Ein leiser Hauch von schwerem Öl und heißem Ruß liegt in der Luft, getragen vom bittersüßen Duft verglimmender Kohle. Schließe für einen Moment die Augen und lausche dem Erwachen einer eigenen kleinen Welt: Das rhythmische, feine Klicken der Relais gibt den Takt vor, gefolgt vom vertrauten, tiefen Rollen stählerner Räder auf filigranen Gleisen. Weiße Dampfwolken steigen empor und hüllen die detailverliebte Landschaft in nostalgische Poesie. Jedes Signal, jeder Waggon und jeder Schienenstoß erzählt eine Geschichte von Sehnsucht, Präzision und dem großen Zauber im Miniaturformat.
Komme an Bord und begleite uns auf den Spuren der Schienenwege:
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Mit Volldampf zum Weinfest
Sonderzug durch das romantische Moseltal – Wenn die ersten Sonnenstrahlen über den Hängen der Mosel erscheinen und ein feiner Schleier aus Morgendunst noch über den Weinbergen liegt, erwacht der Bahnhof Wittlich Hauptbahnhof zu ungewohnter Betriebsamkeit. Heute ist kein gewöhnlicher Tag, denn ein ganz besonderer Zug steht zur Abfahrt bereit.
Vor dem historischen Zugverband wartet bereits die elegante Dampflokomotive der Baureihe 18 der Deutschen Bundesbahn auf ihren Einsatz. Hinter ihr reihen sich mehrere Donnerbüchsen und ein passender Packwagen zu einem Zug, wie man ihn in den fünfziger Jahren vielerorts hätte antreffen können. Aus allen Richtungen strömen Fahrgäste herbei. Familien, Eisenbahnfreunde und Ausflügler haben nur ein Ziel: das traditionelle Weinfest in Traben-Trarbach.

Pünktlich setzt sich der Sonderzug in Bewegung. Mit kräftigen Zylinderschlägen arbeitet sich die Schnellzuglok entlang der Mosel voran. Die Strecke ist an diesem Morgen stark befahren, und immer wieder begegnen dem Zug moderne Reisezüge und Güterzüge. Zwischen den bewaldeten Berghängen verschwinden die Wagen in den zahlreichen Tunneln der Moselstrecke, nur um kurz darauf wieder ins Licht hinauszutreten.



Ein erster Höhepunkt erwartet die Reisenden bei Bullay. Hoch über dem Fluss überquert der Zug die beeindruckende Moseltalbrücke. Die gewaltige Stahlkonstruktion spannt sich majestätisch über das Tal und bietet einen unvergleichlichen Blick auf die Moselschleifen, die Weinberge und die kleinen Orte entlang des Ufers. Für viele Fahrgäste ist dies bereits einer der schönsten Momente der Reise.
Im Bahnhof Bullay endet jedoch zunächst die Vorwärtsfahrt. Hier muss die Dampflok an das andere Ende des Zuges umgesetzt werden, denn die weitere Reise führt in entgegengesetzter Richtung auf die Stichstrecke nach Traben-Trarbach. Während die Lok unter Zischen und Dampfwolken ihr Rangiermanöver vollführt, nutzen viele Reisende die Gelegenheit für einen Blick auf die historische Garnitur.
Wenig später verlässt der Sonderzug Bullay erneut. Noch einmal wird die Moseltalbrücke überquert, bevor kurz darauf die Abzweigung auf die eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenstrecke erreicht wird. Nun beginnt der wohl romantischste Abschnitt der gesamten Fahrt.



