Trete ein und lausche zwei Beoachtern des Alltags.
Motte und Rabe! In ihrer eigenen, humorvollen Magazin-Reihe nehmen uns die beiden jungen Freunde mit in ihre Welt voller Neugier, Schabernack und kluger Gedanken.
Ob auf dem Heimweg von der Schule, beim Fachsimpeln über die neuesten Errungenschaften der Modellflieger oder bei Entdeckungen in der heimischen Garage.

Motte und Rabe haben zu allem etwas zu sagen und damit sind sie ja wohl nicht alleine. Während Motte die Dinge gerne mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und strukturiertem Optimismus anpackt, kontert Rabe wunderbar lässig und pragmatisch.
Ihre unterhaltsamen, pointierten Gespräche schlagen dabei immer wieder eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen und den kleinen wie großen Fragen des Lebens. Mit viel Witz, Charme und einer erfrischenden Prise jugendlicher Logik bringen uns die beiden nicht nur zum Schmunzeln, sondern regen auch zum Nachdenken an. Ein humorvoller Blick auf die Welt, der zeigt, was echte Freundschaft ausmacht – direkt hier im Magazin von Der Sternfahrer.
Neueste Gespräche
Motte und Rabe – wer wird denn gleich in die Luft gehen?
Rabe – wer wird denn gleich in die Luft gehen? Ein Gespräch unter Freunden #51
„Du Rabe.“ „Ja Motte.“
„Kennst Du den Bruno Rabe?“ „Nein.“
„Den muss man aber kennen.“ „Ich nicht Motte.“
„Doch!“ „Warum?

„Der Bruno ist Flugpionier und lustig.“ „Ist das einer von Deinen Freunden, einer von den Montagsfliegern? Den Namen habe ich in dem Zusammenhang jedenfalls noch nicht gehört.“ „Rabe, der könnte da gut mitmachen.“ „Ach.“ „Der erlebt so viel und kann auch fliegen. Er versucht es zumindest. Es klappt nicht immer alles gleich so wie er sich das vorstellt.“
„Und was fliegt der Bruno so?“ „Drachen, Flugzeuge, Ballons.“ „Moment Motte, Drachen läßt man steigen, mit Flugzeugen fliegt man und mit einem Ballon fährt man.“ „Rabe, was Du alles weißt. Bestimmt hat Dir das Dein Onkel Wilhelm erklärt.“ „Nein, ich habe das gelesen.“
„Du kannst lesen Rabe? Das ist mir neu.“ „Werde nicht frech Kleiner.“ „Jetzt rege Dich mal nicht gleich so auf, wenn ich die Wahrheit sage.“ „Ich rege mich nicht auf!“ „Doch, tust Du. Ich höre es doch und sehe Deinen dicken, roten Hals. So wie bei dem Bruno, wenn etwas wieder nicht klappt. Der regt sich dann immer fürchterlich auf.“ „Ich… rege… mich… nicht auf!“
„Rabe… Mein Freund Rabe, bleibe ruhig, sonst wirst Du gleich auch in die Luft gehen, so wie der Bruno. Vor allem die Landung wird Dir nicht gut bekommen.
Komm Rabe, ich habe noch ein paar Gummibärchen in dem Geheimfach meiner Hose. Hier nimm eins, das tut gut und entspannt. Die gönnen wir uns jetzt gemeinsam. Beruhige Dich und schau Dir an wie es dem Bruno ergeht.
Bruno, das HB-Männchen ist eine Zeichentrickfigur, mit der der Tabakwarenhersteller British American Tobacco (BAT) die Zigarettenmarke HB bewarb. Bruno, so der inoffizielle Name der Figur, ist eine der bekanntesten Werbefiguren in der Geschichte des deutschen Werbefernsehens. Werbespots mit Bruno wurden von 1957 bis 1984 produziert. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/HB-Männchen
Aus dem Archiv
Motte und Rabe – Hitzewochenende auf Flugwiese V
Motte und Rabe – Hitzewochenende auf Flugwiese V – ein Gespräch unter Freunden #36
„Du Rabe?“ „Ja?“ “ Das war ja ein verdammt heißes Wochenende hier im Rheinland, 37 Grad Celsius.“ „Das kannst Du wohl sagen. Ich bin mit meinem Onkel Wilhelm ins Freibad gefahren.“ „Und Deine Mutter und ihre Freundin Brigitte, waren die mit?“
„Nein, die sind zu Hause geblieben. Aber mein Onkel Wilhelm hatte sein altes Nordmende Transistorradio dabei und wegen der Oldies eingeschaltet, die er so gerne hört. Das war dann aber leider so, als läge meine Mutter mit auf der Decke.“

