Willkommen im Modellflug-Tagebuch von Die Montagsflieger. Hier findest Du Berichte, Fotos, Videos und Erfahrungen aus der faszinierenden Welt des Modellflugs – vom ersten Bau eines Flugmodells bis zu spannenden Flugtagen auf den Flugwiesen der Montagsflieger.
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Neueste Beiträge
Freundschaft über die Grenzen
Im Rahmen unseres Projekts „Nachbau einer Graupner Weihe 50“ hat sich seit vergangenem Jahr eine herzliche Brieffreundschaft mit den Modellflugfreunden der Modellfluggruppe Münchenbuchsee (Schweiz) entwickelt. Dort schlägt das Herz besonders für kleine Modelle im Eigenbau – eine Leidenschaft, die uns verbindet.
Modellbauer und -flieger Res gibt regelmäßig eine lesenswerte Vereinszeitschrift heraus, deren neueste Ausgabe uns kürzlich erreicht hat.
Ein Bericht und ein Video über einen Massenstart auf der Elsigenalp – das macht Lust auf mehr!
👉 Reinschauen lohnt sich: www.mgmu.ch

Aus dem Archiv
Jugend begeistern
Jugend gesucht – vier konkrete Ideen, wie wir Nachwuchs für den Modellflug begeistern
Im Artikel „Vom Fesselflug zur Drohne“ haben wir gesehen, wie sich die Jugendarbeit von den 1950er Jahren bis heute verändert hat – weg vom monatelangen Holzbasteln, hin zu Simulatoren und FPV-Drohnen. Doch der Wandel der Zeit bringt eine neue Herausforderung: Jugendliche warten heute nicht mehr darauf, dass ein Verein Flyer verteilt – und werden nicht begeistert, wenn sie auf einer Vereinswebseite lesen, dass die letzte Aktualisierung vor Monaten war.
Um die nächste Generation auf den Platz zu holen, müssen Vereine aktiv umdenken und sich auch digital von ihrer besten Seite zeigen. Hier sind vier konkrete, praxiserprobte Ansätze, wie wir Jugendliche heute dort abholen, wo ihre Interessen liegen:
1. Die digitale Brücke: Simulatoren in die Schulen bringen
Die Hemmschwelle, einfach so auf einen fernen Modellflugplatz zu fahren, ist hoch. Die Lösung: Dahin gehen, wo die Jugendlichen sowieso sind.
- Schul-AGs & Projekttage: Kooperationen mit Schulen (z.B. im Physik- oder Technikunterricht) bieten die perfekte Bühne. Ein Nachmittag mit einem mobilen Flugsimulator in der Aula begeistert oft mehr Jugendliche als jeder Infostand.
- Der „Gaming“-Faktor: Simulatoren nutzen die Gewohnheiten der Kids. Wer am PC oder der Konsole präzise steuern kann, hat das Grundprinzip in fünf Minuten raus und will es danach „in echt“ ausprobieren.

2. Einstieg über Drohnen und FPV (First-Person-View)
Traditioneller Flächenflug ist toll, aber der Einstieg über „Drohnen“ ist für viele Jugendliche greifbarer, moderner und vertrauter.
- Tiny-Whoop-Rennen in der Turnhalle: Kleine, extrem robuste und ungefährliche Hallendrohnen (Tiny Whoops) eignen sich perfekt für die Wintermonate. Ein Parcours aus Poolnudeln in der Sporthalle sorgt sofort für Action und Videospiel-Feeling pur.
- Faszination Videoschnitt: Jugendliche filmen heute alles. Wer zeigt, wie man mit einer FPV-Drohne spektakuläre Kinolooks einfängt, verbindet das Fliegen direkt mit dem Trendthema Content Creation für YouTube oder Social Media.

3. „Schnelles Erfolgserlebnis“ mit Tech-Modellbau verbinden
Monatelange Bauphasen schrecken heute eher ab. Jugendliche wollen verständlicherweise schnelle Erfolge sehen – aber der Stolz auf etwas Selbstgebautes zieht nach wie vor.
- Wochenend-Workshops („Build & Fly“): Statt monatlicher Bastelabende werden an einem einzigen Wochenende einfache Schaumwaffeln oder Wurfgleiter im Vereinshaus gebaut und direkt gemeinsam eingeflogen.
- 3D-Druck integrieren: Jugendliche lieben moderne Technik. Wenn im Verein Bauteile oder Modifikationen gemeinsam am PC konstruiert und auf dem 3D-Drucker ausgegeben werden, verbindet das klassisches Handwerk mit zukunftsfähiger IT-Kompetenz.

4. Eventcharakter und Community stärken
Modellflug im Verein ist Teamsport, das muss spürbar sein. Der Platz muss ein cooler Ort zum Abhängen werden.
- Jugendzeltlager & Nachtflug-Events: Das gemeinsame Erlebnis am Platz – inklusive Grillen, Zelten und LED-beleuchteten Fliegern in der Dämmerung – schweißt zusammen und bleibt im Gedächtnis.
- Niedrigschwellige Schnuppertage: Regelmäßige „Jedermann-Fliegen“ mit Lehrer-Schüler-Systemen, bei denen Kids ohne Kosten und Risiko sofort selbst die Knüppel in die Hand nehmen dürfen, nehmen die Angst vor dem ersten Fehler.

Fazit
Die Werkzeuge haben sich verändert, aber die Faszination, ein selbst gesteuertes Modell in den Himmel steigen zu sehen, ist in all den Jahrzehnten exakt dieselbe geblieben. Wenn wir es schaffen, die traditionellen Werte unseres Hobbys mit der Faszination neuer Technologien zu verknüpfen, hat der Modellflug eine glänzende Zukunft vor sich. Packen wir es an!
Die Ideen stehen: Simulatoren, Drohnen-Races und coole Build-&-Fly-Wochenenden. Doch die besten Ideen nützen nichts, wenn am Ende niemand davon erfährt. Wie schafft man es also konkret, dass Jugendliche und ihre Eltern von diesen Angeboten Wind bekommen und am Wochenende tatsächlich auf dem Platz stehen?
Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein verstaubter Aushang im Schaukasten, ungepflegte 0815-Webseiten reichen heute nicht mehr. In den nächsten Tagen zeigen wir hier in einem Werbekonzept Schritt für Schritt, wie man mit minimalem Budget digital und lokal maximalen Wirbel macht, um die Bude beim nächsten Schnuppertag so richtig vollzubekommen!
ASK 23 Hochstart mit Flühs Winde Typ G23
ASK 23 Hochstart – umlaufende Winde
Montagsflieger Klaus hat seine ASK 23 mitgebracht. Im Team packen alle bei den Startvorbereitungen und beim Start mit der Hochstartwinde an. Die entscheidende und damit wichtigste Aufgabe, das Seil der Winde am Haken des Seglers sicher einzuhängen, übernimmt souverän der jüngste Pilot.
Bei den umlaufenden Winden ist Geduld gefragt, bis schließlich doch noch in einem kurzen Zeitfenster die Windrichtung zumindest so in etwa passt und die Winde sowie die ASK 23 sich in Bewegung setzen.