Im Sommer fliegen wir auch Moped und zwar nicht wie vor Jahren in einer Halle, sondern auf einem unserer Flugfelder.
Heute drehen wir unsere Kreise mit dem Himmelsmoped, Bicyclette de Pischof, Made by Mondayflyer über Flugwiese II und legen uns ordentlich in die Kurve. Dabei muss natürlich Geschwindigkeit gehalten werden, um nicht aus der Bahn zu fallen. Soweit die Theorie. Es hätte auch in der Praxis bei der Landung so sein sollen.
Depron Eigenbau aus freier Hand
650 mm Spannweite KFm-2-Profil 510 mm Länge über Alles 148 g Fluggewicht
Antriebsdaten Turnigy 1811 – 1800 KV FlyFun Regler – 6A Prop 6,7 x 3,5 Akku 2S 300 mAh
M-Boot „Flipper“ von Ernst Topp – Anfang der 1970er Jahre:
Marblehead-RC-Modellyacht – kurz M-Boot genannt.
Länge 1.270 mm
Breite ca. 200 mm
Tiefgang ca. 700 mm
Masthöhe ca. 2.1500 mm
Gesamthöhe 2.9500 mm, 2-Kanal Fernsteuerung (je ein Kanal für Segelwinde und Ruder)
Eine Bootsklasse die schon vor 100 Jahren in den USA in der Stadt Marblehead gegründet wurde. Die Klasse ist sehr verbreitet und wird in internationalen Regatten gesegelt.
Neueste Kommentare
einfach nur Perfekt dieses Video! Das Schöne ist das wir nun 2 Schlepper im Bestand der Montagsflieger haben womit wir…
@C.Becher, über die Anfrage zum GFK-Rumpf ist Montagsflieger Bernd aus dem Gemeinschaftsprojekt informiert; er wird per e-Mail antworten. Holm- und…
Hallo und guten Tag , bin durch Zufall hier gelandet.. Ich habe selbst eine restaurierte original mit Syrorumpf . Besteht…
An einem sonnigen Septembernachmittag erkunden die Naturfreunde Wolperath CGN wieder mit ihrem Crawler, dem FMS Atlas 1/10, die weite Dünenlandschaft zwischen Köln und Bonn. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, während die Naturfreunde die Ruhe und Schönheit der Umgebung genießen. Plötzlich fällt eine blutrote Heidelibelle ins Auge, erkennbar an ihrer intensiven roten Färbung und den schimmernden, filigranen Flügeln, die in der Sonne wie feines Glas glitzern.
Die Libelle umkreist das Fahrzeug, als ob sie neugierig auf den kleinen Crawler wäre, der sich vorsichtig seinen Weg durch die Dünen bahnt. Als der Wagen zum Stillstand kommt, flattert die Libelle elegant auf die Ladefläche des Pickups zu. Sie landet auf einer hölzernen Kiste, die dort abgestellt ist, und bleibt einen Moment ruhig sitzen. Ihre schillernden Facettenaugen wirken wachsam, während sie die Umgebung zu beobachten scheint. Es ist ein faszinierender Anblick, wie die filigrane Kreatur für einen Augenblick in dieser für sie bisher unbekannten, von Menschenhand geschaffenen Szenerie verweilt. Nach kurzer Rast breitet sie ihre zarten Flügel wieder aus und erhebt sich leicht in die Luft, um in die Weite der Dünenlandschaft zurückzukehren.
Dieser kurze, flüchtige Moment, in dem die Natur und Technik auf so friedliche Weise aufeinandertreffen, ist ein stiller, aber tiefer Ausdruck der Harmonie, die möglich ist, wenn wir unsere Umwelt respektvoll und achtsam erkunden. Ein Augenblick, der die Schönheit der Natur und die Verbindung, die wir zu ihr haben, wunderbar einfängt.
Ralf hat nach langem Warten doch nun endlich seinen neuen Crawler, seinen Axial SCX10 III Jeep CJ-7 bekommen und gleich zwischen all den Fliegern am Rande von Flugfeld II im Kreis der Montagsflieger vorgestellt.
Mit Sicherheit werden wir das Fahrzeug in Zukunft häufiger sehen.
Emma macht Pause – jetzt kommt Calli mit dem „Fritten Schälchen“ – Am Teich herrschte an diesem Tag schon beste Stimmung, doch als die Zuschauer die neue Konstruktion sahen, rieben sie sich die Augen: Aus der kleinen schwimmenden Lok Emma war ein schwimmender Imbissstand geworden! Der Dampfkessel mit dem Dampfdom war verschwunden, der Schornstein auch – stattdessen thronte ein gelb-weiß gestreiftes Dach, unter dem knusprige Pommes-Spieße und Mayotuben auf Kundschaft warteten.
