Modellschiffe Tagebuch

Willkommen in der Werft und am Steg. Hier wird nichts versteckt: Wir dokumentieren den Baufortschritt von der ersten Idee bis zur fertigen Jungfernfahrt. Erlebe die kleinen Triumphe, wenn ein kniffliges Detail endlich perfekt passt. Werkstatt-Spionage ist ausdrücklich erlaubt: Schnapp dir einen Kaffee, stöbere durch die chronologischen Einträge und hole dir Inspiration, Tipps und handfeste Ideen für dein eigenes Projekt auf dem Reißbrett!

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Neuester Beitrag

Familienausflug

Es ist schwül im Rheinland, dicke Wolken am Himmel, die Temperaturen um die 300 Celsius im Schatten, die Luft ist in Bewegung, es bläst recht ordentlich, Böen, Starkregen, Gewitter sind angekündigt für den Nachmittag und Abend, sie ziehen von Frankreich über Belgien auf, „regional Unwettergefahr, Starkregen“ heißt es im Wetterbericht.

Es fehlen nur noch ein paar Wolkenkratzer, ein paar schöne, belebte Meeresbuchten und wir könnten uns fast wie in Hongkong fühlen.

Wir besuchen heute das kühlende Nass, den Herrenteich.

Die Bewohner des Teichs sind in diesen Tagen zu beneiden, sie halten ihre Beine ins Wasser, kopfüber kühlen sie sich ab.

Ein Familienausflug anderer Art, begleitet vom Dragon Force 65.

Aus dem Archiv

Emma und ihre Fangruppen

Emma, die kleine Lok, unser schwimmendes Wunderwerk, ist mittlerweile mehr als nur ein technisches Experiment. Sie ist eine Hommage an die große Schwester aus der Augsburger Puppenkiste – nur eben nicht auf Schienen, sondern auf Wellen unterwegs. Und was gehört zu einer modernen Heldin von heute? Natürlich eine Onboard-Kamera! Die GoPro thront stolz auf ihrem kleinen Kohlenkasten, filmt jede Welle, jedes Algenblatt, und gelegentlich sogar die verdutzt dreinschauenden Karpfen.

Doch Emma hat noch mehr erreicht: Sie hat Fangruppen! Kein Scherz. Am Teich sammeln sich inzwischen nicht nur das Federvieh – Gänse, Enten und Schwäne, die sich fragend schnatternd beratschlagen, ob sie nun den Status des beliebtesten Wasserfahrzeugs verlieren – sondern auch Spaziergänger aller Altersklassen. „Da ist ja Emma!“, rufen sie, und sofort kommt Stimmung auf. Kinder springen aufgeregt herum, ältere Herren mit Hut nicken wissend, und die Omas kramen aus dem Gedächtnis Geschichten hervor: „Ja, damals, mit Jim Knopf und Lukas, da haben wir …“

Und plötzlich passiert etwas Erstaunliches: Menschen, die sich sonst schweigend am Ufer begegnen, fangen an zu reden. Fremde werden zu Gesprächspartnern, lachend, plaudernd, verbunden durch die kleine schwimmende Lok. Emma schafft, was sonst nur Fußball, Eiswagen oder ein entlaufener Hund zustande bringt – sie bringt Freude und die Leute zusammen.

Wer will da noch behaupten, Modellboote seien langweilig?

Emma hat bewiesen: Sie ist mehr als ein Modell. Sie ist eine kleine, dampfende Brücke zwischen Generationen – mit Schiffsschraubenschutz, GoPro und einer ordentlichen Portion Charme.