Magazin Gespräche unter Freunden

Trete ein und lausche zwei Beoachtern des Alltags.

Motte und Rabe! In ihrer eigenen, humorvollen Magazin-Reihe nehmen uns die beiden jungen Freunde mit in ihre Welt voller Neugier, Schabernack und kluger Gedanken.

Ob auf dem Heimweg von der Schule, beim Fachsimpeln über die neuesten Errungenschaften der Modellflieger oder bei Entdeckungen in der heimischen Garage.

Motte und Rabe haben zu allem etwas zu sagen und damit sind sie ja wohl nicht alleine. Während Motte die Dinge gerne mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und strukturiertem Optimismus anpackt, kontert Rabe wunderbar lässig und pragmatisch.

Ihre unterhaltsamen, pointierten Gespräche schlagen dabei immer wieder eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen und den kleinen wie großen Fragen des Lebens. Mit viel Witz, Charme und einer erfrischenden Prise jugendlicher Logik bringen uns die beiden nicht nur zum Schmunzeln, sondern regen auch zum Nachdenken an. Ein humorvoller Blick auf die Welt, der zeigt, was echte Freundschaft ausmacht – direkt hier im Magazin von Der Sternfahrer.

Neueste Gespräche

Einmal aufgeräumt

Aus der Reihe „Gespräche unter Freunden“.

Es ist einer dieser Nachmittage, an denen Motte und Rabe vor dem Computer sitzen. Eigentlich wollen sie nur noch einmal schnell nachsehen, wie damals der Bau der kleinen Grunau begonnen hat. Oder war es doch der Land Cruiser? Vielleicht auch der Bericht vom ersten Crawler-Ausflug? So genau wissen sie das selbst nicht mehr.

Rabe beugt sich vor und betrachtet den Bildschirm. „Du Motte?“ „Ja?“ „Hier ist irgendetwas anders.“

Motte lächelt. „Das soll auch so sein.“ Rabe schaut genauer hin. Die vertraute Welt des Sternfahrers ist noch immer da, und doch wirkt alles aufgeräumter. Heller. Klarer. Die neue Startseite empfängt den Besucher nicht mehr mit einer langen Reihe einzelner Beiträge, sondern öffnet den Weg in die verschiedenen Welten des Modellbaus.

„Das sieht ja aus, als hätte jemand die Werkstatt gefegt.“ „Nicht nur gefegt.“ Motte lehnt sich zurück. „Eher so, als hätte endlich jedes Werkzeug seinen festen Platz bekommen.“ Rabe nickt langsam. Das Bild gefällt ihm. Er kennt Werkstätten, in denen man erst eine halbe Stunde nach dem passenden Schraubendreher sucht, bevor man überhaupt anfangen kann zu arbeiten. Hier ist das anders.

Von der Startseite aus führen die Wege dorthin, wo jeder Besucher gerade hin möchte. Wer Flugmodelle mag, folgt den Flugzeugen. Wer lieber mit dem Crawler über Felsen klettert oder sich für RetroCars interessiert, findet genauso schnell sein Ziel wie die Freunde der Eisenbahn oder der Schiffsmodelle. „Das ist praktisch.“ „War auch die Idee.“

Als Rabe neugierig eines der Themen öffnet, fällt ihm sofort auf, dass überall dieselbe Ordnung herrscht. Fast so, als hätte jemand in allen Räumen des Hauses die Möbel nach dem gleichen Plan gestellt. Tagebücher. Videothek. Projekte. Downloads. Alles dort, wo man es vermutet. „Da muss ich gar nicht überlegen.“ „Eben.“

Motte beobachtet zufrieden, wie Rabe sich durch die Seiten bewegt. Mal hierhin, mal dorthin. Ohne Umwege. Plötzlich bleibt Rabe stehen. „Moment mal…“ „Was denn?“ „Unsere Gespräche!“ Motte lacht. „Die verschwinden doch nicht.“ Das Magazin bleibt. Dort wohnen weiterhin all die kleinen Geschichten, die im Laufe der Jahre entstehen. Mal lustig, mal nachdenklich, manchmal ein bisschen verrückt, aber immer so, wie Motte und Rabe eben miteinander reden. Rabe wirkt erleichtert. „Gut.“

Eine Weile klicken beide schweigend weiter. Immer wieder tauchen Erinnerungen auf. Ein altes Bauprojekt. Ein Video vom Erstflug. Ein längst vergessenes Foto. Es ist fast so, als würde man eine Kiste öffnen, die viele Jahre auf dem Dachboden gestanden hat – nur dass diesmal alles fein säuberlich beschriftet ist.

