Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
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Reise um die Erde – Rothenburg ob der Tauber
Ein Traum aus dem Mittelalter – Wie eine Miniatur in einer alten Chronik lag es vor uns, Rothenburg ob der Tauber, hoch über dem lieblichen Taubertal. Unser fliegendes Fahrrad trug uns sanft über die Wiesen hinauf zur Stadt, die mit Mauern, Türmen und Dächern erschien, als sei die Zeit hier irgendwann stehen geblieben.
Im Herzen öffnete sich der Marktplatz, ein Bühnenraum aus Jahrhunderten: das Rathaus mit seiner stolzen Fassade und dem hohen Turm, von dem einst Wächter den Blick weit ins Land schweifen ließen. Gleich daneben erhob sich die Jakobskirche, ihr steinernes Gewand schlicht und doch erfüllt von geheimnisvollem Glanz, denn in ihrem Inneren birgt sie den berühmten Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider, ein Werk von stiller Erhabenheit.
Wir glitten tiefer hinab, bis wir vor dem wohl bekanntesten Bild der Stadt schwebten: dem Plönlein, jenem kleinen Platz, wo ein schiefes Fachwerkhaus zwischen zwei Toren thront, ein Bild, das wie eine Postkarte aus dem Mittelalter wirkt.
Von dort führte uns der Weg in den Burggarten, wo Rosen blühten und von der alten Stadtbefestigung der Blick weit hinaus ins Taubertal glitt – eine Landschaft von sanfter Schönheit, die sich wie ein grünes Tuch um den Felsen der Stadt schmiegte.
Doch Rothenburg bewahrt nicht nur das Schöne, auch das Strenge vergangener Zeiten: Im Mittelalterlichen Kriminalmuseum zeugen eiserne Masken, Pranger und Folterinstrumente von den dunklen Seiten der Geschichte, als Recht und Gerechtigkeit oft mit Schmerz und Strafe verbunden waren.
Wieder hinausgetragen an den Rand der Stadt, schwebten wir entlang der Stadtmauer, die sich mit Türmen und Wehrgängen wie ein geschlossener Ring um Rothenburg legt – ein steinernes Band, das seit Jahrhunderten seine Bürger schützt.
Unter uns leuchteten die roten Dächer, und für einen Moment war es, als hätten wir die Zeit selbst durchflogen: hinein in das Herz des Mittelalters, das hier noch immer schlägt.
Aus dem Archiv
Motte und Rabe – Mein Vater ist voll auf dem 80´er Italo Tripp
Motte und Rabe – Mein Vater ist voll auf dem 80`er Italo Tripp – ein Gespräch unter Freunden #32
„Du Rabe, ich habe meinem Vater von der 80`er Disco bei Deiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte am Pfingtswochenende erzählt.“
„Ja und?“ „Stell Dir vor, der hat gleich Feuer gefangen, WDR 4 Live eingeschaltet, voll aufgedreht und findet die Idee von Deiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte ganz toll.“
„Ach, was Du nicht sagst und jetzt wollt ihr nicht mehr zum Flugtag nach Eudenbach, sondern lieber in die Disco bei meiner Mutter, Ihrer Freundin Brigitte und meinem Onkel Wilhelm als DJ?“

„Ìch weiß nicht Rabe, mein Vater sprach plötzlich nur noch von den 80`ern, Italien, Pasta, Grappa, Tiramisu, von Rimini, von der Isola Bella und anderem italienischen Kram. Rabe, mein Vater hat auch gleich seine Buntfaltenhose und sein Seidenhemd in schrillen Papageifarben herausgeholt. Irgendwie sah der darin komisch aus. Wie ein Ballonfahrer aus vergangenen Zeiten. Er hat sich vor mir gedreht und die Arme ausgestreckt, wie ein Pfau sein Gefieder und dazu O Sole Mio gesungen . Ich glaube der kam sich vor wie der Luciano.“ „Wer ist das denn Motte?“ „Na der Pavarotti.“ „Ist der Modellflieger Motte?“ „Nein Rabe, der ist Tenor?“
„Was ist eigentlich mit den Alten los Motte? Dreht Dein Alter jetzt auch durch, der schien doch bisher vernünftig zu sein?“ „Mein Vater wollte nur wissen, wo Deine Mutter und ihre Freundin Brigitte sich denn am Wochende zeigen. In Eudenbach beim Flugtag etwa?“
„Ach, ich ahne Fürchterliches Motte.“ „Rabe, er hat mir für DeineMutter und ihre Feundin Brigitte eine CD mit Musik für die Disco mitgegeben. Hier, vielleicht hören wir erst einmal rein, bevor Du sie Deiner Mutter gibst.“ „Ja Motte, ich glaube das ist besser mein Kleiner.“ „Weißt Du was das heißt: Sempre, Sempre?“ „Nein Motte. Magst Du eigentlich auch so gerne Spaghetti mit ohne alles?“
Al Bano & Romina Power
Sempre Sempre
Adriano Celentano
Una festa sui prati
Gianna Nannini & Edoardo B.
UN’ESTATE ITALIANA
„Schau nur Motte, der hat ja auch so einen Anzug mit Nadelstreifen, der Al Bano, wie mein Onkel Wilhelm. Nicht das da mein Onkel Wilhelm noch auf die Idee kommt, mit der Freundin meiner Mutter, der Brigitte, Sempre Sempre auf der Terrasse zu singen, die beiden: Willi Bano und Brigitte Power. Denen ist doch alles zuzutrauen.“




