Magazin Gespräche unter Freunden

Trete ein und lausche zwei Beoachtern des Alltags.

Motte und Rabe! In ihrer eigenen, humorvollen Magazin-Reihe nehmen uns die beiden jungen Freunde mit in ihre Welt voller Neugier, Schabernack und kluger Gedanken.

Ob auf dem Heimweg von der Schule, beim Fachsimpeln über die neuesten Errungenschaften der Modellflieger oder bei Entdeckungen in der heimischen Garage.

Motte und Rabe haben zu allem etwas zu sagen und damit sind sie ja wohl nicht alleine. Während Motte die Dinge gerne mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und strukturiertem Optimismus anpackt, kontert Rabe wunderbar lässig und pragmatisch.

Ihre unterhaltsamen, pointierten Gespräche schlagen dabei immer wieder eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen und den kleinen wie großen Fragen des Lebens. Mit viel Witz, Charme und einer erfrischenden Prise jugendlicher Logik bringen uns die beiden nicht nur zum Schmunzeln, sondern regen auch zum Nachdenken an. Ein humorvoller Blick auf die Welt, der zeigt, was echte Freundschaft ausmacht – direkt hier im Magazin von Der Sternfahrer.

Neueste Gespräche

Motte und Rabe – Modellfliegen ist die Leidenschaft seines Lebens

Motte und Rabe – Modellfliegen ist die Leidenschaft seines Lebens – ein Gespräch unter Freunden #52

„Du Rabe.“ „Ja. Was gibt es?“

„Hast Du auch eine Leidenschaft?“ „Mehrere Motte.“

„So eine richtige?“ „Mmm… wie meinst Du das?“ „So eine richtige Leidenschaft, für die Du auch etwas aufgeben würdest.“

„Ich gebe nie auf Motte.“ „Ich meine eine wirkliche Leidenschaft, von Kindesbeinen an, die Dich Dein Leben lang begleitet, froh und glücklich macht.“

Motte, jetzt rede nicht wieder so geschwollen daher. Du wirst mir sicherlich gleich von Deiner großen Leidenschaft erzählen. Ich ahne schon worum es geht.“ „Ach, Du hast Ahnung? Das ist mir neu Rabe. Und welche?“ „Motte, Du bist heute wieder recht kess mit Deiner Zunge.“

„Also Rabe. Der Alfred…“ „Welcher, der aus Tirol, für den meine Mutter und ihre Freundin Brigitte so schwärmen?“ „Nein, nicht der Anton aus Tirol, der Alfred Birke aus Dürnbach im Burgenland ganz in der Nähe davon!“ „Aus dem Rheintal mit den vielen Ritterburgen, hier bei uns um die Ecke?“

„Nein, der Alfred Birke vom OEMV Wien aus dem Burgenland in Österreich.“ „Kennst Du den?“ „Nein, aber ich habe ihn im Fernsehen gesehen. Der konnte so schön von seinem Hobby erzählen, dem Flugmodellbau und Modellflug.“ „Und hast Du etwas Neues erfahren?“

„Jede Menge, Altes und Neues, einfach nur schön. Rabe, der Fredi fliegt nicht nur einfach. Der Fredi pilotiert seine Modelle, ein schönes Wort.

Er ist vor zwei Jahren im August, als er 85 war, geehrt worden, 70 Jahre Vereinsmitgliedschaft im östereichischen Aeroclub. Dafür hat er die Pioniernadel in Gold bekommen.

Modellflug ist Fredis Leidenschaft, die hält ihn fit und gesund. Hier schau und hör ihn Dir selbst an.“

Motte, dann gratulieren wir zwei Freunde noch nachträglich dem Fredi.“

Rabe, der Alfred wollte schon als kleiner Bub, so wie ich, hoch hinaus. Ob ich wohl auch mal eine Ehrung bekomme?“ „Ich denke schon Motte, bei Deiner Leidenschaft für Modellflug. Das Pilotieren wirst Du sicherlich bei den Montagsfliegern auch noch lernen.“



Aus dem Archiv

Motte und Rabe – Einbrecher auf frischer Tat gestellt

Motte und Rabe – Einbrecher auf frischer Tat gestellt – ein Gespräch unter Freunden #45

