Der Sternfahrer – Freu[n]de, Modellbau und Spielzeug
Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
Francis Picabia (1879–1953) – Maler, Schriftsteller und zentrale Figur der Dada-Bewegung
Vom Fesselflug zur Drohne
Die Evolution der Jugendarbeit im Modellflug – Wer heute einen Modellflugplatz besucht, erlebt eine faszinierende Mischung aus Tradition und Hightech. Doch wie sah das eigentlich früher aus? Ein Blick zurück in die 1950er Jahre zeigt: Die Art und Weise, wie Jugendliche zum Modellflug finden und wie Vereine Nachwuchsarbeit betreiben, hat eine gewaltige Evolution hinter sich.
Die 1950er & 60er Jahre: Geduld, Holz und der Duft von Spannlack
Nach dem Krieg bauten viele Vereine ihre Jugendarbeit von Grund auf neu auf. Wer damals fliegen wollte, musste erst einmal monatelang bauen. Der Werkraum war das Herzstück. Jugendarbeit fand primär am Basteltisch statt. Jugendliche lernten den Umgang mit Laubsäge, Schleifpapier und Balsaholz. Legendäre Bausätze wie der Der kleine Uhu prägten Generationen. Geklebt wurde mit Holzleim oder Uhu Hart, bespannt mit Papier und Spannlack. Fernsteuerungen? Für Jugendliche unbezahlbarer Luxus. Geflogen wurde Freiflug oder Fesselflug, bei dem das Modell an zwei Stahldrähten im Kreis gesteuert wurde. Extreme Geduld und handwerkliche Präzision. Wer unsauber baute, flog nicht.

Die 1970er & 80er Jahre: Einzug der Elektronik
Mit dem technischen Fortschritt wurden Fernsteuerungen (RC-Anlagen) erschwinglicher. Die Jugendarbeit verlagerte sich schrittweise vom reinen Bauen hin zum aktiven Steuern. Proportionale Fernsteuerungen ermöglichten echte Kontrolle über Höhen-, Seiten- und Querruder. Die Vereine richteten die ersten Jugendmeisterschaften aus. Der typische Sound der Epoche war das Kreischen von kleinen Glühkerzenmotoren (z. B. von Cox oder Webra). Jugendliche lernten hier nicht nur Aerodynamik, sondern auch das Einstellen von Vergasern.

Die 1990er & 2000er Jahre: Schaumstoff und die digitale Wende
Zur Jahrtausendwende revolutionierten zwei Dinge die Nachwuchsarbeit komplett: Lehrer-Schüler-Systeme und Schaumwaffeln. Keine Angst mehr vor dem Crash: Durch Kabel oder Funk verbundene Fernsteuerungen erlaubten es dem Jugendleiter, im Notfall sekundenbruchteil schnell einzugreifen. Das senkte die Hemmschwelle massiv. Das Elapor-Zeitalter: Modelle aus robustem Partikelschaum (wie die berühmte EasyStar) verzeihten härteste Landungen. Reparaturen waren direkt am Platz in fünf Minuten erledigt.

Die Jugendarbeit heute: Hightech, Simulatoren und FPV
Heute konkurriert der Modellflugplatz mit Smartphones und Gaming. Moderne Jugendarbeit holt die Jugendlichen in ihrer digitalen Lebensrealität ab. Simulatoren & VR: Flugsimulatoren am PC sind Standard in der Winterarbeit. Jugendliche lernen die Reflexe spielerisch, bevor sie das erste echte Modell anfassen. FPV und Drohnen-Races: Der Boom von Multicoptern und das Fliegen aus der Cockpit-Perspektive per Videobrille (FPV) zieht eine völlig neue Zielgruppe an. Hier geht es oft weniger um Aerodynamik, dafür um Sensorik und Software-Konfiguration.

Wie sieht die Zukunft aus?
Die Zeiten haben sich geändert – von der Laubsäge zum Laptop und Smartphone. Doch während früher die Begeisterung fast von alleine kam, stehen Vereine heute vor einer riesigen Herausforderung: Wie lockt man Jugendliche in Zeiten von TikTok, Gaming und Dauerkonsum überhaupt noch auf den Modellflugplatz? Welche kreativen, modernen Wege gibt es, um den Nachwuchs wieder für unser Hobby zu begeistern? Lehrer-Schüler-Fliegen, Flyer reichen offensichtlich nicht.
Erfahre hier in den nächsten Tagen mehr, mit welchen konkreten Ideen Vereine und andere heute die Kurve kriegen und wie moderne Jugendarbeit im 21. Jahrhundert wirklich funktioniert.
Der Traum vom Fliegen
Der Traum vom Fliegen – Nicht jeder Traum wird wahr. Manche verblassen mit den Jahren, verlieren ihre Konturen zwischen Alltag, Arbeit und Verpflichtungen. Andere bleiben. Sie begleiten uns ein Leben lang, still und geduldig. Und manche wiederholen sich so oft, dass sie irgendwann beginnen, Wirklichkeit zu werden.
Der Traum vom Fliegen gehört zu ihnen. Davon haben viele geträumt. Kinder. Jungen. Jugendliche. Die heute längst erwachsen sind. Männer mit grauen Haaren. Großväter vielleicht. Doch wenn sie am Flugfeld stehen und den Blick zum Himmel richten, dann ist für einen Augenblick wieder jener Junge da, der einst vor Schaufenstern stand und sich die Nase an der Scheibe platt drückte.

