F-Schlepp – Nonstop!

Der Herbst ist da – die Bäume bunt, der Himmel grau, der Wind… na ja, nennen wir ihn „sportlich“. Aber das schreckt bei den Montagsfliegern natürlich niemanden ab! Heute heißt es wieder: F-Schlepp-Action nonstop! Am Start steht die treue Maule M-7 GB – 2,7 Meter Spannweite, ordentlich Power unter der Haube und geflogen von Ralf, der den Gashebel so gefühlvoll bedient wie andere ihren Sonntagskaffee umrühren. Hintendran gleich zwei Klassiker der Segelfluggeschichte:

  • Eine Ka 6, die sich gesteuert von Bernd in den Himmel ziehen lässt – oldschool, aber mit Stil und Gleitwinkel!
  • Und eine Ka 6E – elegante Konstruktion, schlank wie ein Herbstblatt im Aufwind, pilotiert von Dieter.

Zwischen Start, Schlepp, Thermiksuchen und Landungen bleibt kein Auge trocken – außer vielleicht das vom Kameramann, der bei jedem Durchgang ein bisschen mehr Seitenwind abbekommt.

Kurz gesagt: Ein ganz normaler Sonntag bei den Montagsfliegern – viel Spaß, gute Laune, und das typische Motorbrummen der Maule, das man schon vom Weg aus hört.

Also: Zurücklehnen, mitfliegen, Herbststimmung inklusive!

Schmalspur in Rommerskirchen-Oekoven

Im Oktober 2025 stand ein Besuch im Feldbahnmuseum Rommerskirchen-Oekoven an – es war der letzte Betriebstag der Saison, typisch herbstlich mit etwas Nebel in den Wiesen, bunter Laubfärbung und einem milden Sonnenlicht, das durch die Baumwipfel fiel. Viel ist von dem Tag zu erzählen – was geboten war, wie die Feldbahn funktioniert und was das Museum so besonders macht.

Schon beim Betreten des Geländes spürte man die Mischung aus Nostalgie und lebendiger Technik: Schienenstücke, alte Loren, Dieselloks, Dampf, und all das inmitten eines Vereinsgeländes, das mit Herzblut und Ehrenamt betrieben wird. Es war der 5. Oktober 2025, von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, Eintritt frei. Das Museum verabschiedete sich in die Winterpause, aber nicht ohne einen letzten, besonderen Tag: der letzte Personenzug fuhr um 16:30 Uhr.

Die Feldbahn, die Gillbachbahn, ist eine etwa 1 km lange Museumsbahn mit Spurweite 600 mm, betrieben vom Verein Feld- und Werksbahnmuseum Rommerskirchen-Oekoven1). Sie führt vom Bahnhof Neurather Feld über einen Spitzkehrenbahnhof („Oekoven K.“) und einen Haltepunkt an der Werkstatt bis zum Endbahnhof An der Lohe. Nebengleise führen zur Werkstatt, und auf manchen Abschnitten wird die Lok durch Rangieren umgesetzt, um die Fahrtrichtung zu wechseln. Die Fahrzeit hin und zurück, inklusive Umsetzen, beträgt eine gute halbe Stunde.

Stündlich – ab 10:30 Uhr – fuhr der historische Personenzug, gezogen von der Dampflok Typ Jung „Hilax aus dem Jahr 1941, über die Feldbahnstrecke. Besonders Familien mit Kindern zeigten sich begeistert, wenn kleine Lokomotiven und Loren durch die herbstlich verfärbte Landschaft fuhren.

Jeder Halt an Spitzkehre oder Werkstatt war Gelegenheit für Fotos, Gespräche mit den ehrenamtlichen Museumsleuten oder einfach fürs Hören des Zischens und Klopfens der Maschine.

In der Ausstellungshalle und auf dem Freigelände konnten die Besucher sich ältere Fahrzeuge anschauen: Dieselloks, Elektrolokomotiven, Loren — alles Zeugnisse der Werkbahn-, Grubenbahn- und Baustellenbahntradition in der Region. Das Bistro 600 war geöffnet, mit Kuchen, Waffeln und kleinen Speisen.

Man hörte den Dampf, roch Schmieröl und Kohle, sah alte Werkzeuge, rostige Radsätze und aufgearbeitete Loks – und spürte: Hier wird Geschichte nicht nur bewahrt, sondern gelebt. Das Wetter passte: kein Sonnenschein in Übermaß, sondern dieses weiche Herbstlicht, in dem Dampfwolken besonders gut sichtbar sind, in dem Laub raschelt unter den Lorenrädern, und in dem Zugdampf und Nebel die Farben milder erscheinen lassen.

1) https://www.gillbachbahn.de

Projekt Kleinbahn – Das erste Gleis

Die ersten Gleise sind ausgelegt – in Irgendwo. Millimeter für Millimeter wurden sie angepasst, auf die erforderliche Länge gebracht und sorgfältig fixiert. Noch ist nichts verschraubt, nichts verkabelt, doch schon jetzt lassen sich die Linien erahnen, auf denen später die Züge ihren Weg finden werden.

Das Normalspurgleis H0, im rechten Anlagenteil als Zweischienengleis H0/H0e ausgeführt, zieht sich über die gesamte Länge des Dioramas. Etwa in der Mitte zweigt die Schmalspur ab, biegt sacht in ihr eigenes Streckennetz ein – eine Verbindung zwischen zwei Welten auf kleinstem Raum. Das Gleis ist vorbereitet, um bald mit Strom versorgt und endgültig befestigt zu werden.

Eine erste Stellprobe durfte natürlich nicht fehlen: Auf den Schienen im Bereich des Abzweigs standen zwei Lokomotiven zur Probe – die Preußische T3 und die V12 der Rhein-Sieg-Eisenbahn. Ein Moment des Innehaltens, fast feierlich, als sich Vergangenheit und Gegenwart begegneten. Zwei Maschinen, wie geschaffen für diesen kleinen Ort, der so unscheinbar beginnt und doch voller Möglichkeiten steckt.

Preußische T3 – H0 Fleischmann

Projektstudie 07.10.2025

V12 der Schmalspur Rhein-Sieg-Eisenbahn – H0e Liliput

„Irgendwo“ erwacht damit langsam zum Leben. Die Schienen liegen, die ersten Spuren sind gezogen. Noch rollt nichts, aber man spürt es bereits: Bald werden hier Züge ankommen und abfahren, Reisende aus „Nirgendwo“ in „Irgendwo“ – und wieder zurück.