Zwischen Staub und Stille beginnt die Reise.

Dort, wo der Weg zur Kaldauer Grube nicht mehr Straße ist, sondern Erinnerung an Bewegung – ausgewaschen, steinig, unnachgiebig – tauchen sie auf: zwei Ikonen im kleinen Maßstab, und doch mit der Haltung großer Legenden. Zwei Toyota Land Cruiser FJ40, einer in Blau, einer in Gelb. Zwei Charaktere, die mehr sind als Modelle.

Sie rollen nicht – sie tasten sich voran.

Wie ihre großen Vorbilder aus den 1950er-Jahren, gebaut, um dorthin zu gelangen, wo Wege enden, bewegen sich diese Crawler mit ruhiger Entschlossenheit. Der echte Land Cruiser war nie für Geschwindigkeit gemacht, sondern für Beständigkeit. Für das langsame, unaufhaltsame Vorankommen. Genau das spiegelt sich hier wider: Vier angetriebene Räder, die sich über Felsen krallen, ein Fahrwerk, das jede Unebenheit annimmt wie eine Herausforderung.

Der gelbe FJ40 wirkt wie ein Sonnenstrahl im Staub – robust, klar, fast trotzig. Seine Karosserie, detailgetreu bis hin zu öffnenden Türen und fein ausgearbeitetem Innenraum, erzählt von einer Zeit, in der Fahrzeuge noch Werkzeuge waren, keine Statements. Neben ihm der blaue Bruder – ruhiger, fast gelassen. Als würde er den Weg bereits kennen. Beide verbindet die gleiche Seele: ein Leiterrahmen aus Metall, ein drehmomentstarker Motor, der nicht drängt, sondern trägt. Schritt für Schritt, Stein für Stein.

Hier geht es nicht um Tempo. Es geht um Gefühl. Um das präzise Setzen der Reifen, das Ausbalancieren von Gewicht, das Lesen des Geländes. „Crawlen“ – kriechen – beschreibt es besser als jedes andere Wort. Ein Vorwärtskommen, das Geduld verlangt und belohnt.

Man könnte fast vergessen, dass es Modelle sind.

Donnerbüchsen – Freeware Addon für MS Train Simulator

Wenn die Lokomotive anzieht und das Dröhnen der Räder durch den genieteten Stahl des Wagenkastens hallt, beginnt eine Reise, die mehr ist als reine Fortbewegung. Die sogenannten Donnerbüchsen stehen wie kaum eine andere Wagengattung für den Aufbruch der Eisenbahn in die Moderne. Ende der 1920er Jahre ließ die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft die alten, hölzernen Länderbahnwagen hinter sich und setzte auf vollständig aus Stahl gefertigte Personenwagen, robust, zweckmäßig und für den massenhaften Einsatz gedacht. Ihr unverwechselbarer Klang, das Poltern und Donnern auf den Schienen, machte sie schnell zu einem festen Bestandteil des Eisenbahnalltags – und gab ihnen ihren bis heute geläufigen Namen.

Die hier als Freeware für den Microsoft Train Simulator umgesetzten Personenwagen BCi29, Ci28 und PWi30 stehen exemplarisch für diese Epoche. Sie repräsentieren die Epoche II der Deutschen Reichsbahn und blieben, oft nur leicht verändert, bis weit in die Zeit der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn der DDR hinein im Einsatz.

Gebaut ab den Jahren 1928 bis 1930, waren sie Ausdruck einer neuen Philosophie: einfache Konstruktion, hohe Stückzahlen, geringe Wartungskosten und maximale Einsatzflexibilität. Offene Endbühnen mit Falttüren, genietete Stahlwände, Dampfheizung und eine nüchterne Innenausstattung bestimmten ihr Erscheinungsbild. Komfort spielte eine untergeordnete Rolle, Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit standen im Vordergrund.

