Modellflug Tagebuch

Willkommen im Modellflug-Tagebuch von Die Montagsflieger. Hier findest Du Berichte, Fotos, Videos und Erfahrungen aus der faszinierenden Welt des Modellflugs – vom ersten Bau eines Flugmodells bis zu spannenden Flugtagen auf den Flugwiesen der Montagsflieger.

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Dornier DO-27 SE D-Ente „fliegendes Zebra“

Dornier DO-27 SE D-Ente Zebra

Das erste ausgelieferte Original einer DO-27 aus der zivilen Baureihe wurde einem großen Publikum als „fliegendes Zebra“ in dem oscarprämierten Dokumentarfilm Serengeti darf nicht sterben des Frankfurter Zoodirektors Bernhard Grzimek aus dem Jahr 1959 bekannt. Grzimek und sein Sohn Michael nutzten für ihre Forschungen zu den Wanderbewegungen der Wildtierherden im Serengeti-Nationalpark in Tansania eine Do 27 Q. Michael verunglückte mit der Maschine am 10. Januar 1959 tödlich, als ein Altweltgeier mit der rechten Tragfläche zusammenstieß. Das Flugzeug stürzte aus einer Höhe von 200 Metern in einer steilen Rechtskurve ab.1)

Soweit zur traurigen Geschichte des Modellvorbilds und seines Piloten.

Mit Wildtierherden in unseren Breiten rechnet Herbert von den uns befreundeten Modellfliegern in der Nachbarschaft Auf der Hardt nicht.

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Er will auch keine Wanderbewegungen beobachten und darüber forschen. Er baut ein „fliegendes Zebra“ aus Begeisterung für unser wunderschönes Hobby Flugmodellbau und Modellflug . Herbert zeigt bereits stolz Fotos, die er hier mit seinen Worten kommentiert:

„Beim Modell handelt es sich mal wieder um ein echtes „scratchbuilt“ Modell. Das SE in der Typenbezeichnung steht für „SIMPLE EDITION“. Die exakten Abmessungen wurden den zuerwartenden besseren Flugeigenschaften etwas geopfert. Den Plan hatte ich bei Outerzone gefunden, ein Graupner-Modell aus 1968. Diesen habe ich dann auf 135% vergrößert und danach die Kontur des Modells erstellt.

Die Tragfläche wurde als Clark Y – ähnliches Profil aufgebaut. Der besseren Flugeigenschaften wegen, in der Flächentiefe um ca. 1/4 vergößert. Unten 6 mm XPS-Platte, darauf an der größsten Profildicke ein 3mm Streifen, dann ein  Kohlerohr und nochmals ein 3mm Streifen drüber. Über das Ganze dann eine 4 mm Platte drüber gespannt und verklebt. Die Randbögen habe ich der Kontur entsprechend mehrfach auflaminiert und verschliffen.

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Der Rumpfaufbau ist ähnlich meinem Highlander-Buschtrottel [Video in unserer Doku Buschtrottel]. Um den runden Rumpf aus der Kastenform hinzubekommen, habe ich die Ecken der Seitenwände jeweils mit mehreren Aufleimern versehen, die später rund abgeschliffen wurden. Die Fensterscheiben sind aus Spiegelfolie. Das Aufpinseln der Zebrastreifen gestaltet sich für mich unerwartet  aufwendig.

Modelldaten

  • Spannweite: 1.140mm
  • Länge: 950mm
  • Flächenbelastung nur Flügel: ca. 28 gr/qdm
  • Antrieb: Roxxy mit 930kv APC 10×4,7 und 3S1.000
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So jetzt muss ich noch langsam etwas weiter pinseln, die rechte Seite und der Rumpfboden fehlen noch. Gruß an Die Montagsflieger Herbert“2)

Die Montagsflieger sagen dazu: Toll Herbert, Deine neue Dornier DO-27 SE „Fliegendes Zebra“, bis in die Details, die Beschriftungen liebevoll gestaltet, ein Hingucker, in den wir gerne einsteigen und einen Rundflug Auf der Hardt machen würden.