Gemächlich folgt die Strecke dem Verlauf der Mosel. Reben ziehen sich in endlosen Reihen die Hänge hinauf, dazwischen liegen malerische Weinorte mit ihren Fachwerkhäusern, Kirchen und engen Gassen. Die Dampflok arbeitet gleichmäßig vor dem Zug, während sich hinter den Fenstern eine Bilderbuchlandschaft entfaltet, die seit Generationen Besucher in ihren Bann zieht.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Nach rund fünfundvierzig Minuten erreicht der Sonderzug schließlich sein Ziel. Vor den Reisenden liegt Traben-Trarbach, einer der bekanntesten Weinorte der Region. Die Festzelte sind bereits geöffnet, Musik erklingt durch die Straßen, und überall duftet es nach regionalen Spezialitäten. Ein unbeschwerter Tag an der Mosel kann beginnen.
Doch auch die schönste Feier geht irgendwann zu Ende. Wenn die Abenddämmerung über dem Tal hereinbricht und die Lichter des Weinfestes in der Mosel glitzern, wartet der historische Sonderzug bereits auf seine Fahrgäste. Die Rückfahrt nach Wittlich ist für 20:40 Uhr vorgesehen – begleitet vom Klang der Baureihe 18, die ihre Reisenden durch die nächtliche Mosellandschaft wieder nach Hause bringt.
TSC Szenario-Addon [GD] BR18 Personenwug Wittlich – Traben Trarbach – Infos und kostensloses Download-Addon
Aus dem Archiv
Modellbahn Total! 2025 in Lohmar
Lohmar – es ist wieder soweit – die Züge rollen an, die Loks glänzen, und der Duft von frischem Kaffee mischt sich mit dem leisen Surren der Modellbahnmotoren. Kurz gesagt: „Modellbahn Total in Lohmar“ steht vor der Tür.
Samstag, 8. November 2025, 11:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 9. November 2025, 10:00 – 17:00 Uhr
Jabachhalle Lohmar, Donrather Dreieck 1, 53797 Lohmar
Organisiert wird das Ganze wieder vom Eisenbahnclub Rhein-Sieg e.V. (ECRS) – mit viel Leidenschaft, Herzblut und einer großen Portion Detailverliebtheit. Mehr Infos gibt’s auch direkt beim Verein: www.ecrs.de/modellbahntotal
Rund 1.500 Quadratmeter Modellbahn-Faszination! Ihr könnt euch auf einige Modellbahnanlagen in verschiedenen Spurweiten freuen – von filigranen Nebenbahnen bis zu beeindruckenden Hauptstrecken. Dazu gibt’s eine große Modellbahnbörse, an der Sammler, Bastler und Neugierige gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.
„Modellbahn Total“ ist keine reine Ausstellung – es ist ein Treffpunkt für Freunde, Familien und Gleichgesinnte. Hier wird gestaunt, gefachsimpelt, gelacht und inspiriert. Vielleicht entdeckst du ein neues Lieblingsmodell, vielleicht triffst du alte Bekannte oder findest einfach ein bisschen Kindheitszauber wieder. Ein Plausch zwischen den Gleisen, bei Kaffee und Dampf, zwischen Miniaturhäuschen und Signalmasten.
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Konstruktion des Wasserturms vorangeschritten
… und so steht jetzt fest: die Konstruktion des Wasserturms für Irgendwo nach dem Vorbild des historischen Gebäudes in Hennef-Heisterschoß ist weit vorangeschritten. Sämtliche Gebäudeteile, Anbauten und Dächer sind montiert, auch die Turmspitze — der Turm nimmt Form und Gestalt an, fest und würdevoll, wie ein stummes Versprechen an die zukünftige Szenerie.
Nur noch die Fenster und Türen fehlen — jene letzten, kleinen Elemente, die ein Bauwerk erst lebendig machen.
Ob, wie beim Vorbild, im oberen Teil des Turms ein Wohnraum mit mehreren Fenstern eingerichtet wird, zeigt die Zukunft in Irgendwo.


Man kann fast spüren, wie der Bau auf seine Vollendung wartet: Der Rohbau ruht, stabil und bereit, und der nächste Schritt liegt klar vor Augen. Wenn die Fenster und Türen erst eingesetzt sind, wird der Wasserturm nicht länger ein unfertiges Modell sein — sondern ein Teil von Irgendwo, bereit, seine Geschichte zu schreiben.