„Und wenn ich etwas suche?“ „Dann suchst du.“ „So einfach?“ „Ja.“ Die Suchfunktion erledigt den Rest. Und wenn selbst die Erinnerung nicht mehr helfen will, wartet dahinter noch ein großes Archiv. Jahr für Jahr sind dort die Geschichten gesammelt, die den Sternfahrer zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Rabe lehnt sich zurück. „Weißt du…“ „Hm?“ „Eigentlich hat sich gar nicht so viel verändert.“ Motte schaut ihn fragend an. „Die Geschichten sind dieselben.“ „Ja.“ „Die Modelle auch.“ „Natürlich.“ „Und die Menschen sowieso.“ Motte nickt. „Genau darum geht es.“

Rabe schaut noch einmal auf die neue Startseite. Sie wirkt wie der Eingang zu einem Haus, dessen Zimmer man schon lange kennt und in dem doch jedes Mal etwas Neues zu entdecken ist. „Eigentlich“, sagt er schließlich, „ist das gar kein Neubau.“ „Nein?“ „Nein.“ Er lächelt. „Es ist einfach nur endlich aufgeräumt.“ Motte muss schmunzeln.

„Und jetzt ist wieder Platz für neue Geschichten.“

Aus dem Archiv

Motte und Rabe – YIPPEE – Die Hitze ist wohl vorbei

Motte und Rabe – YIPPEE – Die Hitze ist wohl vorbei – ein Gespräch unter Freunden #49

„Du Rabe…“ „Ja Motte?“

„Ob die Hitze für dieses Jahr wohl vorbei ist?“ „Ich glaube schon, aber es ist immer noch recht warm. Wir haben ja noch Sommer.“

„Ja, und dazu die dicken Wolken. Die machen wohl die dicke Luft.“ „Das ist die hohe Luftfeuchtigkeit Motte.“

„Die Wolken, das ist alles Wasser, sagt mein Vater.“ „Ja und meine Mutter klagt, alle ihre Blumen im Garten lassen die Köpfe hängen, die brauchen dringend Wasser.“ „So ein paar Tröpfchen aus den Wolken wie gestern reichen da wohl nicht.“ „Bestimmt nicht.“

Rabe, wenn die Sonnenstrahlen nicht so richtig durch die dicken, grauen Wolken kommen, ist auch so ein trübes Licht. Meinst Du nicht auch?“ „Ja.“

„Da kann ich dann die Modellflugzeuge auch nicht mehr so gut am Himmel erkennen. Manchmal scheinen sie sogar für kurze Zeit einfach weg zu sein, wenn sie hoch sind.“ „Das täuscht Motte, die sind da. So wie die Sterne auch da sind, selbst wenn Du sie nicht siehst.“ „Mmmmm, stimmt. Das hat bei den Flugmodellen auch etwas mit der Größe und der Farbe zu tun Rabe.“ „Natürlich mein kleiner Schlaumeier.“

„Rot ist wohl nicht schlecht, so wie die YIPPEE, die Lockheed P-38 Lightning von Montagsfliegern.

Rabe, ich habe die bei dem trüben Licht sogar mit Beleuchtung fliegen sehen. Hier schau.“


Die Eigenbau Lockheed P-38 Pusher Depron Parkflyer der Montagsflieger erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind mit relativ einfachen Mitteln kostengünstig gebaut, überzeugen durch ein gutes, stabiles Flugverhalten und zeigen sich am Himmel mit einem schönen Flugbild.

Download 1 : 1 Bauplan von Montagsflieger Bernd zur nicht kommerziellen Nutzung Lockkeed P-38 Pusher Depron Parkflyer – Spannweite 900 mm – ca. 400 g Fluggewicht

1890 Downloads


Motte und Rabe – Einbrecher auf frischer Tat gestellt

Motte und Rabe – Einbrecher auf frischer Tat gestellt – ein Gespräch unter Freunden #45

