Ein leiser Hauch von schwerem Öl und heißem Ruß liegt in der Luft, getragen vom bittersüßen Duft verglimmender Kohle. Schließe für einen Moment die Augen und lausche dem Erwachen einer eigenen kleinen Welt: Das rhythmische, feine Klicken der Relais gibt den Takt vor, gefolgt vom vertrauten, tiefen Rollen stählerner Räder auf filigranen Gleisen. Weiße Dampfwolken steigen empor und hüllen die detailverliebte Landschaft in nostalgische Poesie. Jedes Signal, jeder Waggon und jeder Schienenstoß erzählt eine Geschichte von Sehnsucht, Präzision und dem großen Zauber im Miniaturformat.
Komme an Bord und begleite uns auf den Spuren der Schienenwege:
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TSC – BR18 Museumszug durch das Moseltal
Erleben Sie eine nostalgische Reise durch das Moseltal im Train Simulator Classic (TSC).
Dieses kostenlose Szenario führt Sie mit der historischen Dampflok DB Baureihe 18 von Koblenz nach Cochem.

Unterwegs halten Sie in Kobern-Gondorf und Treis-Karden, während reger Verkehr auf der Strecke für einen realistischen und abwechslungsreichen Betriebsablauf sorgt. Der reguläre Planverkehr hat stets Vorrang, weshalb Signale und mögliche Wartezeiten aufmerksam beachtet werden müssen. Eine Eile ist jedoch nicht nötig: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit Ihres Museumszuges beträgt 80 km/h und sollte nicht überschritten werden.



Freuen Sie sich auf eine entspannte und atmosphärische Simulation mit historischen Fahrzeugen, dichter Zugfolge und der beeindruckenden Landschaft des Moseltals. Das Szenario steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
Externe Download-Seite: https://steamcommunity.com/sharedfiles/filedetails/?id=3730548559
Aus dem Archiv
Zum neuen Jahr 2026
In Irgendwo ist Neujahr. Das alte Jahr ist gegangen, leise und ohne Eile, und mit dem ersten Licht des Jahres 2026 steht der Wasserturm nun vollendet da.
Die Arbeiten an ihm sind abgeschlossen. Nach dem Vorbild des historischen Denkmals in Hennef-Heisterschoss, entstanden aus dem hier zum kostenlosen Download angebotenen 3D-Druck-Baukasten, hat er pünktlich zum Jahreswechsel seine endgültige Gestalt gefunden. Was Wochen zuvor noch aus einzelnen Teilen bestand, ist nun ein geschlossenes Bauwerk – ruhig, standfest, selbstverständlich.
Der Turm trägt das neue Jahr auf seinen Schultern. Fenster fangen das Winterlicht ein, das Dach ruht sicher auf seiner Konstruktion, und nichts erinnert mehr an die Mühe, die in ihm steckt. Er ist einfach da. So, als hätte er nur auf diesen Moment gewartet.

In Irgendwo beginnt 2026 mit einem neuen Gebäude. Die Menschen gehen vorbei, bleiben kurz stehen, schauen hinauf – und nehmen ihn mit in ihre Gedanken. Ein Bauwerk mehr im Ort, ein Zeichen dafür, dass auch ein neuer Anfang seine Fundamente braucht.
Und so richtet sich zum Beginn dieses neuen Jahres ein stiller Gruß an alle Leserinnen und Leser: Möge 2026 allen Gesundheit schenken, Gelassenheit im Alltag und Freude an den kleinen Dingen. Mögen Ideen wachsen, Projekte gelingen und genug Zeit bleiben für das, was mit Herz und Händen entsteht.
Ein gutes, friedliches und kreatives neues Jahr – mit festen Fundamenten, klaren Zielen und vielen schönen Momenten entlang der Gleise des Lebens.
DB Museum Koblenz – Faszination Führerstand
Nach den großen Auftritten auf der Drehscheibe und zwischen den Altbau-E-Loks wurde es in Koblenz ein bisschen persönlicher – denn in Teil 4 der Videoreihe geht es dorthin, wo sonst nur das Lokpersonal seinen Platz hat: auf den Führerstand. Kaum ein Besucher konnte der Versuchung widerstehen, einmal selbst durch die schmalen Türen zu steigen, die Hände fest an die kalten Griffstangen gelegt, über die Trittstufen hinauf auf das Podest zu klettern. Ob E-Lok oder Dampflok – der Blick von oben war immer ein kleiner Moment Eisenbahnromantik pur.
Besonders beliebt war an diesem Tag die Mitfahrt im Führerstand einer E40 128, einer Lok der Einheitsbaureihe, die ab 1957 in Dienst gestellt wurde. Mit über 800 gebauten Maschinen war sie jahrzehntelang das Rückgrat des Güterverkehrs der Deutschen Bundesbahn. 3.700 kW Leistung, eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und ein markant gleichmäßiges Brummen machten sie zum verlässlichen Arbeitstier, das auch vor schweren Zügen nicht zurückschreckte. In Koblenz konnte man den Führerstand dieser Maschine aus nächster Nähe erleben – und wer vorne dabei war, bekam ein Gefühl davon, wie sich ein Lokführer im Alltag fühlte. Das Rattern der Schienen, die wechselnden Lichtsignale, das tiefe Summen der Fahrmotoren – es war, als hätte man für ein paar Minuten selbst Dienst am Regler.
Wer den Führerstand der E40 betritt, merkt sofort: Hier ist noch alles Handarbeit. Im Mittelpunkt prangt das große schwarze Handrad – der Fahrschalter, mit dem der Lokführer die Fahrstufen wählte. Mit kräftigen Drehbewegungen ging es stufenweise nach oben, begleitet vom typischen Klacken der Schaltwerke. Links davon Schalterreihen für Licht, Sandstreuer und Zusatzfunktionen, rechts die Bremsventile und natürlich die beiden runden Instrumente, die zuverlässig Auskunft gaben: der Tacho bis 120 km/h und der Stufenzähler.

