Der Sonne so nah

Der Sonne so nah von Axel S. Meyer – Buchtipp

Wer in den ersten Februartagen 2023 durch eine Buchhandlung gestolpert ist, wird auf dem Tisch oder im Regal ein Buch mit verlockendem Cover gesehen haben, das die Augen eines Modellfliegers anzieht: Der neue Roman von Axel S. Meyer DER SONNE SO NAH. Nimmt der Interessierte es in die Hand, dreht es um und schaut auf den Klappentext, liest er:

ZWEI GENIES, DIE WELTEN TRENNEN.

VEREINT DURCH DEN TRAUM VOM FLIEGEN.

Zwei Männer machen sich im 19. Jahrhundert auf, den Himmel zu erobern. Im pommerschen Städtchen Anklam sucht der junge Otto Lilienthal Zuflucht in der Natur. Als er in den Niederungen den Flug der Störche beobachtet, keimt in ihm der Wunsch, selbst einmal wie ein Vogel fliegen zu können.

Unterdessen wächst Ferdinand Graf von Zeppelin als Spross einer Adelsfamilie bei Konstanz am Bodensee auf. Schon früh interessiert er sich für Technik und Mechanik, muss sich aber den Wünschen seines Vaters fügen und schlägt zunächst eine Militärkarriere ein. Und doch hält er an seinem großen Traum fest, eines Tages ein mächtiges Luftschiff zu bauen.
Zwei Männer, besessen von dem uralten Traum des Fliegens, die in einem Fernduell um die Herrschaft der Lüfte ringen. Von ihren Mitmenschen als Fantasten verspottet, lassen sie s
ich nicht beirren, auch wenn es zunächst scheint, als würden ihre Kritiker recht behalten …

Ein sicherlich für Modellflieger faszinierender Roman über die großen Pioniere der Luftfahrt Otto Lilienthal und Graf von Zeppelin. 

Buchcover mit Link zu Amazon

Kindler Verlag

1. Edition (31. Januar 2023)‎

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3463000336

Der Autor schreibt in seinem Buch: „Vieles in diesem Roman hat sich so zugetragen. Manches vielleicht. Einiges entspringt dem Reich meiner Fantasie. Axel S. Meyer“

Le Aviette – Flying Bicycle –Fliegendes Fahrrad #4

Le Aviette – Flying Bicycle –Fliegendes Fahrrad #4

Der aufmerksame Leser der Dokumentation Fliegendes Fahrrad hat sich möglicherweise im Teil #3 gedacht: Da stimmt doch etwas nicht oder? Im Text ist davon die Rede, mit 0,4 mm Flugzeugsperrholz die Kiefernleisten des Rumpfes dort zu verstärken, wo sie aufeinander stoßen und verklebt sind.

Und bitte schön, wo ist das im Foto vom Rumpf zu sehen?

Oben an der Stirnseite, an den anderen Stellen noch nicht. Richtig beobachtet.

Aber keine falschen Schlüsse ziehen. Das Foto wurde einfach zu früh gemacht. Die Textaussage stimmt: Alle Stellen verstärken, an denen Leisten aufeinander stoßen.

Soweit nur am Rande, denn fast könnte der Fahrer im Rumpf, auf dem Fliegenden Fahrrad Platz nehmen, zumindest zur Probe sitzen.

Vorschläge, Ideen wie der Fahrer seine Beine bewegt, in die Pedalen tritt, gingen hier mehrere ein. Alle sind sicherlich tauglich und der Dank gilt denen, die sich gemeldet haben.

Anklicken und vergrößern

Die Wahl fiel bei Abwägen von Für und Wider der unterschiedlichen Vorschläge auf folgendes Antriebsmodell: Die Beinmuskeln des Fahrers, des Piloten werden angetrieben über einen Getriebemotor. Gesteuert wird er mit dem Sender, in beide Richtungen ist ein stufenloses Regeln der Drehgeschwindigkeit möglich und später die Tretgeschwindigkeit des fliegenden Radlers.

Ein altes Micro-Servo aus der Bastelkiste musste dran glauben. Kurzerhand auf den OP-Tisch gelegt, ohne Betäubung die Bauchdecke geöffnet und weiter in die Herzkammer des kleinen Patienten. Etwas bohren, wegschneiden, drehen, mit dem Servotester in die Nullstellung bringen. Anschließend den geöffneten Korpus schließen und verschrauben und zur Wiederbelebung Strom anlegen.

Zum Test wird der Micro-Getriebmotor mit einer Wäscheklammer am Rumpf provisorisch in etwa dort befestigt, wo er letztendlich eingebaut werden soll.

Der Gebtriebemotor wird an den vorgesehenen Empfänger auf einen freien Kanal gesteckt, Sender eingeschaltet, Akku angeschlossen und der Test kann beginnen.

Le Aviette – Flying Bicycle – Fliegendes Fahrrad #3

Le Aviette – Flying Bicycle –Fliegendes Fahrrad #3

Wir kümmern uns heute um den Rahmen bzw. den Rumpf des Gefährts. Er ist im wesentlichen aus 5 mm Kiefernleisten gebaut.

Die zurecht geschnittenen Leisten zunächst für ein Seitenteil auf einem Baubrett ausrichten, fixieren verkleben (Foto 1). Dann die Leisten für das zweite Seitenteil auf dem ersten Seitenteil ausrichten, fixieren. Dort wo Klebestellen sind, zwischen den beiden Seitenteilen etwas Tesafilm, damit die Teile nicht mit dem darunter liegenden, bereits fertigen Seitenteil zusammenkleben (F0t0 2).

Gut aushärten lassen. Die beiden Seitenteile lassen sich anschließend leicht trennen und sind absolut deckungsgleich. Hier sah das so aus, die Fotos können zum Vergrößern angeklickt werden:

Foto 1 – Ein Seitenteil
Foto 2 – Beide Seitenteile
Foto 3 – Zwei Seitenteile

Nach einer Pause geht es weiter: Die beiden Seitenteile auf dem Plan ausrichten, die Querstreben einkleben und anschließend mit 0,4 mm Flugzeugesperrholz den Rahmen dort verstärken, wo Leisten aneinander stoßen. Den Motorspant aus 4 mm Pappelsperrholz an der Stirnseite im oberen Drittel befestigen. Um Motorsturz und Seitenzug kümmern wir uns bei Motoreinbau.

Alles verschleifen und fertig ist der Rumpf mit einer Länge von 560 mm im Rohbau (Foto 4). Schön machen und der Rest kommen später.

In der Bastelkiste lassen sich noch zwei alte Speichenräder finden. Sie dürften etwas größer sein. Aber so ist das eben, wenn ein Modell ausschließlich mit Vorhandenem, Gebrauchtem gebaut wird. In der Kiste mit Kleinkram liegt ein passendes Spornrädchen. Genau das Richtige, mit einem 1 mm Draht eingeklebt, fest, nicht steuerbar. Geht doch – oder?

Foto 4 – Rumpf Rohbau