Modellflug Tagebuch

Willkommen im Modellflug-Tagebuch von Die Montagsflieger. Hier findest Du Berichte, Fotos, Videos und Erfahrungen aus der faszinierenden Welt des Modellflugs – vom ersten Bau eines Flugmodells bis zu spannenden Flugtagen auf den Flugwiesen der Montagsflieger.

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Motte und Rabe – Ich habe Post

Rabe – Ich habe Post – Ein Gespräch unter Freunden

„Du Rabe.“ „Ja Motte? Was grinst Du so?“

„Ich habe Post.“

„Kinderpost! Hast Du jetzt auch ein Handy oder hast Du Dir selbst einen Brief geschrieben und Briefträger gespielt?“

Rabe, richtige Post.“ „Von wem?“

„Stell Dir vor von einem Montagsflieger. Die haben jetzt Zeit etwas anderes zu machen als zu fliegen.“ „Was Du nicht sagst. Und von welchem Montagsflieger, wenn ich dem Herrn wieder die Würmer aus der Nase ziehen darf?“ „Von dem Bernd. Der hat geschrieben und Fotos geschickt.“ „Fotos? Von wem Motte? Von sich selbst?“

„Nein von seinem neuen Modell. Das hat der gebastelt bei dem miesen Wetter.“ „Aha, bitte etwas mehr Informationen mein kleiner Schatz.“ „Das ist ein kleines Depronmodell mit einem Elektromotor. 3 mm Depron. Es wiegt nur 109 g und hat eine Spannweite von 500 mm und ist genauso lang.“ „Also mehr etwas für die Aktentasche von meinem Onkel Wilhelm.“ „Das ist der kleine Bruder.“ „Wer? Du bist heute wieder etwas kompliziert.“

Rabe, das Modell ist der kleine Bruder von dem großen Buschtrottel Agro, die Konstruktion von dem Thomas Buchwald aus Köln. Der heißt Mini Agro.“ „Und fliegt der auch Motte oder ist der nur ein Staubfänger im Regal?“

Rabe, ich bin mir sicher, dass der fliegt. Natürlich nicht draußen bei dem Wind, den wir in diesen Tagen haben.“ „Da würden die 109 g Depron so wild durch die Luft fliegen wie die bunten Herbstblätter.“

„Der Bernd will den mal in der Halle von dem Udo fliegen, dem Udo von UFM Modellbau in Hennef.“ „Ich bin gespannt Motte, das würde ich mir gerne ansehen, sag mir, wann es soweit ist.“ „Klar, ich schreibe es dem Bernd, dass wir in der Halle gerne dabei sein wollen.“

„Na dann viel Freude beim Schreiben eines Briefes und viel Spaß auf der Post, wenn Du da eine Briefmarke für Deinen Brief kaufen willst.

Das kann heutzutage im Einzelfall etwas dauern. Aber spätestens nach zwei bis drei Tagen bist Du wieder zurück, sagen die.

Die haben da jetzt nämlich auch moderne Computertechnik und sind davon ganz begeistert; abgesehen von ein paar kleinen Problemen.

Hier hör mal Motte.“


Aus dem Archiv

Das ging damals (1969) so

Herbert von der freien Modellfliegergruppe Auf der Hardt erzählt, wie das damals so ging mit dem Hobby Flugmodellbau und Modellflug:

Ich hatte mich bereits in jungen Jahren für alles rund um die Fliegerei begeistern können, während die anderen Fußball spielten und Mopeds fuhren. Luftfahrtbücher und Bastelbücher wurden regelrecht verschlungen und gaben viele Anregungen.

Meine ersten Flugmodelle hatten dann Gummiantrieb oder wurden motorlos am Seil fliegen gelassen.

Im Alter von 16 Jahren unmittelbar nach dem Realschulabschluss hat bei mir alles begonnen.

Zur Belohnung schenkten mir meine Eltern ein Modellflugzeug mit Ausstattung,  der Robbe PAN mit 1,5 ccm Enya, komplett gekauft. Leider gibt es davon kein Foto, sondern nur eine Planablichtung.


