Magazin Gespräche unter Freunden

Trete ein und lausche zwei Beoachtern des Alltags.

Motte und Rabe! In ihrer eigenen, humorvollen Magazin-Reihe nehmen uns die beiden jungen Freunde mit in ihre Welt voller Neugier, Schabernack und kluger Gedanken.

Ob auf dem Heimweg von der Schule, beim Fachsimpeln über die neuesten Errungenschaften der Modellflieger oder bei Entdeckungen in der heimischen Garage.

Motte und Rabe haben zu allem etwas zu sagen und damit sind sie ja wohl nicht alleine. Während Motte die Dinge gerne mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und strukturiertem Optimismus anpackt, kontert Rabe wunderbar lässig und pragmatisch.

Ihre unterhaltsamen, pointierten Gespräche schlagen dabei immer wieder eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen und den kleinen wie großen Fragen des Lebens. Mit viel Witz, Charme und einer erfrischenden Prise jugendlicher Logik bringen uns die beiden nicht nur zum Schmunzeln, sondern regen auch zum Nachdenken an. Ein humorvoller Blick auf die Welt, der zeigt, was echte Freundschaft ausmacht – direkt hier im Magazin von Der Sternfahrer.

Neueste Gespräche

Rabe – die haben das Handtuch geworfen

Rabe – die haben das Handtuch geworfen – Gespräch unter Freunden

Ein Gespräch unter Freunden #10

„Du, Rabe. Ich habe meinen Vater belauscht, als der gestern telefonierte. Die zwei haben doch das Handtuch geworfen, hat der am Telefon gesagt.“

„Interessiert sich Dein Vater jetzt für Boxsport, mein Kleiner? Das wird meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte nicht gefallen, Motte!“ „Wie kommst Du denn darauf Rabe?“

„Sag mal Rabe, was meint mein Vater damit, wenn er sagt: Die zwei haben das Handtuch geworfen?“

„Motte, das ist eine Redewendung aus dem Boxsport. Dein Vater meint damit, dass die ausgestiegen sind, freiwillig aufgegeben, resigniert, kalte Füße bekommen haben.“ „Ja aber warum denn Rabe?“ Weil man das Handtuch wirft, wenn man nicht für den Spaß anderer seinen Kopf bis zum Umfallen hinhalten will. Eben wie im Boxring.“

„Aber das ist doch vernünftig Rabe, oder?“ „Das stimmt Kleiner, Du lernst schnell für Dein Alter, schneller als mancher Erwachsene.“ „Dann bin ich bald so schlau wie Du Rabe?“ „Das ist zu befürchten Motte.“




Aus dem Archiv

Motte und Rabe – Der verflixte Sekundenkleber

Motte und Rabe – Der verflixte Sekundenkleber – ein Gespräch unter Freunden #55

„Du Rabe!“ „Ja? Lange nichts von Dir gesehen und gehört Motte.“

„Ich habe doch Ferien, Du nicht Rabe?“ „Doch, ich auch. Die lasse ich mir nicht entgehen.“

„Gibt es Neuigkeiten?“

Rabe, kennst Du Dich mit Sekundenkleber aus. Der klebt überhaupt nicht innerhalb einer Sekunde. Und wenn, dann höchstens an der falschen Stelle.“ „Ja, zum Beispiel an Deinen Fingern Motte.“ „Genau.“ „Motte, zeig mal Deine Finger.“ „Warum Rabe?“ „Ja wegen dem Sekundenkleber.“ „Bei mir ist alles ok, nichts passiert, aber bei den Montagsfliegern gab es Probleme.“

„Erzähle Motte.“ „Der Tim und der Jan sind zusammen geflogen.“ „Zusammen? Mit einem Flugzeug?“ „Nein, natürlich mit zwei Modellen, dem Funracer vom Tim und dem Dogfighter vom Jan.“ „Und? Wo gab es die Probleme, spuck aus.“ „Vorher, an dem Funracer.“

Motte, lass Dir nicht immer die Würmer aus der Nase ziehen.“ „ Rabe, ich habe keine Würmer in der Nase! Bei dem Funracer hatte sich das Magnet für die Kabinenhaube gelöst. Das musste erst repariert werden, so hat sich der Start der beiden Maschinen verzögert.“ „Um eine Sekunde? Wo war das Problem?“

„Eben der Sekundenkleber.