Am Steuer: Fritten Calli, der neue Imbiss-Kapitän mit roter Wollmütze und stattlichem Bart. Neben ihm kreiste die hungrige Möwe Clara der Montagsflieger, die bereits den ersten Pommes-Schnappversuch plante.
Auf dem Schild stand in großen Buchstaben: „Fritten Schälchen“.
Die erste Fahrt begann gemächlich. Das Boot tuckerte hinaus, und sofort scharten sich Spaziergänger, Kinder und Enten am Ufer. „Pommes! Gibt’s hier wirklich Pommes?“ rief ein neugieriger Junge, während sein Vater skeptisch fragte, ob die Preise denn noch in D-Mark seien – auf den Schildern standen schließlich 50 Pfennig für Cola und 70 Pfennig für Pommes. „Das ist Retro-Design“, erklärte Calli wichtig und blinzelte in die Sonne.
Schon bald war das „Fritten Schälchen“ das Highlight des Teichs: Enten verwechselten die Pommes mit Schilfhalmen und mussten enttäuscht abdrehen, Kinder klatschten begeistert, und auf den Bänken am Teich wurde diskutiert, ob man wohl mit dem Paddelboot rüberfahren dürfe, um eine Portion Mayo zu ergattern. Der Baron Krümelzahn, Emmas treuer Begleiter, schwamm gemütlich hinterher und seufzte leise: „Früher bin ich noch als Schreckgespenst durchs Wasser gezogen – heute bin ich der offizielle Pommes-Wachhund.“ Doch er ließ es sich gefallen. Schließlich schmeckt selbst einem Krokodil eine knusprige Kartoffel nicht schlecht.
Und so schrieb sich ein neues Kapitel ins Logbuch des Teichs:
Emma pausiert,
Fritten Calli serviert
und das „Fritten Schälchen“ wird zum kulinarischen Star auf dem Wasser.
Nach Einbau eines stärkeren Motors, Pichler Brushless Pulsar 1700 KV, 7 x 4 Prop Graupner, Akku 2S 600 mAh sollte Jupiter Duck erneut1) versuchen, vom Teich aus zu starten. Um es vorweg zu nehmen: Das ist gelungen.
Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt setzt sich Jupiter Duck mit neuer Kraft entschlossen und zielstrebig in Bewegung, nimmt Fahrt auf, geht gerade weg und erhebt sich nach wenigen Metern sicher in die Höhe, schnell eine erste Linkskurve, aus dem Kamerabild, etwas mehr Höhe und am oberen Rand des Kamerabildes vorbei und wieder eine Linkskurve, gerade weg, wieder links und?
Der Tollpatsch stürzt sich nach der nächsten Kurve, als er auf der Wasseroberfläche elegant aufsetzen will, Kopf über in den Teich, als hätte er einen Fisch oder ein altes Stück Brot gesehen. Eine besondere Art von Eleganz. „Alle meine Entchen, schwimmen auf dem See, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh.“ (Text Volkslied)
Wohl etwas weit weg vom Ufer, in den Kähnen am Steg steht Wasser, keine Chance, abwarten, auf etwas Wind aus der richtigen Richtung hoffen.
Dann ist es endlich so weit, eine leichte Brise haucht gegen das Höhenleitwerk und richtet den Tollpatsch wieder auf. Vom Steg aus ist über die als unendlich empfundene Entfernung kein Schaden erkennbar. Gas, der Propeller dreht sich, Jupiter setzt sich langsam in Bewegung. Das Seitenruder funktioniert und nun aber ganz, ganz langsam im Paddeltempo zurück an das sichere Ufer.
Da ist der Tollpatsch wieder auf festem, trockenen Boden. Jupiter Duck hat bei seiner Wasserfluggymnastik einiges an Wasser geschluckt. Zum Glück hat er sich keinerlei innere oder äußere Verletzungen zugezogen.
Aber eine Pause habe ich ihm und auch mir schon gegönnt.