„Was heißt das denn Rabe?“ „Dauernd hat das Radio wie meine Mutter auf mich eingeredet, mir gute Ratschläge gegeben und mich ermahnt. Sei vorsichtig mein Junge und creme dich gut ein, sagte sie noch als wir losfuhren und dann schaltet mein Onkel Wilhelm sein Transistorradio ein und es geht weiter: Viel trinken, nicht zu Kaltes trinken, nicht kalt duschen, eincremen, im Schatten aufhalten, nicht zu fett essen, nicht überanstrengen, vor dem Sprung ins Wasser abkühlen, nicht im Rhein oder Kanal schwimmen. So als wäre ich doof. Ich habe dann mein Handtuch über das Radio geworfen. Das hat aber nicht geholfen. Die redeten weiter, wie meine Mutter.“
„Das senden die im Radio Rabe?“ „Ja, nicht nur einmal, ich habe es gehört Motte, wiederholt, den ganzen Tag. Mein Onkel Wilhelm hat nur mit dem Kopf geschüttelt und meinte, das ist der Kinderkanal, die haben das Programm geändert.“
„Vielleicht meinen die vom Radio, dass das den Erwachsenen keiner beigebracht hat und die Hörer dumm sind. Rabe, das Radio hat auch einen Bildungsauftrag, sagt mein Vater immer.“ „Motte, wenn das Bildung ist, dann bin ich zu Hause bei meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte an einer Hochschule.“
„Aber Rabe, wenn die Hörer doch diese Tipps brauchen. Mmm, warte mal, mein Vater spricht immer von dem mündigen Bürger, der frei und verantwortungsvoll entscheidet, Kinder erzieht oder eben auch nicht und in einer Demokratie nicht nur wählen darf, sondern sollte. Und denen wird erklärt, dass sie bei der Hitze viel trinken sollen?“ „Motte, was hast Du denn bei der Hitze erlebt?“




„Rabe, ich war bei den Montagsfliegern. Da hast Du einiges verpasst. Da war sogar ein Rettungshubschrauber im Einsatz.
Eine BO 105 Luftrettung des Bundesinnenministeriums.“
„Motte, meist hat das ja nichts Gutes zu bedeuten, wenn der Rettungshubschrauber kommt. War denn etwas passiert oder war gar einer bei der Hitze umgekippt?“
„Nein Rabe, die Montagsflieger hatten sich gut gerüstet. Die hatten viel zu Trinken dabei, einen riesigen Sonnenschirm, Sonnenbrillen, Strohhut und Kappen, Sonnencreme und natürlich ihre Modellflugzeuge.“ „Und sonst?“ „Ein Radio nicht Rabe, die wissen selber worauf sie zu achten haben, was sie zu tun und zu lassen haben.“ „Motte, hast Du denn was von den Getränken abbekommen und durftest Dich auch unter den Schirm in den Schatten setzen?“
„Klar durfte ich das, wir sind doch Freunde.
Die waren auf einer anderen Wiese, Flugwiese V ist das. Da haben die wieder Segler mit der großen Motormaschine, der Maule geschleppt.
Und stell Dir vor Rabe, der Tim ist die auch geflogen, die Maule. Aber Hallo sag ich da nur, wie der das kann. Kein Hexenwerk, rief er mir lächend nach seiner Landung zu. Schau hier.“
Motte und Rabe – Doppel-Wumms
Motte und Rabe – Doppel-Wumms – ein Gespräch unter Freunden #56
„Du Rabe?“ „Ja Motte, was ist?“
„Kennst Du den Doppel-Wumms?“ „Nein.“
„Das ist ein ganz neues Wort.“ „Ach, was Du nicht sagst.“ „Hast Du davon noch nichts gehört Rabe?“

„Ich kenne nur Doppel-Korn. Der steht bei uns im Wohnzimmerschrank. Den trinkt mein Onkel Wilhelm gerne nach Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffelpüree oder anderem Fettkram. Das soll gut für die Verdauung sein.“ „Hast Du den auch schon mal getrunken?“ „Getrunken noch nicht, das ist Alkohol. Aber mein Onkel Wilhelm hat mich mal an einem Pinnchen Doppel-Korn riechen lassen. Nur was für Männer Motte. Für Dich also nicht.“ „Rabe, Doppel-Korn meine ich nicht.“ „Sondern?“
„Ich habe das neue Wort in den Nachrichten gehört. Im Duden steht es nicht.“ „Ach sieh an, der Kleine interessiert sich für Wörter und Politik.“ „Ja, das solltest Du vielleicht auch mal Rabe.“
„Hör mir auf mein Freund. Ich muss immer ganz still sein, wenn mein Onkel Wilhelm die Nachrichten hört, ganz, ganz still. Sonst springt der aus der Hose. Sobald die Nachrichten und das Wetter vorbei sind, wird es laut. Er schimpft nur noch rum, spricht jeden an, der ihm in die Quere kommt und regt sich fürchterlich auf.“ „Worüber denn?“
„Über den Zirkus nennt er das. Wahrscheinlich ist Dein Doppel-Wumms die Nummer von Wortakrobaten aus dem Zirkus. Oder Motte?“
„Nein Rabe, ich meine den Doppel-Wumms mit dem Segler und dem kleinen Jeep bei den Montagsfliegern. Die Pferde hat das auch interessiert.“
„Die Pferde interessieren sich für Modellflugzeuge und -autos Motte? Was Du nicht sagst.“
„Ja Rabe, hier schau.“