Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
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Neu
Toyota Land Cruiser – Test im tiefen Wasser
Nach den starken Regenfällen in den vergangenen Wochen sind die Wiesen und Felder durchtränkt. Schwere Traktoren und andere Landmaschinen haben tiefe Spuren hinterlassen, die sich wie Narben durch die Landschaft ziehen. In diesen Spurrillen sammelt sich das Wasser und spiegelt den wechselhaften Himmel wider, wodurch es schwer abzuschätzen ist, wie tief die Pfützen wirklich sind.
In dieses ungewisse Terrain begibt sich ein kleines, aber robustes Fahrzeug: der Toyota Land Cruiser Crawler im Maßstab 1:10. Mutig fährt er in die tiefen Spuren, die ein schwerer Traktor hinterlassen hat. Diese Herausforderung ist kein Kinderspiel – die Wasseransammlungen sind tief, nicht zu erkennen, wie tief, der Boden ist uneben. Es stellt sich die spannende Frage: Wie weit wird der kleine Crawler kommen?
Das Video fängt das Abenteuer ein.
Der Toyota Land Cruiser Crawler navigiert geschickt durch das schwierige Terrain, seine Reifen finden Halt auf dem weichen, nassen Untergrund.
Wird er es schaffen?
Aus dem Archiv
Durch Vulkanland – Die Fahrt ins Brohltal
Ein kurzer, letzter Pfiff – und die Räder der Mallet setzen sich kraftvoll in Bewegung. Die sanfte Vibration der Lokomotive überträgt sich auf die Wagen, das Fenster klappert leise, während sich der Zug aus dem Bahnhof Brohl-Lützing löst. Hinter uns gleitet der Rhein davon, ein schimmerndes Band in der Ferne. Vor uns öffnet sich ein anderes Reich: das Brohltal – geheimnisvoll, uralt, von Feuer und Wasser geformt.
Die Brohltalbahn, im Volksmund liebevoll auch „Vulkan-Express“ genannt, klettert auf schmaler Spur durch eine Landschaft, in der die Geologie Geschichten schreibt. Mit nur 1000 Millimetern Spurweite nimmt sie enge Kurven mit einer Eleganz, die an Bergziegen erinnert. Die Dampflokomotive 11sm, gebaut 1906 von der Maschinenfabrik Jung, ist eine sogenannte Mallet-Lok – ihre gelenkige Bauweise ermöglicht es, auch durch die krümmungsreichsten Abschnitte des Tals zu dampfen. Zwei Dampfzylinderpaare treiben unabhängig die beiden Fahrgestelle an – Technik mit Gefühl, die auf schwerem Gelände tanzt.
Bald taucht der Zug ein in die Schlucht des Brohlbachs. Steile Hänge erheben sich links und rechts, durchzogen von dichten Laubwäldern. Moos bedeckt die Felsen, zwischen Astwerk flackert das Licht. Der Duft von feuchter Erde mischt sich mit dem scharfen Rauch der Lok, der aus dem Schornstein aufsteigt und hinter den Wagen in der Luft verfliegt wie eine Erinnerung.
Die Bahn folgt dem Lauf des Brohlbachs, überquert Brücken, durchfährt kurze Einschnitte, streift kleine Dörfer wie Tönisstein und Bad Tönisstein, wo einst ein berühmtes Heilbad lag. Nur noch Ruinen erzählen davon. Die Lok stampft weiter, vorbei an Wiesen, an grasenden Kühen, vorbei an Lavabergen und Basaltkegeln – stille Zeugen einstiger Ausbrüche.
Langsam gewinnt der Zug an Höhe. Der Dampf zischt unter Volldruck, in regelmäßigem Takt arbeiten die Schieber und Kolben. Die Steigung beträgt stellenweise bis zu 4 Prozent – eine Herausforderung für jede Lok, doch die 11sm meistert sie mit Würde. Man hört sie arbeiten, spürt, wie die Technik in ihrem Innersten lebt.
In Burgbrohl ist ein kurzer Halt – genug Zeit für einen Gruß aus dem Fenster, ein Lächeln zurück. Dann weiter. Der Zug windet sich durch die Felder, vorbei an Obstwiesen und kleinen Höfen. Die Eifel öffnet sich wie ein altes Buch: Mit jedem Kilometer lesen wir darin, in Vulkanasche und Weinreben, in kleinen Kapellen und verlassenen Steinbrüchen.
Der Zug nähert sich seinem Ziel – Oberzissen, Endpunkt der regulären Dampffahrt, auf 216 Metern über dem Meeresspiegel. Die Räder singen auf den letzten Metern ein langsames Lied, die Dampfschwaden werden weniger. Mit einem sanften Ruck kommt der Zug zum Stehen.
Die Mallet atmet aus. Es zischt, es klopft leise. Aus dem Führerstand steigt ein Rußgeruch empor, durchmischt mit Wärme und Zeit. Die Reisenden steigen aus, doch keiner geht sofort weiter – denn jeder weiß: Wer hier ankommt, trägt etwas mit sich fort.