1) Beitrag vom 07.01.2022 Jupiter Duck – Zu schwach für diese Welt – Erstflugversuch
Beitrag vom 14. 05.2021 Jupiter Duck – Wir brauchen einen Tümpel
Die Tage wurden spürbar kürzer, die Dämmerung kroch nun jeden Nachmittag ein Stück früher über die Dächer der Eisenbahnsiedlung, und mit strammen Schritten gingen wir auf die Weihnachtszeit zu. In den kleinen Schaufenstern der Geschäfte tauchten nach und nach die ersten festlichen Süßigkeiten auf. Ein ganz besonderer Zauber ging jedoch von den Spielwarengeschäften aus: Bei Hembach in Rheinhausen, bei Roskothen in Duisburg, Sonnen in Krefeld und Nibbeling in Uerdingen wurden die aufwendigen Welten der Kinderwünsche aufgebaut. Da sahen wir mit glänzenden Augen die prachtvollen Modelleisenbahnen von Märklin und Trix ihre Runden drehen, für die Mädchen gab es liebevoll eingerichtete Puppenstuben und Kaufläden zu bewundern, und überall lächelten uns die kuscheligen Steiff-Tiere entgegen – allen voran Mecki und der klassische Teddybär mit dem Knopf im Ohr, ohne den als treuen Begleiter ein Kinderleben wohl kaum denkbar war.
Der 30. Oktober war damals noch ein ganz normaler Herbsttag. Von Kürbissen, Geistern und Halloween hatte im Rheinland noch niemand etwas gehört – höchstens wusste man dunkel aus Erzählungen, dass es drüben im fernen Amerika so etwas geben sollte, genau wie all die anderen neuartigen Dinge, die es bei uns noch nicht gab. Für uns Kinder drehte sich in diesen Tagen nämlich alles nur um ein einziges großes Ereignis: Sankt Martin und die aufregenden Vorbereitungen darauf.
Schon Wochen vorher begann im Kindergarten das große Basteln. Unter fachkundiger Anleitung von Tante Henni entstanden aus schwarzem Tonkarton, buntem Transparentpapier, etwas Draht und einem kleinen Kerzenhalter aus Blech wunderschöne Laternen. Als stabiles Fundament für die runde Form diente die Schachtel von einer Schmelzkäsepackung. In den Karton wurden sorgfältig Motive geschnitten und von innen mit farbigem Papier beklebt. Je älter die Kinder wurden, desto aufwendiger und filigraner wurden die Kunstwerke. Begnügten wir uns im Kindergarten noch mit einfachen Kreisen, Dreiecken und Vierecken, folgten in den späteren Jahren Motive von Äpfeln, Birnen und Kirschen, bis wir schließlich den heiligen Sankt Martin auf seinem stolzen Pferd, den armen Bettler am Feuer und das scharf geschliffene Schwert ausschneiden konnten. Wenn dann im Dunkeln die kleine Wachskerze im Inneren entzündet wurde und das bunte Papier zum Leuchten brachte, entstand eine unvergleichliche, warme und feierliche Stimmung, die genau zu diesem Fest passte.
Und dann war er endlich da: der 11. November, der Tag des heiligen Sankt Martin!
Auf dem Schulhof der katholischen Volksschule an der Martinistraße formierte sich der große Zug. Wir Kindergartenkinder warteten aufgeregt vor der Kirche St. Laurentius, bis die Schulkinder an uns vorbeizogen. Ganz an der Spitze ritt Sankt Martin selbst – ein stolzer Römer im leuchtend roten Ornat, mit schimmerndem goldenem Helm und dem Schwert an der Seite, hoch zu Ross auf einem prächtigen Schimmel. Flankiert und geschützt wurde er von zwei Herolden auf edlen, dunklen Rappen. Direkt dahinter folgte die Magd mit einem hölzernen Leiterwagen. Darauf stand ein Käfig mit zwei lebenden Gänsen, die neugierig herausblinzelten, aufgeregt schnatterten und so ein ganz natürlicher Teil des Zuges waren.
Genau hinter den Gänsen reihten wir uns Kindergartenkinder mit Tante Henni ein – fein geordnet, immer vier oder fünf Kinder in einer Reihe, die leuchtenden Laternen voller Stolz und mit festem Griff in den Händen. Dahinter marschierte der Spielmannszug, sodass wir von den älteren Schülern der vier Volksschulklassen kaum noch etwas sahen.