Danach kam dann als erstes selbstgebautes Modell ein Robbe PUMA als Hochdecker mit 5 ccm Enya. Damit habe ich quasi richtig Fliegen gelernt. Das ging damals so:

Der Schulfreund meines Vaters hatte in Mayen in der Eifel ein Radio-und Fernsehgeschäft. Er war damals weit und breit der einzige Händler für Modellbauartikel und gleichzeitig mein Fluglehrer. Übrigens hatte er als Radio-und Fernsehtechniker auch meine erste Tip-Tip-Fernsteuerung selbst gebaut. Er startete und landete mir anfangs immer den Puma . 

Irgendwann hatte er gemeint, dass müsste ich jetzt selbst können, startete mir den Puma und fuhr mit seinem Auto davon. 


Ich war also mit meinem fliegenden Puma alleine auf mich gestellt und musste ihn landen. Und das klappte problemlos.  Ab diesem Zeitpunkt konnte ich alleine Modellfliegen und es ging mit mehreren verschieden ausgestatteten Pumas weiter.


Im zweiten Lehrjahr als Werkzeugmacher  war ich soweit und hatte mit den ersten Eigenkonstruktionen begonnen. Die physikalischen Grundsätze waren aus vielen Büchern angelesen. Im Zeichenbüro der Lehr-Firma gab es damals noch großflächiges Zeichenpapier, das ich als Altpapier nutzen konnte. Zuhause hatte ich mir ein großes Reißbrett (wie damals in den Firmen üblich) gebaut; passend dazu kam noch eine Scheren-Parallelogramm-Zeichenausstattung mit Winkelinealen.

Aus dem Lehrunterricht in Zeichnen war mir einer der damals schon wichtigsten Grundsätze bekannt:

>Am Anfang steht die Mittellinie< drumherum baut sich alles auf.

Meine erste umgesetzte  Eigenkostruktion war der EARLY BIRD.


Zu Beginn des Studiums gab es einen Stop aller Aktivitäten beim Modellflughobby. Alles wurde veräußert.

Erst nach Ende des Studiums und erster Anstellung ging es langsam wieder weiter. Und nach ein paar Jahren mit der Familie im Eigenheim ging es dann wieder richtig los.

Alles rund ums Fliegen begeistert mich. Ich schaue auch heute noch jedem vorbeifliegenden Flugzeug nach. Gerne wäre ich Pilot geworden, wenn meine Sehkraft von frühester Jugend an nicht problembehaftet gewesen wäre. Ich wollte Flugzeugmechaniker als Beruf erlernen, aber von meinem Heimatort aus waren alle Möglichkeiten weit weg und auf dem elterlichen Bauernhof wurden damals alle Hände gebraucht.


So war die Modellfliegerei eine brauchbare Alternative geworden. Dabei kann ich mich auch heute noch wunderbar von den Geschehnissen des Alltags ablenken lassen. Was mich besonders reizt, ist das Umsetzen von eigenen Ideen. Die finanziellen Investitionen versuche ich dabei im angemessenen Rahmen zu halten. Man muss nicht unbedingt große, technisch aufwendige Industriemodelle betreiben. Die handlichen und kofferraumfreundlichen Modelle können genau so viel Spass erzeugen.

Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz sind für mich sehr wichtig. Ich persönlich habe schon sehr früh der Umwelt zu Liebe auf Elektroantriebe gesetzt, auch als diese Technik noch in den Kinderschuhen steckte. Die ersten so ausgestatteten Modelle konnten noch als Akku-Transporter bezeichnet werden. Denn 8 NC-Zellen aus einem Akku-Schrauber waren aus heutiger Sicht unwahrscheinlich schwer.

Die gezeigten Fotos hat Herbert freundlicherweise für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Seine Modellflugerinnerungen hat er in seinem Fotoalbum festgehalten.

Vielen Dank Herbert für Text und Bilder. So manch ein Leser Deiner Erzählung von damals wird sich an seine Jahre als Flugmodellbauer und Modellflieger erinnern.

Herberts Fotoalbum bei WEB.de Online-Speicher in einem neuen Fenster aufschlagen:

Spassfliegen 2023 im Siebengebirge

Heute, Sonntag, 27.August 2023 sind wir beim Spassfliegen des MFG Siebengebirge e.V. auf dem Hartenberg in Königswinter Oberpleis. Der sympathische Verein der Hangflieger in Königswinter hatte alles bestens für dieses beliebte, gut besuchte, jährlich im Sommer stattfindene Treffen vorbereitet. So war das Spassfliegen wieder ein voller Erfolg. Hier ein paar erste Schnappschüsse, weitere und ein Video folgen alsbald: