Magazin Gespräche unter Freunden

Trete ein und lausche zwei Beoachtern des Alltags.

Motte und Rabe! In ihrer eigenen, humorvollen Magazin-Reihe nehmen uns die beiden jungen Freunde mit in ihre Welt voller Neugier, Schabernack und kluger Gedanken.

Ob auf dem Heimweg von der Schule, beim Fachsimpeln über die neuesten Errungenschaften der Modellflieger oder bei Entdeckungen in der heimischen Garage.

Motte und Rabe haben zu allem etwas zu sagen und damit sind sie ja wohl nicht alleine. Während Motte die Dinge gerne mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und strukturiertem Optimismus anpackt, kontert Rabe wunderbar lässig und pragmatisch.

Ihre unterhaltsamen, pointierten Gespräche schlagen dabei immer wieder eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen und den kleinen wie großen Fragen des Lebens. Mit viel Witz, Charme und einer erfrischenden Prise jugendlicher Logik bringen uns die beiden nicht nur zum Schmunzeln, sondern regen auch zum Nachdenken an. Ein humorvoller Blick auf die Welt, der zeigt, was echte Freundschaft ausmacht – direkt hier im Magazin von Der Sternfahrer.

Neueste Gespräche

Motte und Rabe – Ich habe Post

Rabe – Ich habe Post – Ein Gespräch unter Freunden

„Du Rabe.“ „Ja Motte? Was grinst Du so?“

„Ich habe Post.“

„Kinderpost! Hast Du jetzt auch ein Handy oder hast Du Dir selbst einen Brief geschrieben und Briefträger gespielt?“

Rabe, richtige Post.“ „Von wem?“

„Stell Dir vor von einem Montagsflieger. Die haben jetzt Zeit etwas anderes zu machen als zu fliegen.“ „Was Du nicht sagst. Und von welchem Montagsflieger, wenn ich dem Herrn wieder die Würmer aus der Nase ziehen darf?“ „Von dem Bernd. Der hat geschrieben und Fotos geschickt.“ „Fotos? Von wem Motte? Von sich selbst?“

„Nein von seinem neuen Modell. Das hat der gebastelt bei dem miesen Wetter.“ „Aha, bitte etwas mehr Informationen mein kleiner Schatz.“ „Das ist ein kleines Depronmodell mit einem Elektromotor. 3 mm Depron. Es wiegt nur 109 g und hat eine Spannweite von 500 mm und ist genauso lang.“ „Also mehr etwas für die Aktentasche von meinem Onkel Wilhelm.“ „Das ist der kleine Bruder.“ „Wer? Du bist heute wieder etwas kompliziert.“

Rabe, das Modell ist der kleine Bruder von dem großen Buschtrottel Agro, die Konstruktion von dem Thomas Buchwald aus Köln. Der heißt Mini Agro.“ „Und fliegt der auch Motte oder ist der nur ein Staubfänger im Regal?“

Rabe, ich bin mir sicher, dass der fliegt. Natürlich nicht draußen bei dem Wind, den wir in diesen Tagen haben.“ „Da würden die 109 g Depron so wild durch die Luft fliegen wie die bunten Herbstblätter.“

„Der Bernd will den mal in der Halle von dem Udo fliegen, dem Udo von UFM Modellbau in Hennef.“ „Ich bin gespannt Motte, das würde ich mir gerne ansehen, sag mir, wann es soweit ist.“ „Klar, ich schreibe es dem Bernd, dass wir in der Halle gerne dabei sein wollen.“

„Na dann viel Freude beim Schreiben eines Briefes und viel Spaß auf der Post, wenn Du da eine Briefmarke für Deinen Brief kaufen willst.

Das kann heutzutage im Einzelfall etwas dauern. Aber spätestens nach zwei bis drei Tagen bist Du wieder zurück, sagen die.

Die haben da jetzt nämlich auch moderne Computertechnik und sind davon ganz begeistert; abgesehen von ein paar kleinen Problemen.

