opernhaus, ein moderner Bau, der sich in klaren Linien zum Augustusplatz öffnet – eine Bühne für Dramen aus Klang und Bewegung.
Unser Flug senkte sich über die Altstadt, wo enge Gassen sich winden und alte Handelshöfe von Leipzigs glanzvoller Zeit als Messemetropole erzählen. Wir kreisten um die ehrwürdige Thomaskirche, jenen Ort, wo Johann Sebastian Bach als Thomaskantor wirkte, komponierte, unterrichtete, begraben liegt. Noch heute klingt aus dem Chor sein Werk, als wolle er selbst noch über die Jahrhunderte hinweg die Zügel der Musik führen.
„Dies“, sagte mein Gefährte andächtig, „ist nicht einfach ein Ort. Es ist ein Zentrum der Schwingung, wo der Ton nicht erklingt – sondern entsteht.“
Wir fuhren weiter, über den Marktplatz, vorbei am alten Rathaus mit seiner prächtigen Renaissance-Fassade, und näherten uns dem Nikolaikirchhof, wo sich einst Menschen mit Kerzen versammelten – leise, standhaft, friedlich. Die Friedliche Revolution begann hier mit Gedanken, getragen von Hoffnung – und mündete in Wandel.
Doch Leipzig ist nicht nur Musik und Geschichte – es ist auch Bewegung, Verlagshaus, Universität, Messeplatz. Über den Dächern sahen wir die Glaskuppel der Universitätsbibliothek und das Völkerschlachtdenkmal, ein Mahnmal von gewaltiger Stille.
Wir zogen eine letzte Runde über die Stadt, die sich nun wieder in Bewegung setzte: Fahrräder auf dem Innenstadtring, Studierende auf Plätzen, Kinder, Stimmen, Glocken. Leipzig war nicht laut, nicht prunkvoll – aber tief.
„Eine Stadt wie ein Cello“, flüsterte ich. „Nicht schrill, nicht glänzend – aber mit einem Klang, der bleibt.“
Und so setzten wir unsere Reise fort – mit leichtem Tritt, durch die Luft, dem Abend entgegen.
Hobie Hawk
Ein Voll-GFK Segler mit einer zunächst eigenwilligen Cockpithaube, der auch mal wieder aus dem Lager in die Lüfte durfte:
Motorwechsel QuicRun Fusion Combo 1800kv
Die Zukunft hat begonnen: Der Absima Sherpa CR 3.4 Orange ist nun mit der Hobbywing QuicRun Fusion Combo 1800kv ausgestattet. Der im Crawler serienmäßig verbaute Bürstenmotor und Regler haben ihre guten Dienste getan.
In Produktbeschreibungen für die neue Combo heißt es: „Dank dem intelligenten Drehmoment und der Drehzahlregelung kann sich ein Crawler ohne Probleme an jede Situation anpassen. Unterstützt wird diese Combo von einer hervorragend wasser- und staubdichten Ummantelung. So kennt der Spaß wirklich keine Grenzen mehr. Selbst der elektronische Schalter ist entsprechend geschützt. Diese verwendete Technik nennt sich FOC (Field-Oriented-Control) und ist für dieses super Steuergefühl verantwortlich. Durch die sinusförmige Motoransteuerung bleiben Regler und Motor kühler und man erreicht einen seidenweichen, leisen Motorlauf.“1)
Eine erste Testfahrt mit der neuen Brushless Combo in der Kaldauer Grube war zufriedenstellend; ein paar Feinabstimmungen folgen.
Hobbywing QuicRun Fusion Combo 1800kv
Die Zukunft ist hier: Erster Motor für 1/10 Rock Crawler mit integriertem Regler, wasser- und staubdicht ummantelt.
1) https://shop.robitronic.com/de/hobbywing-quicrun-fusion-combo-hw30120401
Emma – Abenteuer im Teich
Die erste Testfahrt mit dem brandneuen Schiffsschraubenschutz im Teich begann noch ganz harmlos. Ein leichter Wellengang kräuselte das Wasser, das so flach war, dass selbst Gummistiefelträger aufrecht hindurchspaziert wären. Blätter und Grashalme dümpelten gemütlich an der Oberfläche, als wollten sie Emma gleich zum Belastungstest herausfordern. Unter Wasser tummelten sich kleine Fische und ausgewachsene Karpfen, die das Spektakel neugierig beobachteten und wahrscheinlich schon Wetten abgeschlossen hatten: „Schafft sie’s diesmal ohne Hänger?“
Doch dann die Überraschung: Ein geheimnisvolles Wesen lauerte im Schatten des Schilfs – ein Krokodil! Zumindest sah es so aus: gelbgrüner Panzer, Augen knapp über der Wasseroberfläche, unbeweglich wie ein altes Schiffswrack.

