Emma – Abenteuer im Teich

Die erste Testfahrt mit dem brandneuen Schiffsschraubenschutz im Teich begann noch ganz harmlos. Ein leichter Wellengang kräuselte das Wasser, das so flach war, dass selbst Gummistiefelträger aufrecht hindurchspaziert wären. Blätter und Grashalme dümpelten gemütlich an der Oberfläche, als wollten sie Emma gleich zum Belastungstest herausfordern. Unter Wasser tummelten sich kleine Fische und ausgewachsene Karpfen, die das Spektakel neugierig beobachteten und wahrscheinlich schon Wetten abgeschlossen hatten: „Schafft sie’s diesmal ohne Hänger?“

Doch dann die Überraschung: Ein geheimnisvolles Wesen lauerte im Schatten des Schilfs – ein Krokodil! Zumindest sah es so aus: gelbgrüner Panzer, Augen knapp über der Wasseroberfläche, unbeweglich wie ein altes Schiffswrack.

Normalerweise hätte jede andere schwimmende Lok an dieser Stelle die Bremse gezogen – aber nicht Emma! Mutig, entschlossen und mit der Kraft ihrer neuen Schraubenrüstung schnaubte sie kurz, setzte an und schwupps: schon hatte sie das Tier am Seil.

Jetzt bot sich ein Bild für die Götter. Emma dampfte stolz ihre Runden, und hinter ihr zappelte das Krokodil, artig wie ein Boot an der Leine. Am Ufer hatten sich Schaulustige versammelt: Kinder mit Eis in der Hand, Rentner mit Ferngläsern, und sogar ein Hund, der mit offenem Maul nicht recht wusste, ob er bellen oder ins Wasser springen sollte.

Alle verfolgten das kuriose Gespann – die kleine Lok und ihr neues Haustier, das grimmigste Deko-Krokodil, das je in einem Teich gelegen hatte.

Emma – Schiffsschraubenschutz

Auf ihren abenteuerlichen Mini-Kreuzfahrten durch stille Teiche an Rhein und Sieg erwies sich unsere kleine schwimmende Lok „Emma“ als wahre Sammlerin – allerdings weniger von schönen Erinnerungen, sondern eher von dem, was die Unterwasserwelt so bereitwillig hergibt.

Ob Algen, Schilf oder die eine oder andere unidentifizierbare „Spezialität“ aus der Wasserflora: Emmas Schiffsschraube hatte eine Saugkraft, gegen den selbst der stärkste Staubsauger neidisch geworden wäre.

Die Folge? Nach kurzer oder längerer Fahrt voller Stolz und Dampf: Stillstand! Emma stand da wie ein Seehund im Karpfenteich – charmant, aber unbeweglich. Ein Zustand, der auf Dauer nicht nur den Fahrplan sprengte, sondern auch das Nervenkostüm des Lokführers.

Die Lösung: Ingenieurskunst trifft auf Einfallsreichtum! Mit Fusion 360 wurde ein schicker Schiffsschraubenschutz entworfen – ein formschöner Korb, innerer Durchmesser 38 mm, also quasi ein Maßanzug für die Schraube. Danach kam der Zauber der modernen Technik:Die Konstruktion als STL-Datei gespeichert, 3D-Druck angeworfen, fertig war Emmas persönliche Unterwasser-Rüstung.

Schiffsscharaubenschutz 38mm, 3D-Druck STL-Datei

74 Downloads

Seitdem pflügt die kleine Lok stolz durchs Wasser – frei von Grünzeug, frei von Sorgen. Nur die Enten schauen manchmal neidisch, dass sie keinen eigenen Schutzanzug bekommen haben.

Montagehinweise: Ggfl. Schiffsschraube demontieren, Schutz über die Welle auf den Rumpf schieben, ausrichten, 2 mm Bohrungen, mit Zahnstocher fixieren, kleben, Schiffsschraube montieren.


Reise um die Erde – Cochem – Reichsburg

Die Perle an der Mosel – Sanft wie ein silbernes Band schlängelte sich die Mosel durch die Hügel, als trüge sie Weinberge auf ihren Schultern. Und dort, wo das Wasser eine elegante Biegung beschreibt, erhob sich Cochem, eine Stadt, die sich mit malerischen Gassen und spitzen Türmen an den Hang schmiegt, als hätte sie die Zeit in den Mauern bewahrt.

Über allem thronte die Reichsburg, wie eine Krone aus Stein, hoch auf dem Felsen. Ihre Zinnen ragten stolz in den Himmel, von Legenden umweht, als seien Ritter und Minnesänger eben erst durch ihre Tore geschritten. In ihrem Inneren hallten die Räume von vergangenen Festen, und draußen fiel der Blick weit über Fluss und Weinberge, wo jede Rebe in der Sonne wie ein kleiner Smaragd glänzte.

Unser fliegendes Fahrrad schwebte über die Dächer der Stadt, über das bunte Treiben am Ufer, wo Schiffe anlegten und die Mosel leise gegen die Steine klatschte. Die Türme der Kirchen stiegen zwischen den Fachwerkhäusern empor, und die Gassen wirkten wie aus einem alten Märchenbuch herausgeschnitten.

Doch es war nicht nur das Mittelalter, das hier sprach – es war auch die Landschaft selbst: die steilen Rebhänge, in denen der berühmte Moselwein gedeiht, die weichen Hügel, die sich wie Wellen hintereinander türmten, und die stille, fast träumerische Strömung des Flusses.

Cochem war wie ein Gedicht aus Stein, Wasser und Wein – und die Reichsburg das leuchtende Reimwort, das dieses Bild vollendete. Als wir uns wieder erhoben, blieb die Stadt hinter uns zurück wie eine kleine, glänzende Miniatur, eingebettet in das große Tal der Mosel.