Hier hör mal Motte.“


Aus dem Archiv

Motte und Rabe – Flugschule Sumsemann

Motte und Rabe – Flugschule Sumsemann – Peterchens Mondfahrt – ein Gespräch unter Freunden #25

„Du Rabe, ich habe das Richtige für den Mai, einen Maikäfer, der ist Fluglehrer.“

„Der junge Herr Motte hat wieder ausgesprochen interessante Fantasien.“

„Der bringt auch Kindern das Fliegen bei.“

„Motte, wer hat Dir denn diesen Blödsinn erzählt, Dein Vater?“


„Mein Vater erzählt keinen Blödsinn. Er hat mir den Fluglehrer gezeigt. Ich habe es selbst gesehen, wie er den Kindern das Fliegen beibringt, der Anneliese und dem Peterchen.“ „Wer ist das denn Motte? Laufen die auch bei den Montagsfliegern im Wiesen-Café um Monis Kuchen herum und machen lange Finger?“

„Nein Rabe, kennst Du die denn nicht? Frag mal Deinen Onkel Wilhelm, der kennt die bestimmt und den Fluglehrer Sumsemann auch.“ „Motte, so alt ist Dein Fluglehrer schon?“ „Ja, seine ersten Unterrichtstunden hat er vor über 100 Jahren gegeben, da waren wir noch nicht geboren.“ „Der Vater von meinem Onkel Wilhelm aber schon.“

„Siehst Du Rabe, dann wird Dein Onkel Wilhelm den Fluglehrer doch kennen. Sumsemann heißt der und so stellt er sich auch immer vor: Gestatten Sumseman. Der hat sogar eine Geige aus Glas. Die ist von seiner Freundin der Grille. Und wenn er darauf spielt, tanzt er dazu, obwohl ihm ein Beinchen fehlt. Das ist nämlich auf dem Mond.“ „Motte, ich glaube Du musst zum Arzt.“ „Nein Rabe, ich möchte auch Fliegen lernen und mal mit dem Sumsemann, Anneliese und Peterchen zum Mond.“ „Ich sag doch Motte, Du musst zum Arzt.“

„Rabe, das ist eine alte Geschichte von vor über hundert Jahren, Gerdt von Bassewitz hat sie aufgeschrieben.“ „Ach so ein alter Kram.“ „Ja Rabe, alt, sehr alt, aber schön. Rabe, ich denke Du interessierst Dich für`s Fliegen. Der Sumsemann zeigt uns wie es geht; es ist nicht schwer.

Von der Geschichte gibt es Bücher und sogar einen Film mit dem Maikäfer Sumsemann, mein Vater hat mir den gezeigt, hier schau mal.“

Quelle Wikipedia Heinz Baluschek – Gemeinfrei

Peterchens Mondfahrt – Gerdt von Bassewitz – Der Film startet, als Peterchen und Anneliese den Maikäfer Sumsemann in ihrem Zimmer entdecken und Herr Sumsemann beiden zeigt, wie es geht, das Fliegen:

Rechtes Bein, linkes Bein, rechtes Bein, linkes Bein, rechtes Bein und linkes Bein und dann kommen die Flügellein, summ, summ, summ.



Unter Freunden #24

Gespräche unter Freunden

Unter Freunden #26

Rabe – die haben das Handtuch geworfen

Rabe – die haben das Handtuch geworfen – Gespräch unter Freunden

Ein Gespräch unter Freunden #10

„Du, Rabe. Ich habe meinen Vater belauscht, als der gestern telefonierte. Die zwei haben doch das Handtuch geworfen, hat der am Telefon gesagt.“

„Interessiert sich Dein Vater jetzt für Boxsport, mein Kleiner? Das wird meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte nicht gefallen, Motte!“ „Wie kommst Du denn darauf Rabe?“

„Sag mal Rabe, was meint mein Vater damit, wenn er sagt: Die zwei haben das Handtuch geworfen?“

„Motte, das ist eine Redewendung aus dem Boxsport. Dein Vater meint damit, dass die ausgestiegen sind, freiwillig aufgegeben, resigniert, kalte Füße bekommen haben.“ „Ja aber warum denn Rabe?“ Weil man das Handtuch wirft, wenn man nicht für den Spaß anderer seinen Kopf bis zum Umfallen hinhalten will. Eben wie im Boxring.“

„Aber das ist doch vernünftig Rabe, oder?“ „Das stimmt Kleiner, Du lernst schnell für Dein Alter, schneller als mancher Erwachsene.“ „Dann bin ich bald so schlau wie Du Rabe?“ „Das ist zu befürchten Motte.“