Reise um die Erde – Hangflug am Hartenberg

Frei nach Jules Vernes:

„Ein jeder, der sich der Wissenschaft, dem Fortschritt und der unermüdlichen Neugier des Geistes verschreibt, wird begreifen, welch köstlicher Reiz in der Betrachtung der Welt aus der Höhe liegt — nicht allein in Metern gemessen, sondern im Staunen, das den Horizont weit übersteigt!“

So begann unser Flug an einem jener klaren Tage, an denen die Lüfte selbst zu atmen scheinen. Das fliegende Velo erhob sich über das Tal des Rheins, sein Kurs gesetzt gen Süden – in Richtung der ehrwürdigen Stadt Königswinter, die sich malerisch an den Fuß des Siebengebirges schmiegt, wie ein schläfriger Kater an einen warmen Ofen.

Dort unten, am Hartenberg, versammelten sich jene kühnen Himmelsstürmer, die sich Hangflieger nennen – wackere Enthusiasten der Modellflugkunst, Mitglieder des angesehenen Vereins Modellfluggruppe Siebengebirge e.V.. Ihre Apparate, filigran wie Libellen und präzise gebaut wie die Werke eines Schweizer Uhrmachers, glitten mit anmutiger Eleganz über die windgetragenen Kanten des Hangs. Man hätte glauben können, es handle sich um mechanische Vögel, beseelt von einer unsichtbaren Kraft, die nur die kühnsten Erfinder zu entfachen wissen.

Während wir unsere Flugroute ein wenig justierten – ein sanftes Drehen des Steuerruders genügte –, trieb uns der Strom der Luft weiter gen Osten. Unter uns entfaltete sich das Örtchen Oberpleis, von dessen Dächern das Licht der Nachmittagssonne reflektierte wie von blank polierten Spiegeln. Im Zentrum, fest und ehrwürdig, erhob sich die Pfarrkirche Sankt Pankratius, ein Bollwerk des Glaubens und der Zeit. Bereits im 12. Jahrhundert gegründet und später im neoromanischen Stil erweitert, trotzt sie Wind und Wandel. Ihr Turm, mit fein behauenen Gesimsen und zierlichen Rundbogenfenstern, ragt wie ein Finger zum Himmel, als wollten sie uns Reisende grüßen.

So endete dieser kleine Abschnitt unserer Reise um die Erde – nicht im Sinne von Meilen oder Längengraden, sondern im Geiste der Entdeckung, der bewundernden Betrachtung und der nie endenden Sehnsucht, die Welt von oben zu erblicken.

Anflug zum RC-Crawler-Treff

Kaldauer Grube, Siegburg – Heute nehmen wir euch mit auf einen besonderen Flug – wir sind im Anflug auf den bekannten RC-Crawler-Treff in der Kaldauer Grube in Siegburg.

Unser virtueller Flug beginnt mit Google Earth über Hennef-Happerschoß, von wo aus wir einen Blick auf die Wahnbachtalsperre und ihre imposante Staumauer werfen. Weiter geht’s mit Blickrichtung Westen über das grüne Siegburg-Seligenthal, wo sich ein ganz besonderes historisches Kleinod befindet: das Kloster Seligenthal.

Ein kurzer Blick in die Geschichte – Das Kloster Seligenthal wurde im Jahr 1231 von Graf Heinrich III. von Sayn gestiftet und den Zisterzienserinnen übergeben. Es entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum der Region. Die Klosterkirche ist ein Beispiel rheinischer Gotik und wurde über die Jahrhunderte mehrfach erweitert und restauriert. Heute ist das Kloster ein Ort der Ruhe und Besinnung, und es beherbergt unter anderem eine Ordensgemeinschaft sowie Einrichtungen für soziale Dienste.

Besonders schön: Der Klosterkomplex liegt idyllisch eingebettet zwischen Wald und Tal, mit Blick auf die umliegenden Höhenzüge – ein stiller Kontrast zum technischen Treiben, das uns nun erwartet.

Kloster Seligenthal (Sieg) 003

Schließlich erreichen wir unser Ziel: den ehemaligen Steinbruch bei Siegburg-Kaldauen, besser bekannt als Kaldauer Grube. Hier treffen sich RC-Enthusiasten, um ihre Fahrzeuge durch anspruchsvolles Gelände zu manövrieren.

Im Mittelpunkt steht heute ein absoluter Gelände-Könner – ein Axial SCX10.3 Chassis – robust, leistungsstark, und perfekt abgestimmt – ausgestattet mit einer Cherokee XJ Karosserie von Team Raffee Co.. Das Modell überzeugt mit realistischen Proportionen, liebevollen Details und einer Performance, die sich auf jedem Steinbruch-Untergrund sehen lassen kann.

Für Crawler-Fans ist die Kaldauer Grube der perfekte Treffpunkt. Wer noch nicht dort war – packt den Akku ein und schaut vorbei!

Erster Sprung aus den Wolken für Fallentina

Mitte Juli 2025. Ein lauer Sommertag, wie gemalt für große Träume und kleine Heldinnen. Warm, kaum Wind, der Himmel leicht bewölkt – ideale Bedingungen für ein Ereignis, das unter den Montagsfliegern seit Wochen sehnsüchtig erwartet wurde: der allererste Fallschirmsprung von Fallentina.

Seit Tagen kursierte die Frage, ob sie es wohl wagen – und vor allem schaffen würde. Heute gab es die Antwort. Und was für eine! Fallentina, die kleine, mutige Fallschirmspringerin, sprang tatsächlich aus den Höhen der Wolken, öffnete souverän ihren Schirm und landete sanft am Boden. Der erste Sprung war ein voller Erfolg – und das gleich beim ersten Mal!

Ungläubiges Staunen und erleichterte Freude lagen in der Luft, als sie sicher aufkam. Doch damit nicht genug: Ganze sechsmal ließ sich Fallentina aus dem großen Schlepper von Bernd in die Tiefe fallen – aus bis zu 300 Metern Höhe. Anfangs kaum mehr als ein Punkt am Himmel, entwickelte sich jedes Mal ein kleiner Film aus Mut, Technik und perfekter Ausführung.

Mit „Erster Sprung aus den Wolken“ ist nicht nur dieser Kurzfilm entstanden, sondern auch ein Herzensprojekt erfolgreich umgesetzt worden. Herzlichen Glückwunsch, Ralf, zu diesem gelungenen Projekt – und danke an alle, die diesen Tag zu einem kleinen Kapitel Fluggeschichte bei den Montagsfliegern gemacht haben!