Wir sind gespannt auf den Erstflug und grüßen mit Holm-und Rippenbruch.

Modellflug darf nicht sterben.


1) https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier_Do_27

2) Das Schreiben vom 08.02.2023 liegt hier vor

Aus dem Archiv

LT200 Flex – Aeronaut

Gemütliches Segeln bei wenig Wind mit dem LT200 Flex von Aeronaut:

Aeronaut Holzbaukasten

  • Spannweite 1.920 mm
  • Flexibilität beim Ausbau
  • Steuerung bei diesem Modell: Motor, HR, SR, QR, KL
  • Der verbaute Motor (aus der Bastelkiste) ist für dieses Modell etwas schwach
LT200 Flex – Aeronaut – 1.920 mm Spannweite

LT200 Flex – Huckepack unter den Wolken

Ein Sonntagnachmittag im Oktober 2024. Der Himmel ist schwer von Wolken, grau und träge, während der Wind aus Süd-Ost weht. Spannung liegt in der Luft, unsichtbar, aber greifbar, denn heute wird es sich entscheiden: Wird der neue Huckepackaufsatz für die Black Horse Wilga halten, was sich Ralf und Dieter von ihrer Gemeinschaftarbeit erhoffen?

Auf dem Flugfeld IV herrscht reges Treiben. Der LT200 Flex, ein Holzbaukastenmodell von Aeronaut wird sorgsam für den Huckepackflug auf der Wilga vorbereitet, jede Bewegung präzise, jede Schnalle geprüft. Die beiden Männer, tief in ihrem Element, wissen genau, was sie tun. Die beiden Flugzeuge sind mehr als nur Technik – sie sind ein Stück Freiheit, eine Verheißung auf ein Abenteuer, das gerade erst beginnt. Ein Wanderer, der zufällig vorbeikommt, bleibt stehen. Sein Blick ist neugierig, er weiß noch nicht, was gleich passieren wird. Aber er spürt, dass es etwas Besonderes ist und will es festhalten.

Ralf und Georg, die beiden Piloten, wechseln letzte Worte. Kurze, präzise Absprachen – mehr ist nicht nötig, denn beide verstehen sich wortlos. Die Wilga steht zum Start bereit, der Huckepackaufsatz fest montiert, der LT200 Flex sicher aufgelegt. Ralf schließt die Augen für einen Moment, spürt den Wind auf der Haut, den Rhythmus der Natur – dann gibt er das Zeichen. Der Motor der Wilga läuft an, der Propeller rotiert, die Maschine vibriert und setzt sich in Bewegung unter den wachsamen Augen der Piloten und Zuschauer.

Mit einem leichten Ruck erhebt sich die Wilga. Huckepack trägt sie den LT200 Flex mit sich empor, wie ein schwereloses Wesen, das den Gesetzen der Schwerkraft trotzt. Die Wolken scheinen näher zu kommen, als das Flugzeug in die Höhe steigt, auf Kurs zu den Wolken am Himmel. Andreas, der Kameramann, verfolgt das Spektakel auf dem Display der GoPro, während er kommentiert, als wolle er das Bild mit seinen Worten festhalten.

Der Wanderer folgt dem Flug mit seinen Augen und ist fasziniert. Ralf und Georg sind ganz in den gemeinsamen Steigflug versunken. Der Huckepackflug verläuft ruhig, fast lautlos in der Ferne, während das Rauschen des Windes die Anspannung des Tages mit sich trägt. Der Erfolg oder Misserfolg dieser Mission hängt von jedem Handgriff ab.

Hoch oben, nicht fern von den Wolken wird sich zeigen, ob sich der Bau des Huckpackaufsatzes nicht nur für Ralf und Dieter, sondern für alle Montagsflieger und Interessierte gelohnt hat.

Aber für jetzt, im Moment des Aufstiegs, scheint alles möglich.