Der Spielmannszug stimmte ohne Pause ein Martinslied nach dem anderen an: „Sankt Martin, Sankt Martin…“, „Ich geh mit meiner Laterne…“ oder „Durch die Straßen auf und nieder…“. Wir alle sangen mit hellen, frohen Stimmen aus vollem Herzen mit, während sich der leuchtende Wurm langsam durch die Dunkelheit schlängelte. Eltern, Großeltern und Verwandte waren nicht Teil des Zuges – es war ein reines Fest für uns Kinder. Erwachsene spielten kaum eine Rolle, außer sie musizierten im Spielmannszug mit oder begleiteten uns seitlich am Straßenrand mit brennenden Pechfackeln in den Händen, was wir Jungen stets mit ehrfürchtiger Neugier beäugten.
Nach einer großen Runde durch fast alle dunklen Straßen der Eisenbahnsiedlung, vorbei an den Häusern, deren Fenster liebevoll mit bunten Laternen und transparenten Bildern geschmückt waren, erreichten wir schließlich wieder den Schulhof unter den alten Kastanienbäumen. Sankt Martin und seine Herolde ritten voran und blieben mitten auf dem Platz etwas abgesetzt stehen. Alle folgten: der Spielmannszug, wir Kindergartenkinder, die vier Schulklassen und ganz außen der breite Kreis der Erwachsenen.
Im grellen Gegenlicht des flackernden Martinsfeuers erblickten wir plötzlich die Schattenrisse einer Gestalt. Nur mit einem spärlichen Fell bekleidet kniete ein Mann im kalten Wind, an den nackten Füßen nur einfache Lederschnüre als Sandalen. Er hielt die gefalteten Hände flehend zu Sankt Martin empor: „Bitte, b-bitte, edler Mann … so hilf mir doch in meiner Not!“
Die Musiker schwiegen augenblicklich. Es war mäuschenstill auf dem Hof, nur das Knistern des Feuers war zu hören und ein paar Funken stiegen in den Nachthimmel auf. Entschlossen griff Sankt Martin nach seinem Schwert, zog es spitz klingend aus der Scheide, spannte seinen prachtvollen roten Umhang auf und teilte ihn mit einem einzigen kräftigen Hieb. Er reichte die eine Hälfte dem frierenden Bettler: „Hier, nimm! Damit kannst du dich wärmen.“
Kaum hatte der arme Mann sich dankend verneigt und den warmen Stoff um seine Schultern gelegt, setzte der Spielmannszug wieder ein und alle – Kinder wie Erwachsene – stimmten gemeinsam in das große Lied ein:
„Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross das trug ihn fort geschwind. Sankt Martin ritt mit leichtem Mut, sein Mantel deckt ihn warm und gut.
Im Schnee saß, im Schnee saß, im Schnee da saß ein armer Mann, hatt Kleider nicht, hatt Lumpen an. „Oh, helft mir doch aus meiner Not, sonst ist der bitt´re Frost mein Tod!“
Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin zog die Zügel an, sein Ross stand still beim armen Mann. Sankt Martin mit dem Schwerte teilt´ den warmen Mantel unverweilt.
Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin gab den halben still, der Bettler rasch ihm danken will. Sankt Martin aber ritt in Eil’ hinweg mit seinem Mantelteil.“
Es dauerte einen Moment, bis wir Kinder, zutiefst berührt von diesem Schauspiel, wieder den Blick für das Drumherum fanden. Die jüngeren Schulkinder wurden von ihren Eltern an die Hand genommen und gingen nach und nach in das Schulgebäude, um sich dort ihre begehrten Martinstüten abzuholen. Die älteren stürmten allein in die Schule.
Für uns Kindergartenkinder ging die Aufregung jedoch erst jetzt so richtig los: Wir zogen nicht in die Schule, sondern machten uns gemeinsam auf den Weg zurück in unseren Kindergarten. Dort warteten wir voller Vorfreude und mit Klopfendem Herzen, bis uns der heilige Sankt Martin höchstpersönlich besuchte. Er schritt würdevoll durch die Tür, trat an jedes einzelne Kind heran und überreichte uns unsere Tüte mit dem duftenden Weckmann, einem knackigen Apfel, einer Mandarine, drei Aachener Printen und ein paar knusprigen Spekulatius. Wenn er einem dann sanft mit seinen feinen Handschuhen über den Kopf streichelte, war das ein erhabener Augenblick. Zum Dank stimmten wir alle gemeinsam noch einmal aus vollem Herzen das Lied an: „Sankt Martin, Sankt Martin…“
Müde, aber unendlich glücklich stapften wir Schützlinge schließlich mit unseren Eltern nach Hause. Währenddessen zogen die größeren Kinder noch von Tür zu Tür, um zu „singen“. Sie trugen an den Haustüren voller Erwartung auf Süßigkeiten ihre Lieder vor, und so hallte noch bis spät in die Nacht hinein immer wieder die altbekannte Zeile durch die Straßen der Siedlung: „Hier wohnt ein reicher Mann, der uns was geben kann. Lass uns nicht so lange stehn, denn wir wollen weitergehn…“
Reich an Geld waren die Menschen in der Eisenbahnsiedlung nicht. Aber sie waren unendlich reich an Hoffnung, an Kraft, Mut, festem Zusammenhalt, einer tiefen Liebe zu ihren Kindern und einem einfachen, ehrlichen, christlichen Glauben.
