Dein Magazin für Modellbau, Technik und Spielzeug
In der kleinen Welt der Technik erwacht die Leidenschaft für Details und das gemeinsame Hobby zum Leben! Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder auf Schienen: Tauch ein in unsere fünf großen Themenwelten, lass dich vom nostalgischen Retro-Charme inspirieren.
Wähle deine Kategorie, nimm das Steuer in die Hand und leg los!
Neu
Motte und Rabe – Jugendarbeit im DMFV – Ende der 1990er Jahre
Motte Rabe – Jugendarbeit im DMFV – Ende der 1990er Jahre – ein Gespräch unter Freunden #39
„Du Rabe?“ „Ja Motte.“
„Glaubst Du heute ist alles besser als früher?“ „Wie meinst Du das?“ „Ja, so wie ich es sage.“
„Mein Onkel Wilhelm meint immer, früher war alles besser.“ „Ja Dein Onkel Wilhelm.“

„Der hatte damals in jungen Jahre keinen Computer, kein Smartphone. Der hatte eine Mutter und einen Vater, die beide Zeit für den kleinen Willi hatten und vor allem hatte er Freunde, so wie wir es sind, auch ohne Whatsapp.“ „Rabe, und war der deshalb unglücklich? Oder hat dem etwas gefehlt?“
„Nein Motte, ich glaube nicht, wenn ich den so reden höre. Der erinnert sich gerne an seine jungen Jahre und erzählt ganz begeistert von seiner Zeit als kleiner Junge, von seinen Abenteuern mit seinen Freunden, von den Baumbuden, von den Streichen und Ausreden in der Schule und bei seinen Eltern. Da höre ich ihm immer gerne zu, lerne mit Freude manches für mein Leben und wünsche mir manchmal, dass ich das ein oder andere auch mal erlebe. Er hat mir auch schon gezeigt, wie man mit einer Laubsäge umgeht. Nur einen Regenwurm werde ich nicht herunterschlucken und auch eine Heuschrecke werde ich nicht essen.“
„Rabe, mein Vater meint immer, uns erziehen die Eltern oder eben auch nicht. Aber vor allem erzieht uns die Strasse.“ „Die Strasse Motte?“ „Ja Rabe.“ „Das ist interessant Motte.“
„Und warum meinen wohl einige, heute sei alles besser, es muss immer etwas Neues erfunden und jeden Tag ein anderes Schwein durch die Ich-Ich-Ich-Welt getrieben werden? Oder warum meinen so viele, Teilnehmer an der Lebensolympiade zu sein, eine Medaille wollen, immer Nummer Eins sein zu müssen, keine Schwäche zeigen dürfen, damit sie im Leben etwas wert sind? Weißt Du das Rabe? Du bist doch fast erwachsen und schlau?“
„Da fragst Du mich etwas Motte, ein schwieriges Thema?“ „Das ist doch wichtig. Ich habe da einen Film gesehen. Der hat mich zum Nachdenken gebracht.“ „Und welchen?“ „Darin geht es um Jugendarbeit.“ „Arbeit? Das ist nicht mein Ding Motte. Kinder- und Jugendarbeit ist doch verboten.“
„Jugendarbeit, ja, beim Modellflug, nicht nur mit Worten, sondern mit Taten, nicht nur ankündigen, nicht nur abgehoben in unerreichbare Höhen aufsteigen, schweigen und lautlos herunterfallen. Nein, eher bescheiden, im Rahmen des für Jugendliche Machbaren, und vor allem bei allem Ernst mit jede Menge Freude und Herz für Kinder und Jugendliche, für Menschen wie wir es sind, Freunde wie wir Rabe.“
„Ach so etwas gibt es?“
„Gab es Rabe. Ich weiß nicht, ob es das heute noch gibt. Aber auf alle Fälle gab es das vor nicht all zu langer Zeit. So war das in den 1990er Jahren mit der Jugendarbeit bei den Modellfliegern. Retro nennen die Erwachsenen das. Hier schau selbst, wie man sich um Kinder und Jugendliche mit Taten und nicht nur Worten liebevoll kümmerte.“
„Tolle Jugendarbeit in dem Film – Retro eben, so wie mein Onkel Wilhelm, der steht auf Retro. Und heute Motte?“
„Da tut sich was. Wollen wir mal das Beste hoffen nach alle der Zeit mit Corona. Es gibt ja wieder eine DMFV Jugendfreizeit auf der Wasserkuppe. Ich weiß das von Montagsflieger Tim. Der macht da in den Sommerferien 2022 wieder mit und freut sich schon. Und auch andere Vorankündigungen gibt es inzwischen reichlich, zum Beispiel das Jugendfliegen im September in Eudenbach.“ „Hört sich gut an.“
„Schade nur, dass zur konkreten Jugendarbeit einzelne Verantwortliche vor Ort seit Monaten in all ihrer Bedeutung verantwortlich zu schweigen scheinen.“ „Oder Jugendarbeit – Voll auf Kurs in aller Ehre ihres Amtes verschlafen.“
Aus dem Archiv
Brohltalbahn – Der Fahrkartenautomat
Eisenbahnromatik – längst vergangene Zeiten – Die Brohltalbahn, auch bekannt als Vulkan-Expreß, gehört zu den letzten noch aktiven Schmalspurbahnen in Rheinland-Pfalz. Ausgangspunkt der romantischen Fahrt ist der historische Bahnhof Brohl-Lützing am Rhein. Hier beginnt die Reise in eine längst vergangene Epoche der Eisenbahngeschichte.
Schon vor der Abfahrt gibt es viel zu entdecken: In der kleinen Fahrkartenausgabe erhält man die traditionelle Pappfahrkarte, die noch ganz klassisch von einem alten Fahrkartenautomaten ausgegeben wird – ein mechanisches Wunderwerk, voller Eigenheiten und kleiner Launen. Der Moment der Fahrkartenausgabe lässt die Herzen von Eisenbahnfreunden höher schlagen, auch wenn nicht immer alles sofort reibungslos klappt. Doch niemand hat es hier eilig – Gäste und Eisenbahnpersonal genießen gemeinsam das Erlebnis und freuen sich, dass diese Tradition bis heute bewahrt wurde. Erwachsene wie Kinder halten ihre Fahrkarte voller Begeisterung in den Händen, wie einen Schlüssel zu einer anderen Welt, die in eine Zeit voller Charme und Romantik führt.
Im Bahnhofsgebäude lädt der Weichensteller zum Staunen ein: Mit kräftigen Hebeln werden – wie einst – die Fahrwege für die Züge gestellt. Hier wird Technik nicht nur gezeigt, sondern erlebbar gemacht.
Draußen schließlich wartet sie – die majestätische Mallet-Dampflok. Mit kräftigen Schlägen und dampfenden Zylindern setzt sie sich in Bewegung und zieht den Zug durch das idyllische Brohltal hinauf nach Engeln in der Eifel. Sie kämpft sich über Steigungen, fährt über Viadukte, schlängelt sich durch Wälder und vorbei an bizarren Vulkanlandschaften.
Jede Fahrt wird so zu einer kleinen Zeitreise – zu einem unvergesslichen Erlebnis für Groß und Klein.
Er ist ein rollendes Museum, das die Magie der Eisenbahnromantik lebendig werden lässt.




