Willkommen im Modellflug-Tagebuch von Die Montagsflieger. Hier findest Du Berichte, Fotos, Videos und Erfahrungen aus der faszinierenden Welt des Modellflugs – vom ersten Bau eines Flugmodells bis zu spannenden Flugtagen auf den Flugwiesen der Montagsflieger.
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Fliegerfantasien
Es ist Montag. Die Sonne brennt vom makellos blauen Himmel, die Luft flimmert über dem trockenen Boden, und die frisch gemähte Wiese duftet nach Heu, das längst eingefahren ist. Die Natur hat ihre Hausaufgaben gemacht.
Ein Montagsflieger ist gelandet. Er zieht an seiner Zigarette und lässt den Blick über die Ebene schweifen. In der flirrenden Ferne beginnt die Wirklichkeit weich zu werden. Aus dem Hitzedunst erhebt sich eine Fata Morgana, so verlockend wie unwahrscheinlich: ein Flugtag.


Oldtimerflugzeuge rollen heran, geschniegelt und poliert wie pensionierte Filmstars auf Abschiedstournee. Schaulustige strömen aufs Gelände. Herren tragen Mützen, die seit 1958 auf ihren Einsatz gewartet haben, Damen flanieren in Kleidern, die beweisen sollen, dass früher alles eleganter war – selbst die Sonnenstiche.
Zwischen den Flugzeugen wird gefachsimpelt. Jeder kennt jemanden, der einmal einen Sternmotor gehört hat. Mindestens die Hälfte der Anwesenden war angeblich persönlich dabei, als die Luftfahrt erfunden wurde. Die Maschinen glänzen in der Sonne, Kameras klicken, Kinder staunen, und für einen kurzen Moment scheint die Zeit tatsächlich stehen geblieben zu sein.

Dann zieht am Horizont ein Gewitter auf. Ein Blitz zerreißt den Himmel. Der Donner folgt unmittelbar und mit der Autorität eines Flugleiters, der genug gesehen hat. Binnen Sekunden verwandelt sich die nostalgische Zeitreise in eine geordnete Fluchtbewegung. Die Herren retten ihre Mützen, die Damen ihre Frisuren, und die Piloten ihre Flugzeuge. Die Vergangenheit rollt hastig in die Hangars zurück.

Zurück bleibt eine leere Wiese. Die Natur hat beschlossen, dass der Flugtag beendet ist. Und gegen die Natur hat selbst der stärkste Sternmotor keine Zulassung.
Bilder KI-generiert
Aus dem Archiv
Montagsflieger starten in das zweite Jahr
Keine Zeit zum Älterwerden für Montagsflieger. Bei uns heißt es: Ich mach mein Ding. Wir bleiben einfach nicht stehen und starten wieder durch, in diesen Tagen in das zweite Jahr unserer kleinen Gemeinschaft auf den Höhen südlich der Sieg.
Im Februar 2021 fanden wir zwei Modellflugfreunde, die bis heute kein einziges Modellflugzeug haben, aber mehr als 60 Pferde in ihrem Anwesen beherbergen und die Montagsflieger in vielerlei Hinsicht unterstützen.
Im vergangenen Jahr galt es zunächst, sich vorbehaltlos miteinander vertraut zu machen, innerhalb der Gruppe und vor allem mit all den anderen Menschen, die uns begegneten. Für die vielen Reiterinnen, Reiter und Pferde waren die Modellflugzeuge eher Ungewohntes. Skepsis, Vorsicht, Zurückhaltung lagen in der Luft.
Freundlichkeit, ehrlich interessierte, gegenseitige Zuwendung, das nette Gespräch, das Streicheln eines neugierigen Pferdes, vor allem Rücksichtnahme führten schnell zu einem gemeinsamen, respektvollen Miteinander von Reiterinnen, Reitern, Pferden und Modellfliegern. Es war und ist schön, diese Art von Umgang miteinander zu erleben. „Er ist nicht mehr so schreckhaft wie früher,“ rief uns eine Reiterin froh zu und dankte uns damit. Modellflug als Therapie, auch für nervöse und schreckhafte Pferde?
Wir Montagsflieger sind glücklich über diese Entwicklung und danken jedem, der dazu beigetragen hat und beiträgt, seien es die Besitzer der Wiesen, der Pferde, die Spaziergänger, die jungen Piloten oder unsere Gastflieger.
Hier leben wir unser Hobby, fühlen uns unter netten Menschen, in unserer kleinen Gemeinschaft, in wunderschöner Natur wohl und genießen Kaffee und hausgemachten Kuchen aus Monis Hofbäckerei im Wiesencafé Zum Botterblömche. Wir freuen uns auf die bevorstehende Saison 2022 und blicken noch einmal auf die ersten Flüge im vergangenen Jahr in neuer Umgebung zurück:

Unsere Gastgeber und die Heimat von mehr als 60 Pferden Mittendrin
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