„Du Rabe.“ „Was gibt es Motte?“

„Bekomme ich da eine Belohnung?“ „Wofür Motte? Für eine gute Tat?“

„Ja, das kann man wohl sagen.“ „Und welche?“


Rabe, ich habe heute morgen einen Einbrecher gestellt. Auf frischer Tat habe ich den gestellt, auf unserer Terrasse.“ „Ach, Du? Du hast einen Einbrecher gestellt? Das muss ja ein Profi gewesen sein, wenn er sich von Dir auf frischer Tat hat erwischen lassen.“

„Ja, der hat ganz verdutzt geguckt, mir direkt in den Augen.“ „Und dann ist er vor Ehrfurcht und Angst erstarrt, Du hast ihn festgenommen, Handschellen angelegt und später der Polizei übergeben, die Dir demnächst einen Orden verleiht, oder?“ „Ja, so ungefähr. Nur festnehmen konnte ich ihn nicht, er hat sich ganz schnell aus dem Staub gemacht. Ob der wohl Angst vor mir hatte Rabe?“

„Angst vor Dir? Das glaube ich nicht, der wird andere Gründe gehabt haben.“ „Aber eine Belohnung habe ich mir doch sicherlich verdient Rabe.“ „Das stimmt. Du gibst mir davon die Hälfte ab, oder? Motte, wir sind doch Freunde?“

„Ja Rabe, wir sind Freunde und teilen. Ich habe den Einbrecher früher schon einmal gesehen. Der kommt mir irgendwie bekannt vor.“ „Und wo hast Du ihn schon einmal gesehen?“ „Ich glaube bei den Montagsfliegern. Da habe ich schon einmal einen Piloten gesehen, der so aussieht wie der Einbrecher. Es ist nur schon so lange her und ich bin mir nicht ganz sicher.“ „Dann hast Du ja wichtige Fahndungshinweise für die Polizei.“

„Ja Rabe, ich habe auch ein Foto von dem Einbrecher machen können. Er hat direkt in meine Kamera geguckt.“ „Zeig mal Motte.“

„Hier Rabe schau, sieht der dem Piloten von der kleinen Bleriot nicht ähnlich, der Einbrecher? Der ist ja selbst auch recht klein, so wie der Pilot von dem Flugmodell bei den Montagsfliegern.

Der hat in einem Meisenknödel Platz. Und schau wie er es geschafft hat, das Netz zu durchtrennen, um über seine Beute herzufallen. Das ist ein Draufgänger, ein tollkühner Flieger, wenn er es ist. Ein Fassadenkletterer und Einbrecher.

Ich habe ihn erwischt, ertappt, gestört. Er ist vor lauter Angst nur noch gerannt, weg, wie das eben Einbrecher so machen.“


„Und Du bist dann hinterher und hast ihn festgenommen und gefesselt?“ „Keine Chance Rabe. Es war vielleicht auch gut so. Er war auf alle Fälle in dem Knödel recht nett anzusehen, er guckte mich so lieb und freundlich an, als wären wir Freunde.“ „Freunde Motte?“ „Ja. Ich glaube, er ist nicht böse. Er hatte nur Hunger. Und die paar Krümel, die er sich genommen hat. Was soll es!“

Modelldaten

Eigenkonstruktion nach einem Schreiber-Bogen Kartonmodellbau, Depron, Balsaholz, Kleinteile, selbstgebaute Speichenräder, gefedertes Fahrwerk

  • 500 mm Spannweite
  • 400 mm Länge
  • 87 g Fluggewicht
  • Turnigy 1811-1500
  • Prop 5 x 3
  • Lipo 2S-180 mAh

Der Ideengeber für das Modell ist Torben Kuhlmann mit seinen wunderschönen Illustrationen in dem Buch „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte ein fliegenden Maus.“ Es ist die Geschichte einer Maus, die eines Tages bemerkt, dass es gefährlich geworden ist, da wo sie wohnt.

Torben Kuhlmann studierte Illustration und Kommunikationsdesign. Im Juni 2012 schloss er sein Studium mit dem Kinderbuch »Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus« ab. Es war Kuhlmanns erstes Bilderbuch, wurde innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller und ist mittlerweile in über 30 Sprachen erhältlich.

Eine traumhaft anmutende Geschichte, die auch die Fantasie der Lesenden beflügelt“, kommentiert Manfred Keiper, Lesart 3/2020. Erschienen ist das Buch im NordSüd-Verlag Zürich, ISBN-978-3314102103.

