Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
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Ein Gruß aus Canada
an die Montagsflieger. Vera, in Xanten geboren, anfang der sechziger Jahre nach Canada, Edmonton, Provinz Alberta mit den Eltern ausgewandert, heute mit ihrer Familie in Devon am North Saskatchewan River wohnend, schreibt per e-Mail:
„Cool, […]! What an interesting activity! I especially like your plane named ‘Xanten’. Ich habe Videos von Die Montagsflieger angesehen! Was für ein tolles Hobby! Congratulations zum Bau von Grunau Baby III D-5364 Xanten – sie ist eine Schönheit! Viel Spass beim Segelfliegen, Monday Flyers!„

Das Schreiben liegt hier vor. Die Montagsflieger danken für dieses freundliche Feedback und grüßen Canada.

Aus dem Archiv
Reise um die Erde -Mont Saint-Michel
Die Krone des Meeres in der Normandie – Wie ein Traum, der aus den Wogen geboren wurde, erhob sich in der Ferne der Mont Saint-Michel. Unser fliegendes Fahrrad trug uns über die flachen Weiten der Bucht, wo sich das Wasser mit dem Himmel vereinte, und wir sahen ihn wachsen – Fels, Mauern, Türme, bis hinauf zur Krone der Abtei, die wie ein Finger gen Himmel wies. Der Paraglider des närrischen Begleiters flatterte bunt im Wind, während er in seinem Hofnarrenkostüm schelmische Kreise um uns zog. Die Glöckchen an seinem Hut klangen wie ferne Glockenspiele, als er lachend die mächtigen Mauern umkreiste, die den Klosterberg seit Jahrhunderten gegen Sturm und Flut verteidigen.
Unter uns lag die Stadt, ein Geflecht aus engen Gassen, steilen Treppen und Fachwerkhäusern, die sich an den Felsen schmiegten. Händler, Pilger, Ritter – man konnte sie fast noch sehen, wie sie durch die Tore strömten, getragen von Andacht oder von Abenteuerlust. Über allem thronte die Abtei, ein Wunder mittelalterlicher Baukunst, ihre Hallen und Kreuzgänge wie ein steinernes Gebet.
Die Geschichte des Mont Saint-Michel begann im Jahr 708, als der Bischof Aubert von Avranches nach einer Vision des Erzengels Michael den Auftrag erhielt, eine Kapelle auf dem Felsen zu errichten. Aus dieser kleinen Kapelle wuchs über die Jahrhunderte ein gewaltiger Klosterkomplex, der Mönchen und Pilgern gleichermaßen ein geistliches Zuhause bot. Im Mittelalter wurde der Mont zu einem der bedeutendsten Pilgerziele Europas, oft als „Himmlisches Jerusalem“ bezeichnet.
Doch er war nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch der Verteidigung: während des Hundertjährigen Krieges trotzte er allen Angriffen der Engländer, seine Mauern erwiesen sich als uneinnehmbar. Später, in der Zeit der Französischen Revolution, verwandelte man das Kloster in ein Gefängnis – ein Schicksal, das dem heiligen Ort eine dunkle Schicht seiner Geschichte verlieh. Erst im 19. Jahrhundert begann die Restaurierung, die den Mont Saint-Michel zu dem machte, was er heute ist: ein Monument von UNESCO-Welterbe, Symbol für Glauben, Geschichte und die unerschütterliche Verbindung zwischen Mensch und Natur.
Und ringsum das ewige Schauspiel der Natur: die Gezeiten, die das Meer kamen und gingen ließen, wie ein gewaltiger Atemzug der Erde selbst. Mal war der Mont eine Insel, von Wasser umspült, mal eine Festung des Landes, umgeben von Sand und Schlick, die wie ein Spiegel das Himmelslicht zurückgaben.
Wir kreisten in der Abendsonne um die goldene Statue des Erzengels Michael, die auf der Turmspitze leuchtete, als wolle sie den Himmel berühren. In diesem Moment schien es, als sei der Mont Saint-Michel nicht nur ein Bauwerk, sondern eine Brücke zwischen Welt und Ewigkeit – ein Traum aus Stein, Meer und Licht.
Und so zogen wir weiter, das Lachen des Hofnarren und das Flügelschlagen seines bunten Schirms im Ohr, während hinter uns die Krone des Meeres langsam kleiner wurde, bis sie im Glanz des Horizonts verschwand.




