Die Cheerleader-Drohne von Lichtenberg

Bei den Montagsfliegern in Lichtenberg herrschte an diesem sonnigen Montagnachmittag gespannte Vorfreude. Die begeisterten Modellflieger hatten schon vieles gesehen: kunstvolle Loopings, riskante Tiefflüge und einmal sogar einen Bratwurst-Abwurf per Segelflieger. Doch was nun bevorstand, war etwas völlig Neues.

Der berühmte – zumindest in der Gruppe sehr geschätzte – Choreograph Günter hatte eine Idee: „Wir brauchen Show! Wir brauchen Glamour!“, hatte er mit funkelnden Augen verkündet. Und so wurde die unscheinbare Drohne aus alten Zeiten kurzerhand zur Cheerleaderin der Lüfte umgestylt.

Mit knallroter Nasenkugel, orangenen Propeller-Puscheln und einem bunt wippenden Kugel-Schwanz schwebte sie schließlich in die Arena. Günter stand daneben mit einer Trillerpfeife um den Hals, als würde er gleich eine Broadway-Premiere anpfeifen. „Montagsflieger, seid ihr bereit?“ rief er. „Jaaaaa!“ brüllte der kleine Chor.

Dann erhob sich die Drohne, wirbelte auf, machte eine elegante Bewegung nach rechts, schwenkte nach links – und präsentierte stolz ihre bunten Cheerleader-Puschel im Wind und den Sonnenstrahlen. Bei jeder kunstvollen Figur klang es fast so, als rufe sie

„Give me an M! Give me an O! Give me an NTAG!“

Die Menge tobte, Günter wischte sich eine Träne der Rührung aus dem Augenwinkel und murmelte: „Das ist nicht nur Fliegen, das ist Kunst.“

Und so ging die „Cheerleader-Drohne“ als die wohl glanzvollste Showeinlage in die Geschichte der Montagsflieger ein.


Emma – Abenteuer im Teich

Die erste Testfahrt mit dem brandneuen Schiffsschraubenschutz im Teich begann noch ganz harmlos. Ein leichter Wellengang kräuselte das Wasser, das so flach war, dass selbst Gummistiefelträger aufrecht hindurchspaziert wären. Blätter und Grashalme dümpelten gemütlich an der Oberfläche, als wollten sie Emma gleich zum Belastungstest herausfordern. Unter Wasser tummelten sich kleine Fische und ausgewachsene Karpfen, die das Spektakel neugierig beobachteten und wahrscheinlich schon Wetten abgeschlossen hatten: „Schafft sie’s diesmal ohne Hänger?“

Doch dann die Überraschung: Ein geheimnisvolles Wesen lauerte im Schatten des Schilfs – ein Krokodil! Zumindest sah es so aus: gelbgrüner Panzer, Augen knapp über der Wasseroberfläche, unbeweglich wie ein altes Schiffswrack.

Normalerweise hätte jede andere schwimmende Lok an dieser Stelle die Bremse gezogen – aber nicht Emma! Mutig, entschlossen und mit der Kraft ihrer neuen Schraubenrüstung schnaubte sie kurz, setzte an und schwupps: schon hatte sie das Tier am Seil.

Jetzt bot sich ein Bild für die Götter. Emma dampfte stolz ihre Runden, und hinter ihr zappelte das Krokodil, artig wie ein Boot an der Leine. Am Ufer hatten sich Schaulustige versammelt: Kinder mit Eis in der Hand, Rentner mit Ferngläsern, und sogar ein Hund, der mit offenem Maul nicht recht wusste, ob er bellen oder ins Wasser springen sollte.

Alle verfolgten das kuriose Gespann – die kleine Lok und ihr neues Haustier, das grimmigste Deko-Krokodil, das je in einem Teich gelegen hatte.

Emma – Schiffsschraubenschutz

Auf ihren abenteuerlichen Mini-Kreuzfahrten durch stille Teiche an Rhein und Sieg erwies sich unsere kleine schwimmende Lok „Emma“ als wahre Sammlerin – allerdings weniger von schönen Erinnerungen, sondern eher von dem, was die Unterwasserwelt so bereitwillig hergibt.

Ob Algen, Schilf oder die eine oder andere unidentifizierbare „Spezialität“ aus der Wasserflora: Emmas Schiffsschraube hatte eine Saugkraft, gegen den selbst der stärkste Staubsauger neidisch geworden wäre.

Die Folge? Nach kurzer oder längerer Fahrt voller Stolz und Dampf: Stillstand! Emma stand da wie ein Seehund im Karpfenteich – charmant, aber unbeweglich. Ein Zustand, der auf Dauer nicht nur den Fahrplan sprengte, sondern auch das Nervenkostüm des Lokführers.

Die Lösung: Ingenieurskunst trifft auf Einfallsreichtum! Mit Fusion 360 wurde ein schicker Schiffsschraubenschutz entworfen – ein formschöner Korb, innerer Durchmesser 38 mm, also quasi ein Maßanzug für die Schraube. Danach kam der Zauber der modernen Technik:Die Konstruktion als STL-Datei gespeichert, 3D-Druck angeworfen, fertig war Emmas persönliche Unterwasser-Rüstung.

Schiffsscharaubenschutz 38mm, 3D-Druck STL-Datei

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Seitdem pflügt die kleine Lok stolz durchs Wasser – frei von Grünzeug, frei von Sorgen. Nur die Enten schauen manchmal neidisch, dass sie keinen eigenen Schutzanzug bekommen haben.

Montagehinweise: Ggfl. Schiffsschraube demontieren, Schutz über die Welle auf den Rumpf schieben, ausrichten, 2 mm Bohrungen, mit Zahnstocher fixieren, kleben, Schiffsschraube montieren.