Trete ein und lausche zwei Beoachtern des Alltags.
Motte und Rabe! In ihrer eigenen, humorvollen Magazin-Reihe nehmen uns die beiden jungen Freunde mit in ihre Welt voller Neugier, Schabernack und kluger Gedanken.
Ob auf dem Heimweg von der Schule, beim Fachsimpeln über die neuesten Errungenschaften der Modellflieger oder bei Entdeckungen in der heimischen Garage.

Motte und Rabe haben zu allem etwas zu sagen und damit sind sie ja wohl nicht alleine. Während Motte die Dinge gerne mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und strukturiertem Optimismus anpackt, kontert Rabe wunderbar lässig und pragmatisch.
Ihre unterhaltsamen, pointierten Gespräche schlagen dabei immer wieder eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen und den kleinen wie großen Fragen des Lebens. Mit viel Witz, Charme und einer erfrischenden Prise jugendlicher Logik bringen uns die beiden nicht nur zum Schmunzeln, sondern regen auch zum Nachdenken an. Ein humorvoller Blick auf die Welt, der zeigt, was echte Freundschaft ausmacht – direkt hier im Magazin von Der Sternfahrer.
Neueste Gespräche
Motte und Rabe – 50 Jahre DMFV – Freundschaftsfliegen MFG Porz
Motte und Rabe – 50 Jahre DMFV – Freundschaftsfliegen MFG Porz – ein Gespräch unter Freunden #33
„Du Rabe, am Samstag ist wieder was los.“ „Wird ja auch langsam Zeit nach dem ganzen Corona Scheiß.“
„Das sagt man nicht, wenn das Deine Mutter hört Rabe.“ „Was ist denn los, wieder eine Fahrradtour mit Deinem Vater in den Regen?“
„Nein, da treffen sich in Porz, in Köln Modellflieger, die nennen das Freundschaftsfliegen, wohl nur unter Freunden, die eingeladen sind.“ „Und was haben wir damit zu tun Motte?“

„Wir beide sind Freunde, und auch Freunde des Modellflugs, Freunde der Montagsflieger und die sind zum Freundschaftsfliegen eingeladen.“ „Meinst Du, wir können da mitfahren Motte?“ „Warum nicht?“ „Gibt es da auch etwas für unseren Durst und Hunger?“ „Getränke und Essen muß jeder selbst mitbringen, einen Grill wollen die auch aufstellen.“
„Das hört sich doch gut an Motte. Warte, ich schau mal, ob ich etwas in meinem Handy über die Modellflieger in Porz finde.“ „Bestimmt Rabe.“ „Tatsächlich, hier, etwas älter, aber sieht interessant aus, schau Motte.“
„Das sind ja tolle Modelle Rabe.“1)
Der Verein, MFG Porz e.V. weist darauf hin, dass beim Freundschaftsfliegen am 11.06.2022 aus organisatorischen Gründen keine Parkplätze für Zuschauer zur Verfügung stehen.
„Und wie kommen wir dahin? Doch wohl nicht mit dem Fahrrad Motte, oder?“ „Vielleicht nehmen uns die Montagsflieger mit, ich frage mal im Wiesen-Café Zum Botterblömche nach.“ „Mach das Motte, viel Erfolg. Aber ich kann Dir jetzt schon sagen, mit der Bahn fahre ich am Wochenende nicht.“ „Warum das denn nicht, in Porz gibt es sogar einen Bahnhof?“
„Pfingsten war ich mit meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte unterwegs, mit der Bahn. Die hatten 9-Eurotickets gekauft.“ „Das ist aber sehr preisgünstig Rabe.“ „Ja, das haben sich viele gesagt und sind mit der Bahn gefahren. Es war verdammt voll, auf den Bahnsteigen, beim Ein- und Aussteigen und in den Waggons. Und dann wollten einige in dem Gedrängel, dem Gequetsche und Geschubse auch noch ihr Fahrrad mitnehmen. Immer wenn der Mann, der im Zug ganz nah bei mir stand, sich bewegte, hatte ich seinen Rücksack im Gesicht, hier, die Nase ist immer noch ganz rot.“
„Rabe, mein Vater hat mir davon erzählt. Die arbeiten jetzt daran, mit Hochdruck, die wollen weiter genau beobachten, sagen die.
Die Fahrgäste reagieren. Bei denen ändert sich einiges. Die haben am Vorbild gelernt; hier schau:“
1) Modelle im Video:
- Sopwith Pup – Bj. 1983 – 1:3 – 2.480 mm Spannweite – Video Original Fliegender Koffer im neuen Fenster
- Ernst Udet U10 D-45 – 3.600mm Spannweite – Video Original Fliegender Koffer im neuen Fenster
Aus dem Archiv
Motte und Rabe – Singing In The Rain
Motte und Rabe – Singing In The Rain – Ein Gespräch unter Freunden #65
„Du Rabe.“ „Ja Motte?“
„Das Wetter ist ja recht mies und das noch die ganze Woche.“ „Willst Du schlechte Laune verbreiten Motte? Das fehlt mir gerade noch.“
„Nein Rabe, ich will nur mal wieder ohne Regenjacke und ohne Gummistiefel unterwegs sein. Es wird mir auch langsam langweilig, immer in Pfützen zu springen und im Matsch zu spielen.“

