Reise um die Erde – Rothenburg ob der Tauber

Ein Traum aus dem Mittelalter – Wie eine Miniatur in einer alten Chronik lag es vor uns, Rothenburg ob der Tauber, hoch über dem lieblichen Taubertal. Unser fliegendes Fahrrad trug uns sanft über die Wiesen hinauf zur Stadt, die mit Mauern, Türmen und Dächern erschien, als sei die Zeit hier irgendwann stehen geblieben.

Im Herzen öffnete sich der Marktplatz, ein Bühnenraum aus Jahrhunderten: das Rathaus mit seiner stolzen Fassade und dem hohen Turm, von dem einst Wächter den Blick weit ins Land schweifen ließen. Gleich daneben erhob sich die Jakobskirche, ihr steinernes Gewand schlicht und doch erfüllt von geheimnisvollem Glanz, denn in ihrem Inneren birgt sie den berühmten Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider, ein Werk von stiller Erhabenheit.

Wir glitten tiefer hinab, bis wir vor dem wohl bekanntesten Bild der Stadt schwebten: dem Plönlein, jenem kleinen Platz, wo ein schiefes Fachwerkhaus zwischen zwei Toren thront, ein Bild, das wie eine Postkarte aus dem Mittelalter wirkt.

Rothenburg BW 4

Von dort führte uns der Weg in den Burggarten, wo Rosen blühten und von der alten Stadtbefestigung der Blick weit hinaus ins Taubertal glitt – eine Landschaft von sanfter Schönheit, die sich wie ein grünes Tuch um den Felsen der Stadt schmiegte.

Doch Rothenburg bewahrt nicht nur das Schöne, auch das Strenge vergangener Zeiten: Im Mittelalterlichen Kriminalmuseum zeugen eiserne Masken, Pranger und Folterinstrumente von den dunklen Seiten der Geschichte, als Recht und Gerechtigkeit oft mit Schmerz und Strafe verbunden waren.

MKM Streckbank

Wieder hinausgetragen an den Rand der Stadt, schwebten wir entlang der Stadtmauer, die sich mit Türmen und Wehrgängen wie ein geschlossener Ring um Rothenburg legt – ein steinernes Band, das seit Jahrhunderten seine Bürger schützt.

Unter uns leuchteten die roten Dächer, und für einen Moment war es, als hätten wir die Zeit selbst durchflogen: hinein in das Herz des Mittelalters, das hier noch immer schlägt.

Spassfliegen 2025 – MFG Siebengebirge e.V.

Am Sonntag war es wieder soweit: Das traditionelle Spassfliegen der MFG Siebengebirge e.V. lockte viele Modellflieger, Familien und Freunde des Hobbys auf den Hartenberg in Königswinter-Oberpleis. Wie jedes Jahr: bestes Modellflugwetter, gute Stimmung, viele Besucher und jede Menge Flugspaß!

Am Hang gab es richtig viel zu sehen – von Antikmodellen bis zu Hightech-Seglern alles dabei, auch eine mehr als 45 Jahre alte Minimoa mit 2,5 m Spannweite und der bekannte Eigenbau von Montagsfliegern einer Graupner Weihe 50 in zwei Varianten. Natürlich durfte auch das Drumherum nicht fehlen: Pavillon, Stromversorgung, Kaffee & Kuchen, Würstchen, frische Salate und kühle Getränke. Perfekt organisiert, sodass man einfach nur genießen konnte. Geflogen wurde den ganzen Tag, dazu viel gefachsimpelt, gequatscht, gelacht – und für einzelne war es auch ein Wiedersehen nach langer Zeit. Genau das macht den besonderen Charme dieser Tradition aus: Gemeinschaft, Lebensfreude und die Liebe zu unserem wunderschönen Hobby.

Allen, die zum Gelingen des Spassfliegens und dem schönen Tag im Siebengebirge beigetragen haben, gilt auch an dieser Stelle ein Dank.

Im Video bekommt ihr einen tollen Eindruck vom Tag und den Flugmodellen.

Viel Spaß beim Anschauen!


Emma in Not – Wasserabenteuer einer kleinen Lok

Was passiert, wenn eine neugierige Lokomotive zu dicht an einen Springbrunnen gerät? Richtig: Sie bekommt mehr Dusche als ihr lieb ist! Unsere tapfere kleine Emma, bekannt aus der Hommage an Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (Augsburger Puppenkiste), fährt fröhlich dahin – bis sie plötzlich vom magischen Sog des Wasserspiels erfasst wird.

Nass, tropfend, aber immer noch stolz, kämpft sich Emma mit viel Ruhe und Geduld aus der spritzigen Lage. Keine Sorge: Weder Lok noch Mensch noch Passagier haben Schaden genommen – nur die Enten im Teich hatten die größte Gaudi ihres Lebens.

Schaut rein, lacht mit, und vergesst nicht: Auch Lokomotiven brauchen manchmal ein Handtuch!