Wie war das damals? Stundenlang wurde in den Modellbaukatalogen geblättert. Graupner. Robbe. Namen, die nach Abenteuer klangen. Seite um Seite wurden Flugzeuge betrachtet, technische Daten studiert, Bilder angeschaut. Jeder Katalog war eine Reise in eine andere Welt. Eine Welt aus Balsaholz, Fernsteuerungen, Verbrennungsmotoren und grenzenloser Fantasie. Monatelang wurde gespart. Jeder Pfennig brachte das Ziel ein kleines Stück näher. Das Taschengeld wanderte nicht in Süßigkeiten oder Comics, sondern in eine Blechdose, einen Umschlag oder eine Schublade. Es war eine Zeit, in der Wünsche Geduld brauchten.
Und dann kam irgendwann dieser besondere Tag. Das Modell wurde nicht bestellt. Es wurde gekauft. Es lag auf der Ladentheke. Man konnte es ansehen, berühren, in die Hand nehmen. Der Geruch von Holz, Karton und Technik lag in der Luft. Bezahlt wurde mit einzelnen Scheinen und einer Handvoll Münzen, die sorgfältig zusammengespart worden waren. Der Heimweg erfolgte oft mit dem Fahrrad. Der Karton auf dem Gepäckträger. Vorsichtig festgeschnallt. Immer wieder ein Blick nach hinten, ob auch alles noch da war. Zu Hause wurde ausgepackt. Stolz gezeigt. Bewundert.
Dann begann der Bau. Mit Ehrfurcht vor den Bauplänen. Mit Klebstoff an den Fingern. Mit Fragen. Mit Fehlern. Mit Hilfe des Vaters. Oft saßen zwei Generationen über den Zeichnungen gebeugt, während langsam aus einzelnen Leisten, Rippen und Spanten ein Flugzeug entstand.

Und irgendwann war es soweit. Der Erststart. Herzklopfen. Zitternde Hände am Sender. Das Flugzeug rollte an, wurde schneller, hob die Nase – und löste sich vom Boden. Für wenige Sekunden vielleicht nur. Doch in diesem Augenblick flog nicht nur das Modell. Es flog der Traum.
In Lichtenberg bei den Montagsfliegern geschieht genau das noch heute. Hier werden Träume nicht einfach erinnert. Hier steigen sie wieder auf. Manche zum ersten Mal. Manche nach Jahrzehnten. Und manche Träume landen nie wirklich – sie drehen nur eine weitere Runde am Himmel. Das Video erzählt von einem dieser Träume.
Von der Sehnsucht zu fliegen.
Und von dem wunderbaren Gefühl, wenn ein Junge, der längst erwachsen geworden ist, seinen Traum endlich abheben sieht.
Bilder, Video KI-generiert
Motte und Rabe – Ich habe gute Nachrichten – Mitfahrgelegenheit
Motte und Rabe – Ich habe gute Nachrichten – Mitfahrgelegenheit zum Freundschaftfliegen in Köln – ein Gespräch unter Freunden #34
„Du Rabe, ich habe gute Nachrichten für uns.“ „Gibt es wieder Gummibärchen oder gar Mehl?“ „Weiß ich nicht. Aber es gibt für uns eine gute Gelegenheit.“ „Was für eine Gelegenheit Motte?“ „Eine Mitfahrgelegenheit Rabe.“ „Und wohin bitte?“
„Na zu dem Freundschaftsfliegen am Samstag in Köln. Wir haben doch darüber gesprochen.“ „Du meinst hoffentlich nicht die Mitfahrgelegenheit für 9 Euro bei der Bahn am Wochenende.“

