Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
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Neu
Die Cheerleader-Drohne von Lichtenberg
Bei den Montagsfliegern in Lichtenberg herrschte an diesem sonnigen Montagnachmittag gespannte Vorfreude. Die begeisterten Modellflieger hatten schon vieles gesehen: kunstvolle Loopings, riskante Tiefflüge und einmal sogar einen Bratwurst-Abwurf per Segelflieger. Doch was nun bevorstand, war etwas völlig Neues.
Der berühmte – zumindest in der Gruppe sehr geschätzte – Choreograph Günter hatte eine Idee: „Wir brauchen Show! Wir brauchen Glamour!“, hatte er mit funkelnden Augen verkündet. Und so wurde die unscheinbare Drohne aus alten Zeiten kurzerhand zur Cheerleaderin der Lüfte umgestylt.
Mit knallroter Nasenkugel, orangenen Propeller-Puscheln und einem bunt wippenden Kugel-Schwanz schwebte sie schließlich in die Arena. Günter stand daneben mit einer Trillerpfeife um den Hals, als würde er gleich eine Broadway-Premiere anpfeifen. „Montagsflieger, seid ihr bereit?“ rief er. „Jaaaaa!“ brüllte der kleine Chor.
Dann erhob sich die Drohne, wirbelte auf, machte eine elegante Bewegung nach rechts, schwenkte nach links – und präsentierte stolz ihre bunten Cheerleader-Puschel im Wind und den Sonnenstrahlen. Bei jeder kunstvollen Figur klang es fast so, als rufe sie
„Give me an M! Give me an O! Give me an N–T–A–G!“
Die Menge tobte, Günter wischte sich eine Träne der Rührung aus dem Augenwinkel und murmelte: „Das ist nicht nur Fliegen, das ist Kunst.“
Und so ging die „Cheerleader-Drohne“ als die wohl glanzvollste Showeinlage in die Geschichte der Montagsflieger ein.
Aus dem Archiv
Emma und der Baron erobern den Adenauerweiher
Ein sonniger Sonntag, der 14. September 2025. Während in Nordrhein-Westfalen die Bürger zur Kommunalwahl schreiten, zieht es Emma und ihren treuen Begleiter, Baron Krümelzahn, zum großen Ausflug an den Adenauerweiher in Köln, direkt an der Junkersdorfer Straße, gegenüber dem RheinEnergie-Stadion.
Der Weiher ist an diesem Tag voller Leben: Die Interessensgemeinschaft Schiffsmodellbau Köln1) hat zahlreiche Modelle zu Wasser gelassen. Und dann kommt Emma. Die kleine schwimmende Lok mit der GoPro im Kohlenkasten und dem Baron an der Leine. Schon beim Aufgleiten aufs Wasser dreht sich so mancher Modellkapitän um: „Das… ist doch… eine Lok?!“ – „Jawoll, und mit Krokodil!“ tönt es vom Ufer, wo bereits Kinder begeistert klatschen.
Die Spaziergänger bleiben stehen, Jogger verlangsamen das Tempo, Familien schieben Kinderwagen dichter ans Ufer. Und auf der Terrasse des Club Astoria legen Gäste Messer und Gabel beiseite, um das Spektakel zu verfolgen. Zwischen Latte Macchiato und Apfelstrudel wird eifrig diskutiert: „Modellboote kennt man hier ja viele – aber so was hat’s noch nie gegeben!“
Emma zieht unbeirrt ihre Bahn, dampft stolz durch die Sonne. Hinter ihr gleitet Baron Krümelzahn, würdevoll wie immer, als wolle er den ganzen Weiher zu seinem Besitz erklären. Und irgendwo am Ufer flüstert ein älterer Herr zu seiner Frau: „Weißt du noch, die Augsburger Puppenkiste? Frau Mahlzahn? Das hier ist bestimmt der Mann von ihr… und er macht Urlaub in Köln.“
Ein neugieriger Junge fragt: „Papa, warum heißt der Weiher eigentlich Adenauerweiher?“ Die Antwort kommt prompt: „Den hat Konrad Adenauer, damals Oberbürgermeister von Köln, in den 1920er Jahren anlegen lassen – als Teil des Grüngürtels rund um die Stadt. Deshalb trägt er bis heute seinen Namen.“ Der Junge schaut wieder auf Emma: „Dann passt das – ein großer Name für ein großes Abenteuer am Tag der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen.“
So wird der Adenauerweiher an diesem Sonntag nicht nur zum Treffpunkt für Modellschiffer, sondern zur Bühne einer neuen Legende: Emma und Baron Krümelzahn – Stars auch in Köln.
1) http://ism-koeln.info/