Über allem liegt der Charme der fünfziger Jahre: massive Metallhebel, robuste Drucktaster, eine klar funktionale Anordnung. Keine Displays, keine Elektronik – sondern pure Mechanik, gebaut für Jahrzehnte im schweren Güterzugdienst. Wer auf dem Sitz Platz nimmt, kann sich gut vorstellen, wie sich das monotone Summen der Motoren mit jeder Stufe veränderte, bis die Lok unter Last ihr volles Brummen entfaltete.
Im Vergleich zu den frühen Altbau-E-Loks wie der E16 wirkte die E40 mit ihrem Führerstand schon fast modern – übersichtlicher, aufgeräumter, ergonomischer. Aber aus heutiger Sicht spürt man auch hier noch den deutlichen Unterschied zu modernen Führerständen mit Monitoren und Leuchtdioden. Statt Digitaltechnik herrscht blankes Metall, statt Softtouch-Bedienung ein kräftiger Griff ins Handrad. Ein Arbeitsplatz, der noch nach Öl, Eisen und Arbeit roch – und genau das macht ihn für viele Besucher des DB Museums in Koblenz so faszinierend.
Doch nicht alle Führerstände erzählten von der Nachkriegszeit. Im Lokschuppen war auch ein Blick auf die E16 03 möglich, eine Maschine aus den zwanziger Jahren. Ihr Führerstand wirkte fast archaisch: große, schwere Handräder für die Steuerung, analoge Anzeigen mit klassischen Skalen, blank polierte Messingteile und eine Anordnung, die man heute fast unübersichtlich nennen würde.
Wer in Koblenz den Führerstand der E16 03 betritt, spürt sofort den Hauch der zwanziger Jahre. Statt eines aufgeräumten Pults mit übersichtlichen Anzeigen erwartet den Besucher ein Arbeitsplatz, der fast schon wie eine kleine Maschinenzentrale wirkt. Im Mittelpunkt stehen die großen, schweren Handräder – vor allem das imposante Fahrstufenrad, das der Lokführer mit viel Muskelkraft bedienen musste. Jede Veränderung der Fahrstufe war ein physischer Akt, begleitet vom metallischen Rucken der Schaltwerke.

Die Anzeigen sind klassische Rundinstrumente, mit feinen Skalen, die heute fast schon zierlich wirken. Messingteile und blank polierte Beschläge geben dem Führerstand einen beinahe nostalgischen Glanz. Dazu kommen die markanten Hebel und mechanischen Schalter, die ohne jede Elektronik auskommen. Alles hier wirkt robust, handfest – und zugleich unübersichtlich für moderne Augen. Man spürt beim Blick auf diesen Führerstand, wie anspruchsvoll die Arbeit eines Lokführers in den ersten Jahrzehnten der elektrischen Traktion war. Während moderne Loks den Fahrer mit ergonomisch angeordneten Instrumenten unterstützen, verlangte die E16 volle Konzentration und ständige Handarbeit. Fahrstufenrad bedienen, Bremsen im Griff behalten, Anzeigen ablesen – und gleichzeitig die Strecke im Blick haben.
Ein weiteres Highlight war der Lok-Simulator, der mit viel Liebe zum Detail aufgebaut war. Hier konnten sich Besucherinnen und Besucher als E-Lokführer versuchen – natürlich unter kundiger Anleitung. Fachleute erklärten geduldig die Anzeigen, Schalter und Hebel, und so mancher Nachwuchs-Lokführer grinste stolz, wenn der virtuelle Zug ohne Ruck anrollte.
Zwischen Simulator und Führerstandsbesuch zeigte sich immer wieder dieselbe Szene: Erwachsene wie Kinder kletterten neugierig hinauf, griffen nach dem schweren Fahrschalter, betrachteten die vielen Manometer und Tasten. Und während draußen die Loklegenden auf der Drehscheibe glänzten, spürte man hier drinnen hautnah, wie es war, eine Lok nicht nur anzusehen, sondern tatsächlich zu bedienen.
Das Video zu Teil 4 fängt diese besonderen Momente ein: das Staunen, die leuchtenden Augen, das Kribbeln, wenn man auf dem Platz sitzt, von dem aus seit Jahrzehnten Züge bewegt werden. Ein kleiner Perspektivwechsel – und doch ein großes Erlebnis beim „Tag der Schiene“ in Koblenz.