Zwischen all den schweren Dampflokomotiven, langen Güterzügen und mächtigen Maschinen gibt es auf der großen Anlage von Halver beim internationalen Modultreffen 2026 plötzlich einen Moment der Ruhe.
Fast unscheinbar rollt er aus dem Schatten eines kleinen Bahnhofs hervor. Kein Dampfschlag. Kein tiefes Brummen schwerer Dieselmotoren. Nur ein leises Surren begleitet seine Fahrt über die Schienen.
Es ist ein Wittfeld-Akkutriebwagen. Und mit ihm taucht eine beinahe vergessene Epoche der Eisenbahngeschichte wieder auf. Schon sein Aussehen macht ihn unverwechselbar: die markanten Vorbauten an beiden Enden, in denen einst die schweren Batterien untergebracht waren, die schmale Fahrzeugmitte mit den großen Fenstern und die fast filigrane Erscheinung. Er wirkt eher wie ein stiller Beobachter der Nebenbahnwelt als wie ein Fahrzeug großer Magistralen.
Doch genau dort lag einst seine Aufgabe. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte die preußische Staatsbahn diese außergewöhnlichen Akkutriebwagen auf Nebenstrecken ein. Fernab großer Städte verbanden sie kleine Orte miteinander — leise, zuverlässig und für damalige Verhältnisse erstaunlich modern. Während draußen noch Dampfwolken über vielen Bahnhöfen lagen, glitten die Wittfeld-Triebwagen beinahe geräuschlos durch die Landschaft.
Und genau dieses Gefühl entsteht nun auch auf der Spur-1-Anlage in Halver. Mit ruhiger Fahrt bewegt sich der Triebwagen über die Nebenstrecke. Vorbei an kleinen Bahnsteigen, Güterschuppen und Signalen scheint die Zeit plötzlich langsamer zu werden. Keine schwere Last, keine gewaltige Zugkraft steht hier im Mittelpunkt — sondern die stille Schönheit früher Nebenbahnen.
Fast meint man, den Alltag vergangener Jahrzehnte zu sehen: Pendler auf dem Weg zur Arbeit. Schüler mit Ledertaschen am Bahnsteig. Ein kurzer Halt in einem kleinen Dorf irgendwo zwischen Feldern und Wäldern. Gerade in Spur 1 entfaltet der Wittfeld-Triebwagen eine besondere Wirkung. Die großen Fenster, die feinen Beschriftungen und die ungewöhnliche Fahrzeugform wirken im Maßstab 1:32 beinahe wie ein restauriertes Museumsfahrzeug in voller Größe.
Langsam rollt der Triebwagen über eine Weichenstraße und erreicht den nächsten Haltepunkt. Für einen Moment bleibt er stehen. Licht fällt warm durch die Fenster, während rundherum bereits wieder schwere Güterzüge und Dampflokomotiven unterwegs sind. Und doch zieht gerade diese kleine, leise Bahn die Blicke auf sich.
Vielleicht, weil sie an eine Zeit erinnert, in der Eisenbahn nicht immer groß und spektakulär sein musste. Sondern einfach Teil des täglichen Lebens war. Genau diese Vielfalt macht die Ausstellung in Halver so faszinierend. Neben den gewaltigen Schnell- und Güterzügen finden auch jene stillen Fahrzeuge ihren Platz, die einst das Rückgrat vieler Nebenstrecken bildeten. Kleine Geschichten zwischen den großen Maschinen. Leise Momente mitten im geschäftigen Fahrbetrieb.
Und während der Wittfeld-Akkutriebwagen langsam wieder aus dem Bahnhof hinausrollt, verschwindet er beinahe lautlos hinter den nächsten Modulen — hinein in die nächste Szene dieser beeindruckenden Spur-1-Welt.
einfach nur Perfekt dieses Video! Das Schöne ist das wir nun 2 Schlepper im Bestand der Montagsflieger haben womit wir…