Donnerbuechse-Sonderfahrt SEH 08.12.07 in Crailsheim

Der Ci28 verkörperte als reiner Wagen der dritten Klasse den Wagen des Volkes. Mit seinen schlichten Holzbänken bot er Platz für viele Reisende und prägte den Personenverkehr auf Haupt- und Nebenstrecken gleichermaßen. Arbeiter auf dem Weg zur Schicht, Schüler, Ausflügler und Soldaten nutzten diese Wagen täglich. Der BCi29 verband in einem Fahrzeug die zweite und dritte Klasse und schlug damit eine Brücke zwischen etwas mehr Reisekomfort und nüchterner Zweckmäßigkeit. Gepolsterte Sitze in der zweiten Klasse standen einfachen Holzbänken gegenüber, getrennt durch Klassengrenzen, die damals noch selbstverständlich waren. Solche Wagen fanden sich häufig in Eil- und Schnellpersonenzügen sowie auf längeren Überlandverbindungen. Der PWi30 schließlich war der funktionale Mittelpunkt vieler Züge. Als Pack- und Dienstwagen nahm er Gepäck, Expressgut und Postsendungen auf und bot zugleich Raum für den Zugführer. Ohne ihn wäre der Personenverkehr jener Zeit kaum denkbar gewesen.

Eingesetzt wurden diese Donnerbüchsen nahezu im gesamten Netz der Reichsbahn.

Sie rollten durch die norddeutschen Ebenen, über Mittelgebirgsstrecken und entlang dichter Vorortverkehre großer Städte. Auf ländlichen Nebenbahnen waren sie ebenso zu Hause wie auf stark frequentierten Hauptstrecken. Ihre schlichte, stabile Bauweise machte sie zu universellen Begleitern des Alltagsverkehrs und zu einem vertrauten Anblick für Generationen von Reisenden.

Mit diesem Freeware-Download für MSTS stehen die drei Wagen BCi29, Ci28 und PWi30 für den nicht kommerziellen Gebrauch kostenlos zur Verfügung. Sie richten sich an alle, die authentische Zugbildungen der späten 1920er und 1930er Jahre nachbilden möchten, aber auch an Freunde der frühen Bundesbahn- und Reichsbahnzeit. Die Donnerbüchsen erzählen keine Geschichten von Luxus, sondern von Bewegung, Alltag und Veränderung. Sie waren laut, kantig und ehrlich – und genau darin liegt ihr zeitloser Charakter, der nun auch in der virtuellen Eisenbahnwelt weiterlebt.

Freeware Addon „Donnerbüchsen“ als ZIP-File mit den Inhalten

  • Waggon BCi29
  • Waggon Ci28
  • Waggon PWi30
  • Image
  • Zeichnung
  • liesmich.txt
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Montagsflieger unterwegs mit dem Sonderzug

Der Winter hatte das Land fest im Griff. Kalt war es, usselig, und der Himmel hing seit Wochen wie ein grauer Deckel über allem. Dichtblick, dieses matte, hoffnungslose Grau, das selbst den Optimisten mürbe macht. Nichts für Modellflieger. Gar nichts. Also blieben die Montagsflieger am Boden – aber nicht stehen.

Stattdessen machten sie es sich gemütlich. Muckelig, fast schon feierlich. Denn wenn der Himmel nichts hergab, dann eben die Schiene. Mit ihrem Sonderzug rollten sie los, gezogen von einer ehrwürdigen Altbau-Ellok, dahinter die vertrauten Umbauwagen, die schon bessere und schlechtere Zeiten gesehen hatten.

Von Garmisch-Partenkirchen nach Mittenwald, hinein ins romantische Tal, entlang der Karwendelbahn, wo der Winter zwar streng, aber auch still und schön ist. Die Fenster beschlagen, draußen Schnee und Fels, drinnen Wärme, Gespräche und dieses besondere Gefühl, unterwegs zu sein, auch wenn draußen alles ruht.

Der Sonderzug der Montagsflieger besteht aus genau jenen Wagen, die Eisenbahnfreunde kennen und lieben: Umbauwagen der Bauarten AB4yg, B4yg und BD4yg. Wer Fan des MSTS/OpenRails ist und diese Reise selbst erleben möchte, kann sich diese Waggons hier kostenlos herunterladen – für nicht-kommerzielle Zwecke – und seinen eigenen Zug zusammenstellen. Vielleicht ist es dann auch Winter, vielleicht grau am Himmel. Aber sicher ist: Die Reise lohnt sich.

MSTS / OpenRails Addon – Freeware

Konstruktion GeDi, im ZIP-File drei Waggons AB4yg,B4yg, BD4yg. Mit Taste 5 am PC nimmt man im Waggon Platz und kann sich mit Hilfe der Pfeiltasten umsehen und nach draußen schauen.

Die Waggons tragen das Zuglaufschild

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