Ein leiser Hauch von schwerem Öl und heißem Ruß liegt in der Luft, getragen vom bittersüßen Duft verglimmender Kohle. Schließe für einen Moment die Augen und lausche dem Erwachen einer eigenen kleinen Welt: Das rhythmische, feine Klicken der Relais gibt den Takt vor, gefolgt vom vertrauten, tiefen Rollen stählerner Räder auf filigranen Gleisen. Weiße Dampfwolken steigen empor und hüllen die detailverliebte Landschaft in nostalgische Poesie. Jedes Signal, jeder Waggon und jeder Schienenstoß erzählt eine Geschichte von Sehnsucht, Präzision und dem großen Zauber im Miniaturformat.
Komme an Bord und begleite uns auf den Spuren der Schienenwege:
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Preußische P8 38 2267 unter Dampf
Die Tage werden kürzer, die neuen Kataloge sind raus. Graupner, Robbe, Carrera, Trix, Märklin und andere aus der Welt des Modellbaus präsentieren auf Papier ihre Neuigkeiten und Bekanntes. So war das in den 50er und 60er Jahren nach den Herbstferien oder wie man im Rheinland sagte, nach den Kartoffelferien. Da stimmten sich Jungen mit stundenlangem Blättern auf die bevorstehende Zeit ein, schmiedeten Pläne, freuten sich auf das Basteln mit einfachen Mitteln.
So ist es denn nicht verwunderlich, dass in diesen Tagen ein Fest in einem Eisenbahnmuseum gut besucht ist. Hier machen Besucher eine Zeitreise, erinnern sich, staunen, genießen und fangen Bilder und Töne mit kleinen Apparaten ein. Den Geruch von Dampf und Öl nehmen sie in ihren Nasen ebenso mit nach Hause wie einige den Entschluß, die Modelleisenbahn (wieder) aufzubauen.
Schauen wir kurz beim Herbstfest am 15. Okotber 2023 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen1) vorbei.
Die Preußische P8 38 2267 steht unter Dampf und zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.
Eine Führerstandmitfahrt ist möglich, aber das ist eine andere Geschichte, die bald folgt.
Bild-/Tonmaterial Udo Fröbus – hier zur Veröffentlichung freigegeben
1) https://eisenbahnmuseum-bochum.de/
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