„Nein Rabe, ich meine die Montagsflieger, die würden uns mitnehmen.“ „Ach, und Du meinst Deine Freunde haben in ihren Autos zwischen den Modellen und dem ganzen Kleinkram noch Platz für uns?“ „Ja, das haben die mir gesagt. Wir sollen uns nur etwas zu Trinken und zu Essen mitnehmen.“ „Aber nicht Äpfel. Wie wäre es mit ein paar Würtschen für den Grill? Die hat mein Onkel Wilhelm immer als stille Reserve im Gefrierschrank. Vielleicht leiht der uns welche.“ „Dann bringe ich für uns Sunkist mit und lege noch eine Prinzenrolle drauf.“
„Hier Motte, ich habe Dir noch etwas mitgebracht, schau.“
„Rabe, der Doppeldecker sieht am Himmel ja fast wie echt aus.“ „Und erst einmal der Pilot.“ „Ja Rabe. Der sieht nur etwas mitgenommen, so ernst aus und scheint nachdenklich zu sein.“
„Was meinst Du worüber der nachdenkt?“
Vintage Glider Electra von Carl Goldberg Models Chicago
Vintage Glider Electra von Carl Goldberg
Montagsflieger Udo hat in seine Schatztruhe gegriffen und uns aus den späten 80er Jahren seinen Vintage Glider Electra von Carl Goldberg Models Chicago mitgebracht.
Vertrieben wurde das Modell auch durch die Firma Multiplex.
Es ist heute von einem damals üblichen Speed-Motor auf einen modernen Brushless-Motor umgerüstet. Ein Schmuckstück, das an alte Zeiten erinnert, die gar nicht so lange her sind.
Technische Daten nach Herstellerangaben
Spannweite: 2000 mm
Steuerung: H,S,M
Motor: Speed 600/6-7 Z.
Hersteller: Goldberg
Rumpf: Holz
Flächen: Rippenb.
TOYOTA Land Cruiser WILD LIFE Alligator Expedition
Auf der Suche nach Relikten aus der Urzeit geht es heute mit dem TOYOTA Land Cruiser RCX10PS am östlichen Ortsrand von Neunkirchen-Seelscheid in die Tiefen des Hasselsiefen.
Dichte Vegetation, der Dreisbach durchzieht mit seinen kleinen Verzweigungen das Feuchtgebiet, staut sich mehrmals zu schwer zugänglichen Teichen auf, Algen trüben das Wasser, Mücken tanzen. Kröten, Libellen und anderes Kleintier fühlen sich hier unter den wachsamen Augen von Krähen und dem lieblichen Gesang der Vögel des Waldes wohl.
Es ist schwül. In der Ferne donnert es, Wind kommt auf, die ersten Regentropfen fallen aus den noch harmlos wirkenden Wolken.
Es gibt viel zu entdecken auf der heutigen WILD LIFE Alligator Expedition.
3D Druck Micro Segelboot – Jungfernfahrt
3D Druck Micro Segelboot Jungfernfahrt am 21.02.2021 in Bonn, Rheinaue, Auensee
Der Wasserturm von Hennef-Heisterschoss
Das Modell des Wasserturms nach seinem Vorbild in Hennef-Heisterschoss, nun im Maßstab H0, ist vollendet. Still steht er da, Schicht für Schicht gedacht, gezeichnet, geprüft – und schließlich gedruckt. Der erste Probedruck der Teile brachte keine Einwände hervor, kein Haken, kein Widerstand. Alles fügte sich so, wie es gedacht war. Ein gutes Zeichen. Ein selten ruhiger Moment.
Damit ist der Baukasten bereit, seinen Weg zu gehen. Nicht verpackt in Karton, sondern eingestellt auf der Website, wo er warten darf – auf neugierige Blicke, auf Druckbetten, auf neue Geschichten. Der Download wird kostenlos und ausschließlich für nicht-kommerzielle Zwecke zur Verfügung stehen, als Einladung, nicht als Produkt.

Freigeschaltet wird der Baukasten mit vier Baugruppen rechtzeitig vor Weihnachten, am
kommenden Sonntag, dem 04. Advent.
Ein Termin, der passt: wenn die Tage kürzer werden, Drucker leise surren und kleine Welten auf Werkbänken entstehen dürfen.




Wer nicht so lange warten möchte, kann schon jetzt einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Bauhinweise liegen hier bereit. Ein Klick auf die PDF-Datei Bauhinweise genügt, und man erfährt mehr über Aufbau, Reihenfolge und die vielen kleinen Details, die dieses Modell tragen. Kein Geheimnis, sondern eine Einladung zum Basteln.
So endet dieses Kapitel. Der Wasserturm ist fertig. Bereit zum Teilen. Und irgendwo, zwischen Irgendwo, Nirgendwo und den Feiertagen, beginnt bald sein nächstes Leben.
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