Du glaubst ja nicht, wieviele Hände man brauchte, um die kleine Flasche mit dem Sekundenkleber für die Reparatur zu öffnen.“ „Zwei Motte!“

„Falsch, hier sieh selbst, so einfach wie Du meinst, ist das nicht.“


Motte und Rabe – Es war einmal

Motte und Rabe – Es war einmal – Ein Gespräch unter Freunden #62

„Du Rabe.“ „Ja Motte. Was gibt es wieder bei dem miesen Wetter?“

„Freust Du Dich auch auf den zweiten Advent?“ „Klar Motte.“

„Und was machst Du dann?“ „Meine Mutter will einen leckeren Kuchen backen und mein Onkel Wilhelm hat mir versprochen, wir legen die Füße hoch und machen einen Fernsehnachmittag mit Kakao, Kaffee und Kuchen. Danach machen wir es uns so richtig gemütlich, sagt er.“

„Das machen wir uns auch Rabe, aber nicht vor dem Fernseher. Bei uns gibt es Bratapfel mit Marzipan, Rosinen, Mandeln und Vanillesoße. Magst Du auch Bratapfel?“ „Klar, die hatten wir schon am ersten Advent.“

Rabe, mein Vater will mit mir nach Köln in die Oper.“ „Das ist doch was für alte Leute Motte, nichts für mich.“ „Da spielen die in der Vorweihnachtszeit auch ein Märchen.“ „Ja wer es glaubt.“

„Ich bin schon gespannt Rabe. Wir sitzen auf einem kleinen Balkon, da kann man alles gut sehen und hören, sagt mein Vater.“ „Und welches Märchen wird da gespielt?“ „Ein ganz bekanntes von den Gebrüdern Grimm, das kennst Du bestimmt auch.“ „Motte, ich kenne alle Märchen! Vor allem die, die auf der Straße und von wichtigen Damen und Herren erzählt und verbreitet werden.“

„Aber nicht die Oper Hänsel und Gretel, die hat der Engelbert komponiert. Der wurde vor vielen Jahren in Siegburg geboren und hat auch mal in Xanten gelebt.“

„Ich kenne nur die Engelbert-Humperdinck-Straße, da wohnt die Brigitte, die Freundin meiner Mutter.“

Rabe, vielleicht käme Dir das ein oder andere Lied bekannt vor, wenn Du in der Oper dabei wärst.

Hier schau und höre vor allem hin.“

Hänsel & Gretel – Märchenoper von Engelbert Humperdinck (Trailer)

Sarré Musikprojekte gemeinnützige GmbH – Straßlach

„Da kannst Du mal sehen, was in uns Kindern steckt Motte.“ „Ist das nicht schön Rabe? Es war einmal.“ „Die Musik kenne ich tatsächlich Motte. Meine Mutter summt sie schon mal in der Küche, wenn sie backt und als ich klein war, ich erinnere mich genau, hat sie mir den Abendsegen aus Hänsel und Gretel zum Einschlafen gesungen. Es war einmal.


Abendsegen

Bielefelder Kinderchor

1986

Diana Juhnke & Fabian Rabsch

Duett aus der Oper ‚Hänsel und Gretel‘ von Engelbert Humperdinck
Text: Adelheid Wette nach dem Volkslied
‚Abends wenn ich schlafen geh‘

Link öffnet das Youtube-Video mit der Szene der o.g. Aufführung in einem neuen Fenster

Sandmann war da –
Lass uns den Abendsegen beten

Abends, will ich schlafen gehn,
vierzehn Engel um mich stehn:
zwei zu meinen Häupten,
zwei zu meinen Füssen,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zweie die mich decken,
zweie die mich wecken,
zweie die mich weisen
zu Himmels Paradeisen.


„Ja Rabe. Es war einmal. So fangen die meisten Märchen an.“ „Und wenn sie nicht gestorben sind, lautet es am Ende Motte, dann leben sie noch heute.“

„Du Rabe.“ „Ja Motte.“

„Die Vorweihnachtzeit ist doch eine schöne Zeit, mit all den Kerzen, dem Duft, dem Glanz, der Vorfreude, der Hoffnung.“

Es war einmal, hier schau mein Freund. Keine Märchenoper, kein Märchen, sondern Zweiter Advent 2018.“