Jugendfliegen – Früh übt sich
Jugendfliegen – Jugendförderung – Früh übt sich, wer ein Meister werden will
Früh übt sich, wer ein Meister werden will: Klassisch, im Team, mit einem über zwei Achsen gesteuerten Wurfgleiter, der etwas aushält.
Da geht es um erste Erfahrungen und Lernerfolge, auch wenn sie noch so klein sind: Alles dabei im Beutel „Fette Beute“, Fernsteuerung, geladener Akku, in der Hand das fast mannsgroße Modell, auf der Nase die Sonnenbrille. Sender einschalten, Akku im Modell anschließen, Funktionstest, Seitenruder, links, rechts, Höhenruder, hoch, tief? Alles ok! Andreas, Dieter und Johannes fliegen im Team an einem sonnigen Frühlingsnachmittag.
Der junge Flugschüler Johannes macht schnell Fortschritte, macht auch mal eine Pause, stärkt sich im Wiesen-Café „Zum Botterblömche“ mit Muffins und einem Getränk. Er hat Freude und spielerisch Erfolg. „Noch einmal?“ „Nein.“ Ist die Antwort von Johannes am späten Nachmittag und es ist gut, dass der Youngster auch Nein sagen kann.
Den Eltern, seinem Bruder und seinen Freunden hat Johannes sicherlich viel zu erzählen.
Nach den schönen, aber auch angenehm anstrengenden Erlebnissen wird er zu Hause in seinem Bett gut schlafen und vielleicht davon träumen:
Mein Bett ist ein Flugzeug1)
1) Frei nach dem Buch „Mein Bett ist ein Boot“
- Der Versgarten eines Kindes
- Robert Louis Stevenson
- Lappan Verlag 2002
- ISBN 978-3830310624

Sherpa CR3.4 Witzenbach Agger Trail
Mit dem Sherpa CR3.4 sind wir auf dem Agger-Sülz-Weg am Fuße des Ziegenbergs nahe der Autobahn BAB A3, in Höhe Lohmar unterwegs und erreichen die Mündung des Witzenbach in die Agger. Der Ort ist Teil der so genannten Althenrath-Tour Rund ums alte Heidedorf (Wegzeichen Kirche) in der Wahner Heide und liegt am Rande ehemaliger Stollen, Gruben und Schürfplätze.
Hier lebten in der Steinzeit (35.000 bis 8.000 v.Chr.) Menschen, die noch Sammler waren und Jagd auf Elch, Wisent und Ur machten. Bei Ausgrabungen in den 1930er Jahren wurden hier verschiedene Steinwerkzeuge aus Quarzit und Feuersein gefunden.1)

Die Wahner Heide bei Köln ist eines der artenreichsten Heide-, Moor- und Waldgebiete Mitteleuropas.
Seit dem Abzug der belgischen Streitkräfte 2004 besteht für das Naturschutzgebiet ein neues Wegenetz, das mit dem Natur- und Kulturführer Wahner Heide einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wird. Die Inhalte sind an den zehn Rundwanderwegen der Wahner Heide ausgerichtet.
1) Quelle: Natur- und Kulturführer Wahner Heide, Holger Maria Sticht, Gaasterland-Verlag, Jünkerath 2020, S. 133f
Zeitenwende – Hinter dem Mond
Otto erinnert sich genau an den Moment in seinem Traum, als er die Umlaufbahn des Mondes erreicht. Mit einem Grinsen entschließt er sich, mal hinter den Mond zu schauen und ihn zu umrunden.
Er lenkt sein fliegendes Fahrrad geschickt durch den Weltraum und nähert sich der dunklen, unbekannten Seite des Mondes. Dabei durchfliegt er den Nebel des Bösen, der Gier, der Macht, der Drohungen, der hohlen Worte, der Phrasen und nicht erfüllten Versprechen. Der Nebel ist dicht und unheimlich; Otto bleibt unbeirrt. Während er durch den Nebel gleitet, hört er das Gebrülle von „Zeitenwende“, „Verteidigungstüchtigkeit“, „Kriegstüchtigkeit“ und „Geil“. Es ist ohrenbetäubend. Aber Otto weiß, dass es nur Lärm ist. Er tritt fest in die Pedale, bis der Lärm leiser und leiser wird und schließlich hinter dem Mond endgültig verstummt.
Als Otto die Rückseite des Mondes erreicht, sieht er Erstaunliches: einen Ort der Ruhe und des Friedens. Ein sanftes, diffuses Licht erfüllt den Raum.
„Hier ist sie tatsächlich, die Zeitenwende: Frieden auf Erden“, flüstert er ehrfürchtig und denkt an den berühmten Bibelvers aus Lukas 2, 14. Die Worte scheinen sich in die Stille der Mondlandschaft einzufügen, als ob sie schon immer dorthin gehört hätten und Otto schreit: „Jeder kann ein bisschen Frieden in die Welt bringen, wenn er nur mutig genug ist, hinter den Mond zu schauen.“

Den Frieden gewinnen: Die Gewalt verlernen von Heribert Prantl (Autor), Heyne Verlag, 17. April 2024, ISBN 978-3453218703
„Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten
Alle reden vom Krieg, vom Frieden reden zu wenige: Die weißen Tauben sind müde. Heribert Prantl begründet, warum wir eine neue Friedensbewegung, eine neue Entspannungspolitik und keinen dritten Weltkrieg brauchen – es wäre der letzte. Und er denkt darüber nach, wie die Zähmung der Gewalt, wie Entfeindung gelingen kann, wie wir Frieden lernen.
Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Kultur des Friedens – in dem Bewusstsein, dass der Weg zum Frieden kein Sommerspaziergang ist, sondern ein Höllenritt sein kann.“ (Text Klappendeckel)
Heribert Prantl, Jahrgang 1953, Dr. jur., gelernter Richter und Staatsanwalt, ist Autor und Kolumnist der Süddeutschen Zeitung, war Mitglied der Chefredaktion und 25 Jahre lang Leiter der innenpolitischen Redaktion und der Meinungsredaktion. Er wurde unter anderem mit dem Geschwister-Scholl-Preis, dem Kurt-Tucholsky-Preis, dem Erich-Fromm-Preis, dem Theodor-Wolff-Preis und dem Brüder-Grimm-Preis ausgezeichnet. Heribert Prantl ist Honorarprofessor an der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld.