Lokschuppen Irgendwo – Ein Baukasten für alle

Der kleine, einständige Lokschuppen für die Schmalspurbahn im Maßstab H0e ist nun vollständig konstruiert – ein kleines Bauwerk, das aus der eigenen Fantasie, aus digitalen Skizzen und präzisen Maßen heraus gewachsen ist, bis es schließlich in seiner endgültigen Form vor uns stand. Er liegt nun unter anderem als kompletter Baukasten vor, sorgfältig zerlegt in all seine Einzelteile, bereit für den 3D-Druck. Jedes Element wurde so gestaltet, dass es zuverlässig druckbar, stabil und dennoch fein genug ist, um die typische Leichtigkeit eines Schmalspurgebäudes einzufangen.

Ein besonderes kleines Detail befindet sich an der Front: Die beiden Flügeltore des Lokschuppens sind beweglich. Die Konstruktion sieht vor, durch die Scharnierteile der Wand und der Tore jeweils einen 0,5 mm starken Stahldraht zu schieben. Damit lassen sich die Tore sanft öffnen und schließen – eine winzige, aber wirkungsvolle Geste, die das Gebäude lebendig macht und den Blick auf das Innenleben freigibt.

Doch der Lokschuppen soll nicht nur in Irgendwo aufgebaut werden. Er ist von Beginn an so gedacht, dass er auch anderen Freude bereitet – Bastlern, Planern, Sammlern und allen, die ihre eigene kleine Welt bereichern möchten. Deshalb steht er hier für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zum Download bereit.

Die Download-Datei ist eine ZIP-Datei (1.5 MB), klar strukturiert und angenehm übersichtlich. Sie enthält sieben Ordner, jeweils nach Baugruppen benannt, sowie ein zusätzliches Verzeichnis mit einer Dreiseitenansicht und den Gebäudemaßen in mm. In den Baugruppenordnern selbst befinden sich die STL-Dateien für den 3D-Druck. Die Bezeichnungen der Ordner und Dateien sind bewusst selbsterklärend gehalten – nichts Kryptisches, nichts, das Rätsel aufgibt. Wer drucken kann, kann bauen; wer drucken möchte, findet sich sofort zurecht.

Fenster und Türen sind passgenau gestaltet. Sie werden später von außen in die Aussparungen der Wände eingesetzt, ganz ohne Trimmen oder Nachfeilen. Einige Bauteile, etwa das filigrane Fachwerk, sind optional – wer es schlicht möchte, kann darauf verzichten; wer es detailverliebt mag, setzt es ein und verleiht dem Lokschuppen damit einen zusätzlichen Hauch Authentizität.

Nach dem Zusammenbau – oder besser gesagt nach dem ruhigen, wohlüberlegten Zusammenkleben – steht das kleine Gebäude bereit zur individuellen Ausgestaltung. Ob gealtert oder frisch gestrichen, ob mit Werkzeugen, Ölkannen, Beleuchtung oder winzigen Vegetationsspuren: Der Lokschuppen lädt dazu ein, ihm eine eigene Geschichte zu schenken.

So wird aus einem einfachen digitalen Modell ein Stück Persönlichkeit für die Modellbahnwelt – offen, teilbar und für jeden zugänglich, der Freude am Bauen hat.


100 Downloads

Updates

  • Version v1.1 – Ausschnitt für den Kamin im Dach geschnitten
  • Version v1.2 – Wand und Tore Einfahrt Lokschuppen angepasst
  • Version v1.3 – Dachstruktur, Kamin, Regenrinne, Fenster-/Türenausschnitte angepasst
  • Version v1.4 – Dachsstreben detailierter, Balkenoptik

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Neue Schritte in Irgendwo – Lokschuppen

Die Bahnsteigkanten aus schweren Holzbohlen standen nun fest und stolz da, doch sie sollten nicht nur stabil sein, sondern auch lange halten. Deshalb wurden sie sorgfältig mit einem Schutzmittel getränkt, das das Holz witterungsbeständig machte, den Regen abhielt und die Spuren der Zeit sanft bremste. Jeder Handgriff wirkte bedacht, als wüsste man, dass diese Kanten nicht nur die Füße der Reisenden tragen würden, sondern auch die Geschichten der kommenden Jahre.

Ein kleiner, unscheinbarer, aber wichtiger Detailpunkt verband die beiden Bahnsteige miteinander: ein Gleisübergang. Er spannte sich über das schmale Stück zwischen Regelspur und Schmalspur und erlaubte ein sicheres Queren. Ein Stück einfacher Ingenieurskunst, das gleichzeitig funktional war und dem Bahnhof ein zusätzliches Stück Lebendigkeit schenkte.

Während draußen die Arbeiten an den Bahnsteigen und dem Umfeld des Bahnhofsgebäudes unaufhaltsam weiterliefen — Rollsplit wurde verteilt, Erde geformt, erste Gräser sprießten —, entstand drinnen in der Fusion 3D Design Werkstatt ein weiteres Stück von „Irgendwo“: der einständige Lokschuppen.

Er stand solide und kompakt, aus schlichten Formen und klaren Linien modelliert. Ein rechteckiger Bau, dessen Mauern hellgrau wirkten, mit dunklen Fensterrahmen, die das Licht in den Arbeitsraum einließen. Das große Doppeltor war dunkel, in vertikale Planken gegliedert, gehalten von robusten Metallbändern.

Dahinter würde einst eine Lok Ein- und Ausfahrt halten, wie ein stiller Wächter der Gleise. Das Satteldach reichte weit über die Wände hinaus und bot Schutz, während ein kleiner Aufsatz über die Mitte des Daches dem Schuppen zusätzliches Volumen verlieh, wie ein verborgenes Fenster zum Himmel.

Die Proportionen waren exakt auf die H0e Schmalspur abgestimmt, sodass jede Lok bequem einfahren konnte. Kleine Details gaben dem Schuppen Charakter: Die Fenster in regelmäßigen Abständen, das kleine Seitenfenster, die dunkel abgesetzte Tür an der Schmalseite. Jeder Balken, jede Kante war sorgfältig geplant, um den Schuppen funktional und realistisch wirken zu lassen, und doch ließ das Modell Raum für die eigene Fantasie, um ihn lebendig werden zu lassen.

Der gesamte Lokschuppen ist so geplant, dass er perfekt zur H0e-Schmalspur passt — funktional, maßstabsgerecht und dennoch voller Atmosphäre. Und weil Irgendwo ein Ort ist, der geteilt werden will, steht bereits fest: Der Lokschuppen wird alsbald hier als kostenloser Download bereitgestellt werden — für alle, die ein Stück „Irgendwo“ in ihrer eigenen kleinen Welt entstehen lassen möchten.

So entstand im Rhythmus der Arbeiten draußen ein weiterer Baustein von Irgendwo, ein Ort, der die Züge beschützen, die Geschichten der kleinen Bahn aufnehmen und sie weitertragen würde. Während die Hände draußen Split und Erde formten, formte die 3D-Werkstatt ein weiteres Stück Heimat aus der digitalen Welt.

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Bahnsteige in Irgendwo

Die Bahnsteige in Irgendwo lagen nun da wie zwei frisch gezogene Linien, die sich entschlossen durch die Landschaft zogen. Einer breit und ruhig für die Regelspur, der andere schmal und beinahe zierlich für die kleine Bahn, die sich dort eines Tages ihren Weg bahnen würde. Die Erde war aufgeschüttet und mit Weißleim verdichtet, als hätte sie schon immer so liegen wollen. Unter den Stiefeln knirschte sie kaum noch — ein Zeichen, dass die Arbeit gut getan war.

Die schweren Holzbohlen, die als Bahnsteigkanten dienten, ruhten fest an ihrem Platz. Frisch zugeschnitten, robust, ein wenig rau an den Seiten, als hätten sie sich mit Absicht ihre natürliche Wildheit bewahrt. Sie gaben den Bahnsteigen den Charakter, den man aus alten Tagen kannte: schlicht, verlässlich, bodenständig. Und das Erdreich rings um das Bahnhofsgebäude schmiegte sich nun sanft an dessen Mauern, als hätte das Haus eine warme Decke bekommen. Doch in Irgendwo endet keine Arbeit, sie verwandelt sich nur in die nächste.

Nun begann die Phase, die aus den geformten Linien wirkliche Orte machen würde:


Der Rollsplit sollte gestreut werden, sorgfältig und mit dem richtigen Blick für Körnung und Farbe, damit die Bahnsteige ihre authentische Haut bekamen.

Die ersten Schaufeln voller Split würden bald fallen wie feiner Regen. Jeder Körnchenhaufen würde sich in die Landschaft setzen, als gehöre er seit Jahrzehnten dorthin. Und rund um das Bahnhofsgebäude stand die Gestaltung des Umfelds an. Splitflächen, Wege aus grobem und feinem Pflaster, kleine Übergänge, Stellen, an denen die Füße der Reisenden in Gedanken verweilen würden. Zwischen all dem würden Gräser wachsen, zögerlich vielleicht, doch beharrlich — jene zarten Halme, die sich durch jede Ritze arbeiten und dem Ganzen dieses leise, unperfekte Leben schenken.

Bald würde es aussehen, als sei der Bahnhof nicht neu entstanden, sondern als habe er sich nur aus einem langen Schlaf erhoben. Ein Ort, der Geschichten nicht erfindet, sondern sie atmet. Und wieder machte Irgendwo einen Schritt weiter. Unaufgeregt. Echt. Genau so, wie es immer gemeint war.

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