ZeitZeichen – Hallenfliegen mit John Stringfellow – anno dazumal
Gegen Ende der Hallenflugsaison Winter 2022/2023 zur Erinnerung an Kreativität, Begeisterung, Ausdauer, Kompetenz und Engagement in Sachen Modellflug, ein Vorbild:
Der englische Erfinder und Flugpionier des 19. Jahrhunderts John Stringfellow war ein Flugmodellbauer und Modellflieger von ganz besonderer Art.
Bekannt wurde er durch seine dampfbetriebenen Modelle, die er u.a. in einer Halle flog.
Quelle: Wikimedia – Gemeinfrei2)
Nach einer Reihe von Fehlschlägen gelang John Stringfellow im Juni 1848 mit einem Eindecker-Modell ein Flug. Das 3 m Spannweite messende Modell flog über 36 m in einer Fabrikhalle.3)
Quelle: Wikimedia – Gemeinfrei1)
John Stringfellow nachzueifern, ein dampfbetriebenes Flugmodell zu bauen und in einer Halle fliegen zu lassen, ist in der heutigen Zeit möglicherweise eine Herausforderung, die vielleicht ein ambitionierter Modellbauer und -flieger annimmt und das Unternehmen wagt.
Motte und Rabe – Hallen-Catering mit Wolferl – Ein Gespräch unter Freunden #63
„Du Rabe.“ „Ja Motte.“
„Es ist recht kalt geworden. Da hat wohl keiner Lust zu fliegen.“ „Wer steht bei diesen Temperaturen schon gerne auf der nassen Wiese und fliegt unter einer grauen Wolkendecke?“
„Wir haben übermorgen schon den dritten Advent.“ „Was Du nicht sagst Motte. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann…“
„…steht das Christkind vor der Tür Rabe. Hast Du schon einen Wunschzettel geschrieben?“ „Klar Motte, der ist schon lange fertig. Mein Onkel Wilhelm meinte dazu nur: Bescheidenheit ist eine Tugend. Verstehst Du das?“ „Ja. Ich wünsche mir in diesem Jahr eine Laubsäge.“ „Was ist das denn Motte?“
„Eine Säge mit der ich nicht nur gerade sondern auch enge Kurven sägen kann. Die habe ich im Museum gesehen und mein Vater meinte, er hätte so eine noch im Keller und vielleicht würde er sie mir zu Weihnachten schenken. Damit kann ich dann basteln, Laubsägearbeiten, Märchenbilder, Spielsachen, vielleicht ein Flugzeug.“
„Kannst Du Knirps denn damit umgehen?“
„Mein Vater wird mir zeigen wie das mit der Laubsäge geht und ich habe davon schon einmal bei den Montagsfliegern gelesen, hier.“
„Was gab es denn sonst noch auf Deiner Bildungsreise im Museum zu entdecken?“ „Einiges Rabe.“ „Alten Kram, was? Verstaubt und voller Motten?“ „Nein, ganz schöne Sachen. Auch weihnachtliche wie in den Buden auf dem Weihnachtsmarkt, selbst gebastelt.“ „Und was?“ „Zum Beispiel ein kleines Wägelchen mit Schokoladenkugeln und einer Lichterkette, ganz weihnachtlich. Wolferl, der aus Salzburg und seine Constanze. Der Wolferl fuhr mal in Siegburg. Hallen-Catering nannte sich das.“ „Und heute?“
„Der Wolferl fährt auch heute noch. Nicht in der Halle, nur noch im Museum.“
„Und hast Du Dir eine Schokokugel genommen und gegessen?“ „Nein Rabe, die durfte der Wolfern mir nicht geben.“
„Weil die Kugeln so wertvoll sind?“ „Bestimmt Rabe, hier schau: Der Wolferl.
Motte und Rabe – Es war einmal – Ein Gespräch unter Freunden #62
„Du Rabe.“ „Ja Motte. Was gibt es wieder bei dem miesen Wetter?“
„Freust Du Dich auch auf den zweiten Advent?“ „Klar Motte.“
„Und was machst Du dann?“ „Meine Mutter will einen leckeren Kuchen backen und mein Onkel Wilhelm hat mir versprochen, wir legen die Füße hoch und machen einen Fernsehnachmittag mit Kakao, Kaffee und Kuchen. Danach machen wir es uns so richtig gemütlich, sagt er.“
„Das machen wir uns auch Rabe, aber nicht vor dem Fernseher. Bei uns gibt es Bratapfel mit Marzipan, Rosinen, Mandeln und Vanillesoße. Magst Du auch Bratapfel?“ „Klar, die hatten wir schon am ersten Advent.“
„Rabe, mein Vater will mit mir nach Köln in die Oper.“ „Das ist doch was für alte Leute Motte, nichts für mich.“ „Da spielen die in der Vorweihnachtszeit auch ein Märchen.“ „Ja wer es glaubt.“
„Ich bin schon gespannt Rabe. Wir sitzen auf einem kleinen Balkon, da kann man alles gut sehen und hören, sagt mein Vater.“ „Und welches Märchen wird da gespielt?“ „Ein ganz bekanntes von den Gebrüdern Grimm, das kennst Du bestimmt auch.“ „Motte, ich kenne alle Märchen! Vor allem die, die auf der Straße und von wichtigen Damen und Herren erzählt und verbreitet werden.“
„Aber nicht die Oper Hänsel und Gretel, die hat der Engelbert komponiert. Der wurde vor vielen Jahren in Siegburg geboren.“ „Ich kenne nur die Engelbert-Humperdinck-Straße, da wohnt die Brigitte, die Freundin meiner Mutter.“
„Rabe, vielleicht käme Dir das ein oder andere Lied bekannt vor, wenn Du in der Oper dabei wärst.
Hier schau und höre vor allem hin.“
Hänsel & Gretel – Märchenoper von Engelbert Humperdinck (Trailer)
„Da kannst Du mal sehen, was in uns Kindern steckt Motte.“ „Ist das nicht schön Rabe? Es war einmal.“ „Die Musik kenne ich tatsächlich Motte. Meine Mutter summt sie schon mal in der Küche, wenn sie backt und als ich klein war, ich erinnere mich genau, hat sie mir den Abendsegen aus Hänsel und Gretel zum Einschlafen gesungen. Es war einmal.„
Duett aus der Oper ‚Hänsel und Gretel‘ von Engelbert Humperdinck Text: Adelheid Wette nach dem Volkslied ‚Abends wenn ich schlafen geh‘
Link öffnet das Youtube-Video mit der Szene der o.g. Aufführung in einem neuen Fenster
Sandmann war da – Lass uns den Abendsegen beten
Abends, will ich schlafen gehn, vierzehn Engel um mich stehn: zwei zu meinen Häupten, zwei zu meinen Füssen, zwei zu meiner Rechten, zwei zu meiner Linken, zweie die mich decken, zweie die mich wecken, zweie die mich weisen zu Himmels Paradeisen.
„Ja Rabe. Es war einmal. So fangen die meisten Märchen an.“ „Und wenn sie nicht gestorben sind, lautet es am Ende Motte, dann leben sie noch heute.“
„Du Rabe.“ „Ja Motte.“
„Die Vorweihnachtzeit ist doch eine schöne Zeit, mit all den Kerzen, dem Duft, dem Glanz, der Vorfreude, der Hoffnung.“
„Es war einmal, hier schau mein Freund. Keine Märchenoper, kein Märchen, sondern Zweiter Advent 2018.“