Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
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Neu
1966 Graupner Grundig RX14
Manche nennen es „alter Kram“. Für andere ist es viel mehr als wertloser Trödel, es sind wertvolle Schätze schöner Erinnerungen. So auch für Montagsflieger Robert, der seine Jugend als begeisterter Modellflieger nicht einfach über Bord geworfen hat; er erinnert sich gerne an diese Zeit und verbindet mit jedem seiner Schätze eine Geschichte. Das Erzählen und dabei den „alten Kram“ in den Händen halten macht die Sammlung von Montagsflieger Robert so wertvoll, nicht nur für ihn, sondern auch für diejenigen, die sich mit ihm gemeinsam erinnern und bewahren wollen.
Schauen wir heute einfach mal kurz in seine Schatztruhe auf die Empfängereinheit Graupner Grundig RX14, die 1966 als Neuheit in den Handel kam und werfen auf unserer Kurzreise dorthin ein paar Blicke auf andere Ereignisse im Jahr 1966.
1966
- Bundespräsident H. Lübke
- VT 11.5 TransEuropaExpress
- Alfa Romeo Spider
- Konrad Adenauer 90. Geburtstag
- WM England – Wembley-Tor
- Graupner Grundig TX14/RX14
Neuheit 1966
Graupner Grundig Digital TX14
Aus dem Archiv
Calimero – Huckepack
Dieter steht am Rand von Flugfeld IV, sein Blick fest auf den kleinen Calimero gerichtet, den er gerade auf den Huckepackaufsatz der Wilga gelegt hat. Der Segler, mit einer Spannweite von gerade mal 1000 Millimetern, wirkt zierlich im Vergleich zur mächtigen Wilga. Doch Dieter vertraut auf das robuste Flugzeug – und auf den Aufsatz, den er und Ralf mit einigen Stunden Arbeit zu diesem Moment gebracht haben. Sorgfältig schnallen Ralf und Bernd den Segler fest, jede Bewegung sitzt, jede Schraube wird noch einmal geprüft. Es gibt keinen Platz für Fehler.
„Alles fest?“, fragt Ralf, als er den Motor der Wilga startet. Dieter nickt, schaut noch einmal prüfend nach oben. Ja, alles ist bereit. Gerade in diesem Moment taucht eine Frau mit zwei Pferden am Rand des Feldes auf. Sie beobachtet neugierig das Geschehen, während die Pferde unruhig die Ohren spitzen. „Die sollen sich an die Modellflugzeuge gewöhnen“, sagt sie lächelnd. Doch jetzt zählt nur noch der Flug.
Die Wilga hebt ab, der Calimero auf ihrem Rücken. Das Flugzeug steigt stetig, scheinbar mühelos. Die Wolken sind dicht, der Wind schiebt das Flugzeug sanft, die Modelle zeigen sich im Gegenlicht der Sonne nur noch als Silhouetten.
Ralf wirft einen kurzen Blick zu Dieter, der neben ihm in die Höhe starrt, als ob er das Flugzeug nur mit seinen Gedanken steuern könnte. „Ich werf dich jetzt ab“, meint Ralf, die Hand am Schalter. Doch Dieter, dessen Augen die Höhen sehnsüchtig fixieren, schüttelt schnell den Kopf.
„Warum denn? Das ist doch noch keine Höhe!“ Dieters Stimme ist entschlossen, fast fordernd. Er will den Himmel, er will den Wind, und er will weit hinauf. Die Wilga steigt weiter, kämpft sich höher und höher durch die Luftschichten, während der kleine Segler auf ihrem Rücken ruhig verharrt, als würde er sich nur noch auf den Moment des Loslassens vorbereiten. „Ich seh den kaum noch“, murmelt Dieter, die Augen zusammengekniffen gegen das Grau des Himmels. Der Calimero ist fast nur noch ein Punkt, weit entfernt, kaum auszumachen in der Höhe.
„Wo bin ich denn? Ach da…“ Er stutzt, blinzelt. „Worum fliegt der denn jetzt? Auf dem Kopf oder was? Viel zu hoch.“ „Das hab ich doch gesagt. Du wolltest doch so hoch!“
Dieter lacht entspannt, die Wilga landet und Calimero auch irgendwann.




