Magazin Gespräche unter Freunden

Trete ein und lausche zwei Beoachtern des Alltags.

Motte und Rabe! In ihrer eigenen, humorvollen Magazin-Reihe nehmen uns die beiden jungen Freunde mit in ihre Welt voller Neugier, Schabernack und kluger Gedanken.

Ob auf dem Heimweg von der Schule, beim Fachsimpeln über die neuesten Errungenschaften der Modellflieger oder bei Entdeckungen in der heimischen Garage.

Motte und Rabe haben zu allem etwas zu sagen und damit sind sie ja wohl nicht alleine. Während Motte die Dinge gerne mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und strukturiertem Optimismus anpackt, kontert Rabe wunderbar lässig und pragmatisch.

Ihre unterhaltsamen, pointierten Gespräche schlagen dabei immer wieder eine Brücke zum aktuellen Zeitgeschehen und den kleinen wie großen Fragen des Lebens. Mit viel Witz, Charme und einer erfrischenden Prise jugendlicher Logik bringen uns die beiden nicht nur zum Schmunzeln, sondern regen auch zum Nachdenken an. Ein humorvoller Blick auf die Welt, der zeigt, was echte Freundschaft ausmacht – direkt hier im Magazin von Der Sternfahrer.

Neueste Gespräche

Motte und Rabe – Was machst Du da? – Nichts!

„Du… Rabe…“ „Ja Motte.“


Frei nach Loriot – Feierabend – Feierabend ist ein dreieinhalb Minuten langer Zeichentrick-Sketch des deutschen Humoristen Loriot, der von dem Ehe- bzw. Kommunikationsproblem der Eheleute Hermann und Berta handelt.


„Nichts? Rabe, wieso nichts?“ „Ich mache nichts…“ „Gar nichts?“ „Nein.“ „Überhaupt nichts?“ „Nein, ich stehe hier.“ „Du stehst da nur?“ „Ja, im Schatten.“

„Aber irgendetwas machst Du doch?“ „Nein.“ „Denkst Du irgendwas?“ „Nichts besonderes.“ „Es könnte ja nicht schaden, wenn Du etwas machen würdest.“

„Nein, ich bleibe lieber im Schatten.“ „Aber warum denn Rabe?“ „Es ist mir zu heiß.“

„Ich meine nur, es könnte nicht schaden, wenn Du etwas machen würdest.“ „Ich möchte hier nur stehen und mich entspannen.“ Wenn Du Dich wirklich entspannen wolltest, würdest Du nicht dauernd auf mich einreden Rabe.“

„Ich sag nichts mehr Motte.“ „Rabe?“ „Rabe, bist Du jetzt taub?“ „Nein – nein. Ich stehe hier, weil es mir Spaß macht.“ „Sei doch nicht gleich so aggressiv Rabe. Oder macht das die Hitze?“ „Ich bin nicht aggressiv.“

„Rabe, dann mach doch endlich was, auch wenn es heiß ist.

So wie die Montagsflieger. Hier schau.“


Aus dem Archiv

Motte und Rabe – So war es 1951 – Der Lanz Bulldog

Motte und Rabe – So war es 1951 – Der Lanz Bulldog – Ein Gespräch unter Freunden #53

„Du Rabe…“ „Ja Motte…“

„Stell Dir mal vor, was ich bei den Montagsfliegern gesehen habe.“

„Bei denen kann ich mir vieles vorstellen, Flugmodelle, kleine, große, Kaffee, Kuchen, und noch vieles mehr.“

„Nein, einen Oldtimer meine ich.“ „Ach Motte, einen Oldtimer, also nichts neues, nichts besonderes.“

„Doch Rabe, etwas ganz besonderes. Eine schwere Maschine aus dem Jahr 1951.“ „1951? Das ist aber verdammt lange her. Also so etwa vor mehr als 70 Jahren.“ „Ja, und ich sage Dir, die Maschine hat einen Sound, wenn Du den auf Deinem Smartphone abspielst, platzt Dein Display.“

Motte, bis Du wieder im Reich der Fantasie?“

„Nein Rabe, hier schau und hör, so war das 1951. Da ging noch alles etwas anders, analog zu.

