Modellflug Tagebuch

Geschichten, Modelle und Erlebnisse rund um den Modellflug

Willkommen im Modellflug-Tagebuch von Der Sternfahrer. Hier findest Du Berichte, Fotos, Videos und Erfahrungen aus der faszinierenden Welt des Modellflugs – vom ersten Bau eines Flugmodells bis zu spannenden Flugtagen auf den Flugwiesen der Montagsflieger.

Das Tagebuch begleitet Modellbauer und Modellpiloten bei ihren Projekten und dokumentiert viele Jahre Modellfluggeschichte. Ob Segelflugmodelle, Motorflugzeuge, Eigenbauten, Oldtimer, Jets, Scale-Modelle, Fallschirmspringer oder Hubschrauber – die Beiträge zeigen die große Vielfalt unseres Hobbys. Ergänzt werden sie durch Bau- und Erfahrungsberichte, Technik, Tipps, Veranstaltungen und besondere Erlebnisse rund um den Modellflug.

Alle Beiträge sind nach Datum der Veröffentlichung geordnet. Sie können chronologisch durch die Artikel stöbern.

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Ganz gleich, ob Sie regelmäßig Modellflug betreiben, gerade mit dem Hobby beginnen oder einfach Freude an schönen Flugmodellen und interessanten Geschichten haben – das Modellflug-Tagebuch lädt zum Entdecken, Stöbern und Wiederfinden ein:

Der Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen – Nicht jeder Traum wird wahr. Manche verblassen mit den Jahren, verlieren ihre Konturen zwischen Alltag, Arbeit und Verpflichtungen. Andere bleiben. Sie begleiten uns ein Leben lang, still und geduldig. Und manche wiederholen sich so oft, dass sie irgendwann beginnen, Wirklichkeit zu werden.

Der Traum vom Fliegen gehört zu ihnen. Davon haben viele geträumt. Kinder. Jungen. Jugendliche. Die heute längst erwachsen sind. Männer mit grauen Haaren. Großväter vielleicht. Doch wenn sie am Flugfeld stehen und den Blick zum Himmel richten, dann ist für einen Augenblick wieder jener Junge da, der einst vor Schaufenstern stand und sich die Nase an der Scheibe platt drückte.

Wie war das damals? Stundenlang wurde in den Modellbaukatalogen geblättert. Graupner. Robbe. Namen, die nach Abenteuer klangen. Seite um Seite wurden Flugzeuge betrachtet, technische Daten studiert, Bilder angeschaut. Jeder Katalog war eine Reise in eine andere Welt. Eine Welt aus Balsaholz, Fernsteuerungen, Verbrennungsmotoren und grenzenloser Fantasie. Monatelang wurde gespart. Jeder Pfennig brachte das Ziel ein kleines Stück näher. Das Taschengeld wanderte nicht in Süßigkeiten oder Comics, sondern in eine Blechdose, einen Umschlag oder eine Schublade. Es war eine Zeit, in der Wünsche Geduld brauchten.

Und dann kam irgendwann dieser besondere Tag. Das Modell wurde nicht bestellt. Es wurde gekauft. Es lag auf der Ladentheke. Man konnte es ansehen, berühren, in die Hand nehmen. Der Geruch von Holz, Karton und Technik lag in der Luft. Bezahlt wurde mit einzelnen Scheinen und einer Handvoll Münzen, die sorgfältig zusammengespart worden waren. Der Heimweg erfolgte oft mit dem Fahrrad. Der Karton auf dem Gepäckträger. Vorsichtig festgeschnallt. Immer wieder ein Blick nach hinten, ob auch alles noch da war. Zu Hause wurde ausgepackt. Stolz gezeigt. Bewundert.

Dann begann der Bau. Mit Ehrfurcht vor den Bauplänen. Mit Klebstoff an den Fingern. Mit Fragen. Mit Fehlern. Mit Hilfe des Vaters. Oft saßen zwei Generationen über den Zeichnungen gebeugt, während langsam aus einzelnen Leisten, Rippen und Spanten ein Flugzeug entstand.

Und irgendwann war es soweit. Der Erststart. Herzklopfen. Zitternde Hände am Sender. Das Flugzeug rollte an, wurde schneller, hob die Nase – und löste sich vom Boden. Für wenige Sekunden vielleicht nur. Doch in diesem Augenblick flog nicht nur das Modell. Es flog der Traum.

