Motte und Rabe – die schwärmen jetzt für Flieger

Motte und Rabe – die schwärmen jetzt für Flieger – ein Gespräch unter Freunden #37

„Du Rabe?“ „Ja Motte, was gibt es?“

„Ich habe mir gestern in der Eisdiele Da Enzo zwei Eisbällchen in einem knusprigen Hörnchen gekauft. Das war lecker. Und stell Dir mal vor, wen ich da getroffen habe.“

„Weiß ich doch nicht, den Herrn Pfarrer oder einen anderen Deiner Freunde?“

„Nein Rabe, Deine Mutter und ihre Freundin Brigitte. Ich stand in der Schlange hinter denen und habe alles gehört.“ „Ach, Du hast wieder gelauscht? Worüber haben sie denn gesprochen? Über mich etwa?“

„Nein Rabe, die haben über einen Flieger gesprochen und ein ganz tolles Flugzeug, einen Doppeldecker. Die beiden waren ganz verrückt danach und haben nur so geschwärmt. Was für ein netter Mann, und die Landschaft – einmalig.“ „Meine Mutter und Brigitte, Du bist Dir sicher Motte?“ „Ja, vollkommen sicher, es gibt keinen Zweifel.“ „Haben die geträumt?“

„Nein Rabe, die hatten wohl zusammen einen Film gesehen.“ „Elvis? Der ist jetzt in den Kinos gestartet. Das war doch auch so ein Frauenschwarm. Mein Onkel Wilhelm hat davon erzählt als wäre er selbst Elvis und dann hat er den ganzen Tag mit seiner Luftgitarre und schwingenden Hüften nur noch gute Laune verbreitet.“

„Nein Rabe, der Flieger heißt nicht Elvis, der Film spielt in Afrika. Ich glaube da spielt Elvis nicht mit, sondern ein Robert.“ „Ach, und das findest Du aufregend Motte?“

„Nein, da gab es auch schöne Aufnahmen von einem Doppeldecker, da sind der Robert und eine Frau mit geflogen und haben sich Afrika von oben angesehen.

Hier Rabe, ich habe einen Ausschnitt dabei, schau nur.

Motte, jetzt kann ich mir vorstellen, wie verzückt die beiden Damen waren und gerne vor Robert in dem Flugzeug gesessen hätten und er ihnen Afrika von oben zeigt.“ „Das glaube ich auch Rabe, aber das Schönste kommt ja noch.“ „Und was?“

„Als die beiden ihr Eis hatten und sich umdrehten, haben sie mich gesehen und fast umgerannt. Dann haben sie nur noch gekichert und zu mir gesagt: Flieger grüß mir die Sonne. Und stell Dir vor, die Freundin Deiner Mutter, die Brigitte, setzte noch hinzu: und natürlich Deinen Vater. Verstehst Du das?“

„Das verstehe ich gut Motte.“ „Ja und?“ „Das erkläre ich Dir, wenn Du groß bist.“

Rabe, die Montagsfliegern haben auch so ein Flugzeug wie in dem Film, nur in einer anderen Farbe und eben ein Modell.“

„Ja Motte, die haben nicht nur eine Motte, sondern mit Dir zwei.“ „Und einen Robert haben die auch Rabe.“


Motte und Rabe – Hitzewochenende auf Flugwiese V

Motte und Rabe – Hitzewochenende auf Flugwiese V – ein Gespräch unter Freunden #36

„Du Rabe?“ „Ja?“ “ Das war ja ein verdammt heißes Wochenende hier im Rheinland, 37 Grad Celsius.“ „Das kannst Du wohl sagen. Ich bin mit meinem Onkel Wilhelm ins Freibad gefahren.“ „Und Deine Mutter und ihre Freundin Brigitte, waren die mit?“

„Nein, die sind zu Hause geblieben. Aber mein Onkel Wilhelm hatte sein altes Nordmende Transistorradio dabei und wegen der Oldies eingeschaltet, die er so gerne hört. Das war dann aber leider so, als läge meine Mutter mit auf der Decke.“

„Was heißt das denn Rabe?“ „Dauernd hat das Radio wie meine Mutter auf mich eingeredet, mir gute Ratschläge gegeben und mich ermahnt. Sei vorsichtig mein Junge und creme dich gut ein, sagte sie noch als wir losfuhren und dann schaltet mein Onkel Wilhelm sein Transistorradio ein und es geht weiter: Viel trinken, nicht zu Kaltes trinken, nicht kalt duschen, eincremen, im Schatten aufhalten, nicht zu fett essen, nicht überanstrengen, vor dem Sprung ins Wasser abkühlen, nicht im Rhein oder Kanal schwimmen. So als wäre ich doof. Ich habe dann mein Handtuch über das Radio geworfen. Das hat aber nicht geholfen. Die redeten weiter, wie meine Mutter.“

