Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug

In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.

Wähle deine Kategorie, nimm das Steuer in die Hand und leg los!

Neu

Reise um die Erde – Luxemburg – Festung Europas

Früh am Morgen trug uns das fliegende Fahrrad über sanfte Hügel, bis sich vor uns eine Stadt auf hohen Felsen zeigte – Luxemburg, die Festung Europas. Unter uns gähnten tiefe Schluchten, in denen die Alzette still dahinfloss, und Brücken wie steinerne Bögen spannten sich kühn darüber.

Die Oberstadt lag wie eine Krone auf dem Felsplateau, umgeben von den mächtigen Überresten alter Bastionen. Wir glitten über das Großherzogliche Palais, dessen Fassade im Morgengold schimmerte, und sahen den Place d’Armes, noch still, als hielte er den Atem vor dem Erwachen des Tages an.

Die engen Gassen führten zu der schlichten Eleganz der Kathedrale Notre-Dame, und von der Corniche aus öffnete sich der Blick weit hinab ins Tal – ein Balkon über einem Meer aus Mauern, Gärten und Brücken.

Ein letzter Kreis über der Altstadt, und wir folgten dem Licht, das schon die Dächer der Unterstadt berührte – bereit, den nächsten Horizont zu suchen.

Aus dem Archiv

DB Museum Koblenz – Spur I – BR24 067

Die Kamera zieht es noch einmal auf die Spur-I-Modulanlage im DB Museum Koblenz. Diesmal rollt eine Lok aufs Gleis, die im Original ein echter Dauerläufer war – die Baureihe 24, von Eisenbahnfreunden gern „Steppenpferd“ genannt. Und wenn sie auf der Anlage mit ruhigem, gleichmäßigem Rhythmus über die Gleise zieht, kann man verstehen, warum sie sich diesen Spitznamen verdient hat.

Spur I – BR24 067

Die BR 24 wurde ab 1928 von der Deutschen Reichsbahn in Auftrag gegeben und bei verschiedenen Herstellern gebaut – darunter Borsig, Henschel, Schichau und Linke-Hofmann-Busch. Sie war eine der ersten Einheitslokomotiven der neuen, einheitlich geplanten DRG-Baureihen und sollte vor allem auf den weiten, flachen Nebenstrecken des Nordens und Ostens Deutschlands zum Einsatz kommen. Ihr elegantes, fast sportliches Erscheinungsbild mit dem leichten Rahmen, den großen Treibrädern und dem relativ kleinen Kessel passte perfekt zu ihrem Spitznamen – ein Arbeitstier mit Ausdauer und Stil.

Mit einer Achsfolge 1’C h2 also einer Laufachse vorn und drei Kuppelachsen – brachte sie es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und leistete rund 750 PS. Bei einem Dienstgewicht von etwa 73 Tonnen war sie kräftig genug für Personenzüge, aber auch flink für den Güterverkehr. Ihre große Stärke war die Zuverlässigkeit: Auf langen Strecken durch dünn besiedelte Gebiete, in Pommern, Ostpreußen und Schlesien, zog sie jahrzehntelang unermüdlich Züge durch Wind, Regen und Schnee.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben einige Maschinen bei der Deutschen Bundesbahn, andere bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR. Die DB setzte sie noch bis in die 1960er-Jahre ein, vor allem im Norden und Westen – unter anderem beim Bahnbetriebswerk Emden und Münster, wo sie noch lange für Nebenstrecken- und Nahgüterdienste gebraucht wurde. Die letzten Exemplare wurden 1966 ausgemustert, manche fanden ihren Weg in Museen oder zu Museumsbahnen, wo sie heute noch gelegentlich unter Dampf stehen.

Auf der Spur-I-Modulanlage fährt die kleine Schwester im Maßstab 1:32, die BR 24 067 als Modell, mit jener unaufgeregten Eleganz, die ihr schon im Original eigen war. Über sanfte Steigungen, durch Kurven, an Signalen und kleinen Bahnhöfen vorbei.Das Video zeigt die leichtere Seite der Dampflokgeschichte – nicht die Kraftprotze der Gebirgsbahnen, sondern die treue Alltagslok der weiten Landschaften.

Das „Steppenpferd“ galoppiert in Miniatur weiter, und man kann sich leicht vorstellen, wie es einst durch die Ebenen Ostdeutschlands dampfte – zuverlässig, beständig und mit dieser typischen Mischung aus Kraft und Gelassenheit, die Eisenbahnfreunde bis heute begeistert.