In Lichtenberg bei den Montagsfliegern geschieht genau das noch heute. Hier werden Träume nicht einfach erinnert. Hier steigen sie wieder auf. Manche zum ersten Mal. Manche nach Jahrzehnten. Und manche Träume landen nie wirklich – sie drehen nur eine weitere Runde am Himmel. Das Video erzählt von einem dieser Träume.

Von der Sehnsucht zu fliegen.

Und von dem wunderbaren Gefühl, wenn ein Junge, der längst erwachsen geworden ist, seinen Traum endlich abheben sieht.

Bilder, Video KI-generiert

Ein Hauch von Gold und Butterblume

Saisoneröffnung im Wiesencafé – ein Hommage an Moni`s Hofbäckerei

Wer sich den Montagsfliegern anschließt, der sucht nicht nur den weiten Horizont, sondern bringt immer auch ein großes Stück Sehnsucht mit. Es ist eine Gemeinschaft, bei der auch gerne mal geträumt wird – von der endlosen Freiheit über den Wolken, von vergangenen, eleganten Zeiten und von Momenten, in denen die Welt für einen Augenblick stillsteht. Genau um so einen Traum geht es heute: Wenn das sanfte, goldene Licht des späten Nachmittags die Wiesen in ein warmes Meer aus Farben taucht, erwacht in den Köpfen der Montagsflieger ein ganz besonderer Ort zu neuem Leben. Die Saison ist offiziell eröffnet, und das Wiesencafé „Zum Botterblömche“ lädt ein zu einer nostalgischen Zeitreise, bei der die Uhren ein wenig langsamer ticken.

Es ist diese ganz eigene, magische Kulisse, die Herz und Seele gleichermaßen berührt: Weiße Tischdecken flattern sacht im Sommerwind, feines Porzellan klappert leise, und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee aus der großen, glänzenden Kupfermaschine zieht über das frische Grün. Hier, wo Männer in feinen Zwirnen und Schiebermützen und Damen in eleganten Kleidern der 1920er Jahre beieinander sitzen, vergisst man den Lärm der modernen Welt. Sogar die Kleinsten strahlen, wenn ihnen ein prachtvoller, kühler Eisbecher gereicht wird.

Man sagt, über die Sommermonate finden die Montagsflieger nur schwer nach Hause. Wer könnte es ihnen verübeln? Wenn sie mit ihren Flugmodellen über die weiten Flugwiesen gleiten und den Blick in die Ferne richten, sehen sie ein lebendiges Postkartenmotiv.

Da wird aus luftiger Höhe freudig nach unten gewinkt, während die Gäste mit einem Lächeln im Gesicht den Blick gen Himmel richten. Auf diesen Wiesen wird eben alles geboten, was das Leben schön macht – ein Zufluchtsort für Träumer, Genießer und die Romantiker der Lüfte.

Der kulinarische Herzschlag des Cafés schlägt in dieser Saison so kraftvoll wie nie zuvor. Monis Hofbäckerei hat die stillen Wintermonate genutzt, um zu expandieren und über sich hinauszuwachsen. Das Ergebnis ist schlichtweg großartig:

  • Ein noch umfangreicheres Angebot: Von traditionellem, saftigem Apfelkuchen bis hin zu meisterhaften, cremigen Torten – für jeden süßen Zahn ist gesorgt.
  • Exzellente Präsentation: Unter feinen Glasglocken reihen sich die Leckereien auf den hölzernen Theken aneinander, als wären sie kleine Kunstwerke.
  • Liebe zum Detail: Jeder Handgriff der Bedienung sitzt, wenn der Kuchen frisch auf die Teller wandert und die Kreidetafel schon von Weitem die Köstlichkeiten des Tages anpreist.

Hier kann sich jeder wohlfühlen. Ob man nun den Blick in die Ferne schweifen lässt, dem fernen Summen der Flugzeugmotoren lauscht oder sich einfach durch das exzellente Backwerk schlemmt – „Zum Botterblömche“ ist mehr als nur ein Café. Es ist ein Gefühl von Sommer, Freiheit und purem Genuss in jeder Hinsicht.

