Modellflug Tagebuch

Willkommen im Modellflug-Tagebuch von Die Montagsflieger. Hier findest Du Berichte, Fotos, Videos und Erfahrungen aus der faszinierenden Welt des Modellflugs – vom ersten Bau eines Flugmodells bis zu spannenden Flugtagen auf den Flugwiesen der Montagsflieger.

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Neueste Beiträge

3D-Druck GEOlino 1200 #5

GEOlino 1200, der mit 1.200 mm Spannweite handliche Immer-Dabei-Segler, der Prototyp des Gemeinschaftsprojekts ist startklar. Die Einzelteile sind zusammengebaut, Höhen- und Seitenruder sind steuerbar, das Cockpit unter der schwarzen Haube hat die für den Flug erforderliche Elektronik aufgenommen. Das Modell ist ausgewogen. Die farbliche Gestaltung ist zurückgestellt; das Modell soll sich zunächst dem hoffentlich erfolgreichen Erstflug stellen, sobald die Rahmenbedingungen, insbesondere das Wetter passen.

Aus dem Archiv

Spassfliegen im Siebengebirge – Folge 2 – DANDY 1968

Spassfliegen beim MFG Siebengebirge – Folge 2 – DANDY

Immer wieder stellen sich Besucher dieser Website die Frage, wie und wann macht der das? Unkenrufen zu Folge, soll er bereits morgens um fünf Uhr aktiv sein.

Falsch – es ist ganz einfach: Der Tag hat wie für jeden 24 Stunden. Die muss man nur sinnvoll nutzen und nicht verschwenden. Jede Sekunde ist kostbar und es hat auch noch keiner geschafft, die Zeit aufzuhalten oder zurück zu holen.

Fernsehen gibt es nicht, GEZ-Gebühren werden trotzdem gezahlt, und ein Smartphone gibt es auch nicht. Schreisendungen, Bimmeln und Klingen wird anderen überlassen. Updaten ist nicht nötig. Whatsapp, Facebo0k, Instagram bleiben außen vor. Die Wetter-App ist überflüssig, der Blick aus dem Fenster reicht. Das Navi ist die gute alte analoge Straßenkarte und das eigene Orientierungsvermögen, notfalls der Sonnenstand.

Das hält jung und frisch. Es lässt sich trotz der digitalen vermeintlichen Errungenschaften leben und nicht einmal schlecht. Zwischen den Ohren sind mehr als die beiden Zellen Null und Eins, die Bekannten aus der digitalen Welt; hier wird noch analog, klassisch, vielleicht sogar antik geschaltet, gerechnet, überlegt, gedacht, gemeint, entschieden, verantwortet und geätzt – macht aber nichts.

Die Freude am Leben reicht. Spass, Lebensfreude, Kreativität, Fantansie sind der Motor.

Und es gibt offensichtlich noch andere, die nicht ständig nach Neuem schreien, sich am Ich, Ich, Ich ergötzen, fast ersticken und meinen, an der Lebensolympiade teilnehmen zu müssen, um sich zu beweisen und zu zeigen, dass sie die Nase vorne haben. Schön, dass es das noch, hoffentlich noch lange gibt.

Es ist 21.00 Uhr und ich schließe einen schönen Tag mit dem Erstflug meiner Ju 52, der Tante Ju ab. Das Video dazu gibt es als bald hier auf der Website der Montagsflieger.

Montagsflieger Georg


Dornier DO-27 SE D-Ente „fliegendes Zebra“

Dornier DO-27 SE D-Ente Zebra

Das erste ausgelieferte Original einer DO-27 aus der zivilen Baureihe wurde einem großen Publikum als „fliegendes Zebra“ in dem oscarprämierten Dokumentarfilm Serengeti darf nicht sterben des Frankfurter Zoodirektors Bernhard Grzimek aus dem Jahr 1959 bekannt. Grzimek und sein Sohn Michael nutzten für ihre Forschungen zu den Wanderbewegungen der Wildtierherden im Serengeti-Nationalpark in Tansania eine Do 27 Q. Michael verunglückte mit der Maschine am 10. Januar 1959 tödlich, als ein Altweltgeier mit der rechten Tragfläche zusammenstieß. Das Flugzeug stürzte aus einer Höhe von 200 Metern in einer steilen Rechtskurve ab.1)

Soweit zur traurigen Geschichte des Modellvorbilds und seines Piloten.

Mit Wildtierherden in unseren Breiten rechnet Herbert von den uns befreundeten Modellfliegern in der Nachbarschaft Auf der Hardt nicht.

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Er will auch keine Wanderbewegungen beobachten und darüber forschen. Er baut ein „fliegendes Zebra“ aus Begeisterung für unser wunderschönes Hobby Flugmodellbau und Modellflug . Herbert zeigt bereits stolz Fotos, die er hier mit seinen Worten kommentiert:

„Beim Modell handelt es sich mal wieder um ein echtes „scratchbuilt“ Modell. Das SE in der Typenbezeichnung steht für „SIMPLE EDITION“. Die exakten Abmessungen wurden den zuerwartenden besseren Flugeigenschaften etwas geopfert. Den Plan hatte ich bei Outerzone gefunden, ein Graupner-Modell aus 1968. Diesen habe ich dann auf 135% vergrößert und danach die Kontur des Modells erstellt.

Die Tragfläche wurde als Clark Y – ähnliches Profil aufgebaut. Der besseren Flugeigenschaften wegen, in der Flächentiefe um ca. 1/4 vergößert. Unten 6 mm XPS-Platte, darauf an der größsten Profildicke ein 3mm Streifen, dann ein  Kohlerohr und nochmals ein 3mm Streifen drüber. Über das Ganze dann eine 4 mm Platte drüber gespannt und verklebt. Die Randbögen habe ich der Kontur entsprechend mehrfach auflaminiert und verschliffen.

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Der Rumpfaufbau ist ähnlich meinem Highlander-Buschtrottel [Video in unserer Doku Buschtrottel]. Um den runden Rumpf aus der Kastenform hinzubekommen, habe ich die Ecken der Seitenwände jeweils mit mehreren Aufleimern versehen, die später rund abgeschliffen wurden. Die Fensterscheiben sind aus Spiegelfolie. Das Aufpinseln der Zebrastreifen gestaltet sich für mich unerwartet  aufwendig.

Modelldaten

  • Spannweite: 1.140mm
  • Länge: 950mm
  • Flächenbelastung nur Flügel: ca. 28 gr/qdm
  • Antrieb: Roxxy mit 930kv APC 10×4,7 und 3S1.000
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So jetzt muss ich noch langsam etwas weiter pinseln, die rechte Seite und der Rumpfboden fehlen noch. Gruß an Die Montagsflieger Herbert“2)

Die Montagsflieger sagen dazu: Toll Herbert, Deine neue Dornier DO-27 SE „Fliegendes Zebra“, bis in die Details, die Beschriftungen liebevoll gestaltet, ein Hingucker, in den wir gerne einsteigen und einen Rundflug Auf der Hardt machen würden.

Wir sind gespannt auf den Erstflug und grüßen mit Holm-und Rippenbruch.

Modellflug darf nicht sterben.


1) https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier_Do_27

2) Das Schreiben vom 08.02.2023 liegt hier vor