Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
Wähle deine Kategorie, nimm das Steuer in die Hand und leg los!
Neu
Reise um die Erde – Cochem – Reichsburg
Die Perle an der Mosel – Sanft wie ein silbernes Band schlängelte sich die Mosel durch die Hügel, als trüge sie Weinberge auf ihren Schultern. Und dort, wo das Wasser eine elegante Biegung beschreibt, erhob sich Cochem, eine Stadt, die sich mit malerischen Gassen und spitzen Türmen an den Hang schmiegt, als hätte sie die Zeit in den Mauern bewahrt.
Über allem thronte die Reichsburg, wie eine Krone aus Stein, hoch auf dem Felsen. Ihre Zinnen ragten stolz in den Himmel, von Legenden umweht, als seien Ritter und Minnesänger eben erst durch ihre Tore geschritten. In ihrem Inneren hallten die Räume von vergangenen Festen, und draußen fiel der Blick weit über Fluss und Weinberge, wo jede Rebe in der Sonne wie ein kleiner Smaragd glänzte.
Unser fliegendes Fahrrad schwebte über die Dächer der Stadt, über das bunte Treiben am Ufer, wo Schiffe anlegten und die Mosel leise gegen die Steine klatschte. Die Türme der Kirchen stiegen zwischen den Fachwerkhäusern empor, und die Gassen wirkten wie aus einem alten Märchenbuch herausgeschnitten.
Doch es war nicht nur das Mittelalter, das hier sprach – es war auch die Landschaft selbst: die steilen Rebhänge, in denen der berühmte Moselwein gedeiht, die weichen Hügel, die sich wie Wellen hintereinander türmten, und die stille, fast träumerische Strömung des Flusses.
Cochem war wie ein Gedicht aus Stein, Wasser und Wein – und die Reichsburg das leuchtende Reimwort, das dieses Bild vollendete. Als wir uns wieder erhoben, blieb die Stadt hinter uns zurück wie eine kleine, glänzende Miniatur, eingebettet in das große Tal der Mosel.
Aus dem Archiv
Begegnung mit einem Manta
Der verrückte Otto ist in all seiner Begeisterung und Schaffenskraft wieder einmal eingeschlafen, nur um sich in einem aufregenden, aber auch beunruhigenden Traum wiederzufinden. In diesem Traum fliegt er erneut mit seinem fliegenden Fahrrad in der Nähe des Mondes. Doch diesmal begegnet ihm etwas völlig Unerwartetes: ein gigantischer Manta, der durch den Raum gleitet, als wäre er im tiefen Ozean.
Otto starrt mit weit aufgerissenen Augen auf das majestätische Wesen, das sich in eleganten Wellenbewegungen nähert. „Ein Manta im Weltraum? Das ist ja mal was Neues!“, murmelt Otto ungläubig. Doch die anfängliche Faszination weicht schnell einer gewissen Panik, als der Manta immer näher kommt. „Oh nein, ich will nicht das Frühstück eines Weltraummantas werden!“, ruft Otto und versucht hektisch, sich zu orientieren. Er erinnert sich an die Verkehrsregeln des Weltraums, die er Astro-Dummy beigebracht hat. „Ausweichen nach links unten, unter dem Manta her und weiter in den unendlichen, stillen Raum.“
Mit zitternden Händen streckt er den linken Arm aus, um die Änderung der Flugrichtung anzuzeigen. Das Seitenruder bewegt sich nach links, und das Höhenruder unterstützt die Bewegung. Otto neigt sein Fahrrad nach unten, um unter dem riesigen Manta hindurchzugleiten. „Keine Panik, Otto, einfach die Regeln befolgen“, spricht er sich selbst Mut zu. Der Manta gleitet knapp über ihm hinweg, und Otto kann die majestätischen Flossen und sein riesiges Maul aus nächster Nähe sehen. Für einen kurzen Moment fühlt er sich wie in einem surrealen Ballett, in dem er und der Manta die Hauptdarsteller sind.
„Puh, das war knapp“, sagt Otto und wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Wer hätte gedacht, dass man im Weltraum einem Manta begegnen würde?“
Otto wacht auf und schüttelt den Kopf. „Was für ein verrückter Traum!“, sagt er und lacht laut. „Ein Manta im Weltraum, das muss ich Gertrud erzählen!“