Die Tische sind gedeckt, das Panorama wartet. Wir sehen uns auf der grünen Wiese!

Bilder KI generiert

Fliegerfantasien

Es ist Montag. Die Sonne brennt vom makellos blauen Himmel, die Luft flimmert über dem trockenen Boden, und die frisch gemähte Wiese duftet nach Heu, das längst eingefahren ist. Die Natur hat ihre Hausaufgaben gemacht.

Ein Montagsflieger ist gelandet. Er zieht an seiner Zigarette und lässt den Blick über die Ebene schweifen. In der flirrenden Ferne beginnt die Wirklichkeit weich zu werden. Aus dem Hitzedunst erhebt sich eine Fata Morgana, so verlockend wie unwahrscheinlich: ein Flugtag.

Oldtimerflugzeuge rollen heran, geschniegelt und poliert wie pensionierte Filmstars auf Abschiedstournee. Schaulustige strömen aufs Gelände. Herren tragen Mützen, die seit 1958 auf ihren Einsatz gewartet haben, Damen flanieren in Kleidern, die beweisen sollen, dass früher alles eleganter war – selbst die Sonnenstiche.

Zwischen den Flugzeugen wird gefachsimpelt. Jeder kennt jemanden, der einmal einen Sternmotor gehört hat. Mindestens die Hälfte der Anwesenden war angeblich persönlich dabei, als die Luftfahrt erfunden wurde. Die Maschinen glänzen in der Sonne, Kameras klicken, Kinder staunen, und für einen kurzen Moment scheint die Zeit tatsächlich stehen geblieben zu sein.

Dann zieht am Horizont ein Gewitter auf. Ein Blitz zerreißt den Himmel. Der Donner folgt unmittelbar und mit der Autorität eines Flugleiters, der genug gesehen hat. Binnen Sekunden verwandelt sich die nostalgische Zeitreise in eine geordnete Fluchtbewegung. Die Herren retten ihre Mützen, die Damen ihre Frisuren, und die Piloten ihre Flugzeuge. Die Vergangenheit rollt hastig in die Hangars zurück.

Zurück bleibt eine leere Wiese. Die Natur hat beschlossen, dass der Flugtag beendet ist. Und gegen die Natur hat selbst der stärkste Sternmotor keine Zulassung.

Bilder KI-generiert

Aus dem Archiv

Motte und Rabe – Die neue DJI 3 Mini Pro

Motte und Rabe – Die neue DJI 3 Mini Pro – Ein Gespräch unter Freunden #66

„Du Rabe. „Ja Motte. Gibt es was Neues, außer dass es wieder regnet.“

„Neues? Das kannst Du wohl sagen.“ „Was denn Motte?“

„Ich war gestern bei den Montagsfliegern.“ „Fliegen im Regen?“

„Nein, wo denkst Du hin.“ „Kaffee und Kuchen im Wiesen-Café Zum Botterblömche?“

„Ja Rabe, Kaffee und Kuchen gab es auch, aber nicht im Wiesen-Café. Das hat doch zur Zeit geschlossen.“ „Wo denn Motte?“ „Ich war gestern bei dem Dieter im Keller, in seiner Werkstatt. Da war was los. Kaffee und frische Berliner, mit Marmelade und Puderzucker gab es auch.“ „Haben die ihr Café in den Keller verlegt?“ „So ein kleines bisschen schon. Gebastelt haben die aber auch, vor allem repariert, geklebt, gelötet und all so etwas.“ „Ach und da hast Du als angehender Pilot Deinen Senf dazu gegeben und mit Deinen klebrigen Berlinerfingern alles angepackt.“

„Ich habe da auch etwas Neues gesehen. Der Dieter hat mir das gezeigt. Eine DJ, ich glaube I.“ „Wie DJ, machen die jetzt auch noch Musik. Das hatten wir doch schon einmal, wenn ich mich recht erinnere .“

„Rabe, eine DJI 3 Mini Pro, eine Drohne. Ich habe die gesehen, in der Werkstatt.“

„Und dann sind die damit über und unter Tisch und Bänke, durch Regale und Schubladen geflogen?“

„Nein. Wir haben uns alles nur einmal in Ruhe angesehen. Demnächst geht es mit dem neuen Equipment raus. Hier schau, das ist die neue DJI.“