Normalerweise hätte jede andere schwimmende Lok an dieser Stelle die Bremse gezogen – aber nicht Emma! Mutig, entschlossen und mit der Kraft ihrer neuen Schraubenrüstung schnaubte sie kurz, setzte an und schwupps: schon hatte sie das Tier am Seil.
Jetzt bot sich ein Bild für die Götter. Emma dampfte stolz ihre Runden, und hinter ihr zappelte das Krokodil, artig wie ein Boot an der Leine. Am Ufer hatten sich Schaulustige versammelt: Kinder mit Eis in der Hand, Rentner mit Ferngläsern, und sogar ein Hund, der mit offenem Maul nicht recht wusste, ob er bellen oder ins Wasser springen sollte.
Alle verfolgten das kuriose Gespann – die kleine Lok und ihr neues Haustier, das grimmigste Deko-Krokodil, das je in einem Teich gelegen hatte.
Montagsflieger unterwegs mit dem Sonderzug
Der Winter hatte das Land fest im Griff. Kalt war es, usselig, und der Himmel hing seit Wochen wie ein grauer Deckel über allem. Dichtblick, dieses matte, hoffnungslose Grau, das selbst den Optimisten mürbe macht. Nichts für Modellflieger. Gar nichts. Also blieben die Montagsflieger am Boden – aber nicht stehen.
Stattdessen machten sie es sich gemütlich. Muckelig, fast schon feierlich. Denn wenn der Himmel nichts hergab, dann eben die Schiene. Mit ihrem Sonderzug rollten sie los, gezogen von einer ehrwürdigen Altbau-Ellok, dahinter die vertrauten Umbauwagen, die schon bessere und schlechtere Zeiten gesehen hatten.
Von Garmisch-Partenkirchen nach Mittenwald, hinein ins romantische Tal, entlang der Karwendelbahn, wo der Winter zwar streng, aber auch still und schön ist. Die Fenster beschlagen, draußen Schnee und Fels, drinnen Wärme, Gespräche und dieses besondere Gefühl, unterwegs zu sein, auch wenn draußen alles ruht.
Der Sonderzug der Montagsflieger besteht aus genau jenen Wagen, die Eisenbahnfreunde kennen und lieben: Umbauwagen der Bauarten AB4yg, B4yg und BD4yg. Wer Fan des MSTS/OpenRails ist und diese Reise selbst erleben möchte, kann sich diese Waggons hier kostenlos herunterladen – für nicht-kommerzielle Zwecke – und seinen eigenen Zug zusammenstellen. Vielleicht ist es dann auch Winter, vielleicht grau am Himmel. Aber sicher ist: Die Reise lohnt sich.

MSTS / OpenRails Addon – Freeware
Konstruktion GeDi, im ZIP-File drei Waggons AB4yg,B4yg, BD4yg. Mit Taste 5 am PC nimmt man im Waggon Platz und kann sich mit Hilfe der Pfeiltasten umsehen und nach draußen schauen.
Die Waggons tragen das Zuglaufschild

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