Und ist das nicht toll, dass es Menschen gibt, die das mit viel Engagement bewahren? Wir können es hören, fühlen, sehen, schmecken, riechen wie es damals wohl war, mehr als uns Dein Smartphone bieten kann.“

„Es ist schon etwas Besonderes, wenn man neben einer solchen Maschine steht und auf der Haut spürt, wie sie arbeitet, wie der Boden vibriert.“ „Andere müssen dafür ins Museum fahren Rabe. Wir gehen einfach zu den Montagsfliegern.“



Motte und Rabe – Es war einmal

Motte und Rabe – Es war einmal – Ein Gespräch unter Freunden #62

„Du Rabe.“ „Ja Motte. Was gibt es wieder bei dem miesen Wetter?“

„Freust Du Dich auch auf den zweiten Advent?“ „Klar Motte.“

„Und was machst Du dann?“ „Meine Mutter will einen leckeren Kuchen backen und mein Onkel Wilhelm hat mir versprochen, wir legen die Füße hoch und machen einen Fernsehnachmittag mit Kakao, Kaffee und Kuchen. Danach machen wir es uns so richtig gemütlich, sagt er.“

„Das machen wir uns auch Rabe, aber nicht vor dem Fernseher. Bei uns gibt es Bratapfel mit Marzipan, Rosinen, Mandeln und Vanillesoße. Magst Du auch Bratapfel?“ „Klar, die hatten wir schon am ersten Advent.“

Rabe, mein Vater will mit mir nach Köln in die Oper.“ „Das ist doch was für alte Leute Motte, nichts für mich.“ „Da spielen die in der Vorweihnachtszeit auch ein Märchen.“ „Ja wer es glaubt.“

„Ich bin schon gespannt Rabe. Wir sitzen auf einem kleinen Balkon, da kann man alles gut sehen und hören, sagt mein Vater.“ „Und welches Märchen wird da gespielt?“ „Ein ganz bekanntes von den Gebrüdern Grimm, das kennst Du bestimmt auch.“ „Motte, ich kenne alle Märchen! Vor allem die, die auf der Straße und von wichtigen Damen und Herren erzählt und verbreitet werden.“

„Aber nicht die Oper Hänsel und Gretel, die hat der Engelbert komponiert. Der wurde vor vielen Jahren in Siegburg geboren und hat auch mal in Xanten gelebt.“

„Ich kenne nur die Engelbert-Humperdinck-Straße, da wohnt die Brigitte, die Freundin meiner Mutter.“

Rabe, vielleicht käme Dir das ein oder andere Lied bekannt vor, wenn Du in der Oper dabei wärst.

Hier schau und höre vor allem hin.“

Hänsel & Gretel – Märchenoper von Engelbert Humperdinck (Trailer)

Sarré Musikprojekte gemeinnützige GmbH – Straßlach

„Da kannst Du mal sehen, was in uns Kindern steckt Motte.“ „Ist das nicht schön Rabe? Es war einmal.“ „Die Musik kenne ich tatsächlich Motte. Meine Mutter summt sie schon mal in der Küche, wenn sie backt und als ich klein war, ich erinnere mich genau, hat sie mir den Abendsegen aus Hänsel und Gretel zum Einschlafen gesungen. Es war einmal.


Abendsegen

Bielefelder Kinderchor

1986

Diana Juhnke & Fabian Rabsch

Duett aus der Oper ‚Hänsel und Gretel‘ von Engelbert Humperdinck
Text: Adelheid Wette nach dem Volkslied
‚Abends wenn ich schlafen geh‘

Link öffnet das Youtube-Video mit der Szene der o.g. Aufführung in einem neuen Fenster

Sandmann war da –
Lass uns den Abendsegen beten

Abends, will ich schlafen gehn,
vierzehn Engel um mich stehn:
zwei zu meinen Häupten,
zwei zu meinen Füssen,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zweie die mich decken,
zweie die mich wecken,
zweie die mich weisen
zu Himmels Paradeisen.


„Ja Rabe. Es war einmal. So fangen die meisten Märchen an.“ „Und wenn sie nicht gestorben sind, lautet es am Ende Motte, dann leben sie noch heute.“

„Du Rabe.“ „Ja Motte.“

„Die Vorweihnachtzeit ist doch eine schöne Zeit, mit all den Kerzen, dem Duft, dem Glanz, der Vorfreude, der Hoffnung.“

Es war einmal, hier schau mein Freund. Keine Märchenoper, kein Märchen, sondern Zweiter Advent 2018.“