Moba H0 Bhf „Irgendwo“ – drucken und bauen

„Irgendwo“ aus dem 3D-Drucker. Der kleine Landbahnhof „Irgendwo“ ist nun mehr als nur ein virtuelles Modell – er ist bereit, seine Reise in andere Werkstätten anzutreten.

Mit Fusion 360 konstruiert, im Maßstab H0 (1:87), folgt er dem Vorbild des ehemaligen Bahnhofs der Rhein-Sieg-Eisenbahn in Asbach, der heute als Eisenbahnmuseum erhalten ist.

Asbach-Bahnhof 1901

In liebevoller Detailarbeit entstanden Wände, Dächer und Proportionen, die den Charakter des Originals bewahren und doch Raum für eigene Interpretationen lassen. Und wie schon bei allen Schritten dieses Projekts gilt auch hier: Wissen, Ideen und Freude am Bauen sollen geteilt werden.

Darum steht hier das Modell des Bahnhofs „Irgendwo“ zum kostenlosen Download für nicht-kommerzielle Zwecke zur Verfügung. Das Download-Paket im ZIP-Format (1,1 MB) enthält alle für den 3D-Druck und Bau erforderlichen Teile im STL-Format ohne Texturen – klar strukturiert und vollständig vorbereitet:

  • Fundament (1 Teil)
  • Erdgeschoss (7 Teile)
  • Zwischenboden (1 Teil)
  • Obergeschoss (7 Teile)
  • Dach (5 Teile)
  • Fenster und Türen (5 Teile)
  • Treppenstufen (1 Teil)
  • Kamine (2 Teile)
  • Bahnhofsuhr (1 Teil)

Einzelne Teile (z.B. Fenster) mehrfach drucken

Ergänzt wird der Baukasten durch eine Baubeschreibung mit Grafiken im PDF-Format, die den Zusammenbau Schritt für Schritt begleitet – von der ersten Grundplatte bis zum fertigen Dach. Außerdem enthält das Paket eine Maßzeichnung der Gebäudefront und -seite, die als Referenz beim Aufbau oder zur individuellen Anpassung dient.

Die Wände des Erdgeschosses und Obergeschosses sowie die Flächen des Daches sind auf Gehrung (45°) geschnitten, um das Zusammenkleben zu erleichtern. Dadurch fügen sich die Bauteile präzise und sauber zusammen – die Klebestellen sind damit optisch nahezu unsichtbar, und das Modell erhält eine geschlossene, harmonische Anmutung.

So kann jeder, der mag, seinen eigenen kleinen Bahnhof „Irgendwo“ erschaffen – als Teil einer Klein- oder Nebenbahn, als Diorama oder einfach als Erinnerung an die stillen Tage an der Strecke zwischen Nirgendwo und Irgendwo.

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Wenn Gleise lebendig werden

Das Projekt Kleinbahn „Von Nirgendwo nach Irgendwo“ nimmt langsam Fahrt auf:

Die Gleise liegen. H0 und H0e, der Abzweig des Zweischienengleises, die drei Weichen – alles ist wie in der 3D Blender Studie geplant an seinem Platz. Es ist der Moment, in dem aus Linien auf dem Bildschirm und auf Holz echte Gleiswege werden, bereit für Strom, Bewegung und Klang.

Der Strom ist angelegt, die Weichen polarisiert, die Verbindungen geprüft. Jede Schiene trägt nun ihren feinen metallischen Glanz, jede Lötstelle erzählt von Geduld und Sorgfalt. Die Weichen sind Handweichen – sie werden mechanisch über einen Kippschalter mittels eines 0,8 mm starken Stahldrahts gestellt. Gleichzeitig schaltet der Kippschalter die korrekte Polarisierung des Weichenherzstücks, sodass jedes Fahrzeug sicher und zuverlässig seinen Weg findet.

Dann kam der Augenblick, auf den jeder Modellbahner wartet: die ersten Probefahrten und Stellproben Auf beiden Spurweiten rollten die Züge ruhig und gleichmäßig – ohne Zucken, ohne Stocken, als hätten sie gewusst, dass dieser Moment ihr Ziel war. Die Tenderlok der Baureihe 94 der Deutschen Bundesbahn schnaufte über die Normalspur, während die kleine V13 der Rhein-Sieg-Eisenbahn ihren Weg über die Schmalspur nahm. Zwei Welten, die sich auf einem Meter und zwanzig Zentimetern begegnen.

Die BR 94 fuhr schließlich in den Bahnhof „Irgendwo“ ein und hielt vor dem provisorisch aufgestellten Bahnhofsgebäude. Ein stiller, beinahe feierlicher Moment – als würde der kleine Ort zum ersten Mal seinen Namen tragen, als wüsste das Diorama nun selbst, wohin die Reise geht.

Nebenbei nimmt er Triebwagen T1 der Schmalspurbahn (H0e) weiter Gestalt an. Die Einzelteile sind konstruiert und mit einem Resin Drucker gedruckt; Dach, Rahmen und Fahrwerk bereits mit der Airbrush lackiert. Langsam fügt sich alles zusammen – aus Kunststoff, Farbe und Geduld entsteht ein Fahrzeug, das im Bahnhof „Irgendwo“ seine Heimat haben wird.

Bald werden die Gleise eigeschottert. Körnchen für Körnchen entsteht dann das Bild echter Gleise – mit all den Spuren, Übergängen und kleinen Unregelmäßigkeiten, die aus einem technischen Aufbau eine lebendige Bahn machen. Und vielleicht wird man dann schon hören, wie es in „Irgendwo“ leise summt und klappert, wenn die Züge aus „Nirgendwo“ in „Irgendwo“ einfahren oder von dort ihren Dienst aufnehmen.

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Emma – Abenteuer im Teich

Die erste Testfahrt mit dem brandneuen Schiffsschraubenschutz im Teich begann noch ganz harmlos. Ein leichter Wellengang kräuselte das Wasser, das so flach war, dass selbst Gummistiefelträger aufrecht hindurchspaziert wären. Blätter und Grashalme dümpelten gemütlich an der Oberfläche, als wollten sie Emma gleich zum Belastungstest herausfordern. Unter Wasser tummelten sich kleine Fische und ausgewachsene Karpfen, die das Spektakel neugierig beobachteten und wahrscheinlich schon Wetten abgeschlossen hatten: „Schafft sie’s diesmal ohne Hänger?“

Doch dann die Überraschung: Ein geheimnisvolles Wesen lauerte im Schatten des Schilfs – ein Krokodil! Zumindest sah es so aus: gelbgrüner Panzer, Augen knapp über der Wasseroberfläche, unbeweglich wie ein altes Schiffswrack.

Normalerweise hätte jede andere schwimmende Lok an dieser Stelle die Bremse gezogen – aber nicht Emma! Mutig, entschlossen und mit der Kraft ihrer neuen Schraubenrüstung schnaubte sie kurz, setzte an und schwupps: schon hatte sie das Tier am Seil.

Jetzt bot sich ein Bild für die Götter. Emma dampfte stolz ihre Runden, und hinter ihr zappelte das Krokodil, artig wie ein Boot an der Leine. Am Ufer hatten sich Schaulustige versammelt: Kinder mit Eis in der Hand, Rentner mit Ferngläsern, und sogar ein Hund, der mit offenem Maul nicht recht wusste, ob er bellen oder ins Wasser springen sollte.

Alle verfolgten das kuriose Gespann – die kleine Lok und ihr neues Haustier, das grimmigste Deko-Krokodil, das je in einem Teich gelegen hatte.