„Du Rabe.“ „Was gibt es Motte?“

„Bekomme ich da eine Belohnung?“ „Wofür Motte? Für eine gute Tat?“

„Ja, das kann man wohl sagen.“ „Und welche?“


Rabe, ich habe heute morgen einen Einbrecher gestellt. Auf frischer Tat habe ich den gestellt, auf unserer Terrasse.“ „Ach, Du? Du hast einen Einbrecher gestellt? Das muss ja ein Profi gewesen sein, wenn er sich von Dir auf frischer Tat hat erwischen lassen.“

„Ja, der hat ganz verdutzt geguckt, mir direkt in den Augen.“ „Und dann ist er vor Ehrfurcht und Angst erstarrt, Du hast ihn festgenommen, Handschellen angelegt und später der Polizei übergeben, die Dir demnächst einen Orden verleiht, oder?“ „Ja, so ungefähr. Nur festnehmen konnte ich ihn nicht, er hat sich ganz schnell aus dem Staub gemacht. Ob der wohl Angst vor mir hatte Rabe?“

„Angst vor Dir? Das glaube ich nicht, der wird andere Gründe gehabt haben.“ „Aber eine Belohnung habe ich mir doch sicherlich verdient Rabe.“ „Das stimmt. Du gibst mir davon die Hälfte ab, oder? Motte, wir sind doch Freunde?“

„Ja Rabe, wir sind Freunde und teilen. Ich habe den Einbrecher früher schon einmal gesehen. Der kommt mir irgendwie bekannt vor.“ „Und wo hast Du ihn schon einmal gesehen?“ „Ich glaube bei den Montagsfliegern. Da habe ich schon einmal einen Piloten gesehen, der so aussieht wie der Einbrecher. Es ist nur schon so lange her und ich bin mir nicht ganz sicher.“ „Dann hast Du ja wichtige Fahndungshinweise für die Polizei.“

„Ja Rabe, ich habe auch ein Foto von dem Einbrecher machen können. Er hat direkt in meine Kamera geguckt.“ „Zeig mal Motte.“

„Hier Rabe schau, sieht der dem Piloten von der kleinen Bleriot nicht ähnlich, der Einbrecher? Der ist ja selbst auch recht klein, so wie der Pilot von dem Flugmodell bei den Montagsfliegern.

Der hat in einem Meisenknödel Platz. Und schau wie er es geschafft hat, das Netz zu durchtrennen, um über seine Beute herzufallen. Das ist ein Draufgänger, ein tollkühner Flieger, wenn er es ist. Ein Fassadenkletterer und Einbrecher.

Ich habe ihn erwischt, ertappt, gestört. Er ist vor lauter Angst nur noch gerannt, weg, wie das eben Einbrecher so machen.“


„Und Du bist dann hinterher und hast ihn festgenommen und gefesselt?“ „Keine Chance Rabe. Es war vielleicht auch gut so. Er war auf alle Fälle in dem Knödel recht nett anzusehen, er guckte mich so lieb und freundlich an, als wären wir Freunde.“ „Freunde Motte?“ „Ja. Ich glaube, er ist nicht böse. Er hatte nur Hunger. Und die paar Krümel, die er sich genommen hat. Was soll es!“

Modelldaten

Eigenkonstruktion nach einem Schreiber-Bogen Kartonmodellbau, Depron, Balsaholz, Kleinteile, selbstgebaute Speichenräder, gefedertes Fahrwerk

  • 500 mm Spannweite
  • 400 mm Länge
  • 87 g Fluggewicht
  • Turnigy 1811-1500
  • Prop 5 x 3
  • Lipo 2S-180 mAh

Der Ideengeber für das Modell ist Torben Kuhlmann mit seinen wunderschönen Illustrationen in dem Buch „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte ein fliegenden Maus.“ Es ist die Geschichte einer Maus, die eines Tages bemerkt, dass es gefährlich geworden ist, da wo sie wohnt.

Torben Kuhlmann studierte Illustration und Kommunikationsdesign. Im Juni 2012 schloss er sein Studium mit dem Kinderbuch »Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus« ab. Es war Kuhlmanns erstes Bilderbuch, wurde innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller und ist mittlerweile in über 30 Sprachen erhältlich.

Eine traumhaft anmutende Geschichte, die auch die Fantasie der Lesenden beflügelt“, kommentiert Manfred Keiper, Lesart 3/2020. Erschienen ist das Buch im NordSüd-Verlag Zürich, ISBN-978-3314102103.

Es gibt inzwischen weitere Mäuseabenteuer: »Armstrong«, »Edison« und »Einstein«, sie sind bereits Kult.