„Das senden die im Radio Rabe?“ „Ja, nicht nur einmal, ich habe es gehört Motte, wiederholt, den ganzen Tag. Mein Onkel Wilhelm hat nur mit dem Kopf geschüttelt und meinte, das ist der Kinderkanal, die haben das Programm geändert.“

„Vielleicht meinen die vom Radio, dass das den Erwachsenen keiner beigebracht hat und die Hörer dumm sind. Rabe, das Radio hat auch einen Bildungsauftrag, sagt mein Vater immer.“ „Motte, wenn das Bildung ist, dann bin ich zu Hause bei meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte an einer Hochschule.“

„Aber Rabe, wenn die Hörer doch diese Tipps brauchen. Mmm, warte mal, mein Vater spricht immer von dem mündigen Bürger, der frei und verantwortungsvoll entscheidet, Kinder erzieht oder eben auch nicht und in einer Demokratie nicht nur wählen darf, sondern sollte. Und denen wird erklärt, dass sie bei der Hitze viel trinken sollen?“ „Motte, was hast Du denn bei der Hitze erlebt?“

„Rabe, ich war bei den Montagsfliegern. Da hast Du einiges verpasst. Da war sogar ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Eine BO 105 Luftrettung des Bundesinnenministeriums.“

„Motte, meist hat das ja nichts Gutes zu bedeuten, wenn der Rettungshubschrauber kommt. War denn etwas passiert oder war gar einer bei der Hitze umgekippt?“

„Nein Rabe, die Montagsflieger hatten sich gut gerüstet. Die hatten viel zu Trinken dabei, einen riesigen Sonnenschirm, Sonnenbrillen, Strohhut und Kappen, Sonnencreme und natürlich ihre Modellflugzeuge.“ „Und sonst?“ „Ein Radio nicht Rabe, die wissen selber worauf sie zu achten haben, was sie zu tun und zu lassen haben.“ „Motte, hast Du denn was von den Getränken abbekommen und durftest Dich auch unter den Schirm in den Schatten setzen?“

„Klar durfte ich das, wir sind doch Freunde.

Die waren auf einer anderen Wiese, Flugwiese V ist das. Da haben die wieder Segler mit der großen Motormaschine, der Maule geschleppt.

Und stell Dir vor Rabe, der Tim ist die auch geflogen, die Maule. Aber Hallo sag ich da nur, wie der das kann. Kein Hexenwerk, rief er mir lächend nach seiner Landung zu. Schau hier.“


Motte und Rabe – Freundschaftsfliegen beim MFG Porz e.V.

Motte und Rabe – Freundschaftsfliegen beim MFG Porz e.V. – ein Gespräch unter Freunden #35

„Du Rabe.“ „Ja?“ „Da wurde ja mächtig was geboten.“

„Wo?“ „Na, am Wochenende, beim Freundschaftsfliegen in Porz.“

„Und es war auch so schönes Wetter. Da haben die richtig Glück gehabt.“ „Besser konnte es wohl für die Modellflieger und uns nicht sein.“


„Haben Dir die Würstchen vom Grill auch so gut geschmeckt?“ „Klar Rabe. Ich fand das sehr nett von den Modellfliegern in Porz, von dem Stephan, der ist da Jugendleiter, dass die uns Würstchen gegrillt haben und dazu noch etwas Apfelschorle gegeben haben; ich hatte auf einmal mächtig Hunger und Durst. Du hattest ja vergessen, die Würtschen von Deinem Onkel Wilhelm mitzubringen.“ „Ja Motte und Du hattest die versprochenen Sunkist und die Prinzenrolle nicht dabei.“ „Wir werden eben älter Rabe.“

„Gut dass die Montagsflieger uns mitgenommen haben. Wir hätten sonst viel verpasst.“ „Rabe, da gab es alles, vom kleinen Kampfbrett ganz in weiß, so wie der Montagsflieger Tim das hat, bis zu den Jets mit richtigen Turbinen. Der Tim, ich habe es genau gesehen, hat große Augen gemacht. Den Geruch von den Jets habe ich jetzt noch in der Nase. Und wie der Junge mit dem großen gelben REBEL einen Smiley an den Himmel gemalt hat – toll.“ „Ja, und zum Schluß haben dann alle geklatscht.“

Rabe, das hatte sich der Pilot ja wohl auch verdient. Du Rabe, ich werde auch so ein Jetpilot.“

Motte, ich habe mit meinem Smartphone alles aufgenommen. Komm wir schauen uns das noch einmal an. Zuerst den gelben Jet und später die anderen Modelle, die Doppeldecker, die Segler, die Hubschrauber, die F104, die beiden Habichte, wie sie mit den großen Schleppmaschinen in den Himmel steigen und wie der eine Jet abgestürzt ist – das war schade, so ein schönes Modell – hinüber.“

Rabe, hast Du das alles auf Deinem Smartphone? Den Absturz von dem Jet auch?“

„Klar Motte.“ „Dann können wir uns das alles noch einmal ansehen?“

„Ja Motte, das können wir, aber jetzt schauen wir uns erst einmal den REBEL an, hier.“