„Das macht doch auch Spaß.“ „Aber dazu ein paar Sonnenstrahlen, das wäre nicht schlecht. Rabe, dann könntest Du Deinen Schirm in die Ecke stellen und hättest wieder beide Hände für die wichtigen Dinge im Leben frei.“ „Motte, Du meinst doch wohl nicht Schulbücher.“ „Nein Rabe, frei für die wichtigen Dinge im Leben.“
„Den Montagsfliegern fällt sicherlich auch langsam die Werkstattdecke auf den Kopf. Motte, vielleicht halten die Winterschlaf.“ „Hoffentlich kitzeln bald die Sonnenstrahlen an ihren Nasen, wecken sie und dann geht es wieder raus auf die Wiese und in die Luft.“ „Motte, aber bis dahin müssen wir uns wohl mit Regen und Wind mit starken Böen abfinden.“ „Mm, schade Rabe.“ „Motte, kennst Du den Gene?“ „Nein. Wer ist das?“
„Den macht mein Onkel Wilhelm immer nach, wenn es draußen regnet und stürmt.“ „Ach.“ „Der holt sich dann den Stockschirm aus dem Schirmständer in der Garderobe, singt und tanzt um den Küchentisch und verbreitet gute Laune.
Singing in the rain, Dancing in the rain, La ri la la ri la
Hier schau und hör.“
Motte und Rabe – die schwärmen jetzt für Flieger
Motte und Rabe – die schwärmen jetzt für Flieger – ein Gespräch unter Freunden #37
„Du Rabe?“ „Ja Motte, was gibt es?“
„Ich habe mir gestern in der Eisdiele Da Enzo zwei Eisbällchen in einem knusprigen Hörnchen gekauft. Das war lecker. Und stell Dir mal vor, wen ich da getroffen habe.“
„Weiß ich doch nicht, den Herrn Pfarrer oder einen anderen Deiner Freunde?“

„Nein Rabe, Deine Mutter und ihre Freundin Brigitte. Ich stand in der Schlange hinter denen und habe alles gehört.“ „Ach, Du hast wieder gelauscht? Worüber haben sie denn gesprochen? Über mich etwa?“
„Nein Rabe, die haben über einen Flieger gesprochen und ein ganz tolles Flugzeug, einen Doppeldecker. Die beiden waren ganz verrückt danach und haben nur so geschwärmt. Was für ein netter Mann, und die Landschaft – einmalig.“ „Meine Mutter und Brigitte, Du bist Dir sicher Motte?“ „Ja, vollkommen sicher, es gibt keinen Zweifel.“ „Haben die geträumt?“
„Nein Rabe, die hatten wohl zusammen einen Film gesehen.“ „Elvis? Der ist jetzt in den Kinos gestartet. Das war doch auch so ein Frauenschwarm. Mein Onkel Wilhelm hat davon erzählt als wäre er selbst Elvis und dann hat er den ganzen Tag mit seiner Luftgitarre und schwingenden Hüften nur noch gute Laune verbreitet.“
„Nein Rabe, der Flieger heißt nicht Elvis, der Film spielt in Afrika. Ich glaube da spielt Elvis nicht mit, sondern ein Robert.“ „Ach, und das findest Du aufregend Motte?“
„Nein, da gab es auch schöne Aufnahmen von einem Doppeldecker, da sind der Robert und eine Frau mit geflogen und haben sich Afrika von oben angesehen.
Hier Rabe, ich habe einen Ausschnitt dabei, schau nur.
„Motte, jetzt kann ich mir vorstellen, wie verzückt die beiden Damen waren und gerne vor Robert in dem Flugzeug gesessen hätten und er ihnen Afrika von oben zeigt.“ „Das glaube ich auch Rabe, aber das Schönste kommt ja noch.“ „Und was?“
„Als die beiden ihr Eis hatten und sich umdrehten, haben sie mich gesehen und fast umgerannt. Dann haben sie nur noch gekichert und zu mir gesagt: Flieger grüß mir die Sonne. Und stell Dir vor, die Freundin Deiner Mutter, die Brigitte, setzte noch hinzu: und natürlich Deinen Vater. Verstehst Du das?“
„Das verstehe ich gut Motte.“ „Ja und?“ „Das erkläre ich Dir, wenn Du groß bist.“
„Rabe, die Montagsfliegern haben auch so ein Flugzeug wie in dem Film, nur in einer anderen Farbe und eben ein Modell.“
„Ja Motte, die haben nicht nur eine Motte, sondern mit Dir zwei.“ „Und einen Robert haben die auch Rabe.“