Es gibt inzwischen weitere Mäuseabenteuer: »Armstrong«, »Edison« und »Einstein«, sie sind bereits Kult.

Motte und Rabe – so machen Montagsflieger ihre Filme und Videos

Motte und Rabe – so machen Montagsflieger ihre Filme und Videos – ein Gespräch unter Freunden #38

„Du Rabe.“ „Ja Motte.“ „Ich weiß was.“

„Hast Du wieder andere belauscht?“ „Nein Rabe, die haben mir etwas, alles erzählt.“

„Wer denn?“ „Unsere Freunde, die Montagsflieger.“ „Und was bitte, wenn ich das auch wissen dürfte, Motte.“

„Die haben mir erzählt, wie sie ihre Filme machen.“


„Filme oder Videos?“ „Beides Rabe.“ „Und wie?“

„Erst einmal machen die ganz viele Aufnahmen, wenn sie mit ihren Modellflugzeugen beschäftigt sind. Videos, Fotos und Ton. Die haben mir gesagt, dass sie dafür mehrere Kameras benutzen, eine Sony Alpha 2000, eine GOPRO 8 , eine Actioncam und noch kleinere Kameras. Die GOPRO setzen die auch schon mal auf die Schleppmaschine, die Maule von Montagsflieger Ralf und machen Luftaufnahmen.“

„Ja, die habe ich schon gesehen. Die Montagsflieger habe doch schon einmal die kleine Kamera von FlightDie gezeigt, Mobius heißt die. Und einen Beitrag haben die auch schon dazu veröffentlicht.“

„Ich erinnere mich Rabe .“

„Rabe, ihr ganzes Filmmaterial kopieren die auf einen Computer und bearbeiten die Bilder und den Ton, schneiden, verschieben, drehen, zoomen, verändern die Farbe, schreiben Texte ins Bild, überblenden und vieles mehr. Die nehmen dafür ein kostenloses Programm Rabe. Das könnten wir uns auch leisten.“

„Und welches ist das?“ „Ich habe es mir aufgeschrieben, warte, hier: VSDC Free Video Editor [VSDC Download – externer Link im neuen Fenster] heißt das Programm und damit kann man ganz schön viel machen.“ „Das glaube ich, vielleicht zu viel. Ist das Programm nicht zu kompliziert.“ „Am Anfang vielleicht, aber später soll es dann wie am Schnürchen laufen. Es gibt dafür von VSDC auch jede Menge, wie heißt das?“ „Tutorials bei youtube?“ „Ja Rabe, genau. Da hat VSDC einen eigenen Kanal [externer youtube Link im neuen Fenster], so wie die Montagsflieger den Kanal Fliegender Koffer.“

„Und der Ton Motte?“ „Den kann man damit auch bearbeiten. Rabe, wir sollten das vielleicht mit den Aufnahmen, die Du mit Deinem Handy machst, auch einmal ausprobieren. Meinen Vater habe ich schon gefragt. Er würde uns helfen.“ „Das hört sich interessant an. Wir probieren das einfach mal.“

Rabe, vielleicht kannst Du Deine Mutter und ihre Freundin Brigitte fragen, ob sie bei uns als Ansagerinnen mitmachen wollen.“ „Joooo, das fehlt mir noch, die Damen mit uns zusammen im Filmstudio bei Deinem Vater, Du als Regisseur Steven M und mein Onkel Wilhelm sorgt für das leibliche Wohl, da gibt es dann immer selbst gemachte, kalte Frikadellen mit Brötchen und Senf, das nennt der Vollwertkost. Und meine Mutter und ihre Freundin Brigitte haben ihre Tupperdosen mit Rohkost dabei und bieten Deinem Vater Kohlrabi, Möhren und Paprikastreifen mit gezuckerten Worten an. Hast Du sie noch alle Motte?“

„Wie meinst Du das Rabe? Ich finde, da können wir ganz groß rauskommen. Alle zusammen. Wir sind doch Freunde.“

„Ja, und ich rufe in Hollywood an, damit die uns für die nächste Oscar Verleihung schon einmal Plätze reservieren. Für die ganze Crew.“

Rabe, und ich zeige Dir jetzt erst einmal womit die Montagsflieger ihre Videos bearbeiten.“